Star Trek: Your Past is Our common Future

GeschichteDrama, Familie / P18
16.07.2014
16.05.2015
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Star Trek: Your Past is Our common Future

Erster Teil ---- Ist die Bekannte Vergangenheit unbekannt?

Kapitel 1

Ende 2373

Der Beginn einer neuen Freundschaft.

Wütend sah sie ihm nach, froh darüber, das hier im Maschinenraum zu viele waren, als das sie etwas hätte werfen können... einen sehr tödlichen Gegenstand, sonst würde es doch keinen Sinn ergeben. Er hatte es mal wieder geschafft, sie zur Weißglut zu bringen, nur konnte sie nicht sagen, weshalb. Eigentlich war doch gar nichts gewesen. Er kam rein, grüßte freundlich und fragte, wie denn ihre Arbeit liefe, doch als Dank hatte sie ihn angeschnauzt und gemeint, das irgendein Idiot mal wieder herum gepfuscht hätte, doch an was, das behielt sie für sich. Es war nur verständlich, das er selber laut wurde, als er ihr sagte, das er doch nichts dafür kann, wenn etwas hier unten auf Deck 11 nicht stimmte.
„Immerhin ist mein Platz meistens auf der Brücke oder in der Krankenstation.“
Sie hatte sich entschuldigen wollen, es aber nicht getan.
Er hatte sie nur angesehen, in seinen Blauen Augen war etwas zu erkennen, was sie selber nicht beschreiben konnte, dann hatte er sich umgedreht und den Maschinenraum verlassen. Sie selber fragte sich, was mit ihr los war. Sie hatte ihn nicht gestoßen, damit er nach hinten fiel, ihn mit Klingonischen Schimpfwörtern belegt, das seine Ohren noch Tagelang davon dröhnen würden. Das einzige, was sie eben tat, war, ihn wegen eines Problem anzufahren, das es in Wirklichkeit gar nicht gab. Bis vor einigen Wochen hätte sie ihn einfach ignoriert und sofort wieder weggeschickt, doch seitdem.... oder waren es Monate?... konnte sie nicht einmal mehr klar denken, wenn er nur mal... wenn sie an ihn denken musste.
Dabei war das doch verrückt, oder? Er war niemand, den sie mochte. Sie verbrachte nur Zeit mit ihm, weil Harry Kim sein bester Freund war und sie ebenfalls mit dem Jungen Ensign sehr gut zurecht kam.

Aber er... er schien plötzlich so anders zu sein. Einmal, als sie gerade auf dem Weg ins Casino war, hatte sie ihn und Harry miteinander sprechen hören, allerdings stoppte er mitten im Satz, als sie in ihr Blickfeld kamen. Zur der Zeit hatte sie nicht viel darauf gegeben, aber als sich dies dann mehrmals wiederholte und er plötzlich jedes mal weg musste, weil sein Dienst begann, da fing sie an, misstrauisch zu werden. Was war nur mit ihm los?
Er benahm sich vollkommen anders.
Noch mehr als damals, als jeder dachte, das er die Crew verraten hatte und dabei war, die 'Voyager' zu verlassen. Doch damals wäre es ihr egal gewesen, wenn er verschwunden wäre. Sie konnte ihn nicht leiden, das hatte sie niemals getan. Aber warum ging es ihr dann so nahe, das er sich anders gab, wenn sie in der Nähe war? Er hatte manchmal ein, für sie, nerviges Lachen, das sie plötzlich vermisste, wenn er nur still da saß, während Harry ein wenig von seinem Tag erzählte und das mehr als langweilig war. Er selber saß einfach nur da, sein Blick auf die Tischplatte gerichtet, die Blauen Augen wirkten leer und wenn man ihn ansprach, reagierte er kaum.

Harry hatte ihr, als er mal nicht dabei war, erzählt, das er sich nicht immer so gab. Doch sie hatte gelacht und ihm gesagt, das er seine Scherze sein lassen sollte.
„Ich bin mir nicht sicher, ob man überhaupt darüber Witze machen kann.“ hatte er geantwortet und dabei so ernst wie niemals zuvor geklungen.

Sicher, zuerst gab sie nicht viel darauf und dachte sich, das er bald wieder so sein wird wie vorher, nervig, aber dennoch, was auch sie zugeben musste, ein guter Offizier. Aber er blieb verschlossen, wenn sie dabei war und sprach kaum. Einmal war sie fast davor gewesen, ihn zu fragen, ob er etwas plante und sie nur in Sicherheit wiegen wollte. Jetzt aber hatte sie keine Zeit, sich weiterhin darüber Gedanken zu machen.

Es war spät, als sie endlich Feierabend machen konnte und ins Bett fallen wollte. Sie hatte mal von einem Offizier des Frühen 20. Jahrhunderts, so im Jahre 1912, gehört, der einen Satz sagte, der nicht wahrer sein konnte und sie musste dem zustimmen. ''Sie müssen bedenken, das wir nur sehr wenig Schlaf bekommen und wenn wir einmal schlafen, dann schlafen wir wie tot.''
Sie wusste nicht, wer dies mal sagte, das war ihr auch nicht wichtig, aber es zeigte, das manches sich niemals änderte.

Sie wollte auf jedenfall nur noch in ihr Quartier, schlafen und vor dem nächsten Morgen nicht einmal daran denken, das dieses Schiff einen Maschinenraum hatte.

Sie lief gegen jemanden und fiel nach hinten. Obwohl sie so müde war, das sie selbst im Maschinenraum fast eingeschlafen wäre, war sie kurz davor, mit einer Schimpftirade zu beginnen.
„Ich war nicht ganz bei mir.“ unterbrach sie eine Stimme und ihr wurde aufgeholfen. Sie hatte die Stimme sofort erkannt und normalerweise hätte sie jetzt einen Spruch ihm entgegen geschleudert, doch bei seinem Anblick versagte ihre Stimme. Seine Augen, da war etwas an ihnen, was sie noch nie zuvor gesehen hatte. Niemand kannte seine Mimik besser als sie... als SIE? Ok, das war jetzt etwas zu viel. Sie hatte ihn doch niemals wirklich beachtet.
„Macht... macht nichts.“ brachte sie hervor und schluckte. Er war ihr verdammt nah und warum, das war wieder mal eine Frage, ging ihr das so nah. Sie war... für den Bruchteil einer Sekunde... kurz davor, ihn einfach an sich zu ziehen und zu küssen... diesmal aber nicht ausgelöst durch das
Pon Farr. Sie schüttelte den Kopf, um die Bilder, die wirklich nicht Jugendfrei waren, in ihrem Kopf los zu werden.
„Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“ fragte er und seine, eigentlich immer nervige Stimme, jedenfalls für sie, legte sich wie Balsam über sie.
„Was? Ja, sicher.“ antwortete sie und befreite sich aus seinem Griff, um regelrecht die Flucht anzutreten.
„Träumen Sie was Schönes!“ rief er ihr noch nach, aber das hörte sie nicht einmal mehr.

„Warum sagst du ihr nicht, das du dich in sie verliebt hast?“
Thomas Eugene Paris lehnte gegen eine Wand und hatte das Gefühl, das sie fast etwas anderes getan hätte, als nur so schnell wie möglich aus seinem Sichtfeld zu verschwinden.
„Rede keinen Unsinn, Harry.“ widersprach er etwas zu heftig, doch der Ensign lächelte nur.
„In Ordnung, ich werde dich nicht damit belästigen.“
„Das würde eh nichts bringen.“ Paris legte eine Hand auf die Schulter des Jüngeren.
„Lass uns einen Happen Essen gehen.“

Sobald Paris aber vor seinem Essen saß, hatte er plötzlich keinen Hunger mehr. Nicht, weil Neelix die Crew mal wieder mit einer seiner Kreationen vergiften wollte, das späte Abendessen kam aus dem Replikator. Nein, seine Gedanken befanden sich einige Decks weiter unten.
„Tom, dein Essen wird kalt.“
„Ist doch eh kein Echtes.“ winkte er gedankenverloren ab.
„Also wirklich, komm mal wieder nach oben.“
„Nach oben?“ fragte Paris, als ob Eis langsam um ihn herum schmelzen würde.
„Ja, du benimmst dich echt komisch in letzter Zeit.“
„Blödsinn, ich bin so wie immer.“
Harry war kurz davor ironisch zu lachen.
„Tom, ist dir das selber noch nicht aufgefallen? Du redest und redest und redest... und verstummst, sobald sie auftaucht.“
„Wer? Jenny Delany?“
Harry seufzte zweifelnd auf.
„Quatsch und jetzt hör mal genau her. Wir sind die besten Freunde und ich kenne dich und früher bist du niemals einfach mitten im Satz verstummt.“
„Meinst du nicht auch, das dass Essen mies ist?“ versuchte Paris das Gespräch auf ein anderes Thema zu lenken.
„Nein, ist es nicht.“ so leicht sich das Kim nicht irritieren. „Komm mal wieder zu dir und gib dich normal, aber nicht wie ein verliebter Idiot.“
„Hey, ich bin nicht der Erste Offizier.“
„Richtig.“ Harry wusste selber nicht, was mit ihm los war, aber er konnte das einfach nicht mehr mit ansehen. „Selbst er kann sich beherrschen, doch du versuchst es so gut zu verstecken das es nur nach hinten los gehen kann.“
Tom rührte in seinem Essen herum, seine Augen blickten leer, so als würde er etwas sehen, was weit entfernt ist.
„Ich habe Alpträume.“ gab er leise, noch leiser als ein Windhauch, zu.
„Die selben, wie damals, als du an dem Shuttle-Unfall schuld warst?“
„Nein, viel schlimmer.“ Paris stand auf. „Ich kann darüber nicht sprechen, es würde sich nichts ändern.“
„Wie wäre es, wenn du mit ihr redest, sagst, was mit dir los ist.“ schlug der Jüngere vor.
„Sicher, ich gehe zu ihr und erzähle von...“ Paris hielt inne, als ihn die Braunen Augen des Ensign fixierten.
„Wem davon erzählen?“
„Niemand... und dir schon gar nicht.“ zwar blieb der Lieutenant ruhig, aber eine leichte Schärfe hatte sich in seine Stimme geschlichen.
„In Ordnung.“ willigte Harry schließlich ein. „Ich kann dich leider nicht zwingen.“
Paris lächelte ein wenig. „Danke, ich weiß das sehr zu schätzen.“
„Aber irgendwann wirst du dich dem stellen müssen.“
„Ja, das mag sein.“ Paris setzte sich wieder hin. „Aber wie kann ich daran etwas ändern? Ich war nur einmal verliebt gewesen und für ihren Tot verantwortlich und obwohl ich danach auch hin und wieder mal die eine oder andere hatte... ich kann das einfach nicht, verstehst du.“
„Hey, ich erinnere mich an einen Lieutenant, der mich einfach in das Holographische
Chez Sandrine zog, obwohl ich damals eher schlafen wollte.“
„Das war auch leicht.“ lächelte Paris, aber dieses Lächeln schien nicht so aufrichtig wie sonst zu sein. Paris wollte gerade etwas sagen, als Kim plötzlich aufschrie und auf eines der Fenster im Casino zeigte.

Neben ihnen war ein fremdes Schiff wie aus dem Nichts aufgetaucht, doch so sehr es die beiden Offiziere auch erschreckte, das Schiff war nur halb so groß wie die ''Voyager''. Außerdem schien es seine Geschwindigkeit dem der ''Voyager'', welche selber nur auf Warp 2 flog, anzugleichen.
„Ich frage mich, was sie von uns wollen?“ fragte sich Kim leise.
„Lass uns auf die Brücke gehen.“ sagte Tom und fügte hinzu, da er ja den Höheren Rang hat:
„Das ist ein Befehl, Ensign.“

Als beide auf der Kommandozentrale ankamen, war die gesamte Alpha-Crew anwesend und …. ein Fremdes Wesen, welches Tom dazu brachte, es wie ein Kaninchen niedlich zu finden. Das fremde Wesen stand auf zwei Beinen und hatte Hellbraunes Fell. Seine Blauen Augen strahlten regelrecht.

„Mr. Paris, Mr. Kim.“ wandte sich der Captain an die beiden Offiziere.
„Darf ich Ihnen Li'nan Herak vorstellen?“
Der Li'nan lächelte und trat zu ihnen, reichte seine Pfote.
„Freut mich, Sie kennenzulernen.“ sagte er und seine Stimme gibt einen leichten Rauen Klang wieder.  
„Ich bin Tom Paris.“
„Harry Kim.“
beiden ist anzuhören, wie überrascht sie sind, aber bestimmt nicht so sehr wie der Besucher auf der Brücke selber.

Einige Minuten vorher, als Paris und Kim noch im Casino waren, sah sich die Beta-Schicht einen Fremden Wesen entgegen. Es war immerhin nach 22:00 Uhr Bordzeit und dennoch wusste der 'Captain' dieser Schicht, das es besser wäre, die obersten Offiziere, also Captain und Commander, zu holen. Und natürlich lies es sich Captain Kathryn Janeway nicht nehmen, sofort auf der Brücke zu erscheinen.  

Chakotay kam allerdings und total noch im Schlaf wenige Sekunden später an, war aber sofort hellwach, als er die Wesen auf dem Bildschirm erblickte.
„Das sind Thrynaxodon.“

Das war ein Volltreffer, so viel war sicher.
„Ein was?“ fragte Lieutenant Ayala, der Tuvok vertrat.
„Thrynaxodon.“ wiederholte er und erkannte, das er damit nur noch mehr Fragezeichen erschuf.
„Thrynaxodon, sie gehörten zu den Therapsiden, Unterart Synapsiden, Vorfahre aller Säugetiere, auch des Menschen.“
„Ok und was genau bedeutet das?“ fragte ihn Kathryn verwirrt.
„Das sie von der Erde kommen, das bedeutet es, aber das kann nicht sein, da sie im frühen Jura ausstarben, nachdem sie den Perm und einen Teil des Jura die Erde bevölkert haben.“
„Ok, wir wissen, das Nachfahren der Dinosaurier in diesem Quadranten leben, aber...“
„Kein Aber, Captain.“ Chakotay tippte auf einem Padd herum. Dann zeigte er ihr ein Bild.
„Das ist ein Thrynaxodon, wie sie damals, nach heutigen Annahmen, wie genau sie aussahen weiß man nicht, auf der Erde lebten.“
Sie blickte verwundert auf das Bild und dann wieder nach vorn. Obwohl der Mann auf dem anderen Schiff auf zwei Beinen stand, zeigte der Hintergrund, das sie auch auf allen Vier gehen konnten.
„Ton.“ sagte sie und im nächsten Augenblick hörten sie die Stimme des Thrynaxodon, welcher gerade einem Offizier einen Befehl gab. Dann wandte er sich nach vorn und verbeugte sich leicht.
„Freut mich, das Sie unseren Ruf beantworten.“ sagte er. „Ich bin Cap'tan Deram Sawore Awio.“
Er hatte Schwarzbraunes Fell, in dem schon einige Graue Stellen schimmerten und Meeresblaue Augen. Stehend schien er gerade mal 1 Meter 60 groß zu sein, aber das konnte täuschen.
„Captain Kathryn Janeway vom Raumschiff 'Voyager'.“ erwiderte sie und sein Blick wurde ernst.
„Wir haben Geschichten von Ihnen gehört... allerdings keine Guten.“
Janeway sah leicht geschockt aus, aber nur kurz.
„Welche Geschichten?“ fragte Chakotay.
„Geschichten darüber, das Sie jeden Planeten, den Sie finden komplett auslöschen und Nichts und Niemanden übrig lassen. Nur... wenn dem so wäre, wer könnte dann diese Geschichten erzählen?“
Das war eine Gute Frage.
„Ich versichere Ihnen, Mr. Deram, das wir nichts dergleichen planen.“
„Ich weißt, Cap'tan, denn Sie hätten es sonst schon längst getan.“
Deram wandte sich an jemanden und sagte leise etwas, bevor er wieder nach vorn blickte.
„Ich habe gerade von Beschützer Serion erfahren, das er sich mit seinen Kollegen beraten hat und wir die Erlaubnis erhalten haben, Sie zum Thera-System zu begleiten. Sofern Sie die Einladung annehmen möchten. Und ich würde gerne Li'nan Herak, meinen Chefpiloten zu Ihnen schicken. Er ist mein Sohn und interessiert sich sehr für andere Systeme.“
Chakotay musste lächeln, als er daran dachte, das dort vielleicht ein Konkurrent zu Paris war.
Auch wenn er in den letzten Jahren gelernt hatte, Paris dafür anzuerkennen, was er als Pilot und auch als ''Unfreiwilliger'' Chefsanitäter zu Stande bringt, so bereitete es ihm dennoch Freude, das dem Jungen Mann vielleicht mal ein Dämpfer verpasst wurde und hoffentlich bringt es den Piloten mal aus seinem derzeitigen Zustand weg.

„Wir würden uns freuen, Ihren Sohn kennenzulernen.“ lächelte Kathryn einverstanden.
Deram lächelte ebenfalls und beendete dann die Verbindung.

Im Transporterraum langweilte sich Ensign Lyssa Campell mal wieder zu Tote. Das war, ihrer Meinung nach, der schlimmste Posten aller Zeiten. Es gab einfach nichts zu tun, außer zu warten, das der Befehl zu einem Transport kam. So wie jetzt und als das Wesen sich auf der Plattform materialisierte sah sie ein wenig überrascht aus. Es schien nicht größer als 1 Meter 50 zu sein und stand zuerst auf allen Vieren, erhob sie dann aber und trat so von der Plattform runter.

„Freut mich, das Sie mich so gut auf Ihr Schiff gebracht haben.“ bedankte er sich, dabei hatte sie nur das getan, was sie immer tat, doch das sprach nicht aus.
„Gern geschehen, Li'nan Herak.“ antwortete sie und fügte hinzu, das man ihn auf der Brücke erwartete.

Herak erreichte die Brücke nur wenige Minuten bevor Paris und Kim den Turbolift verließen.

„Sie sind also mein Kollege, der beste Pilot aller Zeiten.“ wandte sich Herak jetzt an Paris, welcher ein wenig Rot wurde aufgrund des Lobes.
„Naja, ich möchte meinen Kollegen keine Konkurrenz machen, aber vielleicht werden meine Ahnen eines Tages ehrfürchtig vor meinem Bild stehen, wo ich in einer Reihe mit Travis Mayweather, Hikaru Sulu und anderen Piloten sein werde. Aber jetzt würde ich mich noch nicht so bezeichnen.“
Alle Blicke gingen zu ihm, denn wohl niemand hatte damit gerechnet, das er so bescheiden sein würde. Aber vielleicht lag das auch daran, das er vor einem Fremden sich nicht blamieren wollte.
„Mr. Paris, da Sie so sehr darüber begeistert sind, werden Sie Mr. Herak das Schiff zeigen.“
Es klang wie eine Bitte, war aber dennoch ein Befehl, aber das kümmerte ihn nicht.
„Toll, dann können wir die Erfahrung zwischen Piloten austauschen.“ freute er sich und Herak nickte leicht.
„Wenn dem so ist, dann möchte ich Ihnen später mal die 'Aar'ran' zeigen.“
„Ich würde mich freuen.“

„Da haben sich zwei gefunden.“ flüsterte Chakotay leise, als er die beiden Piloten beobachtete.
„Ich dachte nicht, das es dir aufgefallen ist.“ gab sie zurück.
„Ich bin nun mal der Erste Offizier.“ erwiderte er lächelnd und sie nickte. Sie kannte ihn gut genug.

„Captain, ich mache mich dann mal auf den Weg und zeige Li'nan Herak Daerim Awio das Schiff.“
Captain und Commander sahen die beiden fragend an. Cap'tan Deram hatte sich vorhin auch mit Drei Namen vorgestellt. „Das ist mein voller Name.“ erklärte Herak, „Herak ist mein Nachname und dann kommen meine beiden Vornamen.“
„Also so wie bei den Bajoranern.“
„Sir?“ jetzt war der Li'nan, was nichts anderes als Lieutenant bedeutet, verwundert.
Chakotay erklärte und Herak nickte verstehend. Dann legte Paris eine Hand auf die Schulter seines Kollegen, nickte den Offizieren zu und führte ihn zum Turbolift.

Es dauerte nicht lange, bis sie den Maschinenraum erreichten und obwohl Paris erwartet hatte, das Vorik Dienst hätte, Vulkanier konnten Tagelang ohne Schlaf auskommen, offenbarte sich ihm etwas anderes. ''Wollte sie nicht schlafen gehen.'' fragte er sich besorgt, obwohl er tief in seinem Inneren froh war, sie hier zu sehen. ''Ganz ruhig.''

„Li'nan Herak Daerim Awio, darf ich Ihnen Lieutenant B'Elanna Torres, Chefingenieurin des Schiffes vorstellen?“ fragte Paris freundlich und lächelte dabei neutral. Torres drehte sich um und blickte zuerst Paris, dann Herak an.
„Niedlich.“ entkam es ihr. Paris musste ein wenig grinsen.
„Er ist Lieutenant und Chefpilot des Schiffes, welches gerade die 'Voyager' begleitet.“
„Naja, ich bin eben nicht der Cap'tan.“ unter seinem Fell wurde er leicht Rot. Torres sah ihn verwirrt an. Bildete sie es sich nur ein oder hatte der Li'nan wirklich eine Stimme, die Paris sehr ähnlich war? Nein, das war wohl kaum möglich.
„Freut mich.“ sagte sie und reichte kurz die Hand zum Gruß. Paris fiel auf, das sie ihn keines Blickes mehr würdigte, aber er konnte sie wohl kaum jetzt darauf ansprechen.
„B'Elanna, vielleicht möchten Sie ihm ein wenig den Maschinenraum zeigen.“ schlug er vor. „Obwohl ich mich wundere, das Sie nicht im Quartier sind.“
Sie war kurz davor, ihm eine Erwiderung entgegen zu werfen, als sie sich bewusst wurde, das sie einen Gast hatten. Tief Luft holend lächelte sie.
„Sicher, aber jetzt habe ich einiges zu tun.“
„Kein Problem.“ Herak sah sich kurz um. „Ich könnte mit Amary sprechen.“
„Amary?“ fragte Paris verwundert.
„Richtig, Chefingenieurin der 'Aar'an'.“ wieder wurde er leicht Rot unter seinem Fell, bevor er hinzu fügte: „Und meine Frau.“
Paris konnte Torres gerade noch so am Arm packen. Er sah sie besorgt an, sagte aber kein Wort, dafür war später noch Zeit. Herak bekam vom dem allerdings nichts mit, da er gerade sich umgesehen hatte.

„Loslassen.“ zischte sie leise und er tat es, aber das Lächeln, welches nur wenige Sekunden vorher noch in seinen Augen war, verblasste.
„Sicher.“ seine Stimme klang matt. „Herak, ich würde Ihnen gerne die anderen Decks zeigen.“
Torres sah ihn dankbar an.

„Was sollte das vorhin?“ fragte Tom Paris, als Herak wieder auf der 'Aar'ran' zurück gekehrt war und beide sich rein zufällig (nicht zu erwähnen, das Paris extra gewartet hatte) über den Weg liefen.
„Was sollte was?“
„Das was vorhin im Maschinenraum los war.“ Paris seufzte innerlich und sah ihr direkt in die Augen.
„Ich war nur überrascht.“ antwortete sie, aber er glaubte ihr nicht. Er empfand schon länger, länger als er sagen konnte, etwas für sie, was über normale Freundschaft (waren sie eigentlich jemals Freunde?) hinaus ging.
„Er hatte nur gesagt, das er verheiratet ist... Sie aber wären fast ohnmächtig geworden.“
„Ich hatte eben zu viel gearbeitet.“ es war eine Lahme Ausrede, das wusste sie.
„Dann hätten Sie im Bette liegen sollen, so wie jetzt.“
Paris hielt inne, atmete tief durch und fuhr dann fort. „
Ich mache mir Sorgen um dich.“
Sie sah ihn an, leicht geschockt darüber, da er so ehrlich war, was sie von ihm nicht erwartet hatte.
Paris wandte seinen Blick allerdings nicht sofort ab.
„Schlaf erstmal richtig aus und überlasse Vorik deinen Dienst morgen.“ schlug er vor und obwohl sie es nicht wollte, nickte sie leicht. Er ließ sie los... allerdings zog er sie vorher nochmal an sich, in eine mehr als leichte Umarmung.
„Lass dich nicht gehen, das hatte noch nie zu dir gepasst.“ flüsterte er leise. Sie schob ihn leicht von sich und zu ihm rauf. Irgendjemand musste ihn ersetzt haben, das war klar.
„Wo ist der echte Tom Paris?“ fragte sie gereizt und er sah sie verblüfft an, wollte wissen, wovon sie sprach.
„Von Nichts.“ erwiderte sie und stieß ihn von sich, obwohl ihr Inneres etwas anderes wollte.
Tom sah sie nur an, in seinen Augen lag eine Traurigkeit, die sie niemals zuvor gesehen hatte oder sehen wollte, je nachdem, wie man es sah. Dann aber lächelte er und legte einen Arm um ihre Schulter.
„Ich bringe dich zu deinem Quartier, damit ich mir auch sicher sein kann, das du nicht doch heimlich in den Maschinenraum zurückkehrst.“
„Vergiss es.“ wollte sie sagen, konnte es aber nicht. Der Tag war einfach zu lang gewesen, eigentlich war es schon weit nach Mitternacht, doch im Weltraum gab es keine Zeiten.

Paris öffnete selber die Tür zu ihrem Quartier. Gerade eben hatte sie im Turbolift noch davon geredet, das sie nicht müde ist und jetzt lehnte sie gegen ihn und konnte kaum die Augen aufhalten. Das gab es wirklich, in einem Moment ist man hellwach und könnte einen ganzen Wald ausreisen... Ok, einen Holographischen, auf der Erde erholen sich die Wälder immer noch... und plötzlich im nächsten Moment befindet man sich im Land der Träume.

Paris lächelte, als sie es gerade einmal zum Sofa schaffte. Er kniete sich davor und wartete.
„Musst du nicht auf die 'Aa'ran'?“ fragte sie so plötzlich, das er zur Seite kippte und sie darüber lachte, was ihn verärgerte, aber auch überraschte. Dann fiel aber ins Lachen mit ein.
„Siehst du, du kannst dich ganz anders geben.“ sagte er mit einem Lächeln.
„Bilde dir nichts darauf ein.“ entgegnete sie, „ich bin einfach zu müde, das ich später mich daran wohl kaum erinnern kann.“
„Und du bist immer noch wach.“ meinte er und lächelte. „Schlaf endlich, ich werde Vorik bitten, deinen Dienst zu übernehmen.“
Paris erhob sich und wollte schon Richtung Tür, als sie ihn noch mal zurück hielt.
„Danke, Tom.“ flüsterte sie leise.

Er ging nicht, nachdem sie eingeschlafen war, sondern blieb, nachdem er eine Decke aus ihrem Schlafzimmer holte, bei ihr und saß einfach nur da und wandte seinen Blick nicht ab.  Einige Male murmelte sie im Schlaf, aber er verstand nicht, was sie sagte, wenn es überhaupt Sätze sein sollten. Ihm war es egal.

Er musste zum Dienst und war froh, das sie nicht aufwachte, sondern weiterschlief. Doch an der Tür hielt er inne, drehte sich um und kehrte zu ihr zurück. Er konnte einfach nicht gehen, auch wenn seine Arbeit schon lange begonnen hatte und er noch Ensign Vorik bitten musste, ihre Schicht für heute zu übernehmen. Aber er kniete vor ihr und wartete, das sie aufwachen würde und hoffte doch gleichzeitig, das sie niemals erfuhr, das er länger als nötig bei ihr blieb.

Irgendwann schlief er ein und das war sein Glück, denn nur wenige Minuten später wachte sie auf und sah ihn auf dem Boden liegen, was sie ein wenig zum lächeln brachte.
Eine Weile sah sie ihm nur zu und musste grinsen, als er sogar am Daumen nuckelte, das Harry zu erzählen würde ihr doppelte Freude bringen. Denn Paris wäre dies bestimmt peinlich. Plötzlich öffneten sich seine Augen so ruckartig, das sie vor Schreck aufschrie.
„Hey, seit wann amüsierst du dich über meinen Schlafstil?“ fragte er und setzte sich aufrecht hin.
„Du wirst Ärger bekommen, weil du nicht zum Dienst erschienen bist.“
„Ach, Ärger bin ich gewöhnt.“
„Was ist mit dem Maschinenraum?“
„Vorik meldete sich, kurz bevor ich eingeschlafen bin und ich bat ihn, das er deinen Dienst übernimmst. Du hast wirklich sehr tief geschlafen.“
„Spinnst du? Was ist, wenn alle jetzt denken, das wir was miteinander hätten?“
„Hey, Vorik ist Vulkanier, er wird wohl kaum etwas weiter erzählen.“
„Ja, aber die anderen.“
„Ups.“ Paris wurde erst jetzt klar, welchen Fehler er begangen hatte, aber das konnte er nicht mehr ändern. Er stand auf und klopfte sich seine Hose ab, als ob Staub an ihr haften würde.
„Ich werde heute mal schwänzen und dies dann nacharbeiten, in dem ich immer 2 Stunden hinten dran setze.“ entschied er und überraschte sie wieder damit.

„Guten Morgen oder sollte ich lieber sagen, Guten Appetit, da es schon Mittag ist.“
Begrüßte sie ein fröhlicher Neelix. Paris grinste leicht und lehnte sich auf dem Tresen nach vorn.
„Ich könnte einen Kaffee vertragen.“
„Wirklich, Lieutenant?“ fragte Harry Kim, der gerade in seine Richtung kam.
Obwohl Paris und Torres heute keinen Dienst hatten, trugen beide ihre Uniform.
„Na, hat man dich von der Brücke geworfen?“ begrüßte ihn Tom, aber Harry schüttelte den Kopf und bestellte etwas zu Essen bei Neelix.
„Wo ist B'Elanna?“ fragte Kim, während er sich umsah, sie aber nicht entdeckte.
„Dort hinten.“ Tom deutete auf einen der hintersten Tische und Harry nickte leicht.
„Du warst die ganze Zeit bei ihr, oder?“
Paris nickte leicht, sagte aber nichts dazu, noch nichts. Seine Augen wurden wieder so matt, wie immer, wenn er nachdachte und gleichzeitig sein Blick auf sie gerichtet blieb.

„Guten Tag, Mr. Paris.“
Tom's Blick wandte sich von Torres ab und blieb an Li'nan Herak's Blauen Augen hängen.
„Herak, was bringt Sie auf die 'Voyager' zurück?“
„Ich habe meinen Vater gebeten, eine Weile hier zu sein und meine Frau meinte, das ich mal etwas anderes sehen müsste.“
Paris lächelte. „Gut, dann kann ich Ihnen einiges beibringen. Vielleicht kann Lieutenant Torres mal einige Tage auf der 'Aa'ran' bleiben, um die Technik der Thrynaxischen Schiffe kennenzulernen.“
„Ich werde sie fragen.“ versprach den Li'nan.
Tom hielt ihn zurück und schüttelte den Kopf. „Sie hat heute frei und sollte die Ruhe auch nutzen.“
„Aber wenn Sie die ganze Zeit bei ihr bleiben, wie kann sie dann Ruhe finden?“
„Das habe ich nicht vor.“ Paris' Stimme hatte einen sehr ernsten Ton angenommen.
„Und jetzt sind Sie ja mein Schüler, wenn man das so sagen... weiß der Captain Bescheid?“
„Ja, alles in Ordnung, natürlich können Sie nachfragen, ob ich Sie nicht belüge.“
Paris schüttelte den Kopf, da er ihm vertraute.

Torres zuckte zusammen, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte und sie musste sich... mal wieder... daran erinnern, das sie hier nicht alleine war. Was schon ein wenig ironisch schien, da sie sich früher nicht wirklich darum gekümmert hatte.
„Entschuldige, aber Li'nan Herak meinte, das du es toll finden könntest, einen Tag... nicht heute, aber Morgen...im Maschinenraum der 'Aa'ran' zu verbringen und ein wenig über ihre Technik lernen.“
Sie sah ihn fragend an, wollte wissen, wie er denn auf diese Idee kam.
„Nicht ich.“ wehrte er sich. „Herak selber kam auf die Idee und ich finde sie sehr gut, aber wie gesagt, heute machst du mal nichts.“
Sie blieb plötzlich ziemlich still, blinzelte nicht einmal und nach einigen Minuten bekam er es mit der Angst zu tun. Sie reichte ihm ein Padd, auf dem sie vorher etwas geschrieben hatte.
- Das ist der Sinn des Nichtstun – konnte er lesen und Paris musste dem zustimmen.
Dann setzte er sich hin und legte eine Hand auf die ihre und schlug vor, das sie ihn zwar nicht zu ernst nehmen, aber dennoch auch nicht arbeiten sollte. Einfach nur den Tag genießen.
Sein Hand lag immer noch auf ihrer und sie konnte sich nur schwer darauf konzentrieren, was er sagte.

Nein, das war nicht mehr so, das sie ihn als Kollegen ansah, als Bekannten oder guten Freund, das war mehr, aber wollte und konnte sie es nicht wahrhaben und zog ihre Hand weg. Paris sah sie nur an, nickte dann verstehend und stand auf, wünschte ihr noch eine schönen Tag und machte sich auf,
um Li'nan Herak etwas über die Navigation der 'Voyager' bei zu bringen.
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