Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Der neue Digiritter

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P12
Akari Hinomoto Mimi Tachikawa und Palmon Royal Knights Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
21.07.2014
18.11.2020
36
58.224
10
Alle Kapitel
62 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.04.2020 1.317
 
Ihr Lieben,

es tut mir leid, dass meine FF so lange auf Eis gelegt wurde. Ich tue mich sehr schwer das Studium, die Arbeit und Freunde mit dem Schreiben unter einem Hut zu kriegen. Nun habe ich aber wieder etwas Luft und auch große Lust weiterzuschreiben. Ich hoffe also, dass ich euch nicht enttäusche und wieder aktiver werde.

Ein großes Dankeschön möchte ich noch Wolvesgirl widmen, die mir immer fleißig ein Review hinterlässt, selbst nach Jahren in denen nichts mehr kam. Selbstverständlich geht auch ein Danke an die anderen, die mir ein Review hinterlassen! Ich freue mich immer wieder eine Rückmeldung zu erhalten, selbst wenn sie nur kurz sein sollte :)

Also jetzt geht's mal weiter, zwar ein etwas kurzes Kapitel, dafür wird das nächste länger ^.^

_____________________________________________________________________________________

Als die Pausenglocke ertönt, trennen sich unsere Wege wieder und jeder läuft in seine Klassenzimmer. Das nächste Fach ist Geschichte, das hat keiner der anderen als Hauptfach belegt. Als der Unterricht beginnt, schaffe ich es kaum mich auf den Unterrichtsstoff zu konzentrieren. Meine Gedanken kreisen die ganze Zeit um den neuen Digiritter und der aktuellen Situation.

Schon komisch, dass wir nach all den Jahren wieder aktiv werden müssen. Handelt es sich denn überhaupt um ein Muss? Eher nicht. Ich muss mir eingestehen, dass ich mich so sehr gefreut habe meinen besten Freund wiedersehen zu dürfen. Vermutlich wäre es aber besser gewesen, wenn ich Agumon auf eine andere Art und Weise wieder hätte sehen können.

„Es handelt sich um eine Aufgabe, wofür Sie sich in den nächsten drei Wochen zusammen mit einem Partner befassen müssen“, erklärt Herr Grattis.

Als ich die Worte „Wochen“ und „Partner“ höre, werde ich aufmerksam.

„Ich möchte, dass Sie sich mit jemanden zusammentun. Fünf Minuten sollten Ihnen dafür ausreichen. Bleiben Sie dann bitte bei ihrem Partner sitzen“, sagt Herr Grattis mit hoch gezogener Augenbraue.

Plötzlich steigt der Lärmpegel im Klassenraum. Einige sehen sehr unmotiviert aus jemanden zu finden und fragen Herr Grattis auch, ob es nicht möglich wäre dies auszulosen. Andere haben schon längst freudig einen Partner gefunden. Dann spüre ich noch die Blicke einiger Mädchen, die nur darauf warten, dass ich zu ihnen rüber sehe und eine Gruppe mit ihnen bilde. Ebenfalls unmotiviert schaue ich mich unauffällig im Klassenzimmer um, damit ich erkennen kann, wer denn noch keinen Partner hat und eine gute Wahl für die Geschichtsaufgabe wäre.

Am Tisch direkt links von mir, neben dem Fenster, nehme ich das neue Mädchen aus unserer Schule wahr. Wie war noch einmal ihr Name? Elly? Aylin? Irgendwas mit einem Epsilon. Mit verschränkten Armen blickt sie nachdenklich aus dem Fenster und tippelt nervös mit ihrem Fuß auf den Boden. Sie ist auch im Cheerleading Club von Sora, und Izzy hat sie auch einmal erwähnt. Das wäre doch eine gute Gelegenheit sie mal kennenzulernen.

Also stehe ich sicher auf, laufe zu ihr an den Tisch und starre sie aufmerksam an. Da sie meine Anwesenheit wohl gar nicht wahrgenommen hat und immer noch verträumt aus dem Fenster blickt, räuspere ich kurz. Sie erschreckt sich leicht, weitet ihre Augen, als wäre sie tief aus ihren Gedanken geweckt worden. Zuerst blickt sie nach vorne zu Herrn Grattis, der gerade die Arbeitsaufgabe mit Kreide auf die Tafel schreibt. Schließlich merkt sie, dass ich an ihrer Tischecke stehe und sie erwartungsvoll anblicke. Als sie mich erblickt, könnte ich schwören eine Erschrockenheit zu erkennen. Aber wieso sollte ich sie erschrecken? Wir kennen uns doch gar nicht.

„Ja?“, haucht sie und wirkt verärgert.

Ein Hallo wäre auch gut gewesen. Aber gut, vermutlich hat sie es nicht so mit neuen Bekanntschaften.

„Du hast noch keinen Partner, oder? Wollen wir die Aufgabe gemeinsam angehen?“, frage ich freundlich und lächele leicht.

Ihr Mund formt ein Oh und sie blickt sich vergewissernd durch das Klassenzimmer.

„Naja… also“, stottert sie und wirkt überfordert. „Ich glaube hier gibt es noch genug andere Kandidaten“, antwortet sie verlegen und trommelt mit ihren Fingern auf dem Tisch.

Kurz kann ich nicht glauben, was sie gesagt hat. Hat sie mir tatsächlich einen Korb gegeben? Gekonnt weicht sie meinen Blicken aus. Was gerade ist passiert?

„Nun gut, toll dass das so geklappt hat“, ertönt plötzlich die Stimme von Herrn Grattis.

Verärgert und etwas gekränkt drehe ich mich um und möchte wieder an meinen Platz zurückkehren, als Herr Grattis meinen Namen ruft.

„Tai, setzen Sie sich doch nun bitte hin“, sagt er ungeduldig.

„Ich…“, fange ich an, werde aber sofort unterbrochen. „Nun setzen Sie sich zu Ivy, los“, drängt Herr Grattis und dreht sich wieder zur Tafel um.

Schnaufend ziehe ich den Stuhl neben dem Mädchen, das wohl Ivy heißt, vom Tisch und setze mich wiederwillig neben sie. Nun sitzen wir beide mit verschränkten Armen da und ich wünschte mir, ich hätte sie einfach nicht gefragt. Wie frech von ihr. Aus welchem Grund will sie mich nicht als ihren Partner? Die meisten Mädels wären glücklich darüber gewesen.

Während Herr Grattis die Arbeitsaufgabe weiter erklärt, denke ich angestrengt nach, ob ich ihr vielleicht doch schon begegnet bin und etwas falsch gemacht habe. Daran hätte ich mich bestimmt erinnern müssen. Warum zum Teufel will sie mich nicht als ihren Partner? Ich muss mir eingestehen, dass ich zum ersten Mal so einen Korb von einem Mädchen bekommen habe. Ob mich das kränkt? Und wie. Schnaufend sitze ich also neben ihr und wünschte mir sie fragen zu können, was ihr Problem ist.

„Wir haben fünf Minuten vor Schluss. Nutzen Sie diese paar Minuten, um mit ihrem Partner das weitere Vorgehen zu klären. Bis zur nächsten Stunde“, beendet Herr Grattis schließlich nach einer gefühlten Ewigkeit den Unterricht und verabschiedet sich von uns.

Während der Lärmpegel wieder ansteigt und alle anderen mit ihren Partnern sprechen, sitzen wir beide stumm und regungslos nebeneinander. Ich merke, dass es für sie genauso unangenehm ist, wie für mich, da sie wieder nervös mit ihrem Fuß auf den Boden trippelt.

„Also“, beginne ich seufzend und beschließe über meinen Schatten zu springen.

„Ich muss dann mal gehen“, unterbricht Ivy mich atemlos und packt ihre Sachen zusammen.

Fassungslos blicke ich sie von der Seite an und kann nicht fassen, dass sie nun auch die Flucht vor mir sucht. Kurz warte ich, ob sie sich nicht doch noch anders entscheidet und etwas mit mir planen möchte. Doch als sie ihre Sachen gepackt hat, aufsteht und das Klassenzimmer verlässt, laufe ich ihr verärgert hinterher.

„Hey, warte mal kurz“, rufe ich ihr hinterher.

Als ich nah genug an ihr dran bin, sie nicht stehen bleibt, schnappe ich ohne groß darüber nachzudenken nach ihrer Hand, damit sie stehenbleibt. Dann passieren zwei Dinge gleichzeitig. Zum einen dreht sie sich verwundert zu mir um und blickt mir direkt in die Augen. Ich laufe fast gegen sie, weil ich nicht gedacht hätte, dass sie so plötzlich stehenbleibt. Zum anderen überkommt mir ein einschlagendes, unglaubliches Gefühl in dem Moment, als ich ihre Hand berührt habe. Innerhalb weniger Sekunden fühle ich Verbundenheit, als wären wir Vertraute. So schnell wie dieses Gefühl gekommen ist, so schnell war es dann auch wieder weg. Verwundert über das Geschehen blicke ich immer noch in Ivys hellbraunen Augen und merke sehr verspätet, dass ich ihre Hand halte. Sofort lasse ich diese los und blicke sie verwirrt wegen der ganzen Situation an.

„Wir sollten uns nach der Schule kurz treffen“, sage ich kurzangebunden und blicke sie ernst an.

„Wozu?“, fragt sie leise und ihre Stirn runzelt sich fein.

Sie scheint ebenfalls benommen zu sein. Vielleicht hat sie dasselbe gespürt? Jedenfalls hält sie ihre rechte Hand, welche ich kurz davor berührt hatte, an ihre Brust und blickt mich unsicher an.

„Wegen der Geschichtsaufgabe“, antworte ich.

Sie nickt nur mit großen Augen, dann dreht sie sich um und läuft mit schnellen Schritten davon. Was ist gerade passiert?

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Das war das erste Mal, dass Ivy und Tai sich richtig kennengelernt haben ^.^
Könnt ihr nachvollziehen, warum Ivy eher keine Lust hatte mit Tai eine Gruppe zu bilden? Jedenfalls hat es Tai's Ego ziemlich angekratzt.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast