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[Projekt] Pairings würfeln

GeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
Leon Markus Maxi Nerv Vanessa
16.07.2014
28.09.2014
10
8.761
2
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1 Review
 
16.07.2014 785
 
Vergesst, was ich gesagt habe! Der Zufall will Markus dissen. Jetzt bin ich sauer auf ihn.
Düsentrieb sollte garnicht so fies sein, aber... Hm... Naja... Aber halt.
Spielt übrigens nach dem fünften.
****

Düsentrieb sah ihren Freund, der gerade an seinem Motorrad herumschraubte, gedankenverloren an. Ja, er sah gut aus, und ja, sie hatte ihn einmal geliebt. Aber war er wirklich der Mann, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen wollte?
"Kannst du mir grad mal den Schraubenschlüssel rübergeben?", fragte Markus und sie kam seinem Wunsch seufzend nach. Düsentrieb glaubte ihm ja, dass er sie liebte, sonst hätte er sie kaum von den Vampiren befreit, aber das mit wahren Liebe fand sie dann doch etwas übertrieben. Wobei auch keiner der anderen Kerle es lange mit seiner Ex-Vampirin ausgehalten hatte: Raban, Joschka, Mary und Terry hatten sich irgendwie alle gegenseitig betrogen und Blossom und Maxi waren nichtmehr zusammen, seit Blossom ihm unterstellt hatte, er würde noch auf Vanessa stehen. Ob das stimmte, konnte die Mechanikerin nicht sagen, von sowas hatte sie keine Ahnung.
In diesem Moment betrat ein Mann die Werkstatt. Düsentrieb erkannte ihn von den Fotos, die Markus ihr gezeigt hatte: Sein erster Sieg als Wilder Kerl. Der Mann war eindeutig der Dicke Michi. Nur, dass er garnicht mehr so dick war und dass er zu Düses Überraschung sogar ziemlich gut aussah. Markus neben ihr grinste. "Ah, Michi. Was machst du denn hier?" Michi nickte ihm zu und sagte dann zu Düsentrieb: "Mein Auto steht draußen. Es spinnt irgendwie rum."

"Hm... Ich guck mal nach, ob wir noch ein Ersatzteil haben." Mit diesem Worten verschwand der Unbezwingbare wieder in seiner Werkstatt und ließ seine Freundin mit dem Dicken Michi alleine. Es folgte ein peinliches Schweigen, bis Michi sich irgendwann räusperte und sagte: "Wer bist du denn?" Düse lächelte ihn kokett an – das hatte sie lange Zeit an Markus geübt. "Düsentrieb. Düse. Ich leite die Werkstatt mit ihm, obwohl es im Moment eher nicht danach aussieht. Eigentlich ist er auch eher mein Chef als mein Partner, aber was soll man machen? Wenn ich auch mal was tun will, fühlt er sich sofort in seiner Ehre oder Wildheit oder wasauchimmer verletzt und eigentlich hab ich keinen Plan was ich tun soll, deshalb tu ich einfach nichts, weil Schluss machen kommt auch nicht in Frage, dann wäre er voll verletzt und das will ich nicht, denn nett ist er ja, ich liebe ihn nur nichtmehr so richtig-" Wahrscheinlich hätte das Mädchen noch viele Stunden so weiterreden können, wenn Markus die nicht wieder zu ihnen getreten wäre und verkündet hätte, es hätte das fehlende Ersatzteil bestellt und Michi solle in einer Woche nochmal vorbeikommen. Dann verabschiedete er sich und zog seine Freundin wieder ins Innere der Werkstatt.
Düsentrieb konnte es garnicht erwarten, dass ihr Kunde zurückkehrte, auch wenn sie sich nicht erklären konnte, wieso das so war. Auch bemerkte sie, dass ihre Gedanken immer weiter abschweiften, während sie mit Markus redete oder sie sich küssten. Es war einfach nichtmehr... Interessant. Nach fünf Tagen merkte selbst Markus, das etwas nicht stimmte. Natürlich sprach er seine Freundin sofort darauf an, fragte sie, wo sie in letzter Zeit mit ihren Gedanken war, aber sie zuckte nur mit den Schultern und wechselte schnell das Thema. Denn die Wahrheit war, dass sie mit ihren Gedanken bei Michi war und das musste sie dem Torwart ja nicht unter die Nase binden.
Als die Woche um war, war Düse den ganzen Vormittag total zappelig. Sie konnte einfach nicht stillhalten, was den Unbezwingbaren mehr als nur ein einziges Mal ausrasten ließ. Vielleicht war er aber auch nur angepisst von Düsentrieb, weil definitiv etwas mit ihr nicht stimmte, sie aber nicht mit ihm sprechen wollte. Markus holte gerade Luft, um etwas wie 'wir müssen reden.' zu sagen, als Michi die Werkstatt betrat. 'Tolles Timing!', dachte Markus, begrüßte seinen Kunden aber freundlich und machte sich gleich daran, sein Auto zu reparieren.
Seine Freundin stand zu der Zeit mit Michi daneben. Sie unterhielten sich und lachten immer wieder, nach Markus Geschmack sah das alles viel zu sehr nach Flirten aus. Als Düse ihr Handy aus der Tasche zog, um Michis Handynummer einzuspeichern, sprang er auf, warf mit voller Wucht den Werkzeugkasten, der neben ihm stand, gegen den Wagen, rief: "Worauf wartest du eigentlich noch? Mach doch wenigstens Schluss, bevor du mich betrügst!" und rannte weg, in Richtung des Teufelstopfes.
Düsentrieb zuckte zusammen und blickte ihm nach, wendete sich aber kurz darauf wieder Michi zu. "Ach, der kriegt sich schon wieder ein. Wie wärs mit morgen? Um sieben hier? Ich kenne einen guten Italiener ganz in der Nähe."
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