Cowboy!Hetalia X Pferdeflüsterin!Reader

GeschichteHumor, Romanze / P16
Amerika Deutschland Kanada Preussen Schweden Spanien
29.07.2014
12.04.2017
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29.07.2014 2.039
 

„Das kann ins Auge gehen, Dollface.“



Ein einzelner Satz lässt dich aus dem Augenwinkel zu der Gruppe Zuschauer blicken, ehe du ihnen keck zugrinst.
Dann wendest du dich ab und gehst mit kontrolliert langsamen Schritten zu der Herde.
Da aber noch mehr Pferde –sie gehören derselben Rasse an wie dein Hengst- Halfter tragen, scheint die Gruppe wohl nur halbwild zu leben oder schon zum Teil an Menschen gewöhnt zu sein.

Saltarín ist aufgrund seines goldenen Fells und der weißen Mähne leicht zu erkennen, weshalb du ihn direkt ansehen kannst.
Zu deinem Glück bemerkt auch er dich als eines der ersten Pferde, weshalb du stehen bleibst und wartest, bis er sich dir ganz zugewendet hat.
Erst dann drehst du ihm deine linke Schulter zu und deutest mit deinem Kopf in Richtung des Gatters. Da dein Hengst dieses Zeichen aus zahlreichen Übungen kennt, drehst du ihm jetzt den Rücken zu und gehst langsam wieder zum Gatter.

Die verblüfften Gesichter und das Geräusch eines galoppierenden Pferdes zeigen dir, das du und Saltarín gerade erfolgreich einen sogenannten ‚Join up’ vollzogen habt.
Dabei bittet der Reiter das Pferd mit ihm zusammen zu arbeiten und wenn das Pferd gewillt ist oder den Bittenden als ‚Leittier’ anerkennt, folgt es dem Menschen.

Als der Kopf des Palominos kurze Zeit später links von dir auftaucht, streichst du ihm lobend über die Stirn, was er mit einem zufriedenen Schnauben quittiert. Anschließend hakst du deinen linken Zeigefinger von unten in Saltaríns Halfter ein, auch wenn ihn das nicht wirklich aufhalten würde, wenn dein Hengst wirklich weglaufen wollte.

Diese Geste hattest du dir nur angewöhnt, da es meist die anderen Anwesenden überzeugte, dass du deinen Partner fest unter Kontrolle hattest. Jemand, der dich und Saltarín lange genug kannte, konnte sich aber sicher sein, dass du und dein Pferd ganz gut ohne Anbinden und Zwang auskamen.

Dennoch nimmst du mit einem Lächeln den dir von Lyria angebotenen Strick und befestigst ihn am Halfter des Palominos. Du lässt das Seil aber locker hängen, damit dein Hengst weiter Gras fressen kann.
Du vergewisserst dich mit einem kurzen Blick, dass dieser zufrieden neben dir stehen bleibt und kein Verlangen spürt zu den anderen, noch immer in Entfernung stehenden Pferden zu laufen.

Dann erst wendest du dich an die Männer, die sich jetzt vor dir und hinter ihrem Chef versammeln.
Mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht, sprichst du den Schotten vor dir an.
„Und Chef? Holt man so sein Pferd richtig von der Weide?“

Anstelle sofort etwas zu sagen, schüttelt er lachend und ungläubig den Kopf. Erst dann erwidert er den Blick und gibt dir Auskunft über sein Urteil.
„Ich frage mich, was wir bis jetzt falsch gemacht haben. Oder wie lange hast du das mit deinem Hengst geübt?“

Du antwortest mit einem verschwiegenen „Der Meister verrät seine Geheimnisse nicht von Anfang an.“ und richtest dann deine Aufmerksamkeit auf deine bis dahin unbeteiligten Zuschauer.

Direkt vor dir steht nicht Allistor, sondern zwei Männer, die sich beide von den Gesichtszügen und der Frisur komplett gleichen, aber der von dir aus Rechts stehende Cowboy hat rotbraune Haare und rote Augen, während der auf der linken Seite blonde Haare und babyblaue Augen hat.
Waren es jetzt Zwillinge oder nicht?

Du lässt deinen Blick jedoch weiterschweifen, da dir Lyria erst die Beiden vorstellt –der Blonde heißt Alfred und der Rotäugige Allen-, ehe sie dir die Namen der Anderen verrät.

Neben dem Zwillingspaar gibt es noch drei weitere Brüder Allistors, die Arthur, Dylan und Connor heißen. Außerdem werden dir eine Reihe weiterer Namen genannt, darunter für dich nicht sonderlich amerikanisch klingende wie Ludwig, Berwald, Antonio oder Lovino, wobei du dir allerdings nicht mal Mühe gibst, sie dir alle zu merken.

Dafür bemerkst du etwas anderes, was schließlich auch deine Aufmerksamkeit fesselt.

Da du ziemlich auffällig die Jungs vor dir ignorierst, drehen auch sie sich in deine Blickrichtung. Erst herrscht betretenes Schweigen, ehe Allistor sich räuspert.

„Jemand sollte Francis dazu bringen, sich etwas anzuziehen.“




„Passiert das hier eigentlich öfter?“, erkundigst du dich bei Lyria, die gerade mit dir zusammen auf dem Weg zurück zum Haupthaus ist. Deine Frage bezieht sch auf den Blonden Mann von vorher, der mittlerweile von zwei anderen Cowboys eingefangen und angezogen wurde.
Deinen Saltarín hattest du in einer Box mit Verpflegung untergebracht, du würdest dich später noch um ihn kümmern.  

„Nur bei Francis, aber keine Sorge, er ist eigentlich nicht so verkehrt. Du musst ihm nur deutlich zeigen, dass du nichts von ihm willst, dann hört er auf dir nachzulaufen.“

„Er läuft mir nach? Er hat mich doch noch nicht einmal angesprochen!“, verteidigst du dich reichlich perplex.

Die Brünette kichert nur, ehe sie es dir erklärt.
„Er kommt aus Frankreich und hat es sich zur Aufgabe gemacht, uns allen zu zeigen, dass seine Heimat nicht umsonst das Land der Liebe ist. Aber er ist kein schlechter Mensch, er verteilt wirklich nur Liebe.“

Nicht wirklich begeistert über diese Aussage nickst du nur, ehe du gekonnt das Thema wechselst.
„Da ich ja hier ab jetzt arbeiten soll, habt ihr denn zurzeit Problempferde hier?“

Zögerlich nickt Lyria, während sie für dich die Tür ins Haupthaus öffnet.
„Die größte Hilfe wärst du für uns, wenn du dich zuerst um Damien kümmern würdest. Er ist mittlerweile alt genug um verkauft zu werden, doch er hatte vor einer Weile einen Unfall und hat sich anscheinend mit seinem Halfter irgendwo verletzt. Seit dem hat ihn keiner mehr von uns richtig Anfassen, geschweige denn ihm ein neues Halfter anlegen können.“

„Wann soll ich anfangen?“, erkundigst du dich, doch zuerst drückt dir Lyria zwei Schneidebretter in die Hand.

„Erst morgen. Du wolltest dich schließlich noch um dein eigenes Pferd kümmern und außerdem müssen wir erst einmal die Jungs verpflegen.“

Damit nimmt sie sich das nötige Brot aus der Vorratskammer und ihr beginnt gemeinsam die belegten Brote zuzubereiten.
Die Massen die ihr schmiert verwirren dich zu erst, doch da ihr ja nicht nur ein paar, sondern eine ganze Meute an Männern zu versorgen habt, klärt sich die Verwirrung relativ schnell auf.
Während eurer Arbeit plauderst du über alltägliches mit Lyria, die Morgens und abends Unterstützung von Francis erhält, was das Kochen angeht.

Anscheinend hat jeder der Jungs einen Hauptarbeitsbereich, wo er die Verantwortung für trägt, während die anderem ihm dort helfen, aber jeder muss bei jedem Bereich arbeiten können. Je nachdem, wo gerade helfende Hände gebraucht werden.
Du würdest ab jetzt den Bereich Problempferde übernehmen, der sonst eher vernachlässigt wurde.

Das Essen verstaut ihr in zwei großen Körben, ehe sich jede von euch einen nimmt und Lyria dir erklärt, dass ihr bei gutem Wetter immer draußen Essen würdet.
Nicht nur aufgrund des sonstigen Platzmangels, sondern auch weil die Jungs so die Tiere im Auge behalten können.

Der Essensplatz ist eine Ansammlung von Bänken und Tischen aus Holz, die im Schatten von beeindruckend großen Obstbäumen stehen. Direkt daneben ist eine große Weide, auf der du eine Herde Rinder erkennen kannst.
Ein paar der Cowboys sitzen schon auf den Bänken, zwei tragen gerade Getränkekästen zu den Tischen und der Rest lehnt noch am Zaun und scheint mit Allistor etwas zu bereden. Zumindest gestikulieren Abwechselnd der Schotte und einer der Männer um ihn herum.

All das Treiben erstirbt, als ihr entdeckt werdet und sich alle Wartenden auf den Weg zu den Tischen machen.
Kaum das ihr die Körbe auf dem Tisch abgestellt habt, werdet ihr beide auch schon von einer hungrigen Meute Cowboys belagert. Damit nicht alles drunter und drüber geht, teilen du und Allistors Frau die Brote mit aus, während die die direkt neben euch stehen, selbst zugreifen können.

Gerade hast du eines der letzten Brote in der Hand und siehst dich nach einem Abnehmer um, als du wahrnimmst, wie dir eine Hand auf die Schulter tippt.
Mit einem Lächeln auf den Lippen drehst du dich schwungvoll um, als du dich mit zwei wirklich einnehmenden Augen konfrontiert siehst.
Auch deinem Gegenüber scheint der Hunger vergangen zu sein, da er dich mit leicht geöffnetem Mund anstarrt und keine Anstalten macht den Blick abzuwenden.

Bevor allerdings einer von euch beiden etwas sagen kann, reißt dich ein Aufquietschen von Lyria aus deinen Gedanken und du drehst dich ruckartig zu deiner Freundin.
Diese hat die Hände vors Gesicht geschlagen und starrt begeistert auf vier unerwartete Besucher.

Auf der Wiese sind gerade nicht nur die beiden Hofkatzen aufgetaucht, sondern ebenfalls zwei kleine Fellknäuel, die mutig hinter ihrer Mutter hertapsen und die Gegend erkunden.
Bevor du überhaupt das Wort Gegenwehr denken kannst, hat dich die Brünette hinter sich her und zu den vier Katzen gezogen.

Während Tara auf Abstand bleibt, lässt sich Will ziemlich schnell von Lyria streicheln, ebenso das etwas größere der beiden Jungen. Während du also den Kater hinter den Ohren krauelst, hat deine Freundin das kleine Kätzchen auf dem Arm, welches zufrieden schnurrt.
Oder es zumindest versucht, denn nach richtigem Schnurren klingt das noch nicht.
Ihr beide seid aber alleine bei den Katzen, da die Männer mit Essen beschäftigt sind, doch du bemerkst, dass ihr beobachtet werdet.

„Sag mal, was war das vorhin?“, holt dich Lyria aus deinen Gedanken.

Fragend hebst du deinen Blick.
„Vorhin? Was soll da gewesen sein?“

„Du hast da ziemlich langen Blickkontakt gehalten.“
Ihre Lippen sind zu einem wissenden Grinsen geformt, was dir eine sanfte Röte auf die Wangen treibt.

„N-na und? Ich bin erst heute angekommen, da sind eben alle fremd und ich schau mir eben Jeden genauer an…“ Du versuchst dich zu verteidigen, aber wirklich überzeugend scheint das für die Frau dir gegenüber nicht zu sein.

Doch sie geht nicht weiter darauf ein, sondern ihr spielt noch eine Weile mit den Katzen, ehe ihr die Familie wieder sich selbst überlasst und zurück zu den Männern geht. Die Cowboys Bedanken sich fürs Essen, ehe Allistor sie wieder zur Arbeit scheucht und ihnen dann selbst folgt.
Du hingegen bleibst weiterhin bei Lyria, die ab jetzt auch für dich verantwortlich war. Zumindest so lange, bis du dich hier zurechtfinden würdest.

So verbringst du auch den Abend mit ihr und später auch mit Wendy, da Peter sich an ihren großen Bruder Kyle gehangen hatte.
Die beiden Mädchen sind ganz begeistert von deinem Hengst, als du ihn später in seiner Box besuchst.
Du bringst ihn auf Geheiß von Lyria zu einem alten Wallach von Allistor, der zwar nicht mehr Geritten wurde, aber der dennoch auf der Farm lebte. Er war nicht nur absolut umgänglich mit kleinen Kindern, sondern auch mit allen möglichen Pferden, weshalb er das ideale Pferd war, damit Saltarín sich eingewöhnen konnte, aber dennoch nicht ohne Kontakte leben müsste.

Den restlichen Tag richtest du dich so weit wie an einem Nachmittag möglich in deinem Zimmer ein, wobei du weibliche Unterstützung hast. Die meisten deiner Sachen hatte ein Umzugsunternehmen vor einer Weile gebracht, aber all zu viel brauchtest du außer Anziehsachen und Dinge für dein Pferd nicht.

Auch beim Abendessen wirst du ganz von den beiden Mädchen eingenommen und beantwortest alle möglichen Fragen zu deiner alten Heimat und dir, die du dir nur vorstellen kannst.
So kommt es auch, dass du vollkommen fix und fertig in dein Bett fällst. Du merkst, kaum das du dich in dein Kissen gekuschelt, wie müde du bist. So schließt du mit einem Lächeln auf den Lippen die Augen, ehe du langsam ins Reich der Träume dämmerst.

Du träumst von einem einzigen Bild.
Von den zwei Seelenspiegeln, die dich heute schon einmal in ihren Bann gezogen haben.


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Hallo meine Lieben,

So, ab hier beginnt dann endlich die Auswahl~
Heißt im Klartext, ab hier ist das ein Auswahlverfahren, da Reader-chan ja immer nur mit einem der Jungs aus Hetalia zusammenkommen kann.
Wenn also der Name eines Landes im Kapitelname vorkommt, dann ist es die Version, wie es mit demjenigen weitergehen würde. Ist kein Name im Titel, dann ist es ein 'Zwischenkapitel' das mit jedem Land so passiert.

Klingt noch etwas verwirrend, aber sobald ich erstmal ein paar Wege zu Ende geschrieben habe (Ich bin mir nicht sicher, ob ich immer erst ein Land durchgehend schreibe oder vllt ein paar parallel), werdet ihr hoffentlich merken, was ich meine ^^'

Vielen, vielen Dank an Etnata, BlackNehelenia und xXYukinaXx für eure Reviews!
Ich hab mich gefreut wie ein Schnitzel, dass die Geschichte doch ein paar Leute interessiert x3

Bis zum nächsten Kapitel,
eure Kasumi ♥
*lässt zur Bestechung ein paar Muffins zurück*
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