in the morning, i'll be with you

KurzgeschichteAllgemein / P12 Slash
Ian Gallagher Mickey Milkovich
16.07.2014
16.07.2014
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Der Titel ist von 'Skinny Love' von Bon Iver.
Aber die Autorin hat die Version von Birdy angehört.


Original von thewriterofperfectdisasters
(http://archiveofourown.org/works/1714589?view_adult=true)





in the morning, i'll be with you



Jeden Morgen, wenn Mickey aufwachte, spürend das die andere Seite des Bettes nach unten gedrückt war, sagte er sich selbst es sei Ian. Er wollte nicht seine Augen öffnen und die Realität, das es nicht Ian war, sehen müssen.

Denn Ian war nicht da. Wer zum Teufel wusste schon wo Ian war. Irgendwo mit der Army, war Mickey's Vermutung. Das war was Ian gesagte hatte wo er hin gehen würde, aber vielleicht hatte er gelogen. Vielleicht hielt er sich verdeckt, versuchte sich vor Mickey zu verstecken - weggehen und wegbleiben.

Mickey wusste das es seine Schuld war, dass Ian weg war. Wenn er sich nicht so sehr um Ian's verfluchte Sicherheit in dieser Anstalt gekümmerte hätte, ihn nicht dazu eingeladen hätte die Nacht in seinem Haus zu verbringen, wenn er nicht entschieden hätte das vielleicht ein schneller Fick im Wohnzimmer eine gute Idee war. Wenn Terry nicht herein gekommen wäre, wenn dieser nicht die Russin angerufen hätte, wenn Mickey es nicht mitgemacht hätte. Wenn Svetlana nicht schwanger geworden wäre, wenn sie nicht geheiratet hätten.

Wenn Mickey nicht gegangen wäre und auf dem Herz herum getreten hätte, das Ian ihm angeboten hätte - sein Herz. Ian's. Auf einem verdammten Silvertablett, bereit es Mickey komplett zu geben.

Wenn Mickey nur die Eier dazu gehabt hätte zu sagen, 'Ja, ich bin schwul, und ja ich liebe dich verdammt noch mal.'

Aber er hatte es nicht getan. Denn Mickey Milkovich hatte Angst vor allem. Seinem Vater, seiner neuen Frau, was alle von ihm denken würden...Mickey wollte es nicht. Er wollte davon laufen, mit Ian, zu einem Ort wo sie niemand konnte und niemand sie finden könnte, sodass sie nur sie sein könnten.

Aber es passierte alles, und Mickey tat sein Bestes so zu tun als würde es ihn nicht interessieren. Es war witzig, jetzt wo Ian weg war, das Mickey spürte wie diese verdammte Karotte sich weiter in ihm ausbreitet, seinen Magen und sein Herz in seinen Mund zwang, und es wurde ihm schlecht wenn er daran dachte, dass jetzt wo Ian weg war, er bereit war seine Gefühle zuzugeben.

Jedes Mal wenn er das zerfetzte Foto von Ian heraus holte, es zwischen den Spiegel und das Holz steckte, und versuchte sich einen runter zu holen, war es wie ein Schlag in den Bauch - und nicht in einem guten Sinne. Er fühlte sich gebrochen, kraftlos, und er wollte sich selbst ins Gesicht schlagen, wie ein Weckruf.

Siehst du was du getan hast? Du hast alles zerstört, und nun ist er weg und er kommt nicht mehr zurück. Er wird nicht wieder kommen. Nicht für dich. Nicht nachdem was du getan hast. Warum sollte er? Warum würde er zu dem Mann zurück kommen der es nicht zugeben konnte? Nein, die Stück Scheiße und du verdienst ihn nicht. Das ist die Weise, auf die dir das Universum sagen will, das du die einzige Chance auf, die beste Sache deines Lebens, verloren hast.

Mickey wurde so wütend, sich selbst im Spiegel anstarrend. Er wollte sich selbst schlagen. Ein bisschen Verstand in diesen dummen Dickkopf prügeln. Bevor er wusste was er tat hatte er seine Faust gegen den Spiegel geschlagen. Der Schmerz der durch seinen Arm schoss und Blut aus seinen Knöcheln heraus sickern ließ erinnerte ihn daran das er am Leben war, und das alles nicht nur ein Traum war. Der Schmerz war alles um ihn hier zu behalten. Sie verankerte ihn. Ian verankerte ihn. Schmerz der mit Ian verbunden war fühlte sich an wie Karma. Tue jemandem weh und du wirst ebenfalls verletzt.

Er musste nur die Maske der Gleichgültigkeit anziehen, die er so perfektioniert hatte, so tun als ob alles okay wäre, und weiter damit machen was offensichtlich der Rest seines Lebens sein würde.

Jedes Mal wenn jemand Gallagher erwähnen würde - war es Mickey selbst, oder jemand der nach ihm fragte - war es wie ein erneutest zustechen auf eine Wunder der es nicht erlaubt war zu heilen. Mickey bekam das Gefühl das es eine sehr lange Zeit dauern würde um diese Wunder verheilen lassen zu können - wenn sie überhaupt irgendwann verheilte. Warum sollte sie? Er verdiente es nicht, einfach mit seinem Leben weiter machen zu können als wäre nie etwas passiert, er wollte es auch nicht.

Mickey wollte zurück zu dieser kleinen Blase, mit Bier, Chicken Nuggets, und die Streiterei Seagal Vs. Van Damme. Er wollte das.

Aber er konnte nicht, den dieses Schiff war weggesegelt.



________________________




Ian war zurück.

Mickey hatte keine Ahnung wo er war, aber er hatte ein paar Hinweise. Er suchte und bekam einen genauen Ort genannt. Ian war im Fairytale.

Verdammt ironisch den ein Märchen war das was er wollte aber niemals bekommen würde.

Durch die gemischte Menge von Leuten in diesem bescheuerten Club, konnte Mickey einen ihm vertrauten Kopf ausmachen. Mickey musste für einen Moment stoppen, denn er hätte niemals gedacht er würde diesen Kopf jemals wieder sehen.

Er entschied, genau dort, das er alles tun würde was nötig war um diesen Kopf, und den dazu gehörigen Körper, natürlich, so nahe bei sich zu behalten wie nur möglich war.

Mickey interessierte es nicht einmal das alles was er berührte sich in Scheiße verwandeltet, das er alles kaputt machte. Mickey hatte nicht den Mut Ian für sich zu nehmen wenn er die Chance dazu gehabt hatte, und würde er sich von nichts mehr stoppen lassen um diesen Jungen bei sich zu behalten.

Vielleicht würde er zu dem Gefühl aufwachen können wie es war wenn Ian sich auf die andere Seite seines Bettes legte, und vielleicht würde er jeden Morgen seine Augen öffnen können und Ian's Gesicht auf dem Kopfkissen neben sich sehen. Vielleicht würden sie alles überstehen und wieder dorthin zurück kehren wo alles okay war, vielleicht würde Mickey die Chance bekommen sein Herz auf einem Silbertablett zu präsentieren.

Verdammt, er würde Ian sein Herz geben, selbst wenn Ian es nicht mehr haben wollte. Ian war alles was Mickey brauchte in dieser Welt. Er war wie Sauerstoff, und er war im Blut das sich durch Mickey's Körper pumpte. Es gab keine Möglichkeit das Mickey ihn jemals nicht haben wollte. Mickey würde Ian immer wollen.

Vielleicht - nur vielleicht - wenn Ian Mickey immer noch wollte, wenn man diese dumme Wunde wieder öffnete, würde sie offen bleiben. Unerfahren und schmerzhaft, so wie er und Ian.

Er würde sich darum später kümmern, aber jetzt musste er Ian erreichen und ihn zu seiner Familie nach Hause bringen - nach Hause zu Mickey.
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