Nur ein Blick von dir

von Sunlights
GeschichteAllgemein / P18
17.07.2014
15.03.2019
53
82413
13
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
Hallo ihr Lieben,

ich weiß gar nicht was ich zu euch sagen soll.
Nun....wie ihr sicher bemerkt habt, habe ich den Titel der Story auf "Teil 1" geändert. Dies hat einen einfachen Grund. Die Story ist schon recht lang und wird langsam unübersichtlich. Außerdem steht sie schon sehr lange on. Deswegen habe ich mich entschlossen dieses Kapitel erstmal als letztes für diese FF zu setzen. Kurz entschlossen habe ich das bereits fertige Kapitel umgeschrieben und nun ist der Teil 1 erstmal beendet. Ich habe so das Gefühl das ich dafür mit Steinen beschmissen werde. Auch wegen dem Inhalt, aber keine Angst....Teil 2 folgt. :)
Und nun wüsche ich euch viel Spaß beim lesen.

Eure Sunlights

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Taiki hatte sich gerade eine Tasse Kaffee eingegossen, als er eine Tür hörte, die geräuschvoll wieder ins Schloss fiel. Mit einem Blick aus der Küche, sah er noch, wie Yaten im Bad verschwand. Irritiert sah er auf seine Armbanduhr. 7:18 Uhr. Eigentlich gar nicht die Zeit des Silberhaarigen. Als wenig später die Tür erneut aufging hörte er seinen Bruder auch schon rufen. „Taiki? Haben wir keine Handtücher mehr?“ Der Braunhaarige blickte  erneut aus der Küche und stockte kurz bei dem Anblick. Yatens Augen zierten dunkle Augenringe. Die Haare total versträhnt. „Rechter Schrank ganz unten.“ War seine einfache Antwort. „Und du solltest vielleicht kalt duschen, dass erfrischt die Zellen und regt die Durchblutung an. Du siehst furchtbar aus.“ „Auf deine dummen Ratschläge kann ich verzichten!“ brummte der Silberhaarige und verschwand wieder im Badezimmer. Gleich darauf hörte er auch schon das Rauschen des Wassers. Erst wollte sich Taiki der Tageszeitung widmen, aber sein Bruder tat ihm ja schon ein wenig leid. Das kleine Badezimmer, welches neben dem großen lag und als Gäste-WC diente, passte da schon ganz gut. Kurz entschlossen ging er hinein und betätigte die Spülung. Ein Aufschrei aus dem großen Bad ließ ihn zufrieden nicken. Mit einem Grinsen auf den Lippen machte er sich auf den Weg sich der Zeitung des Morgens hinzugeben. Was macht man nicht alles für seinen kleinen Bruder.

Bunny hatte ihre kleine Tochter heute zu ihren Eltern gebracht. Nicht auszuhalten diese Stimmung zwischen ihren Freunden. Als sie vor dem großen Haus stand in dem ihre beste Freundin wohnte, atmete sie noch einmal tief durch und betätigte dann den Klingelknopf. „Komm hoch Bunny.“ Ertönte es aus dem Lautsprecher der kleinen Anlage.
Als sie die Treppe hoch kam, sah sie schon die offene Tür. Sie trat ein und hängte ihre Jacke an die Garderobe, bevor sie das Wohnzimmer betrat. Minako saß an ihrem Esstisch und hämmerte in die Tasten ihres Laptops. „Was machst du denn da?“ „Ich will mich beruflich verändern und schreibe Bewerbungen.“ Bunny war verwirrt. „Warum das denn?“ Mina seufzte auf „Ich weiß auch nicht. Es ist alles so eintönig. Ich meine, ich hatte so viel vor und jetzt? Sieh mich an! Was habe ich von meinen Träumen verwirklicht? Eigentlich nichts. Hier….die suchen eine Auszubildende im Entertainment – Bereich. Oder hier……die suchen Leute an der Musical-Schule.“ Die Blondine sah auf den PC ihrer besten Freundin und laß sich die Anzeigen durch. „Aber Mina…..die Schule ist in Paris! Und die Ausbildung in New York! Das kann doch nicht dein Ernst sein?!“ Minako lehnte sich zurück. „Mein voller Ernst Bunny.“ „Nur wegen Yaten?“ „Nein, nicht nur wegen Yaten. Na gut vielleicht ein bisschen. Er hat mir einfach die Augen geöffnet. Ich meine….die ganze Zeit habe ich insgeheim gehofft, dass er wieder zurück kommt und nun ist er da und es hat sich nichts geändert. Ich fühle mich wie in die Schulzeit zurück versetzt. Ich will die Welt sehen und irgendwann finde ich dann auch mein Glück.“ Wortlos ließ sich Bunny auf einen der Stühle fallen. Was konnte sie jetzt schon dazu sagen? Sie hätte schon viel dazu können, aber nichts was Minako wahrscheinlich umgestimmt hätte. Die Blondine mit der roten Schleife im Haar sah ihre Freundin vor sich an. „Bitte Bunny…..ich weiß es ist ein sehr ungünstiger Moment, aber ich bekomme hier einfach keine Luft mehr. Erst die Zeit, als wir immer wieder kämpfen mussten, dann die aufregende Zeit mit dir und der Kleinen und jetzt die Jungs. Ich meine….ich liebe die Kleine und euch über alles, aber ich richte mein Leben immer nach allen Anderen aus und das muss ich einfach ändern. Ich muss wieder zu mir selbst finden und das kann ich nicht. Nicht hier. Nicht mit diesem ganzen Gepäck was ich hier trage. Ich freue mich wahnsinnig für dich und Seiya. Außerdem hat mich Amy heute Früh angerufen und von Taiki geschwärmt, die Beiden vertragen sich wohl auch wieder und das ist auch richtig so, aber ich habe hier im Moment keinen Platz. Euch allen wünsche ich nur das größte Glück! Und das wünsche ich auch Yaten, aber es braucht einfach etwas mehr, als gute Freunde. Man muss im Reinen mit sich sein und das bin ich nicht. Deswegen Bunny….ich bitte dich. Versteh mich! Bitte!“ Bunny nickte stumm. Sie verstand sie schon, aber war dies den der einzige Weg? Weit weg von allem zu sein? Ein kleiner Hoffnungsschimmer aber keimte in der Blondine auf. Wer wusste schon, ob sie so schnell irgendeine Zusage bekommen würde, oder überhaupt eine. Doch sie hatte die Rechnung ohne Minako gemacht, die diese Hoffnung sofort sah. „Ich werde heute Abend in den nächsten Flieger nach Brasilien zeigen. Ich habe meine Tante angerufen, die dort in leitender Position für eine Werbeagentur arbeitet. Ich kann schon nächste Woche mit einem Praktikum beginnen und auch da arbeiten bis ich etwas Neues habe. Meine Wohnung hier bezahlen eh meine Eltern und mit denen habe ich schon gesprochen, sie lassen sie für mich räumen. Ich nehme meine wichtigsten Sachen mit. Der Rest wird mir nachgeschickt.“ „Was???? So schnell? Das kannst du nicht machen!!!!!“ Versöhnend legte Minako ihrer besten Freundin die Hand auf die Schulter. „Doch ich kann. Und ich werde. Ich möchte keinen großen Abschied. Wenn du wirklich meine Freundin bist, dass akzeptierst du meine Entscheidung. Ich würde dich nur bitten den Anderen heute erst einmal noch nichts zusagen. Morgen kannst du sie informieren.“ „Mina…..i-ich…..“ die Tränen kamen so schnell, dass keiner sie hätte aufhalten können. Auch bei der Blondine mit der roten Schleifen kam das salzige Nass aus den Augen. Sie zog Bunny einfach an sich heran. Stumm rollte Träne für Träne die Wange hinab. Stille lag zwischen den Freundinnen.

Mit grimmigem, aber deutlich frischerem Gesicht betrag nun auch Yaten die Küche. Taiki stellte aufmerksam eine Tasse heißen Kaffee auf den Tisch, wo bereits alles für ein leckeres Frühstück bereit stand. Mit einem Lächeln auf den Lippen, sah der Braunhaarige seinen Bruder an. „Du siehst besser aus.“ „Schnauze!“ Der Silberhaarige setzte sich und griff sich ein Brötchen, als es auch schon klingelte. Genervt atmete Yaten tief ein und aus „Echt jetzt? Um diese Uhrzeit?“ Taiki schüttelte seinen Kopf, bevor er ging um dem Besucher die Tür zu öffnen. „Morgen.“ Ertönte es kurz darauf, als Seiya die Küche betrat. Doch von seinem kleinen Bruder bekam er nur einen genervten Blick. Der Schwarzhaarige zuckte mit den Schultern. „Uhh Kaffee!“ und schon hatte er sich die Tasse des Silberhaarigen geschnappt und einen großzügigen Schluck daraus getrunken. „Ja sag mal spinnst du?“ „Ich? Nein. Aber ich brauch dringend einen Kaffee. Ich meine, schau mal auf die Uhr. Diese Zeit ist ja grässlich.“ „Ihr Beide habt euch über die Jahre nicht verändert. Frühes Aufstehen fördert den Stoffwechsel und hält fit. Hier!“ mit diesen Worten reichte Taiki Yaten eine neue Tasse mit dem dampfenden Getränk.
„Also Seiya, was treibt dich so früh hier her?“ hakte Taiki nach. „Unser kleiner nächtlicher Telefonterror da.“ Der Braunhaarige runzelte die Stirn. „Nächtlicher Telefonterror?“ „Halb eins Nachts. Bunny hat die Kleine zu ihren Eltern gebracht und ist jetzt bei Minako. Also….was hast du nun vor?“ „Ehrlich gesagt weiß ich das auch nicht so genau.“ Sprach Yaten leise und sah dabei auf sein geschmiertes Brötchen vor sich. „Aber du sagtest doch, dass du mit ihr reden willst.“ „Ja schon, aber da bi ich mir nicht mehr so sicher. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan und über Taikis und meine Worte nachgedacht. Liebe ich Minako denn wirklich oder mag ich sie einfach nur mehr wie andere Mädchen? Ja sie ist mir wichtig und ich will sie um keinen Preis in der Welt verlieren. Aber liebe ich sie? Guck dich und Bunny an! Das ist Liebe! Das alles zwischen euch. Und auch wenn Taiki es leugnet, so liebt er Amy auch. Und sie…ja sie liebt ihn sicher auch. Ihr Blick verrät alles. Aber ich und Minako? Wir streiten immer zu. Selten reden wir normal miteinander. Immer kracht es zwischen uns und dann fühlen wir uns beide schlecht. Das ist doch keine Liebe. Ich denke sie hat recht. Sie hat mich weg geschickt, wollte mich nicht sehen. Wir brauchen Abstand um uns neu zu finden, aber das geht hier nicht.“ „Was meinst du damit?“ wollte Seiya wissen. „Ich meine damit, dass ich zurück gehen werde. Mein Platz ist einfach nicht hier.“ „Du willst zurück?“ Taiki war verwirrt. Eigentlich wollte doch auch Yaten immer wieder zur Erde und nun!? „Hmmm…ich habe die ganze Nacht nachgedacht und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich hier einfach nicht hin gehöre. Mein Platz ist an der Seite unserer Prinzessin. Kakyuu meinte, wenn wir nicht glücklich sind, dann können wir jederzeit wieder Heim kehren und das werde ich tun.“ „Das kannst du nicht machen!“ protestierte Seiya eindringlich. „Doch ich kann. Und ich werde! Ich bitte euch nur den Anderen nichts zu sagen. Ich kann diese Gefühlsduselei einfach nicht ab und will meine Ruhe. Heute Abend wenn die Nacht eingebrochen ist werde ich gehen.“ Seiya und Taiki waren sprachlos und besorgt. Gleichzeitig wussten sie, dass man Yaten nicht mehr von seinem Vorhaben abbringen könne. Die Zeit von ihm und Minako war einfach noch nicht gekommen und das mussten sie akzeptieren auch wenn in Seiya eine Idee heran wuchs, doch dies bemerkte Yaten schnell. „Wenn du versuchst mich mit Minako oder Bunny umzustimmen, dann gehe ich sofort.“ Drohte er und Seiya nickte traurig. Es schien wohl endgültig zu sein. „Ich schreibe Bunny nur eine Nachricht, dass es länger dauert.“ Yaten nickte „Lasst uns den Tag heute gemeinsam verbringen. Einfach so. Okay?“ beide nickten.

Immer noch lagen sich die Freundinnen im Arm als das Handy von Bunny piepte. >>>Ich komme heute spät. Bei uns dauert es länger. Kuss Seiya<<< Bunny atmete tief durch. „Dann bring ich dich aber heute wenigstens zum Flughafen.“ Minako nickte und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Bunny hingegen rief ihre Mutter an, ob sie Serena über Nacht behalten könne und schrieb Seiya das auch sie bis heute Abend gut zu tun hätte. Nichts ahnend was sich gegenseitig in beider Wohnungen abspielte. Mina schrieb noch ihre letzte Bewerbung fertig und begann dann mit Bunny Koffer zu packen. Die meiste Zeit schwiegen sie sich aus. Dachten an die vielen Stunden die sie miteinander verbracht hatten. Wie nah sie sich immer waren und wie weit entfernt sie bald zueinander wären.
Als es an der Tür klingelte sah Bunny überrascht auf die Uhr. So spät schon? „Das ist mein Taxi.“ Lächelte Minako traurig. Ihre beste Freundin nickte. Auch im Taxi redeten beide nicht viel miteinander. Beide hingen ihren Gedanken nach. Dies änderte sich auch am Flughafen nicht. Und dann….ganz plötzlich…war der Moment gekommen. Die Sicherheitsschleuse des Check-in. „Mina!“ „Bunny!“ beide lagen sich erneut in den Armen. Tränen rannen erneut über die Gesichter. Minako löste sich als Erste aus der Umarmung und ohne Bunny noch einmal anzusehen ging sie zur Sicherheitsschleuse. Legte ihre Tasche in einen der Körbe und trat durch den Detektor. Ein kleines Piepen, welches von einer Sicherheitsbeamtin noch einmal überprüft wurde. Haarspange und Bügel des BH’s, alles in Ordnung. Sie nahm ihre Tasche und sah einfach stur geradeaus. Wenn sie sich jetzt umdrehen würde, dass wusste Minako, dann würde sie ihre Pläne wahrscheinlich verwerfen. Bunny sah ihrer besten Freundin nach. Wie konnte der Tag nur so enden?

Während Minakos Flieger immer weiter hinauf in die Lüfte stieg und sie traurig aus dem Fenster schaute, bemerkte sie in ihrer Gedankenwelt gar nicht wie die Leute auf der anderen Seite staunten, über einen grünen Schweif der weiter weg in die Luft stieg.

Bunny kam geschafft nach Hause. Geräuschvoll landete ihr Schlüssel in der dafür vorgesehenen Schale. „Schätzchen?“ wurde sie aus der Küche angesprochen. Ohne ein Wort betrat sie diese. Als sie sich gegenseitig erblickten verwirrte sie der gegenseitige Anblick sehr. In beider Blick lag Trauer und Verzweiflung. „Was ist passiert?“ schoss es gleichzeitig aus beiden Mündern. Was sie ein kleines Lächeln aufsetzen ließ. „Erst du.“ Sprach Bunny zuerst. Seiya nickte „Ich weiß nicht wie ich es anders erklären soll, aber……Yaten ist zurück nach Euphe.“ Bunny war geschockt. „Was…aber….wieso?“ „Er hat uns gesagt, dass er das Gefühl hat hier nicht her zu gehören und sein Platz nicht hier ist. Ich glaube er ist einfach mit seiner ganzen Gefühlswelt überfordert und weiß mit sich nicht wohin. Wir haben den ganzen Tag versucht ihn umzustimmen, aber es hat nicht geklappt. Seinen Dickschädel kann man keines Besseren belehren. Was ist mit dir? Was ist los?“ Bunny rieb sich den Nacken, ehe sie einfach raus platzte. „Minako ist auch weg. Ich habe sie vorhin zum Flughafen begleitet. Sie ist nach Brasilien zu ihrer Tante geflogen. Sie wollte einfach weg.“ Mit dem letzten Wort schossen bei ihr wieder die Tränen. Seiya kam auf sie zu und nahm sie einfach in den Arm.  „Sie ist einfach weg!“ weinte sie und krallte sich in das Hemd ihres Freundes.
Lange standen sie einfach so da, bevor sie beschlossen einfach ins Bett zu gehen. Es war ein langer Tag und morgen würde für beide die Aufgabe kommen dem Rest der Freunde die neusten Ereignisse zu berichten. Nur Amy, bei der Taiki einfach aufgetaucht war wusste bereits von Yatens Abreise.
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