Momente, kostbar wie ein Rubin

von Arzani92
KurzgeschichteFreundschaft / P18
Ben Beckman der Rote Shanks Lucky Lou Yasopp
16.07.2014
29.07.2019
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Halli Hallo meine Lieben
ich wage mich auch daran ... ja, ich weiß, eigentlich hab ich noch so viel anderes, aber dieses Projekt reizt mich einfach: das 120er.
Ich werde immer mal wieder OneShots hochladen ... und habe auch vor, dass es bei allen Punkten OneShots sind. Keine Drabbles ;-) so Sammlungen habe ich ja zuhauf.

Ein paar kurze Anmerkungen:
* Ich werde nicht die ganze Liste hier posten, die kann man ja im Forum nachlesen.
* Ich werde am Anfang immer ein paar Infos rausgeben, zu dem jeweiligem OS.
* Um euch eine bessere Orientierung zu geben, wann, wo und wie der OS spielt, habe ich mir überlegt, immer Shanks Alter anzugeben. Dann kann man relativ schnell nachvollziehen, was schon passiert ist, wann ungefähr das Ganze spielt und ob Shanks noch seine beiden Arme hat oder eben nicht :)
     Zur Info: Shanks ist beim aktuellen Stand des Mangas laut Oda 39 Jahre alt. Er war also 27 Jahre, als er im Windmühlendorf seinen Arm verloren hat und 15, als Roger hingerichtet wurde.
* Es wird hier nur um Shanks als sein eigener Kapitän gehen. Das heißt es gibt keine OneShots zu seinem Leben auf der Oro Jackson, auch wenn ich darauf sicher auch mal hier und da Bezug nehmen werde. Aber diese Sammlung ist von Shanks im Alter von 15 - 39.
* Ich rede hier zwar von Shanks und wahrscheinlich wird auch in (fast) allen OS Shanks vorkommen, aber es geht um die ganze Crew. Also kann es sein, dass der Fokus auch mal auf Lou, Ben oder Yasopp liegt. Vielleicht sogar mal auf der Red Force ansich ... je nachdem was mein Hirn so ausspuckt.

Neue Info:
* In dem neuen Data-Book wurde Bens Alter angegeben. Er ist 50. Das beißt sich heftigst mit einigen der OneShots hier, denn in meinem HeadCanon war er immer nur 3 1/2 Jahre älter als Shanks und nicht 11. Um der Kontinuität willen werde ich Bens richtiges Alter also ignorieren ... und schreibe damit offiziell off-canon. Verzeiht es mir.
* Auch Yasopp ist älter als erwartet, dafür Lou jünger als erwartet. Ich nehme das jetzt so hin, bei den beiden ist es nicht ganz so schlimm.
* Ach und Benn ist wohl aus dem North Blue, ich hab ihn immer in den South Blue gesteckt. Auch das mach ich jetzt halt mal so weiter. Was ist schon canon? Das hier ist immer hin eine Fanfiction.

Generell passt jetzt mit den ganzen neuen Chaptern vieles nicht mehr. Seis drum, ist eine FanFiction, wie gesagt. Bin aber mal gespannt, was ich alles richtig erdacht habe ;-) Bei Shanks' Alter als er Yonko wurde war ich gar nicht so schlecht dran.

So jetzt lasse ich euch aber lesen :)
Viel Spaß

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Punkt auf der Liste: 92 - die for you (für dich sterben)
Rating: P12
Spoilerwarnung: nein
Shanks' angedachtes Alter: 38
Sonstiges: -

„Ben, sag mal …“
Noch während die Türe aufgestoßen wurde, ertönten die Worte und wehten durch den Kartografieraum, in dem der Angesprochene am Schreibtisch saß und eine Seekarte zeichnete. Versuchte zu zeichnen, denn jetzt, wo Shanks da war, würde er das wohl verschieben müssen.

Ein leises Seufzen entfuhr Ben, während er sich dran machte, seine Feder wegzulegen, das Tintenfass schon mal vorsorglich zuzuschrauben und die frisch gezeichnete Karte in Sicherheit brachte. Er hatte vor, daran weiter zu arbeiten und dementsprechend musste sie weit von der Reichweite seines Käpt’ns weg.
„Das letzte Mal, als du mit einem ‚Sag mal‘ in diesen Raum gekommen bist, wolltest du mich davon überzeugen, dass Seekönige gute Haustiere abgeben würden …“
Es war schon eine Meisterleistung, dass die Stimme des Grauhaarigen absolut keine Empfindungen, außer purer Langeweile und Nüchternheit, wiederspiegelte. Auch in seinem Gesicht zeigte sich keine Regung über die Unterbrechung seiner Arbeit. Es war der jahrelangen Erfahrung, im Umgang mit diesem Mann, zuschulden. Zudem hatte Ben Beckman gute Nerven. Wirklich gute Nerven!

Mit einem kleinen Plumpsen ließ sich Shanks auf den freien Stuhl vor dem Schreibtisch fallen und schwang die Beine über die Lehne. In seiner Hand war eine Flasche Sake, allerdings war diese noch zu. Das hieß immerhin, dass seine Idee nicht aus dem ‚In vino veritas‘ entsprungen war. Wobei das nicht hieß, dass es diese zwangsweiße besser machte.
„Du musst zugeben, dass die Idee gar nicht so dumm war.“
Ben verdrehte innerlich die Augen, äußerlich zog er allerdings nur eine Zigarette aus seiner Schachtel hervor, die offen auf dem Schreibtisch lag. Ein Blick verriet ihm, dass sie noch voll war, was hieß, dass er diese Diskussion eventuell ohne einen Wutanfall, Nervenzusammenbruch oder ähnlichem überstehen konnte. Immerhin …

„Ja, sicher. Die Mannschaft war solange begeistert, bis der erste Seekönig einen unserer Männer fressen wollte und der zweite meinte, die Red Force wäre ein gutes Spielzeug für seine Kinder. Du hättest mir die Idee auch unterbreiten können, bevor wir im Calm Belt angekommen sind.“
Kurz zog der rothaarige Mann eine Schnute, die ihn aussehen ließ wie damals, als sie sich kennen gelernt hatten und er solche Auswüchse seiner Phantasie noch mit Unkenntnis vertuschen konnte. Das hatte genau … zwei Tage angehalten, dann wusste Ben, dass Shanks es keineswegs nicht besser wusste … sondern einfach so war. Mit einem Ratschen entzündete er das Streichholz, das er eben aus den Tiefen einer Schublade geholt hatte und steckte sich seinen Glimmstängel an. Befreiend füllte sich seine Lunge mit Rauch.

„Jaja, deswegen bin ich ja jetzt hier. Außerdem ist doch alles gut gegangen und die Reling haben wir auch wieder repariert bekommen. Darf ich jetzt?“
Ungeduldig hatte Shanks Bens Worte einfach abgewunken, sich ein bisschen auf seinem Stuhl hin und her geräkelt und nun wohl eine bequeme Position gefunden. Dabei war die Sake-Flasche in seiner Hand immer hin und her geschaukelt und auf einmal hielt er sie Ben hin.
„Machst du mir die auf?“

Mit einem Kopfnicken bedachte er seinen Kapitän, ihm die Flasche rüber zu werfen, was dieser auch gleich tat. Geschickt fing Ben den Sake auf und ließ den Korken rausploppen. Bevor er den Alkohol jedoch wieder seinem Gegenüber reichte, genehmigte er sich selbst einen Schluck und schaute ihn grinsend an, als dieser sich beschwerte.
„Hey!“
„Hier … also, Käpt’n, ich bin ganz Ohr.“
Er reichte die Flasche wieder über den Tisch und lehnte sich dann entspannt zurück in seinen Stuhl. Shanks ließ die gläserne Flasche erst zweimal durch seine Finger wandern, dann trank auch er einen Schluck. Der Ausdruck, der danach sein Gesicht zierte, war eine Mischung aus Neugierde, Interesse und Spitzfindigkeit. Noch war also alles in Ordnung.

„Also … wenn ein Pirat Kopfgeld hat und sich dann selbst der Marine ausliefert … bekommt er dann das Kopfgeld ausgehändigt oder nicht?“
Kurz zog Ben eine Augenbraue in die Höhe und fragte sich mal wieder, woher dieser Mann vor ihm immer seine Ideen nahm, dann jedoch überlegte er ernsthaft. Zum einem, weil er wusste, dass Shanks sich nicht mit einem ‚Und wer zum Donner würde sowas machen?‘ abspeisen ließ – immerhin saß die Person, die sowas machen würde vor ihm und war zudem noch sein Kapitän – zum anderen, weil es unter den unmöglichen Fragen, die er ihm stellen konnte, eine doch vernünftigere schien. Vernünftiger zumindest, als die mit den Seekönigen.

Er zog noch einmal tief an seiner Zigarette, blies den Rauch aus und antwortete dann.
„Womöglich nicht. Da der Pirat ein Kopfgeld hat, muss er so gefährlich sein, dass die Marine ihn entweder nach Impel Down bringt, oder gleich aufs Schafott. Bei beidem können sie sich das Kopfgeld gleich danach wieder selbst einstecken, weil das arme Schwein es nicht brauchen kann. Also nein, wohl eher nicht.“
Kurz verzog Shanks, auf die Antwort hin, missmutig seinen Mund und ließ die Flasche erneut in seinen Fingern kreisen. Man konnte leise den Alkohol in dem Gefäß schwappen hören. Dann setzte er an und trank nochmal.

Mit jedem normalem Menschen wäre diese, eh schon höchst kuriose, Unterhaltung wohl zu Ende gewesen, aber Ben wusste, dass es nicht so einfach war. Irgendwas brütete da im Kopf seines Käpt’ns und so schnell würde das hier nicht vorbei gehen. Mit einer minimalen Bewegung zog Ben den Aschenbecher zu sich und schnippte seine Asche hinein.
„Gut … wenn jetzt aber ein anderer Pirat, sagen wir ein Crewmitglied, den Pirat abliefern würde, dann würde er ja das Kopfgeld bekommen. Würde die Marine den anderen Piraten ziehen lassen? Immerhin hat er ja einen guten Grund und käme mit weißer Flagge. Sozusagen.“
Shanks hatte sich inzwischen wieder normal in den Stuhl gesetzt, lehnte aber immer noch lässig in den Polstern, als wäre es eine Unterhaltung über das Wetter.

Kurz wippte die Zigarette in Bens Hand, dann schlug er ein Bein über das andere, so dass sein Fuß nun auf dem Knie lag. In seinem Kopf formte sich so langsam, was Shanks wohl vor hatte, aber er hatte gelernt nie zu denken, wissen zu können, was in seinem Käpt’n vorging.
„Also rein objektiv betrachtet und ganz davon abgesehen, dass ein Akainu wohl keinen Piraten freiwillig gehen lassen würde, wenn dieser vor ihm stehen sollte, denke ich, dass sie ihn gehen lassen müssten. Immerhin schreiben sie ja aus, dass der, der ihnen den Piraten bringt, auch das Kopfgeld erhält.“

Kurz nickte Shanks und seine Miene hellte sich merklich auf. Die Antwort hatte ihm besser gefallen, als die letzte, das konnte man deutlich sehen. Immer mehr wurde sein Lächeln zu einem spitzbübischen Grinsen. Es war der Punkt, an dem Ben wusste, dass er nun aufpassen musste.
„Sag, Käpt’n, worauf willst du hinaus?“
Er sog nochmal kräftig an seiner Zigarette, weil er wusste, dass ihm die Antwort, egal wie sie ausfallen sollte, nicht gefallen würde. Er brauchte das Nikotin in seinen Lungen, um das zu überstehen.
„Ich hab mir überlegt, dass wir ein hübsches Sümmchen abkassieren könnten, wenn ich mich der Marine übergebe. Oder du mich der Marine übergibst, immerhin will ich das Kopfgeld behalten.“

Im ersten Moment war Ben sprachlos und kurz pochte eine seiner Schläfen energisch, dann drückte er, etwas fester als nötig, den Zigarettenstummel im Aschenbecher aus, nur um dann festzustellen, dass er jetzt erneut ein Streichholz brauchte, um die nächste anzumachen. Normalerweise zündete er immer die neue an der alten an. Sowas passierte ihm nur nach solchen Aussagen von Shanks. Kein anderer brachte ihn dazu, wenn auch nur für Sekunden, unüberlegt zu handeln.
„Das wäre in der Tat ein hübsches Sümmchen …“
Er angelte sich eine neue Zigarette und zündete sie sich an, bevor er den Satz zu Ende sprach.
„… allerdings würde ich dann meinen Kapitän der Marine ausliefern und falls du es vergessen haben solltest … du bist einer der vier Kaiser. Du landest auf jeden Fall auf dem Schafott und das ist eindeutig ein Platz, an dem mein Käpt’n nicht hingehört.“

Bei dem abwinkendem, idiotischem Grinsen, dass folgte, hätte Ben Shanks am liebsten an der Kehle gepackt und so lange geschüttelt, bis Verstand in ihm aufkam. Jedoch wusste der Vize auch, dass es absolut nichts brachte, weswegen er sich nur entnervt durch die silbergrauen Haare fuhr und den Rauch tief inhalierte. Noch war seine Schachtel fast voll.
„Ihr könnt mich doch wieder raushauen.“
Die Stimme war so flapsig, als wäre es ein Kinderspiel, was er da verlangte. Seine Augen funkelten amüsiert, während er sich einen weiteren Schluck Sake genehmigte. Hätte Shanks ihn nicht schon so oft vom Gegenteil überzeugt, hätte Ben angenommen, dass dieser sich alle gesunden Gehirnzellen schon weggesoffen hatte. Jedoch war dieser genauso scharfsinnig wie er, wenn es darauf ankam … sein Verstand funktionierte nur anders als bei allen anderen Menschen.

„Das ist sicher ein Kinderspiel, wie man beim Krieg am Marineford gesehen hat.“
Shanks zuckte jedoch nur mit den Schultern und schaute ihn gespielt entgeistert an.
„Ach, die würden für mich nie so nen Aufstand machen.“
Jetzt war es an Ben, entrüstet zu schauen und leicht zu knurren. Er fühlte den Wutausbruch schon herannahen. Er war irgendwo da unten, ganz tief in seinem Bauch. Ein tiefer Zug beruhigte ihn.
„Sicher nicht … ach warte … hatte ich doch glatt vergessen, dass du einer der vier Kaiser bist. Dabei hatte ich es eben noch selbst erwähnt.“
Doch wieder kam nur ein Grinsen als Antwort und schaffte es so, dass Ben am liebsten die Faust auf den Tisch gedonnert hätte. Stattdessen zog er wieder an seiner Zigarette und hatte schon die nächste in der Hand.

Inzwischen hatte Shanks die Sakeflasche geleert, denn er ließ sie geschickt in seiner Hand kreisen und warf sie dann kurz in die Luft, um sie wieder aufzufangen.
„Dann müsst ihr mich davor wieder raushauen.“
Kurz rieb sich Ben die Nasenwurzel und versuchte, wieder einen Gang runter zu schalten. Wenn diese Unterhaltung hier nur rein theoretisch wäre, dann würde ihn das alles gar nicht so an die Nerven gehen, aber er wusste, dass Shanks vorhatte, seine Idee in die Tat umzusetzen. Also musste er ihn entweder davon überzeugen, dass sie schwachsinnig war – was bei weitem nicht so einfach war, wie es schien – oder einen Plan entwickeln, der absolut nicht schief gehen würde. Man glaubte es kaum, aber im Moment erschien Ben die zweite Variante als die einfachere.

„Dazu müssten wir die Marinebasis, bei der wir – ich – dich abgebe, infiltrieren, um dafür zu sorgen, dass wir an dich rankommen, bevor sie dich auf irgendein Schiff bringen, dass Richtung Impel Down oder Marine Hauptquartier segelt. Oder aber, wir sorgen dafür, dass wir das Schiff angreifen können, dass dich wegbringt. Das geht natürlich auch nur, wenn ich sofort das Kopfgeld kriege und die Leute dort nicht entschließen, dass du eine Nummer zu groß für sie bist und ich mir das Kopfgeld persönlich bei den Chefs abholen muss. Denn dann wäre die Aktion ja sinnlos, weil, du willst ja das Kopfgeld …“
Kurz ließ er die Worte nachhallen, die Shanks mit einem immer breiteren Grinsen aufgesogen hatte und von dem Ben wusste, dass er all die Möglichkeiten in Betracht zog. Wieso hatte er sich nochmal so einen verrückten Kapitän ausgesucht?
„Wir könnten es natürlich auch einfach drauf ankommen lassen, die Leute solange bequatschen, dass sie uns direkt das Kopfgeld geben, dann abhauen und einfach türmen. Aber irgendwie wäre das fast schon wieder unter deinem Niveau.“

Shanks hatte rigoros den Kopf geschüttelt, bei dem letzten Vorschlag, aber das hatte sich Ben schon gedacht. Die Variante war wirklich was für Amateure und der Nervenkitzel wäre viel zu gering für den Kaiser. Aber alles andere ließ er sich wohl grade durch den Kopf gehen, denn immer weiter drehte sich die leere Flasche in seiner Hand.
Ben seufzte lautlos, weil es nun kein Zurück mehr gab. Er hatte es aber auch selbst vermasselt, in dem er seinem Kapitän diverse Ansätze gegeben hatte, die funktionieren konnten. Aber so wie er Shanks kannte, hätte sich dieser eh nicht davon abhalten lassen. Also lieber Ansätze liefern, die funktionierten, als Ideen, die zwar toll klangen, aber auf dem Schafott endeten.

Während der Rothaarige weiter hin und her dachte und immer noch keine Antwort gegeben hatte, lehnte sich Ben in seinem Stuhl wieder zurück. Er rauchte eine Zigarette nach der anderen, ohne es zu merken. Jetzt war es eh zu spät. Natürlich war es gefährlich, was sich Shanks hier ausgedacht hatte, verdammt gefährlich. Aber solange er leben würde, würde er dafür sorgen, dass seinem Freund nichts passierte, egal wie verrückt seine Ideen waren.
Also klügelte er mehrere Möglichkeiten in seinem Kopf aus, die sie ausarbeiten konnten. Das waren bis jetzt alles nur provisorische Pläne und es würde wohl Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis sie einen – den perfekten – in die Tat umsetzen konnten, aber umso mehr Ben darüber nachdachte, umso mehr wurde ihm bewusst, dass es funktionieren konnte. Allerdings nur …

Auf einmal stand Shanks auf und grinste ihn mit hochgezogenen Mundwinkeln an. Jetzt war Ben klar, dass sein Käpt’n sich dafür entschieden hatte, es durchzuziehen.
„Klingt doch alles gut … aber erst mal brauch ich noch ne neue Flasche Sake.“
Kurz schaute Ben in seine Schachtel und merkte, dass er in seinen Überlegungen fast seine kompletten Zigaretten leer geraucht hatte. Er seufzte.
„Bring mir noch eine Schachtel mit.“
Shanks wedelte mit dem Arm und steuerte die Tür an.
„Mach ich, mach ich.“
Bevor er jedoch hinaus treten konnte, hielt ihn Ben allerdings nochmal zurück.
„Shanks …“
Der Angesprochene drehte sich um und schaute ihm ehrlich irritiert in die Augen. Sein Haar blitzte rot im Licht und schimmerte wie ein Rubin.
„Mhm?“
Genüsslich sog Ben nochmal an seiner Zigarette, dann drückte er sie aus.
„Du weißt, dass ich dich niemals der Marine übergeben würde?“

Mit einem Ruck stand dieser wieder im Raum und schloss die Türe hinter sich, obwohl er sie eben erst geöffnet hatte. Mit einem Klick fiel sie ins Schloss.
„Warum nicht?“
Seine komplette fröhliche Miene war wie weggewischt. Seine Züge waren ernst, während er Ben musterte. Doch Ben stand einfach gelassen auf, schlenderte um den Schreibtisch herum und schritt dann auf seinen Kapitän zu. Eine Handbreit blieb er vor ihm stehen, lehnte sich nach vorne und flüsterte ihm die Antwort ins Ohr.
„Weil du mein Käpt’n und bester Freund bist, ganz zu schweigen davon, wie wichtig du für die Crew bist, die ohne dich nicht leben könnte. Du könntest sterben, wenn es schief geht und das lasse ich sicher nicht zu. Wenn hier jemanden wen an die Marine übergibt, dann du mich und nicht andersherum. Auch wenn mein Kopfgeld nicht ganz so hoch ist, ein ordentliches Sümmchen ist es trotzdem.“

Kurz schwangen die Worte noch durch den Raum, dann schnappte sich Ben die leere Flasche aus der Hand seines Freundes und trat von Shanks weg. Dieser rührte sich nicht.
Erst als Ben an ihm vorbei gehen wollte, packte er ihn am Arm.
„Das würdest du nicht … vergiss es.“
Seine Worte waren scharf und doch auch etwas panisch. Ben jedoch schaute ihm entschlossen in die Augen.
„Doch, würde ich … ich würde für dich sterben, wenn es sein muss.“

Mit diesen Worten ließ der Vize seinen Käpt’n einfach stehen und verschwand in der Küche, um ihm ein oder zwei … oder auch – naja, mehr - neue Sakeflaschen zu holen. Dabei genoss er es, dass er es zumindest für einen kurzen Moment geschafft hatte, Shanks die Sprache zu verschlagen. Die Diskussion würde schon noch folgen.
Jedoch hatte er seine Worte ernst gemeint.
Er würde für seinen besten Freund sterben, wenn es sein musste.
Das war ihm ernst. Todernst.
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