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Der neue Digiritter

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12
Akari Hinomoto Mimi Tachikawa und Palmon Royal Knights Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
21.07.2014
18.11.2020
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21.05.2020 2.380
 
Ihr Lieben,

endlich geht es weiter :))
Danke an meine fleißigen Review Schreiber =) das stärkt zum weiterschreiben!
Und jetzt viel Spaß beim lesen.

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„Haben wir es besiegt?“, höre ich Matt hinter mir sagen.

Wir blicken alle gespannt in die Richtung, in welche Kabuterimon Sandiramon mit seinem Stromschlag in den Wald katapultiert hat. Unsere Digimon haben sich noch nicht zurück digitiert, weil es sein könnte, dass Sandiramon wieder zurückkommen könnte.

„Das glaube ich nicht“, meint Izzy und ich blicke fragend zu ihm. „Der Speer hat sich noch nicht in Luft aufgelöst.“

Da hat Izzy recht, denke ich mir und blicke zur Seite auf den Speer, der noch auf dem Boden liegt. Normalerweise lösen sich die Digimon in Staub auf, wenn sie besiegt werden und das ist hier noch nicht der Fall. Das heißt, dass Sandiramon noch lebt und es wieder zurückkommen muss, um sein Speer wiederzuhaben.

„Schon wieder ist ein böses Digimon hier, um den neuen Digiritter zu finden“, denkt Izzy laut nach.

„Er muss hier irgendwo gewesen sein“, stimme ich zu und blicke nachdenklich zu meinen Freunden.

„Ob er sich wohl vor uns versteckt“, stellt Matt die Theorie auf.

„Du meinst, er könnte wissen, wer wir sind und hält sich im Hintergrund auf?“, frage ich und runzele die Stirn.

„Das ist keine schlechte Theorie“, meint nun Izzy. „Jedes Mal, wenn wir von einem Digimon angegriffen wurden, spürte es den neuen Digiritter in der Nähe. Das kann kein Zufall sein.“

„Dann hat er uns vielleicht die ganze Zeit im Blick und zeigt sich schon von Anfang nicht“, schlussfolgere ich.

Plötzlich ist ein lauter Knall zu hören und wir drehen uns alle wieder in die Richtung des Waldes, aus der Sandiramon verschwunden ist. Mit hoher Geschwindigkeit fliegt Sandiramon wieder dieselbe Richtung zu uns zurück. Das alles geht so schnell, dass ich nur am Rande wahrnehme, wie ein großes X-Lichtstrahl Sandiramon zu Boden reißt. Als Sandiramon am Boden liegt, merke ich schon, wie Greymon allem ein Ende bereiten will und sich neben mir regt. Doch die Attacke im Wald muss so schwerwiegend gewesen sein, dass sich Sandiramon von selbst in Staub auflöst. Sprachlos stehe ich da und verstehe nicht, was gerade passiert ist. Wer hat Sandiramon besiegt?

„Habt ihr auch den X-Lichtstrahl gesehen?“, fragt Matt und blickt verwundert auf die Stelle, auf der Sandiramon noch vor wenigen Sekunden lag.

„Ja, das war keine Attacke von unseren Digimon“, sagt Izzy und blickt in die Richtung des Waldes.

Wer konnte das gewesen sein? Ich merke, dass die anderen zwei sich dieselbe Frage stellen.

„Der neue Digiritter“, beantworte ich meine Frage selbst.

„Kabuterimon“, meldet sich Izzy aufgeregt. „Kannst du bitte in die Luft fliegen und schauen, ob du jemand sehen kannst? Aber versuch unauffällig zu sein.“

„Garurumon“, wendet sich Matt an sein Digimon und läuft mit schnellen Schritten zu ihm. „Lass uns schnell in den Wald zur Stelle laufen, an die Sandiramon von Kabuterimon katapultiert wurde.“

Mit einer Leichtigkeit springt Matt auf den Rücken von Garurumon und dieser rennt die Strecke durch den Wald, durch das Sandiramon hin und her geflogen ist. Während die anderen in der Luft und im Wald nach Hinweisen über den neuen Digiritter suchen, digitiert sich Greymon wieder zurück zu Agumon.
„Hast du so ein X-Lichtstrahl schon einmal bei irgendeinem Digimon gesehen?“, frage ich Agumon nachdenklich und wir setzen uns ins Gras.

„Nein, nicht das ich wüsste“, meint Agumon und scheint auch nachzudenken. „Aber es war ganz schön stark.“

„Dann muss es wohl die Kraft des Digimon von dem neuen Digiritter gewesen sein“, stelle ich seufzend fest.

Das Digimon ist also aus dem Digiei geschlüpft. Wenn es sogar digitieren konnte, muss der Digiritter ja wissen, wie der Hase läuft. Wie lange weiß er schon von uns Bescheid? Hat er uns wirklich im Blick? Und wieso zeigt er sich uns nicht? Vielleicht weil er böse ist und uns als seine Feinde sieht? Das alles wäre so viel einfacher, wenn wir wüssten, wer der Digiritter ist.

Als Kabuterimon wieder zu Boden kommt und zurück zu Tentomon digitiert, teilt er uns mit, dass er niemanden in der Luft oder im Wald mit einem Digimon sehen konnte. Auch Garurumon und Matt kehren ohne Erfolg zurück und konnten niemanden finden. Der Digiritter muss sich schnell vom Acker gemacht haben, da er sich wohl denken konnte, dass wir ihn schließlich suchen würden. Aber wieso hat er gegen Sandiramon gekämpft, wenn er doch auf seiner Seite ist? Irgendwas stimmt auch an dieser Theorie nicht.

Da es bereits spät geworden ist, entscheiden wir uns, nach Hause zu gehen. Da Gabumon in der Hütte übernachtet, möchten Agumon und Tentomon es ihm gleichtun und bleiben ebenfalls über Nacht dort. Untereinander organisieren wir noch, wer am nächsten Morgen zu den Digimon fährt und Frühstück vorbeibringt, ehe ich mich von Agumon verabschiede und auf mein Motorrad steige. Zuhause angekommen, wartet Kari bereits in meinem Zimmer auf mich und blickt mich ganz besorgt an.

„Dir geht es gut, zum Glück“, springt sie von meinem Bett auf und umarmt mich.

„Klar, ich war ja nicht allein“, erwidere ich ihre Umarmung.

Schließlich erwartet sie von mir, dass ich ihr haargenau erzähle, was passiert ist. Da sie nicht lockerlässt und sehr besorgt klingt, erzähle ich ihr von Sandiramon, die plötzlich aufgetaucht ist und den Digiritter gespürt hatte, Tentomon, der uns dann zur Hilfe kam und den unbekannten V-Lichtstrahl, welcher Sandiramon schließlich überwältigte.

„Ich wünschte, ich hätte euch auch helfen können“, meint Kari niedergeschlagen.

„Das wirst du nächstes Mal mit Sicherheit“, sage ich optimistisch und lege meinen Arm um sie. „Wenn jetzt schon Tentomon gekommen ist, dauert es nicht lange bis auch Gatomon hier sein wird.“

„Meinst du?“, fragt Kari und seufzt.

„Auf jeden Fall“, versichere ich ihr.

So geht der Tag langsam dem Abend zu, wir kochen gemeinsam und schauen noch einen Film an, ehe wir uns schlafen legen. Der nächste Morgen kommt schneller als gehofft. Als der Wecker klingelt, wache ich unglücklich auf und stehe erst nach dem zweiten Alarm endgültig auf. Seufzend schwinge ich mich aus dem Bett und mache mich für die Schule fertig. Nach der morgendlichen Prozedur, das mit einem schnellen Frühstück endet, schnappe ich nach meinem Helm, verabschiede mich schnell von meiner Mutter und laufe aus der Wohnung zu meinem Motorrad.

Als ich in der Schule ankomme und mein Motorrad parke, sehe ich Sora bereits am Haupteingang auf mich warten. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass sie auf mich wartet, da sie mich sehnsuchtsvoll und neugierig mustert. Nach ein paar Schritten komme ich bei ihr an und begrüße sie zuerst, ehe sie mich mit Fragen löchert, wie auch Kari am Abend zuvor.

„Es tut mir so leid, dass wir nicht gekommen sind“, sagt Sora niedergeschlagen und legt besorgt ihre Hand auf die Stirn. „Biyomon und ich waren außerhalb der Stadt unterwegs, die Sonne genießen.“

„Schwamm drüber“, muntere ich sie auf. „Izzy und Matt waren bei mir.“

Schließlich bringe ich sie auf denselben Stand wie Kari gestern auch. Zwischendurch muss ich ihr noch einmal zureden, dass sie sich keine Sorgen machen muss, dass sie nicht da sein konnte. Als es schließlich um den gesuchten Digiritter ging, konnte sie ihre Gewissensbisse letztendlich runterschlucken.  

„Dann hat das Digimon von dem Digiritter das Digimon also besiegt“, stellt Sora nachdenklich fest.
„So sieht’s aus“, stimme ich gähnend zu.

Da der Unterricht bald beginnt und schon einige Schüler an uns vorbeilaufen, beschließen wir ebenfalls ins Schulgebäude zu gehen. Während mir Sora freudig über ihren gestrigen Tag mit Biyomon erzählt, laufen wir gemütlich durch den Flur. Ich höre ihr aufmerksam zu und freue mich, dass sie die Zeit mit Biyomon genießt. Diese Chance hatten wir uns alle gar nicht mehr ausgemalt.

„Guten Morgen Matt“, grüßt Sora plötzlich.

Verträumt blicke ich auf und sehe Matt vor der Vertretungstafel stehen. Erst nach zweitem Hinsehen merke ich, dass er nicht allein dasteht, sondern ihm Ivy gegenübersteht. Es scheint, als wären sie zuvor in einem Gespräch verwickelt gewesen zu sein. Ich bin so verwundert, dass die beiden sich kennen, das ich vergesse sie ebenfalls zu grüßen.

„Guten Morgen Sora“, grüßt Matt und nickt mir schließlich zu. „Tai.“

„Schön, dich zu sehen Ivy“, sagt Sora und bleibt plötzlich vor den beiden stehen. „Geht es deinem Handgelenk wieder besser?“

Ich merke, wie Matt Ivy fragend anblickt und schließlich alle Blicke auf ihr Handgelenk wandern. Zuerst frage ich mich auch kurz, was Sora damit meinen könnte. Dunkel erinnere ich mich aber wieder, dass beim letzten Training etwas vorgefallen ist. Damals ist mir Ivy noch gar nicht groß aufgefallen, weswegen ich ganz vergessen habe, dass sie von Joey im Krankenwagen verarztet wurde. Wie ein Blitz rast mir eine Erinnerung durch den Kopf, dass damals der Krankenwagen wie wild gehupt und geblinkt hat, als Ivy mit Joey da drin war. In der Situation habe ich mir nichts Großes dabei gedacht, da sich zuvor jemand von meiner Mannschaft verletzt hatte. Nun frage ich mich aber, was da wohl vorgefallen war. Jedenfalls trägt sie jetzt keine Bandage um ihr Handgelenk, dann muss es ihr wohl wieder besser gehen. Ivy blickt Sora verwundert an und betastet schließlich demonstrativ ihr Handgelenk.

„Danke für die Nachfrage“, lächelt Ivy Sora ehrlich an. „Aber das tut gar nicht mehr weh, scheint nichts Schlimmes passiert zu sein.“

Kurz treffen sich unsere Blicke, doch Ivy schaut schnell wieder weg. Schnell bereue ich, sie nicht begrüßt zu haben. Jetzt wirkt es so, als würden wir uns gar nicht kennen. Ich schulde dem Aussetzer meiner Müdigkeit und nehme mir vor, es nächstes Mal besser zu machen. Geht sie aus diesem Grund meinen Blicken aus dem Weg? Ich gebe nämlich zu, dass ich sie keine Sekunde aus den Augen lasse und es gar provoziere, dass sie mich mal anblickt. Doch keine Chance, ihre Aufmerksamkeit gilt nur Matt und Sora.

„Das freut mich, dann sehen wir uns später beim Training“, verabschiedet sich Sora schließlich.

Als sich Matt wieder zu Ivy wendet, laufe ich mit Sora weiter in unsere jeweiligen Klassenräume. Ich frage mich, woher die zwei sich kennen und worüber sie gesprochen haben. Den Gedanken verwerfe ich aber nach fünf Minuten und konzentriere mich auf den Unterricht. Schließlich kenne ich Ivy kaum und wir sind keine Freunde, weswegen mich das nicht zu interessieren braucht. Jedenfalls sind wir „noch“ keine Freunde.

Der Schultag geht heute schneller vorbei als sonst, stelle ich am Ende der sechsten Stunde glücklich fest. Als ich aus dem Klassenzimmer laufe, freue ich mich schon auf das Training und meinen Jungs. Fußball war schon immer meine Leidenschaft, seit ein paar Jahren bin ich auch der Kapitän der Mannschaft geworden und bin ständig im Gespräch mit unserem Trainer. Mit den Jungs komme ich auch super zurecht und wir sind ein richtiges Team. Bald haben wir auch wieder ein Spiel, weswegen wir gerade fleißig trainieren.

Bei der Sporthalle angekommen, entdecke ich Mimi, die sich auf dem Rasen dehnt. Ich entscheide kurzerhand zu ihr zu laufen, um mit ihr zu sprechen und grüße beim Laufen noch ein paar Jungs aus meinem Team, die zur Umkleidekabine laufen. Mimi scheint mich auf sich zukommen zu sehen und hört verwundert mit ihren Dehnübungen auf.

„Tai“, nennt sie meinen Namen und blickt mich spitz an. „Liegt dir was auf dem Herzen? Oder warum suchst du mich auf?“

„Wie geht’s dir Mimi?“, frage ich interessiert und bleibe vor ihr stehen.

„Super“, antwortet sie nur kurz und zieht ihren Pferdeschwanz stramm.

Ich merke, dass sie heute nicht gut auf mich zu sprechen ist. Vermutlich liegt es an der Digimon Sache, da scheint sie sich extrem raushalten zu wollen. Jedenfalls hat sie noch mit keinem von uns über Palmon gesprochen oder mal nachgefragt, was in den letzten Tagen vorgefallen ist. Dabei muss ihr Digivice ebenfalls reagiert haben, als ich gestern eine Nachricht geschickt habe.

„Willst du bei unserem nächsten Treffen vielleicht mal dazukommen?“, frage ich vorsichtig.

„Was meinst du?“, fragt sie und stellt sich unwissend.

„Treffen mit Sora, Izzy, Matt, Kari und T.K. wegen unseren Digimon Feinden“, erkläre ich und nehme tief Luft.

„Nein“, antwortet sie sofort und sieht verärgert aus. „Ich will damit nichts zu tun haben.“

„Aber Mimi“, seufze ich und blicke sie verständnislos an. „Palmon könnte jederzeit hier auftauchen. Willst du sie nicht wiedersehen?“

„Nein“, sagt sie nun ungeduldig.

Dabei blickt sie hilfesuchend umher, als würde sie sich wünschen, aus dieser Situation rauszukommen. Als ich merke, dass ihre Augen glasig werden, entscheide ich, sie in Ruhe zu lassen. Es tut mir leid, dass sie so verletzt ist und ich wünschte, ich könnte ihr dabei helfen sich besser zu fühlen. Aber sie lässt niemand an sich ran, vor allem Palmon nicht, weil sie wohl Angst hat, sie wieder zu verlieren und wiederholt in ein tiefes Loch zu fallen.

„Ich wollte dich nicht aufregen“, entschuldige ich mich ehrlich. „Falls du es dir anders überlegst, kannst du dich jederzeit an uns wenden.“

Dann drehe ich mich um und lasse sie auf dem Rasen zurück. Kurz vor der Tür, die zu den Umkleiden führt, bemerke ich Ivy am Türrahmen stehen. Vermutlich hat sie mich und Mimi davor beobachtet, da sie sehr besorgt von Mimi zu mir sieht. Als sich unsere Blicke dann treffen, bleiben ihre Augen an mir haften, als würde sie so versuchen herauszufinden, was gerade vorgefallen ist.

„Bereit für später?“, frage ich und lächele sie leicht an, um ihr zu zeigen, dass alles in Ordnung ist.

Ich meine damit unser vereinbartes Treffen für die Geschichtsaufgabe. Sie scheint nicht damit gerechnet zu haben, dass ich zu ihr spreche. Weswegen sie wohl zuerst nach Worten suchen muss.

„Klar“, sagt sie leicht und ihre Wangen färben sich etwas rosa.

Ich nicke ihr schließlich zu und laufe dicht an ihr am Türrahmen vorbei, sodass sich unsere Arme leicht berühren. Die leichte Berührung fühlt sich elektrisierend an. Auf dem Weg zur Umkleide berühre ich die Stelle und erinnere mich, dass sich das so ähnlich angefühlt hat, als ich gestern ihre Hand berührt habe. Ich runzele die Stirn, weil ich mir nicht erklären kann, warum mir das bei Ivy passiert.

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Könnt ihr Mimis Entschlossenheit darüber verstehen, nichts mit den anderen und den Digimon zu tun haben zu wollen?

Leider muss ich ankündigen, dass das nächste Kapitel sich vermutlich um zwei Wochen verzögern wird, weil ich nächste Woche umziehen werde und gerade alles auf dem Kopf bei mir steht :D verrückt.

Es wird auf jeden Fall weitergehen, ich habe einen strukturierten Plan und vieles vor *Luftsprung*

Liebste Grüße
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