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Difficult love

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Azusa Nakano Tsumugi Kotobuki
12.07.2014
12.04.2016
16
18.111
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12.09.2015 1.361
 
Verschlafen rieb ich mir meine Augen.
Es muss so um die 9 Uhr sein, und ich setzte mich auf.
Mein Kopf drehte sich etwas.
„Heute haben wir keine Schule…wie auch, wenn die Schule angebrannt ist?
Die brauchen sicher um einen Monat, um das wieder hinzukriegen.
Bisher haben die aber auch keinen Plan B…wahrscheinlich ist aber, dass wir dann derzeit auf eine andere Schule gehen oder den Schulstoff so bekommen.“
Ich gähnte, während ich vor mich hin überlegte.
Langsam schlurfte ich zum Bad und wusch mich.
„Ah!“ jetzt war ich erst so richtig wach.
Ich zog mir mein Sommerkleid an und rannte die Küche runter.
„Morgen Ma!“ begrüßte ich sie mit einem flüchtigen Kuss auf die Wange.
„Morgen Azusa-Chan!“ grüßte sie zurück.
Ich nahm mir eine Scheibe Brot und aß sie mit Netulla* (*wer’s versteht xD)
„Ruf doch mal deine Freundin an. Ihr könnt ja heute gemeinsam raus gehen“ schlug mir meine Mutter vor.
Ich nickte nur, schluckte den Rest herunter und begab mich zum Telefon.
„Wen rufe ich an…?“ überlegte ich.
Mugi? Nein…die liegt im Krankenhaus.
Ui? Nach der Aktion…traue ich mich nicht.
Yui kommt nicht infrage…sie klammert sich immer an mich, und heute hätte ich nicht die Nerven dafür.
Mio und Ritsu!
„Hallo Mio-Senpai…“ fing ich die SMS an, da ich ihre Telefonnummer nicht hatte.
„Ich wollte fragen, ob es okay für dich wäre, dich heute mit mir zu treffen?
Ich meine nur, wenn das in Ordnung für dich ist?“
„Absenden!“ drückte ich.
Die N
achricht wurde gesendet
.
Super. Gleich würde ich wissen…oh! Sie hat schon geantwortet!
Tut mir leid, Azusa-San. Aber ich treffe mich heute schon mit Ritsu.
Du weißt doch, wie viel Stress sie gemacht hat, weil wir uns lange nicht mehr zu zweit getroffen haben. Tut mir leid!
” schrieb sie.
Ich seufzte. Mio und Ritsu fielen dann wohl auch aus der Auswahl…
Ich weiß! Jun-Chan müsste doch Zeit haben!
Schnell ging ich zum Telefon und suchte ihre Nummer.
„Aikatsu, Naomi…Senritsu, Yo…ah! Suzuki, Jun!
Es wählte.
Ja hallo?
Welch ein Glück, Jun ging direkt ans Telefon!
„Ja hallo Jun, hier ist Azusa!“, fing ich an, „ich wollte fragen, ob du heute Nachmittag Zeit hast?“
Ich biss mir auf die Unterlippe.
Sie zögerte etwas.
Heute Nachmittag…?“ wiederholte sie leise fragend.
Okay. Heute kommt eine Tante zu Besuch, aber ich muss nicht anwesend sein. Also kann ich!
„Super!“ freute ich mich.
„Also heute um 14 Uhr vielleicht am See zur Schule?“
Abgemacht!
Der See…ich erinnerte mich.
Dort hat Mugi-Chan mich geküsst…
Ich schwelgte etwas in Erinnerungen.
Also verbrachte ich die restliche Zeit damit, am Handy zu hängen und ein virtuelles Buch zu lesen.
Es war eine Yuri/shoujo-ai Geschichte. Also eine Geschichte mit der Liebesbeziehung zwischen 2 Mädchen.
Vielleicht konnte man daraus etwas lernen?

Sie zog ihr Shirt aus.
„So gefällst du mir gleich tausend Mal mehr Kiriko <3“ flüsterte sie in mein vor Scham heißes Ohr. Ich küsste sie. Ich spürte, dass sie mehr wollte. Gierig neckte ich ihre Zunge und meine Hand verschwand unter ihrer Uniform.


Ich hörte auf zu lesen.
Mein Gesicht war rot angelaufen, und ich hielt mir die Hand vor’s  Gesicht, um nicht laut aufzuquietschen.
Das…war also eine Yuri Geschichte..
Ob Mugi und ich das auch irgendwann machen werden?
Je länger ich darüber nachdachte, desto röter wurde ich.
„Okay…genug gelesen. Ich sollte jetzt los!“ sagte ich zu mir selbst und stand auf.
Ich zog mir meine Jacke drüber und verließ das Haus mit einem leisen „Bin dann mal weg~“.
Ich lief die Straße entlang und grübelte.
Vielleicht können wir heute ja auch Mugi besuchen? Oder wäre der Vorschlag zu auffällig für mich?
Ehe ich mich versah war ich am See.
Die Vögel zwitscherten und der See glitzerte und glänzte von der Nachmittagssonne.
Jun war noch nicht da.
Ich summte etwas vor mich hin und beobachtete die Vögel.
Plötzlich stand der Mann wieder  da. Er lächelte mir zu.
Ich ging zu ihm. Ich weiß nicht…ich hatte einfach ein gutes Gefühl dabei.
„Hallo!“
„H-hi…“ ich lächelte.
„Ich habe dich schon oft hier gesehen. Kommst du hier her zur Arbeit?“ fragte er mich.
„Arbeit?“ plötzlich lachte ich kurz auf.
„Ich bin noch Schülerin!“
„Oh, das wusste ich gar nicht. Deine Körperhaltung und Redensart wirken sehr erwachsen.“ Lächelte er.
„Wirklich? Ist mir…nicht so aufgefallen“ lächelte ich und schaute verlegen auf den Boden.
„Aber ich weiß, dass du mit dem blonden Mädchen zusammen bist.“
„Was?“ ich sah erschrocken auf.
„Ich habe euch gesehen. Ich bin oft hier, und meinem Adlerauge entgeht fast nichts!“
„Außer, dass ich eine Schuluniform trage…“ lachte ich leise.
„Ich dachte, das sei eine Art Cosplay.*“
„Cosplay? Nein!“ lachte ich.
Das war wohl das ulkigste, was mir je passiert ist!
Er lächelte mich an.
„Triffst du dich heute mit deiner Freundin?“
„Finden sie das nicht komisch? Ein…Mädchen mit einem anderen Mädchen?“ fragte ich vorsichtig.
„Nein, wieso? Man liebt, was man liebt. Da ist das Geschlecht egal, oder nicht?“ er lächelte wieder.
Ich atmete erleichtert auf. Ich dachte, hier würde das strenger behandelt werden.
Aber so eine Reaktion hatte ich nicht erwartet.
„Ähm…leider nein. Sie ist im Krankenhaus.“
„Oh, was hat sie denn, wenn ich fragen darf?“ er sah besorgt zu mir.
„Unsere Schule hatte einen Brand…und sie hat mich gerettet.
Aber dafür hat sie viel Rauch eingeatmet…“
„Das tut mir leid für euch.“ Er sah nach unten.
„Muss es nicht. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut!“ lächelte ich.
„Dann ist ja gut. Ich muss dann mal weiter…ach, kann ich dich noch was fragen? Wie heißt du?“
„Azusa Nakano. Und du?“
„Kou Yuuhi mein Name. Danke für das Gespräch…“
Er drehte sich um und ging. Aber er drehte sich kurz noch einmal um und sagte:
„Ach übrigens…du kannst mich dutzen!“ ehe er wirklich ging.
Ich fand ihn nett. Von ihm ging eine friedliche Aura aus.
Aber wenn meine Mutter herausfinden würde, dass ich einfach so mit fremden spreche…und ihnen dazu noch meinen Namen verrate. …
„Azusa~!“
Diese Stimme kannte ich nur zu gut.
Jun rannte auf mich zu, ein Tütchen in der Hand, die sie hebte.
„Hallo Jun-Chan. Schön, dass das so kurzfristig geklappt hat.“ Freute ich mich.
„Ja. Meine Tante war da und musste mir zur Begrüßung ja unbedingt lange in die Wangen kneifen…“ sagte sie genervt.
„Das sieht man. Deine Wangen sind ganz rosig. Aber ich nahm an, das würde vom rennen kommen.
Was ist eigentlich in deiner Tüte da?“ fragte ich und deutete mit dem Finger auf die pinke Tüte.
„Das? Ach, nur ein kleines Geschenk für dich und Mugi. Wir gehen doch heute zu ihr, oder?“
Sie sah mich mit großen Augen an. Aber das lag vielleicht auch daran, dass sie große Augen hatte.
„N-na klar.“ Äußerlich bliebt ich cool, aber innerlich freute ich mich wie ein kleines Kind.
Supi! Dann musste ich sie nicht mehr fragen.
Wir verbrachten einen tollen Tag. Fütterten Fische und Enten, gingen etwas shoppen und spielten Wahrheit oder Pflicht.
„Gut, du bist dran, Azusa!“ lachte Jun.
„Hm…ich nehme Wahrheit!“ lächelte ich zurück.
„Gut. Sag ehrlich…magst du Mugi mehr als eine normale Freundin es tut?“
Diese Frage kam überraschend.
Ich blieb stehen und sah sie etwas ungläubig an.
„W-was?“
„Ob du Mugi-Senpai liebst…“ Jun blieb ernst.
„W-warum sollte ich-„
„Du musst die Wahrheit sagen, das weißt du~“ fiel sie mir ins Wort.
Ich schluckte.
Wir waren auf den Weg ins Krankenhaus.
Dort angekommen gab es wohl einen Unfall. Über all liefen Menschen umher und sie schienen es eilig zu haben.
Einige riefen etwas, aber ich verstand es nicht ganz.
An der Rezeption fragten wir, ob Tsumugi noch auf der Station liegt, oder sie gerade abgecheckt wird.
Die Frau bekam einen traurigen Gesichtsausdruck.
„Frau Kotobuki liegt…leider im Koma, Miss!“
„WAS??“
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Huhu! ^-^
Sorry, dass das Kapitel heute so spät kam, aber ich hatte heute viel zutun bzw. habe noch viel zutun.
Ich danke allen, die diese FF gelesen haben <3
Wie immer freue ich mich über Reviews und sage dann mal:

LG und bis zum nächsten Mal,
eure Len.
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