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~Der Gott einer neuen Weltordnung~

von -Jacky-
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery / P12 / Gen
17.07.2014
17.07.2014
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~Langeweile~

Jener Tag begann wie üblich...mit Langeweile...
Wie gewohnt erhob ich mich mühsam und träge, aus meinem knarrzenden Bett. Den Puls nicht mehr spürend. Diese Welt war verkommen. Verkommener als je zuvor. "Komm 'runter! Das Frühstück ist fertig!" seufzend machte ich mich auf den Weg zu Mutter, die mir intelektuell nicht das Wasser reichen konnte und kaum verstand, was sich in der Welt, dort draußen, abspielte. Es war ein dunkles Zeitalter, welches zu dieser Zeit begonnen hatte. Ein Zeitalter, in dem die Kriminalität die Oberhand gewonnen hatte. Eilig schluckte ich ein verbranntes Stück Brötchen, bevor ich aus dem Haus stürmte. Auch wenn es zweglos war, in Zeiten wie diesen, die Schule zu besuchen, da die menschliche Rasse bald aussterben würde, so tat ich es doch. Ich gab mein Bestes um pünktlich im Klassenzimmer zu erscheinen. All die anderen Unwissenden saßen bereits auf ihren Plätzen. Unser Lehrer hingegen schien sich der Unwichtigkeit seines Berufes bewusst geworden zu sein und erschien somit nicht an seinem Arbeitsplatz. Die Menge brach in Gemurmel aus. Mühelos konnte ich die Gespräche meiner Mitmenschen mitanhöhren, welche sich über die Lautstärke ihrer Stimmen nicht bewusst zu sein schienen. Enttäuscht stellte ich mir die Frage, aus welchem Grund mein Bruder, und nicht ich, im Wammy's House aufgenommen worden war. Zweifellos konnte ich ihn mit meinen Fähigkeiten schon immer übertreffen. Zu meinem Leid hatte L jedoch die Entscheidung zu treffen, wem Einlass gebührt und wem nicht. So kam es dazu, dass ich nun gezwungen war, eine Schule zu besuchen, in der es an Unwissenden nicht mangelt. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass meine Mutter die Adoption meiner selbst bis heute verleugnet. Ich wünschte jemand würde für Gerechtigkeit sorgen!

Nach weiterer zweckloser Zeitverschwendung in jenem schulischen Gebäude war es mir endlich gestattet, wieder heim zu kehren. Mutter hatte meine Anwesenheit bereits sehnsüchtig erwartet, da ich sie bei den Einkäufen unterstützen sollte. Sie war sich noch immer nicht darüber klar geworden, wie unsicher es auf den öffentlichen Straßen geworden war. Es ist beschämend, dass sich ein solch ignorantes Wesen meine Mutter schimpft. Wie gewohnt betraten wir das Geschäft, in welchem unsere Identitäten längst kein Geheimnis mehr zu sein schienen. Die Kassierer wussten bereits so gut wie alles über uns und Mutter ahnte nicht einmal, was diese Tatsache alles zur Folge haben könnte. Lächelnd warf sie allerlei unwichtige Gegenstände in den Einkaufswagen. Praktische Utensilien, die uns potenzielle Räuber mit Vergnügen entwenden werden, sobald wir das geschäftliche Gebäude verließen. Mutter hörte nicht auf meine Worte. Sie hatte es nie getan, da sie den Sinn dieser Weisheiten vermutlich nicht einmal zu verstehen vermochte. Enttäuscht half ich ihr beim Schieben der Güter und folgte ihr wachsam, während sie ihren Einkaufsbummel fortfuhr. Gedanklich abschweifend blickte ich zeitweilig aus dem Fenster, wo ich ein recht übles Unterfangen beobachten konnte. Einige Männer die eine junge Frau zu belästigen versuchten.

Anders als ich erwartet hatte, konnte sich besagte Frau jedoch aus den Griffen der Männer befreien. Ein Entkommen hielt ich dennoch für unmöglich, da die Kriminellen über Fahrzuge verfügten. Doch ich konnte meinen scharfen Sinnen erneut keinen Glauben schenken. Als einer der Männer versuchte ihr zu folgen, wurde er von einem Lastkraftwagen angefahren. Das weitere Geschehen ließ sich nur schwer beobachten, da die Hand meiner Mutter mir die Sicht versperrte. Sie war der festen Überzeugung, es würde "bleibende Schäden an meiner psychischen Verfassung" hinterlassen, sollte ich den Anblick eines toten Menschen erleben müssen. In gewissem Maß hatte sie recht...Dieses Unterfangen hat zumindest einige Eindrücke hinterlassen...

In dem Licht meiner Nachttischlampe stellte ich einige Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf, bis ich zu dem Schluss kam, dass an dem ganzen Geschehen, des zuvor von mir beobachteten, Todesfalls irgend eine Kleinigkeit nicht stimmen konnte...
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