Josephine Klick – Liebe kennt keine Grenzen

von bichi
GeschichteKrimi, Romanze / P16
18.07.2014
18.10.2015
73
132.835
3
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Dieses Kapitel
1 Review
 
16.02.2015 3.066
 
Ich weiß wieder nicht sooo viel. Dafür aber kommt ein wenig Zweisamkeit und wenn alles gut geht kommt in den kommenden Tagen das nächste Kapitel. Viel Spaß damit.


Mit zittriger Hand öffnete ich meine Haustür, was sich ohne festen Boden unter den Füßen als ziemlich schwieriges Unterfangen herausstellte. Doch nach einigen Fehlversuchen schaffte ich es dann schließlich, den Schüssel in das Schloss zu bekommen und ihn einmal nach rechts zu drehen. Kaum hatten wir meine Wohnung betreten machte Fritz die Eingangstür mit seinem Fuß bekonnt zu und setzte seinen Weg zu meinem Schlafzimmer fort. Vorfreude machte sich in mir breit, je näher wir dem Raum kamen. Ich mied bewusst seinen Blick, da ich wusste, dass ich mich sonst nicht mehr zusammenreißen hätte können und auch Fritz wurde immer atemloser. Bei ihm spielte sein Atem wegen seiner Gedanken bestimmt auch schon verrückt.

Ein Lächeln machte sich in mir breit, als ich an unser Date dachte. Er war immer so rücksichtsvoll, und machte sich Gedanken um mich. Er baute mich wieder auf, wenn ich mal traurig war, nahm mich in den Arm, wenn er spürte, dass ich ihn brauchte und beruhigte mich, wenn ich wegen eines unlösbaren Fall mal wieder auf alles und jeden sauer war. Er ist von allen meinen bisherigen Freunden mit Abstand der einfühlsamste - auch wenn er das niemals zugeben würde :-).  Schon oft brachte er mich auf Wolke sieben, genauso oft jedoch auch auf die Palme.

Vor allem wenn er sich mal wieder wie ein Elefant im Porzelanladen aufführte. Genauso wie heute dieser …. Idiot!!! Mein Lächeln erlosch sofort, als ich mir sicher war, dass ich sein Geflüster gerade wirklich richtig vernommen hatte. Nach seinen Worten schnappte ich sofort nach Luft und strampelte wie wild mit den Beinen, damit er mich endlich zu Boden ließ. Ohne ihm auch nur eines Blickes zu würdigen schritt ich schnurstracks in mein Zimmer, sperrte ihm die Tür vor der Nase zu und schmiss den Schlüssel etwas aufgebracht gegen die Wand. Da sich bei der oberen Türhälfte eine Glasfläche befand drehte ich ihr den Rücken zu und verschränkte die Arme beleidigt. Ich ignorierte seine Bitten, die Tür aufzusperren und starrte stur gerade aus. Irgendwie stand ich ja auf seine Machoseite, doch was zu viel ist ist zu viel. Vorsichtig schielte ich zum Türschloss, wo ich komische Geräusche vernahm. Versuchte er etwa, hier alleine rein zu kommen? Das klappte sowieso nie. Vielleicht konnte er türkisch, bosnisch und was weiß ich noch alles sprechen, aber solche hilfsvollen kleinen Tricks hatte er im Vergleich zu mir dafür NICHT gelernt. „Lass meine Tür in Ruhe. Schaffst du sowieso nicht!“ schrie ich ihm entgegen und blickte wieder nach vorne. Wieder hörte ich ein Ruckeln an der Tür. Hartnäckig war er, das musste man ihm lassen. „Dir ist schon bewusst, dass der Schüssel vom Bad auch bei deiner Zimmertür passt?!“ ließ er mich wissen, ehe ich auch schon hörte, wie sich der Schlüssel drehte. Verdammt, das hatte ich total vergessen. „Toll für dich. Jetzt bist du hier, dann kannste ja jetzt gehen.“ gab ich miesepetrig zurück, ohne ihn dabei anzusehen, und verzog dabei demonstrativ eine beleidigte Schnute.

„Sag mal was genau ist jetzt dein Problem?“ fragte er vorsichtig nach, dadurch wurde ich jedoch noch mehr eingeschnappt als ohnehin schon. Zuerst beleidigt er mich und dann weiß er auch noch nicht mal wieso ich sauer war?! Was bildete er sich denn bitte ein zu meinen ich wäre auch schon mal leichter gewesen?! Ich schnaubte einmal wütend, ehe es ihm anscheinend doch dämmerte. „Komm schon. Das vorhin war doch nicht ernst gemeint. Das war doch nur ein kleiner Scherz.“ Ein Scherz?! Haha ich lach dann später. Aufgebracht starrte ich ihn streng an. „Ich kann einiges ab mein Lieber. Aber es gibt Sachen bei Frauen worüber man besser keine Scherze macht, verstanden!!! Was kann ich denn dafür, dass ich nicht so eine tolle Figur hab wie deine Exfrau oder ein zwei Kilos zugenommen hab?! Ist immerhin deine Schuld! Hättest du mich nicht betrogen dann wäre ich nicht so down gewesen und hätte nicht so viel Süßes gegessen.“ machte ich ihm eine Szene und verschränkte dabei meine Hände. Fritz blinzelte ein paar Mal, ehe er mich fragte: „Sag mal warum biste jetzt wirklich sauer? Weil du ein bisschen zugenommen hast, oder weil du nicht so bist wie Stefanie?“ Was bitte hatte er da gerade gesagt?! Hatte er etwa gerade zugegeben dass er fand dass Stefanie attraktiver war als ich?!  Abermals schnappte ich nach Luft und warf ihm einen mahnenden Blick zu, woraufhin er erneut ansetzte: „Ach komm. Ich bin froh dass du nicht so bist wie sie. Sowohl innen als auch außen. Und die paar Kilos mehr oder weniger fallen doch überhaupt nicht auf.“ Gerade noch so gerettet. Von mir aus. Wollen wir mal nicht so sein.

Zufriedenstimmend lächelte ich ihn an und deutete ihm, dass ich ihm seine Worte verzieh. Er erwiderte mein Lächeln und ging auf mich zu. „Keine Angst. Hätte ich dich nicht getragen wäre es mir wirklich nicht aufgefallen.“ versicherte er mir, merkte anhand meines Blickes jedoch, dass er mich durch seine Worte alles andere als besänftig hatten. Doch bevor ich irgendetwas hätte sagen können, schnappte er mein Gesicht und drückte mir liebevoll seine Lippen auf. Und wie jedes Mal, wenn er mich küsste, vergas ich Gott und die Welt. Wie weggeblasen waren seine Worte über meine Figur, verblufft war der Zorn. Alles was zählte waren wir. Als er sich von meinen Lippen löste, strich er mir sanft meine Haarsträhne nach hinten und sah mich dabei mit einem so liebevollen Blick an, dass es mir die Sprache verschlug. „Sag mal deine Tage bekommst du nicht zufällig oder?“ Seine Frage verwirrte mich, doch dauerte es nicht lange, bis ich wusste worauf er anspielte. Zu meiner Verwunderung wurde ich alles andere als sauer sondern blieb ruhig, was womöglich an seiner Nähe lag und an der Wärme, die sein Körper ausstrahlte. „Nein. Die hatte ich erst. Sorry, dass ich vorhin so ausgetickt bin. Aber es gibt eben Sachen die sind Frau heilig. So wie bei euch Fußball.“ Bei meinem Vergleich musste er grinsen, doch ich hatte das Gefühl, dass er es jetzt besser verstand. Leicht fuhr er mir durchs Haar. „Verstehe. Vielleicht solltest du mir ne List mit solchen Tabuthemen geben.“ meinte er lächelnd. Gespielt beleidigt schlug ich ihm einmal auf seine Brust, ehe meine Hand sich in seinen Nacken legte und seinen Kopf zu mir zu. Zärtlich legte ich meine Lippen auf seine und sofort war der kleine unnötige Streit vergessen. Ja er trieb mich oft in den Wahnsinn, dennoch wollte ich ihn nicht mehr missen. Einige Minuten führten wir dieses Kuss fort und es dauerte nicht lange, bis wieder dieses Knistern, welches uns bereits in der Scheune begegnet war, sich wieder entfachte. Nur widerwillig löste ich mich von ihm und versuchte zu Atem zu kommen, während ich ihm mein verliebtes Lächeln schenkte, welches er erwiderte. Nachdem unsere Lungen wieder mit ordentlich Sauerstoff versorgt waren, wollte er sich wieder zu mir herunterbeugen, als ich mich aber zu meiner Schublade umdrehte, um diese zu öffnen.

„Shit. Sorry ich hab vollkommen vergessen was zu besorgen und hier sind auch keine mehr drinnen.“ meinte ich etwas bedauerlich und frustriert, dass ich nicht daran gedacht hab welche einzukaufen. Wie verrückt durchwühlte ich meine Schublade in der Hoffnung vielleicht doch noch eines zu finden was eigentlich völlig absurd war. Selbst wenn ich eines dort finden sollte, hatte ich doch überhaupt nicht die Gewissheit, dass es nicht abgelaufen war.

Gerade noch rechtzeitig zog ich meine Hände zurück, als Fritz plötzlich meine Schublade mit einer einzigen Bewegung schloss. Ich wollte mich umdrehen, wollte ihm in die Augen sehen. Doch es ging nicht, so sehr ich es auch wollte ich konnte mich nicht rühren, stand nur da und sah auf die Lade, in der ich noch vorher herumgewühlt hatte. Seine Nähe machte mich regelrecht bewegungslos. Ich merkte, wie er sich direkt hinter mich stellte und mich von hinten umarmte. Seine Hände legten sich verkreuzt auf meinen Bauch und ich schloss meine Augen, als er mir kleine Küsse in mein Haar drückte, während er dabei lächelte. Nach einer Minuten hatte ich mich wieder vollkommen entspannt und genoss das Gefühl, bei ihm zu sein. Langsam wanderte sein Kopf seitlich zu meinem Gesicht. Sein Mund befand sich nun neben meinem Ohr. Eine Gänsehaut legte sich auf meine Haut, als ich seinen Atem auf mir spürte. Ganz heißer und verlangend flüsterte er mir die Worte „Keine Angst. Ich hab in meiner Hosentasche vier Gummis. Stell dich also auf ne lange Nacht ein.“ zu. Nach seiner Ansprache konnte ich nicht anders als kurz zu schlucken. Ich wollte mich umdrehen, meine Arme um ihn legen und ihn stürmisch küssen, doch er ließ es nicht gewähren. Gegen seine Arme kam ich einfach nicht an und ich merkte, dass er kurz auflachte. „Lass die Augen zu  und mach nichts!“ raunte er mir fordernd zu und auch wenn ich nicht wusste was er vorhatte, so vertraute ich ihm genug um seiner Bitte nachzukommen. Wie eine Seule blieb ich stehen, und wartete ab, meine Augen immer noch geschlossen. Kurz knabberte er an meinem rechten Ohr, ehe sich sein Mund in meine Halsbeuge legte und daran kräftig sog. Ich würde am nächsten Morgen hundert Prozentig einen Knutschfleck im Spiegel ansehen können, doch das war mir gleich. Zu sehr erregte mich einfach dieses Spiel, faszinierte mich all die intensiven Eindrücke, die ich mit offenen Augen in einem solchen Ausmaß wohl nie gehabt hätte. Ich merkte, wie sich seine Umklammerung löste und er seinen linken Arm seitlich bei meiner Hüfte platzierte, während seine rechte mein Shirt etwas hochschob und mit seinen Fingerspitzen sanfte Kreise auf meinem Bauch malte. Seufzend ließ ich meinen Kopf nach hinten auf seinen Oberkörper fallen und ächzte erneut, als ich spürte, dass er sich sein Shirt bereits entledigt hatte. Diese Tatsache hatte mich dermaßen abgelenkt, dass ich nicht mitbekommen hatte, wie seine linke Hand sich von meiner Hüfte gelöst hatte und zu dem Knopf meiner Jeans gewandert war, um diese zu öffnen. Sofort glitt sie zu Boden, woraufhin ich nun ganz aus ihr heraus trat und gleichzeitig auch meine Schuhe und Socken auszog. Keine Sekunde später gesellte sich auch mein Shirt zu dem Kleiderhaufen dazu. Ich zitterte leicht, als ein kalter Windhauch meinen fast nackten Körper berührte. Ganz sanft wanderte seine linke Hand hinauf zu meiner rechten Brust, um diese zärtlich zu massieren. Meine Brustwarzen stellten sich vor Erregung sofort auf, welche er mit seinem linken Daumen und Zeigefinger leicht zwirbelte. Noch immer war ich an seiner Brust gelehnt, mit geschlossenen Augen, und genoss was er mit mir anstellte.

Mein Atem ging bei seinen intensiven Berührungen immer schneller. Gott was machte dieser Mann nur mit mir? Am liebsten würde ich ihm schon jetzt nahe sein. Doch Fritz machte keine Anstalten, sein Spiel zu beenden, im Gegenteil, er wollte mich in die völlige Extase befördern. Seine Lippen berührten jeden Zentimeter meines rechten Schlüsselbeines, bescherten mir einen regelrechten Schauer und eine Gänsehaut. Ich wurde innerlich unruhig. Schon jetzt war ich bereits in einer völlig anderen Welt und wollte nur noch eines mit ihm werden. Doch es gefiel ihm viel zu sehr, mich verrückt zu machen. Seine rechte Hand, die meinen Bauch noch immer zart berührt hatte, lag nun auf meinem Oberschenkel, welchen er immer wieder rauf und runterstrich. Es machte mich wahnsinnig und ich wünschte mir so sehr, dass er mich endlich an meiner empfindlichesten Stelle berühren würde. Immer schwerer viel es mir, noch einen klaren Gedanken zu fassen. Fritz jedoch schien alle Zeit der Welt zu haben. Er massierte und berührte mich mit einer solch inneren Ruhe und Gelassenheit, dass ich schon fast glaubte, dieses Tun hätte überhaupt keine Wirkung auf ihn. Mittlerweile hatte sein Mund mein linkes Schulterblatt erobert und ich merkte seinen stockenden Atem, welcher mir verriet, dass auch er mehr als bereit war. Und dennoch hörte er nicht auf mich zu streicheln. Ich seufzte als seine rechte Hand meiner empfindlichesten Stelle immer näher kam. Ich konnte nur erahnen, wie viel Kraft es ihm kosten musste, um mich so zu lieben. Dieser Gedanke erregte mich nur noch mehr; meine linke Hand legte sich auf seinen Kopf, die ihn zwang, mich anzusehen. Ich musste schlucken, als ich das lodernde Feuer in seinen Augen erblickte. In ihnen lag so viel unbändige Leidenschaft, doch genauso viel Liebe war auch darin verborgen, was mir eine einzelne Träne entlockte. Zärtlich legte er seine Lippen auf meine Wange, wo sich kurz vorher noch meine Träne befunden hatte und küsste diese sanft weg. Berührt lächelte ich über seine Geste und drehte meinen Kopf so, dass er seine Lippen nun auf meine legen konnte. Ganz unschuldig und zurückhaltend lagen sie auf meinen, der Kuss kam einen Windhauch gleich und hätte mich die erotische Situation in der wir uns eigentlich befanden schon fast vergessen lassen. Wäre da nicht seine rechte Hand, die nun endlich ihr Ziel erreicht hatte und mich dort nach Strich und Faden verwöhnte. Immer wieder strichen seine Finger leicht darüber oder machten kreisförmige Bewegungen, ließen mir dem Atem stocken. Trieben mir regelrecht Schweißperlen auf meine Stirn. Ich merkte, wie Fritz einen Schritt auf mich zumachte, sich noch enger an mich schmiegte und konnte seine Erregung nur zu deutlich spüren. Mir entkam ein kräftiges Stöhnen, welches er durch seine Lippen erdrückte. Zaghaft glitt seine Zunge in meinen Mund, forderte die meine zum Tanz auf. Noch immer waren meine Augen fest zu, weshalb mir all seine Berührungen schier den Verstand raubten. Wie schaffte er es, dass ich mich bei seiner Gegenwart einfach fallen lassen konnte und mich so geborgen bei ihm fühlte? Dieses Gefühl hatte ich bisher noch bei keinem meiner Partner doch ich genoss es, ich genoss es wirklich sehr.

Ich glaubte zerbersten zu müssen, konnte die angestaute Lust kaum noch mehr zurückhalten. Eisern löste ich mich von seinen Lippen und öffnete lach langen Minuten wieder meine Augen. Diese wanderten abwechselnd von seinen Augen zu seinem Mund. Nur ein einziges „Bitte“ entkam meinen Lippen, doch es war aussagekräftig genug um ihm zu vermitteln, dass ich nicht mehr konnte, dass ich nicht mehr in der Lage war, dieses Spiel noch länger mitzuspielen. Ich erkannte, dass auch er bis in die kleinste Faser seiner Körpers völlig berauscht war, weshalb er uns küssend zu meinem Bett hinführte und uns dort platzierte. Er legte sich auf mich und fing abermals an, meine Lippen mit seinen zu verwöhnen. Es dauerte nicht lange, bis er mich in den siebten Himmel brachte.

Noch immer versuchte ich, zu Atem zu kommen und ließ das gerade Erlebte noch einmal Revü passieren. Er war so zärtlich gewesen, so liebevoll und zurückhaltend. Alles hatte sich so intensiv angefühlt. Ich lag mit dem Mann den ich liebte im Bett, hatte mit ihm gerade etwas Vollkommenes erlebt … wieso also konnte ich es dann nicht völlig genießen? Irgendwie ließ mich das Gefühl nicht los, dass er mir etwas verschwieg. Ich schüttelte den Kopf. Das bildete ich mir bestimmt nur ein. Jedenfalls hoffte ich das. Mein Blick wanderte zu ihm. Ich musste über meine eigenen Gedanken lächeln. Nein. Es lagen überhaupt keine Geheimnisse mehr zwischen uns, das hatte er mir versprochen und ich glaubte ihm. Eine ganze Weile lagen wir einfach da, sahen uns gegenseitig in die Augen und genossen die Stille. Zumindest so lange, bis sich Fritzs Handy meldete. Als er einen Blick auf das Display warf, verzog er sofort sein Gesicht. Egal wer ihn da anrief, Fritz schien diese Person wohl nicht gerade zu mögen. Er warf mir kurz einen entschuldigenden Blick zu, ehe er mit dem Telefon aus meinem Schlafzimmer verschwand. Neurierig blickte ich ihm hinterher, fragte mich, wer Fritz wohl um diese Uhrzeit angerufen hatte. Von der Neugier gepackt stand ich ebenfalls auf, schlich mich leise auf Zehenspitzen zür Tür und machte diese einen Spalt auf, um zu lauschen. Auch wenn Fritz sehr weit entfernt stand, konnte ich einige Wortfetzen mitbekommen. „Das geht dich einen Scheiß an.“, „Ich werd mich schon daran halten.“ und „Jaja morgen.“ war das Einzige, was ich hörte, doch anhand seines Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, dass er ziemlich sauer war. Ich runzelte die Stirn, als ich angestrengt überlegte, um wem es sich hierbei wohl handeln könnte. Mein Blick folgte ihm, der nun unruhig auf und ab ging und sich ein paar Mal durchs Haar fuhr. Als er plötzlich stehen blieb und in meine Richtung blickte, zuckte ich zurück und legte mich wieder ins Bett. Dort hatte ich es mir kaum gemütlich gemacht, schon war er wieder neben mir und sah mich mit einem komischen Blick an. Anscheinend musste er mitbekommen haben, dass ich ihn belauscht hatte, denn er fing mit einer Erklärung an. „Tut mir leid. Stefanie hat schon wieder mal rumgezickt dass sie mir Benny morgen Nachmittag nicht geben will. Wir konnten das aber klären.“ Ich nickte kurz und lächelte ihn an. Es freute mich, dass seine Exfrau es nun eingesehen hatte und er seinen Sohn nun regelmäßig sehen durfte. Das hatte er sich verdient. „Es freut mich, dass du morgen Zeit mit deinem Sohn verbringen kannst. Was hältst du davon wenn du heute mit mir noch etwas Zeit verbringst?“ hauchte ich ihm entgegen. Langsam beugte ich mich zu ihm vor, um meine Lippen auf seine zu drücken, doch er erwiderte meinen Kuss nicht, weshalb ich mich etwas zurückzog um ihn verwirrt anzusehen. „Sorry ich … ich bin einfach müde. Lass uns schlafen hm?“ druckste er rum und wirkte dabei irgendwie komisch, als er diese Worte aussprach. Hatte er sich vorhin etwa so sehr verausgabt dass er jetzt keine Kraft für eine zweite Runde hatte? Vermutlich war es ihm zu peinlich das zuzugeben und war deswegen so eigenartig drauf. Ich warf ihm ein verständnisvolles Lächeln hin, ehe ich meinen Kopf auf seine Brust bettete und mich an ihn kuschelte. „Du hast recht. Ich bin auch schon müde.“ stimmte ich ihm zu und schloss meine Augen. Man musste ja auch nicht immer … wobei wir eigentlich eh fast nie … aber egal. Schließlich konnte es auch schon schön sein, einfach mit ihm hier zu liegen und zu kuscheln. Als ich so dalag merkte ich erst, wie müde ich eigentlich wirklich war. Zufrieden stellte sich mein Körper aufs Schlafen ein. Kurz bevor ich ins Träumeland gelangte, vernahm ich noch ein gemurmeltes „Egal was passiert. Ich liebe nur dich.“ von Fritz. Was meinte er damit? Was sollte denn noch passieren? Wir waren doch glücklich. Vermutlich hatten mir meine Ohren nur einen Streich gespielt beschloss ich, bevor ich endgültig eingeschlafen war.
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