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[Projekt] Pairings würfeln

GeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
Leon Markus Maxi Nerv Vanessa
16.07.2014
28.09.2014
10
8.761
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.07.2014 999
 
Hier ist das neue Kapitel :)
Das Pair hat mir einige Schwierigkeiten bereitet, weshalb auch nicht die eigentliche Liebesgeschichte im Vordergrund steht, sondern eher, was Marlon so dazu denkt. Was auch immer. Lest selbst.
Außerdem hab ich eine Ankündigung: Ich mache jetzt alles noch zufälliger (fragt nicht) und deswegen wird es ab diesem Kapitel wohl auch etwas slashiger zugehen.


Marlon hatte eigentlich gedacht, dass er in Sachen Verliebtsein reifer war als sein Bruder.
War er es wirklich? War er verliebt?
Er wusste es nicht. Tatsache war, dass in seinem Herz irgendwas anders war als sonst.
Marlon seufzte und massierte sich angestrengt die Schläfen. Er musste mit jemandem reden, aber sein Bruder kam nicht in Frage – der würde ihn sofort als Verräter beschimpfen. Was hatte er sonst noch für Möglichkeiten? Die anderen Wilden Kerle interessierten sich nicht im geringsten für Mädchen, genau wie er, bevor er dieses eine, ganz besondere getroffen hatte. Oder – Moment! Da war ein Wilder Kerl, der sich einfach für Mädchen interessieren musste, schließlich war er selbst eines.
"Ich bin zum Abendessen zurück!", rief Marlon seinem Vater zu und stürmte aus der Tür.

Als Vanessas Oma den vom Regen durchtränkten Marlon auf ihrer Türschwelle vorfand, stand sie kurz vor einen Herzinfarkt.
"Himmel, Marlon, was machst du bei diesem Wetter ohne Regenjacke draußen?"
Marlon brauchte ein wenig, um genug Luft für seinen nächsten Satz zu schnappen, denn er war den ganzen Weg von seinem Zimmer bis zu Vanessas Tür gerannt.
"Ich ... Ich muss ... Zu Nessie. Ist sie da?"
Oma Schrecklich legte mütterlich einen Arm um Marlon und zog ihn ins Haus.
"Jetzt zieh erstmal die nassen Sachen aus und setz dich. Ich hole Vanessa."
Marlon streifte seine durchnässte Jacke ab und setzte sich dann ins Wohnzimmer, während Vanessas Oma die Treppe hinaufstieg, um ihrer Enkelin zu sagen, dass sie Besuch hatte.

"Was willst du, Marlon?", fragte Vanessa und setzte sich ihm gegenüber auf einen Sessel.
"Du... Du bist doch ein Mädchen, oder?", begann er.
Vanessa schnaubte abfällig.
"Und da müsstest du dich doch auskennen, was... Verliebtsein und so angeht. "
Vanessa schnaubte erneut, aber diesmal klang sie fast interessiert.
"Also, was ich wissen wollte... Woran merkt man, dass man verliebt ist?"
"Bist du verliebt?", fragte sie neugierig und beugte sich auf ihrem Sessel vor. Marlon stöhnte.
"Keine Ahnung. Deswegen bin ich ja hier!"
"Also."
Vanessa kreuzte in einer geschäftigen Geste die Hände auf ihrem Schoß und räusperte sich.
"Wenn man verliebt ist, denkt man eigentlich immer an den Jungen oder das Mädchen und meistens nur gute Sachen, wenn man ihn oder sie noch nicht gut kennt. Außerdem ist man in der Anwesenheit des Jungen – oder Mädchens – nervös. Aber jetzt sag, in wen bist du verliebt?"
Die Art, wie sie den letzten Satz sagte, erinnerte ihn daran, wie Jodi und Janey in der großen Pause 'Wahrheit oder Pflicht' spielten – und es war nichts Gutes, etwas mit Jodi Harrison gemeinsam zu haben.
"Äh – vielleicht bin ich ja garnicht verliebt, sondern wollte es nur wissen... Für den Fall."
Vanessa zog ihre Augenbrauen hoch.
"Ehm... Nein, ich... Äh... Leon wollte das wissen."
Es war eine Notlüge und noch nichtmal eine gute, aber die Unerschrockene war sofort Feuer und Flamme.

Es dauerte noch eine halbe Stunde, bis der Wilde Kerl sich Vanessas Befragungen entziehen konnte. Er hoffte, dass er Leon nicht zu tief in die Scheiße geritten hatte, aber obwohl er nach der ersten kleinen Lüge nur die Wahrheit gesagt hatte, konnte er für nichts garantieren.
Er ging nicht nach Hause. Ihm war einfach nicht danach, fröhlich mit seiner Familie Konversation zu machen, und wenn auch noch der einzige, der sich um ein Tischgespräch bemühte, schwieg, fiel das auf.
Marlon lief ziellos durch die Straßen, bis er vor sich den Lärm von fahrenden Skateboards hörte.
Er erstarrte.
Skateboards bedeuteten Gonzo Gonzales und seine Clique.
Gonzo Gonzales' Clique bedeutete sie.
Und da entdeckte er sie, wie sie um die Ecke fuhr und lässig ihr Kaugummi kaute.
Sein Herz schlug so heftig, dass er dachte, es müsse jeden Moment seine Brust zerreißen und diesem Mädchen, dass er kaum kannte, in die Arme springen.
Marlon bemerkte nichtmal, wie Gonzo vor ihm von seinem Board abstieg und ihn langsam umkreiste.
"Einen ganz Wilden Kerl haben wir hier gefangen. Was treibst du dich so allein in dieser Gegend herum?"
Marlon schluckte und sah erstmals zu Gonzo, der ihn in Erwartung einer Antwort ansah.
So oft hatte er sich gerühmt, im Gegensatz zu seinem Bruder immer den Kopf zu behalten.
Jetzt war der Moment gekommen, in dem sich zeigte, wieviel davon wahr war.
"Ich gehe spazieren.", erklärte er ohne mit der Wimper zu zucken.
"Hier? Hier ist es gefährlich!", erwiderte Gonzo gespielt überrascht.
"Ach, sag bloß?" Marlon kopierte das Erstaunen seines Gegenübers gekonnt. "Ihr solltet euch nicht in einer solch gefährlichen Gegend rumtreiben."
Marlon konnte das Lachen einiger von Gonzos Freunden vernehmen.
"Gerade wir machen es hier so gefährlich, Kleiner."
Marlon zog gekonnt eine Augenbraue hoch, als hätte er nicht genau diese Antwort erwartet.
"Ein paar Skater mit schlechtem Mundgeruch?"
Und mit diesen Worten drehte er sich um und ging, ohne noch einen Blick zurückzuwerfen.

Noch als er in seine Straße einbog, klopfte Marlons Herz wie Wild, einerseits von der Aufregung und andererseits von dem Anblick des Mädchens.
Anscheinend setzte die von Vanessa beschriebene Nervosität bei ihm erst nachträglich ein.
Plötzlich hörte er hinter sich die Rollen eines Skateboards auf Asphalt.
Eines Skateboards wohlgemerkt, das hieß, dass nur einer von Gonzos Leuten ihm gefolgt war.
Marlon blieb stehen, als ihm der unverkennbare Geruch von künstlicher Blaubeere in die Nase stieg.
"Weißt du," meinte Sexy James, als sie neben ihm von ihrem Board gestiegen war. "Das mit dem Mundgeruch stimmt. Deswegen kaue ich immer Kaugummi. Lust auf ein Date am Samstag?"
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