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-DELETED-

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAbenteuer, Horror / P12 / Gen
Teru Mikami
17.07.2014
17.07.2014
1
1.563
 
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3 Reviews
Dieses Kapitel
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17.07.2014 1.563
 
ATTENTION PLEASE '^'

Death Note und seine Charaktere gehören nicht mir!
Die Geschichte lehnt an klischeehafte Horror Games und Horror Filme an. Ich habe versucht, ein bisschen Ironie mit einfließen zu lassen, um das Ganze etwas lebendiger zu gestalten.
Ich bin kein Anhänger Kiras und befürworte auch nicht diese Denkweise.
Die Geschichte erhält minimale Spoiler zum Verkauf der Geschichte, stimmt aber in den meisten Punkten nicht mit der originalen Story überein.
Be gentle. Das ist meine erste Fanfiction zu Death Note.
Betagelesen von: Mir
Reviews gern gesehen, Kritik noch mehr.
Ich wünsche viel Spaß bei meinem ersten (hoffentlich gelungenem) Oneshot zu Death Note.


__________DELETED__________

Es war Nacht. Die Dunkelheit schien ihn fast schon zu verschlucken. Langsam stand er auf und versuchte etwas zu erkennen. Langsam gewöhnten sich seine Augen an die Dunkelheit. Seine Gedanken überschlugen sich. Wie war er hierher gekommen? Wo war er? Warum war er hier? Er tastete den Boden ab. Er spürte, wie brüchiges Holz an seinen schmalen, blassen Fingern leichte Kratzer hinterließen. Vorsichtig bewegte er sich durch die Schwärze, seine Hände weit von ihm gestreckt, um alles zu erfühlen, was sich ihm in den Weg stellen könnte. Plötzlich berührten die Finger des jungen Mannes einen verdächtigen Gegenstand. Langsam strich er mit dem Zeigefinger über den Gegenstand und betätigte schließlich einen Knopf. Ein Lichtstrahl drang aus dem Objekt, was sich als Taschenlampe herausgestellt hatte, und bestrahlte die gegenüberliegende Wand. Er nahm die Taschenlampe in die rechte Hand und sah sich im Raum um. Allem Anschein nach war er in einer alten Villa gelandet. Was für ein Zufall.
Er besah sich die Wände des Gemäuers genauer. Sie waren brüchig, kalt, dreckig und hart. Er leuchtete auf den Boden. Holzdielen krümmten sich und knarrten bei jeder Bewegung, die er auf ihnen tat. Im Raum an sich standen kaputte Möbel. Ein zerbrochener Stuhl, ein Tisch, (der in einem überraschend guten Zustand war, wenn man ihn mit den anderen Möbelstücken verglich) ein Bett mit löchrigem Laken, ein Beistelltischchen mit zwei Schubfächern für dieses und eine kleine Kommode stellten anscheinend ein Schlafzimmer dar. An ein paar Löchern im Boden erkannte er, dass er sich in einem höheren Stockwerk befinden musste. Sein Blick streifte zur Tür und den Fenstern. Die Fenster waren mit dicken Holzplanken vernagelt, die zerfetzten Vorhänge bewegten sich nicht. Obwohl scheinbar kein Wind durch die Fenster zu dringen schien, fröstelte der junge Japaner und zog seine Jacke enger um den gut gebauten Körper. Die Taschenlampe in seiner Hand flackerte leicht. Was für ein Zufall.
Mit der freien Hand fuhr er sich durch die Haare, dann bewegte er sich leisen Schrittes auf die Tür zu. Die Gänsehaut zog sich über seinen gesamten Körper, ein kalter Schauer lief ihm erbarmungslos über den Rücken. Schwere Schritte waren von der anderen Seite der Tür zu hören, kamen immer näher. Panik überkam den jungen Mann. Seine Blick flog durch das Zimmer und blieb endlich auf dem Bett stehen. Ohne lange zu zögern kroch er darunter. Dann schaltete er seine Taschenlampe aus und wartete. Keine fünf Sekunden später öffnete sich die Holztür und die Schritte verstummten. Eine schwere Eisenkeule schlug heftig auf den Boden und brachte den jungen Mann zum Zusammenfahren. Unsicher versuchte er seinen Atem zu beruhigen. Er schloss langsam die Augen und zählte gedanklich bis zehn.
Eins.
Zwei.
Drei.
Vier.
Fünf.
Sechs.
Sieben.
Acht.
Neun.
Zehn.
Die Schritte entfernten sich. Ein paar Minuten saß er noch regungslos unter dem Holzgestell, dann kam er wieder darunter hervor. Sein Herz hatte inzwischen wieder eine halbwegs normale Geschwindigkeit eingenommen. Ihm wurde klar: Er war nicht allein in diesem Haus. Na, das war ja ein Zufall.
Sein Blick fiel auf den Tisch. Ein schwarzes Notizbuch lag einsam darauf. Er griff danach und drehte es um. Es schien ein Notizbuch zu sein, nur der Name verwirrte ihn ein wenig.
''Death Note'' stand in großen, weißen Buchstaben auf dem Covert. Das Buch wurde eingesteckt und die Reise fortgesetzt. Er wusste sehr wohl von der Existenz eines solchen Buches. Auch über die Wirkung war er informiert. Das er hier war, war es vielleicht ein Zeichen? Eine Prüfung? Hatte sein Gott all das geplant? Wenn er, Teru Mikami, Anhänger des mächtigen Gottes Kira, welcher Gerechtigkeit über all die bösen Menschen in einer verdorbenen Welt wie dieser walten lässt, auserwählt wurde, wenn er sich dem großen Kira beweisen musste, dann würde er dies tun.
Sein Weg durch das große Haus führte ihn keineswegs zum Ausgang. Wenn Kira das wollte, was er dachte, dann würde er den Namen und das Gesicht der Person erfahren, welche hier in diesem Haus ihr Unwesen trieb, herausfinden und ihn mit Hilfe des Notizbuches auslöschen. Langsam sah es so aus, als würde die klischeehafte Geschichte doch ein ganz anderes Ende nehmen. Teru würde nicht nach dem Ausgang suchen und sich verstecken. Obwohl das zweite vielleicht angebracht wäre, um zu überleben, bis er die Daten seines unbekannten Verfolgers in seinem Kopf eingespeichert hatte.
Er öffnete die Tür, hinter welcher er das Büro des alten Hauses vermutete. Es stellte sich auch tatsächlich als solches heraus. Überall waren Papiere und Stifte verstreut, Dokumente und Fotos hingen an den Wänden. Teru hob einen der Stifte auf und steckte ihn zu dem Notizbuch in die Tasche. Sein Werkzeug war somit vollständig. Nun brauchte er nur noch den Namen der Person. Mikami schlich sich durch das Arbeitszimmer und besah sich die verschiedenen Dokumente genauer. Nach einiger Zeit stach ihm ein Dokument ins Auge, welches er vorher nur flüchtig mit dem Licht der Taschenlampe gestreift hatte.

MIKOTO AUF FREIEM FUß

Eine Familie in der Kanto Region starb am 20. Mai 2004 bei einem Autounfall. Einziger Überlebender dieses Geschehens war Mikoto, Kenshi (26). Man vermutet, er habe den Autounfall geplant und sei nach Durchführung seines Planes vom Tatort geflohen. Sein jetziger Aufenthaltsort ist unbekannt. Zeugen zufolge lief ein ''großer Mann mit breiten Schultern und dunklen Haaren'' auf der Landstraße in Richtung Wald. Die Polizei rät zur Vorsicht. ''Mikoto ist unberechenbar. Es liegen mehrere Haftbefehle und Anklagen gegen ihn vor.'' Niemand weiß, was er als nächstes tun wird. Bei Hinweisen auf den Aufenthaltsort des Mannes wird gebeten, sich an die örtliche Polizeistelle zu wenden.-

Teru sah erschrocken auf, als er ein dumpfes Geräusch vernahm. Warmer Atem kroch ihm in den Nacken. Trotz der Wärme lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken und seine Muskeln spannten sich an. So unauffällig wie möglich griff er nach dem Death Note und dem Stift in seiner Jackentasche. Bedächtig drehte er sich auf dem Absatz um und blickte dem Mann entgegen, der hinter ihm stand. Obwohl er nicht gerade von kleiner Statur war, musste er zum anderen aufsehen. Er prägte sich das Gesicht des Verbrechers genau ein. Deshalb wolltest du, das ich ihn umbringe, Gott.
So schnell wie nur möglich schrieb er den Namen seines Gegenüber in das schwarze Notizbuch des Todes. Dieser erkannte die Gefahr nicht, da er ja nichts von dem Death Note wusste. Er hob seine Eisenkeule und setzte zum Schlag an. Mikami hielt die Luft an. Kurz bevor der tödliche Schlag ihn traf, wich er zur Seite aus und landete unsanft auf dem splittrigen Boden. Gerade als Kenshi erneut zum Schlag ansetzen wollte, hielt er in seiner Bewegung inne. Seine Augen weiteren sich vor Schreck, dann ließ er die Waffe fallen und griff an seine Brust, an die Stelle, an der sein Herz war. Teru rappelte sich langsam auf, als er sah, wie der andere auf die Knie fiel. Mit einem letzten erstickten Schrei stürzte er ebenfalls auf den harten Untergrund und verharrte dort regungslos.
,,Kenshi Mikoto. Ausgelöscht.“
Teru nahm das Death Note und steckte es zurück in seine Jackentasche. Er lächelte. Habe ich deine Prüfung bestanden, Gott? Was wird nun passieren? Ehe er sich versah, war er am Ausgang des Gebäudes angelangt. Quietschend öffnete sich die große Eingangstür und der Flur, eingeschlossen Mikami, wurde in helles Licht getaucht. Seine an die Dunkelheit gewöhnten Augen musste der Schwarzhaarige bei dem plötzlichen Kontakt mit Sonnenlicht zusammenkneifen. Die Silhouette eines Mannes drang in sein Blickfeld.
,,Gott...?“ die Gestalt lächelte zufrieden. Das deutete Mikami als ein Zeichen der Zustimmung und viel abermals auf die Knie.
,,Gott, wieso hast du mich hierher gebracht? Habe ich nach deinem Willen gehandelt?“ erwartungsvoll sah er zu dem Braunhaarigen auf.
,,Du wirst von nun an das Death Note mit dir führen und meine Arbeit übernehmen. Töte jeden Tag eine Seite Verbrecher. Du kannst mich besser verstehen als jeder andere Mikami Teru. Du bist geeignet.“ Kira wandte sich ab und ließ einen vor Freude weinenden Mann zurück. Dieser nahm seine Brille ab und wischte den Rest seiner Freudentränen vom empfindlichen Glas. Dann setzte er sie wieder zurück auf seinen Nasenknochen und erhob sich. Dort, wo eben noch sein Gott gestanden hatte, lag ein kleines Stück Papier. Nimm den Bus nach Osaka, von dort aus kannst du mit dem Zug zurück nach Hause fahren. Unter dem Zettel lag ein Busfahrticket. Er hob es auf und schritt den Weg entlang, weg vom Haus, hinein in die Zukunft. Eine Zukunft, in der der große Gott Kira eine bessere und friedlichere Welt schaffen würde, in der die Menschen das wahre Recht lernten, eine Welt, die besser war. Nun hatte er den ersten Verbrecher vernichtet. Ausgelöscht.


__________DELETED-ENDE__________

Das wars auch schon. Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen!
Danke fürs Lesen und einen schönen Tag noch ^-^
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