Deans sorgsame Flügelpflege

KurzgeschichteAllgemein / P12 Slash
Castiel Dean Winchester Sam Winchester
08.07.2014
08.07.2014
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Deans sorgsame Flügelpflege

„Und du passt auf Kevin auf?“
Dean sah Castiel sehr ungläubig an, denn nie seit dem gemeinsamen WG-Leben im Bunker war Castiel auch nur ansatzweise auf die Idee gekommen, Dean einen Moment persönlichen Freiraum zuzustehen. Dass der Engel jetzt plötzlich nicht mit zum Einkaufen wollte, war dementsprechend überraschend für alle im Raum (außer Kevin gewissermaßen, der viel zu müde und viel zu vertieft in seine Übersetzung war).
„Ich passe auf den Propheten auf.“
Sam räusperte sich, „niemand weiß von dem Bunker; auf Kevin aufzupassen ist also irgendwie…überflüssig.“
Aber Dean sah seine Chance mal wieder ein paar Schritte ohne seinen Schatten im Trenchcoat zu gehen und willigte ein, die Diskussion ruhen zu lassen.
Es war aber super-duper-unglaublicher-spar-Framstag und Dean und Sam waren schon nach ein paar Minuten total genervt und beschlossen den Einkauf erst mal sausen zu lassen und sich auf das übliche Fastfood zu beschränken.
So kam es also, dass sie schon viel eher als geplant und abgesprochen wieder im Bunker eintrafen, sich unterhaltend während Dean versuchte ein Lächeln aus seinem müden, angeschlagenen Bruder herauszulocken.
Dean hatte noch einen alten, sehr weichen und zu großen Pullover in seinem Zimmer gebunkert den er für Sam holen ging.
„Sam, eins sag ich dir“, bestimmte er als er den Gang entlang ging, „für dich endet der Tag genau jetzt in deinem gemütlichen, warmen Bett-woah!“
Als er die Tür zu seinem Zimmer öffnete musste er wie angewurzelt stehen bleiben und den Mund sperrangelweit öffnen.
„Sammy, kommst du mal eben?!“, wisperte er, „sammy!“
„Was ist denn? Wow.“
Castiel sah aus wie erschossen; er lag einfach da, auf dem Bauch, alle Gliedmaßen von sich gestreckt, ein Bild der puren ohnmächtigen Erschöpfung. Er nahm fast Deans gesamtes Bett ein und seine Flügel, die versuchten den Raum zu füllen, sahen aus wie lieblos und achtlos hingeworfen, einige Federn waren zerknickt. Stab lag darauf, das gesamte Gefieder wirkte zerzaust.
„Cass ist echt ne Schlampe.“, brach es aus Dean heraus.
„Was?“, fragte Sam.
„Wenns um seine Flügel geht.“
Sam kratzte sich am Kopf, „ich ähm hab sie mir irgendwie anders vorgestellt…“, gestand er und gähnte herzhaft. Er war so müde und nicht einmal Engelsflügel waren noch aufregend genug um ihn wachzuhalten.
Dean machte sich jetzt auch noch Sorgen um Castiel (als wäre Sam nicht genug), denn vielleicht war der Engel ja so durch den Wind weil einige seiner Federn quer lagen oder einfach weil er (wie es aussah) in der Mauser war?
„Er fusselt ganz schön.“, meinte Sam, „wie auch immer, ich hau mich aufs Ohr.“
„Braver Junge“, lobte Dean, „hey, warte mal…“, Dean schob den einen Flügel beiseite um an seinen Kleiderschrank zu kommen. Er drückte Sam den Pullover entgegen, „schlaf dich aus.“
„Dean ich habe das gemerkt.“, erklang da plötzlich Castiels Stimme, müde, verschlafen, aber auch sehr sehr kritisch.
„Was gemerkt?“
„Deine schweißige Hand an meinem rechten Flügel.“
Dean schnaubte, „ach so?! Hm gut, dann würde ich gerne mal wissen, was genau du in meinem Bett suchst?! Und was soll dieses Geflügel auf einmal?!“
Castiel setzte sich auf, ordnete den Wust an Gefieder wobei er etlichen Flaum auf Deans Bett verlor, was dessen Sauberkeitsfimmel ordentlich traktierte.
„Es ist anstrengend die Flügel zu verstecken.“
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