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[Projekt] Pairings würfeln

GeschichteLiebesgeschichte / P12 Slash
Leon Markus Maxi Nerv Vanessa
16.07.2014
28.09.2014
10
8.761
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.07.2014 1.160
 
So...
Ich weiß, wirklich nicht das kreativste Pairing, aber der Zufall wollte es so.
Wenn mein Internet funktionieren würde, könnte ich das hier auch hochladen...
LADE ENDLICH DU BESCHEUERTES TEIL!
Hm...
Egal, wenn ihr das lest, dann hat mein Internet ja offensichtlich funktioniert.
Der OS spielt im zweiten Film, nach dem Limousinen-Trick, mit dem sie Vanessa zurückholen wollten.
Ich schreib hier jetzt noch irgendwas, bis der Ladebalken sich bewegt...
Juhu! Geschafft! Na dann, viel Spaß!
Ach, noch was: Weist mich bitte auf Fehler hin. Ist nämlich nicht korrigiert...

*****


"Komm schon, Maxi, sei nicht so sauer auf Leon.", versuchte Marlon seinen besten Freund zu beruhigen. Doch dieser ignorierte ihn einfach und schoss den Ball mit einer solchen Wucht gegen die Wand, dass das ganze Haus erbebte. Dann wendete er sich der Tür zu, in der Marlon lehnte.
"Dafür gibt es lebenslänglich."
Marlon seufzte. Er konnte Maxi nicht widersprechen, denn er wusste, dass er die Wahrheit sagte. Und Vanessa hatten sie auch nicht zurück.
"Trotzdem, Maxi. Komm zu den anderen in die Eisdiele. Dort können wir weiterüberlegen, wie wir Vanessa zurückerobern."
Diesmal schnaubte Maxi. Es war ihm deutlich anzusehen, dass er stinksauer auf den Mannschaftskapitän war. Bevor Marlon gekommen war, hatte das auch schon der Großteil der auf dem Boden verteilten Spielsachen zu spüren bekommen, denn Maxi hatte das Zimmer mit dem festen Vorsatz betreten, irgendetwas zu zerschießen. Dabei war noch nichtmal Leon an seiner schlechten Laune Schuld, jedenfalls nicht nur, sondern Vanessa. Oder Gonzo, überlegte Maxi, oder auch dieses Gefühl, das er jedesmal hatte, wenn er daran dachte, wie sie und der blasse Vampir zusammen in den Graffitiburgen standen und Gonzo Vanessa mit seinen schmalzigen Sprüchen um den Finger wickelte. Als würde jemand ihm einen Ball direkt in die Magengrube schießen, und das mit einer Kraft, wie er sie eben auf die Wand angewendet hatte. Er hasste dieses Gefühl, obwohl er es nicht genau benennen konnte, er hasste es genauso wie das, das ihn damals an der Klippe dazu gebracht hatte, zu sprechen und Vanessa beizustehen. Er hasste es so sehr wie das Kribbeln auf seiner Haut und das Pochen seines Herzens, wenn Vanessa ihn versehentlich berührte oder auch nur ansah. Er hasste es, wie die Trauer, die ihn überkam, wenn daran dachte, dass sie vielleicht nicht zurückkommen würde. Ihm ging es, anders als Leon, nicht um den Sieg. Er wollte Vanessa zurück, um jeden Preis.
"Marlon?", murmelte Maxi. All die Wut war aus seiner Stimme verschwunden und Unsicherheit gewichen. Sein Freund setzte sich sofort auf das Bett seines Bruders und klopfte neben sich. Maxi nahm Platz und holte tief Luft, Marlon schwieg und sah ihn nur unentwegt an.
"Ich... Glaubst du, Leon wird es schaffen, Vanessa zurückzubringen?"
Marlons Schweigen war Antwort genug. Er wusste, dass sein Bruder nicht sensibel – oder einfach noch nicht reif – genug war, um zu verstehen, was Vanessa bei Gonzo Gonzales hielt. Er selbst begriff es ja kaum. Maxi sackte in sich zusammen und starrte zu Boden.
"Das heißt aber nicht, dass wir sie nicht erobern können!", beeilte Marlon sich zu sagen. Maxi runzelte die Stirn und sah seinen Freund verwirrt an.
"Naja, Leon mag zwar Fußball spielen können, aber von Gefühlen hat er keine Ahnung."
Maxi schaute immer noch verständnislos drein.
"Du warst schon weg. Papa sagt, wir sollen einen Liebesbrief schreiben. Die Hosen runterlassen. Unsere Gefühle zeigen. Nur, naja, Leon hält nicht viel von der Idee...", erklärte Marlon weiter.
"Und da dachtest du", erwiderte Maxi, "Wir sollten den Brief schreiben?"
Marlon schüttelte leicht den Kopf. "Nicht wir. Du."

Maxi starrte auf das leere Blatt Papier vor ihm und klopfte in unregelmäßigen Abständen mit seinem Füller auf den Tisch. Wie sollte er einen Liebesbrief schreiben? Er hatte doch keine Ahnung davon!
"Noch ein Eis?", fragte Joachim, der Vater von Marlon und Leon. Maxi schüttelte den Kopf. Eigentlich hätte er längst zuhause sein müssen, wie die anderen Kerle, aber er wollte die Standpauke seines Vaters möglichst lange hinauszögern. Eigentlich hätte auch Joachim die Eisdiele abschließen und Maxi hinausscheuchen müssen, aber er setzte sich einfach zu ihm an den Tisch und starrte ebenfalls das Papier an. Dann Maxi. Dann wieder das Papier. Dann wieder Maxi. Schlussendlich fragte er: "Brauchst du Hilfe?"
Maxi schüttelte den Kopf und nickte im nächsten Moment. Dann zuckte er mit den Schultern. Joachim nahm das als Zeichen der Hilflosigkeit.
"Das soll ein Liebesbrief werden, für Vanessa, richtig?"
Diesmal nickte der Junge zögerlich und blickte endlich vom Blatt auf.
"Gut. Dann denk einfach an sie, erzähl ihr, warum du sie brauchst. Gib ihr einem Grund, zurückzukehren."

Am nächsten Morgen schlich Maxi sich über's Dach in die Graffitiburgen. Er hatte in Camelot übernachtet, weswegen er nicht durch das Klofenster seines Elternhauses entwischen musste. Nun saß er dort, beobachtete Vanessa und Gonzo, wie sie zusammen in einer Schaukel lagen und schliefen und versuchte, mit einer Schleuder auf Vanessa zu zielen. Trotz seiner zitternden Hand traf der zusammengeknüllte Brief sie an der Schläfe und Maxi schlich sich schnell wieder weg. Mehr als das konnte er nicht tun.
Vanessa öffnete das Stück Papier und strich es glatt. Bei jeder ihrer Bewegungen achtete sie darauf, den blassen Vampir, der neben ihr schlief, nicht zu wecken. Das Blatt war mit den schnörkeligen Buchstaben eines Jungen mit überaus hässlicher Handschrift, der versuchte, schön zu schreiben, bedeckt. Sie überflog den Brief und dann, als sie bei der Unterschrift angekommen war, begann sie nochmal von vorne und sog nun jedes Wort in sich auf. Vanessa hob den Blick, wischte sich die Tränen aus den Augen und sprang kurzerhand aus der Schaukel. "Maxi! Warte!", rief sie, während sie sich bemühte, den Jungen einzuholen.
Gonzo Gonzales rieb sich den Schlaf aus den Augen. Die Rufe seines kleinen Sterns hatten ihn geweckt, doch als er neben sich blickte, um ihr zu sagen, dass alles in Ordnung war, sah er nur den zerknitterten Zettel, den sie in ihrer Eile hatte fallen lassen. Der blasse Vampir nahm den Brief in die Hand und las die Zeilen, die seine Freundin zum Gehen gebracht hatten.

Vanessa,
Du weißt, dass ich kein großer Wortkünstler bin, doch vielleicht reicht es aus, wenn ich einfach ehrlich bin. Vielleicht kann die Wahrheit dich zurückholen, wenn wir mit Tricks und Lügen schon so sehr gescheitert sind.
Und die Wahrheit ist, dass es ohne dich nicht geht.
Wir vermissen dich. Ich vermisse sich. Ich vermisse dein Lachen und das Glänzen in deinen Augen, wenn du etwas geschafft hast. Ich vermisse alles an dir, jedes einzelne deiner Worte.
Und ich glaube, ich weiß nun endlich, warum.
Ich glaube, ich liebe dich, Vanessa.
Und wenn das nicht reicht, um dich zurückzuholen, dann... Dann weiß ich auch nicht weiter.
Dein Maxi, der auch noch in hundert Jahren auf dich warten wird.


************

Und nun muss ich mich für meine Unfähigkeit, Liebesbriefe zu schreiben, entschuldigen...
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