A tale between Fire and Ice - MMFF

MitmachgeschichteAllgemein / P16
08.07.2014
20.09.2014
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Dieses Kapitel
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08.07.2014 3.869
 

Hallo ihr Lieben!
Leider hat es etwas gedauert bis wir genügend Steckbriefe zusammen hatten, und dann bin ich selbst noch ausgefallen wegen einer doppelten Operation.
Aber hier kommt nun das erste Kapitel mit etwa der Hälfte der Charaktere. Bis zum Wochenende folgt das zweite Kapitel, bei denen der Schwerpunkt auf Katzen und Medialen liegen wird.
Außerdem fehlen noch zwei drei angekündigte Steckbriefe.
Wir werden weiterhin die Charaktere aufteilen innerhalb der Kapitel - damit alle richtig zur Geltung kommen.
Zudem bitten wir euch zu bedenken – dass Körperprivilegien bei den Gestaltwandlern völlig normal sind und dazugehören .

Viel Spaß beim Lesen und wir freuen uns auf eure Reviews



Hawke Snow, mittlerweile stolze sechzig Jahre alt, saß in seinem Büro und war in einen Vertrag vertieft, welcher ihm Lucas geschickt hatte.
Ein neues gemeinsames Projekt – zusammen mit den Medialen. Ein wölfisches Lächeln umspielte seine Lippen als er nicht nur sich nähernde Schritte wahrnahm, sondern auch den Geruch seiner über alles geliebten Gefährtin Aurelie einatmete.
Nur Sekunden später spürte er die weichen, warmen Lippen der dunkelblonden Wölfin auf seinem Nackenansatz, während ihre Arme ihn umfingen.
Sein Wolf entspannte sich augenblicklich, auch wenn er umgehend nach ihr griff und sie auf seinen Schoß zog, nur um ihre süßen Lippen durch einen leidenschaftlichen Kuss in Beschlag zu nehmen. Sechsundzwanzig Jahre war sie nun schon seine Gefährtin und noch immer war er verrückt nach ihr, liebte sie jeden Tag mehr.
Über ihr Band, ein Geschenk der Götter wie es ihm heute noch schien, welches in silbrigem Blau und dem satten, prächtigen Rot eines Sonnenaufgangs schimmerte, schickte er seiner Aurelie seine tiefe Liebe, sein Vertrauen und sein Verlangen nach ihrer Gegenwart.
Besitzergreifend wie er war, und die Zeit hatte seine Kanten nicht wirklich gemildert, legte er seine Hand in ihren Nacken, liebkoste die empfindsame Stelle mit seinem Daumen.
„Was führt dich zu mir?“, denn er wusste genau, dass Aurelie mit einem Anliegen zu ihm gekommen war, immerhin hatte sie eine kleine Akte in der Hand. Vertrauensvoll rieb die Blonde mit den strahlend blaugrauen Augen ihren Kopf in seiner Halsbeuge, ehe sie ihn ansah.
„Eine Anfrage von der BlackSea Allianz“, rasch hielt sie die Akte außer seiner Reichweite, legte sie dann aber doch auf dem Schreibtisch ab.
„Damien wird sich darum kümmern“, zärtlich knabberte sie an Hawkes Unterlippe, „du bist nun sechzig - und hast dem Rudel 45 Jahre deines Lebens geschenkt - das ist genug Liebster. Unsere Kinder sind groß - dem Rudel geht es gut und die Zeiten sind friedlicher als je zuvor.“
Ihre Hände umfassten sein Gesicht und ihre Augen nahmen seine gefangen, „Wir werden weiterhin als Berater zur Verfügung stehen“, versicherte sie ihm und küsste ihn kurz, „immer da sein wenn sie uns brauchen - doch die restliche Hälfte deiner Lebensspanne gehörst du mir ... gehörst du uns - nicht mehr Alpha und Alphafrau, nur noch Hawke und Aurelie.“
Nichts als Liebe und Verständnis und eine stumme Bitte lagen in den Augen der hochgewachsenen Offizierin deren Haarpracht die Farbe von flüssigem Gold hatte.
Hawke sah seine Gefährtin lange an, er wusste genau, dass er selten so viel Zeit mit ihr und den Kindern verbringen hatte können, wie sie beide es sich gewünscht hätten, aber nie war ein Vorwurf von ihren Lippen gekommen. Immer hatte sie ihn unterstützt oder ihm den Kopf zurechtgesetzt wenn nötig.
Auch wenn es ihm nicht leicht fiel, wusste er dass sie Recht hatte, waren ihm doch auch ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen.
Behutsam, aber auch besitzergreifend zwickte er sie mit seinen Zähnen in die Unterlippe, drückte ihr sein Zeichen einmal mehr auf.
„An der Weihnachtsfeier des Rudels werde ich Damien die Leitung offiziell übertragen“, ein leises Grollen schwang in seiner Stimme mit, „hoffentlich kannst du mich dann auch beschäftigen.“ Während er seine Gefährtin innig küsste erklang ihr glückliches Lachen über das Band bis in sein Herz und machte ihm einmal mehr klar, dass es die richtige Entscheidung war.
Besagter zukünftiger Alpha, saß gemeinsam mit seinem Zwilling Tristan, welcher ebenso blond wie Damien war, sowie Liam Kincaid, der eine jüngere Ausgabe seines Vaters war, jedoch über die Sturheit seiner Mutter verfügte, Dorian Delgado und Ryan Lauren zusammen.
Ryans Augen, welche den Farbton von dunkler Schokolade hatten, glitten zum ansehnlichen Betrag welcher in der Mitte des Pokertischs zusammen gekommen war, ehe er erneut auf seine Karten blickte. Schlechtes Deck?, fragte Tristan grinsend und erntete ein Augenverdrehen von Judd und Brennas Sohn, welcher zwar seinem Vater ziemlich ähnlich sah, aber zu seinem momentanen Leidwesen, nicht dessen beherrschte Gesichtszüge hatte. Dennoch beschloss der 24-jährige es zu versuchen.
Das wisst ihr erst wenn die Karten auf dem Tisch liegen, meinte Ryan und nun war Dorian an der Reihe. Dieser starrte ohne eine Miene zu verziehen die Karten an. Wenn jemand ein Pokerface hatte, dann dieser einsame Wolf.
Du bluffst, entschied er schließlich und Ryan fluchte verhalten. Gelächter wurde laut.
So ein Pech auch, Ryan. Vielleicht kannst du beim nächsten Mal deinen Verlust zurückgewinnen, wurde er von Liam aufgezogen.
Liams Grinsen erinnerte an das seines Vaters Andrew Kincaid und er hatte auch dessen Haarpracht geerbt.
Ryan schürzte die Lippen.
Pass auf das nächste Mal verlierst du, beschwor er ihn, doch Liam lachte nur. Lässig saß er in seinem Sessel und sagte: Nein, das bezweifle ich.
Diese Schadenfreude passte Ryan gar nicht und er entschloss sich zu einem etwas unfairen Schlag. Er setzte ein leichtes Lächeln auf und meinte dann wie nebenbei.
Na, jetzt musst du dein Können unter Beweis stellen. Deine Schwester hat vor, mit ihren Freundinnen ins Wild zugehen. Zufrieden sah er wie Liams Lächeln mit einem Schlag verschwand und er ihn ungläubig ansah. Bitte was?
Wie ich sagte, wiederholte Ryan betont lässig und immer noch leicht lächelnd, Luana geht heute ins Wild - ich glaube unter anderem zusammen mit Ileana.
Dreifaches Knurren hallte durch den Raum als die drei jungen Männer ihre Meinungen kundtaten.
Ins Wild?, fragte Tristan und seine Miene war genauso finster wie die Damiens. Wieder sah man deutlich, dass die beiden Zwillinge waren.
Ryan nickte als Antwort.
Allerdings und sie wollten sich Gefolge dazu holen soweit ich weiß – wer diese Damen sein werden weiß ich nicht.
Und du hast sie einfach gehen lassen?, knurrte Liam und knirschte mit den Zähnen. Wenn es um seine kleine Schwester ging, dann verstand er keinen Spaß. Zwar sah Luana das anders, aber ihm wäre es – wie auch seinen Eltern – lieber wenn sie noch eine ganze Weile warten würde um Männeraugen auf sich zu ziehen.
Ryan zuckte lediglich mit den Schultern. Immerhin hatte er keine Schwester, mit der er sich herumärgern musste. Außerdem vertraute er seiner Cousine, denn genau das war Luana schließlich, wenn auch angeheiratet.
Ich dachte, ihr wisst das schon. Rudelfunk und so, versteht ihr?, sagte er und grinste in sich hinein. Diese Gesichter waren es allemal wert gewesen, die Info kund zu tun. Jetzt mussten sie eine weitere Runde spielen, auch wenn die Zwillinge und Liam lieber den beiden Damen gesagt hatten wie wenig einverstanden sie mit ihrem Vorhaben waren.
Luana hingegen, fand dass sie mit ihren knackigen 21 absolut im Alter war sich etwas zu vergnügen. Wann, wenn nicht jetzt im besten Alter?
Die zierliche Brünette hatte ja nicht vor, sich Hals über Kopf in eine feste Beziehung oder ähnliches zu stürzen, sondern sie wollte zusammen mit ihren Mädels ausgehen und einfach nur Tanzen sowie Spaß haben.
Deshalb hatte sie mit ihrer besten Freundin Ileana, Hawkes kleiner Prinzessin, welche es faustdick hinter den Ohren hatte, einen Entschluss gefasst.
So heimlich wie das mit einem Rudelfunk eben ging, hatten sie sich ein Datum ausgesucht und nun wollten sie noch ein paar Freundinnen mitnehmen.
Aber wir dürfen nicht zu lange brauchen um uns herzurichten und die anderen abzuholen, flüsterte Luana der Blonden zu, während sie sich die Wimpern tuschte. Immerhin hatte Brenna das Vorhaben mitbekommen und ebenso deren Sohn Ryan.
Sonst hört Liam noch davon und schleift mich nach Hause, ehe ich die Höhle überhaupt verlassen habe, sie verdrehte ihre himmelblauen Augen leicht, oder stell dir die Reaktion von deinem Dad oder deinen Brüdern vor, da hätten wir aber einen schönen Salat.
Ein perlendes Lachen verließ die Lippen der größeren Wölfin.
Ach mit denen werden wir schon fertig, meinte Ileana optimistisch. Die kecke Wölfin mit den silbrigen Augen hatte definitiv das Selbstbewusstsein ihrer Mutter geerbt und konnte sich gut behaupten.
Das musste die Zwanzigjährige aber auch, wie sie der Freundin bereitwillig erklärt hatte. Immerhin musste die zierliche Soldatin, welche später Offizierin werden wollte, mit drei ausgesprochen dominanten und sturen Männern zurechtkommen, wenn sie nicht in Knisterfolie verpackt werden wollte.
So sehr das Nesthäkchen der Familie Snow ihren Vater und Brüder auch liebte, so war ihr deren beschützerisches Gehabe manchmal einfach nur lästig.
Ileana wusste, dass es auch ihrer Freundin so ging, nur dass hier ihre Mutter und ihr Bruder ein besonderes Auge auf sie hatten.
So, ich denke wir sind soweit, meinte Luana dann fröhlich und genau in diesem Moment klopfte es an die Zimmertüre der Brünetten. Noch ehe diese Herein hatte sagen können, stießen zwei weitere junge Frauen zu ihnen.
Eine relativ kleine Wölfin mit silberblonden Haaren und meerblauen Augen sowie eine exotische Schwarzhaarige deren Haut in einem warmen cappuccinofarbenen Ton schimmerte. Es handelte sich um Azalea Okegham, die Tochter von Grace und Cooper - sowie Esti Nowikow. Letztere war ein Mischling, als Tochter eines Offiziers, genauer gesagt, Alexeis und einer farbigen Vergessenen namens Ariyadna.
Beide Mädchen waren die Töchter von sehr dominanten Wölfen, Offizieren unter Hawke, aber weder die 21-jährgie Lea, wie Azalea genannt wurde, noch die ein Jahr ältere Esti waren in die Fußstapfen ihrer Väter getreten.
Esti, nach Alexeis Mutter benannt, war eine der Nachwuchsheilerinnen und gerade zu prädestiniert für diese Berufung.
Weder dominant noch unterwürfig besaß die Schwarzhaarige mit den schokoladenbraunen Augen ein Naturtalent im Umgang mit Menschen und es gelang ihr sowohl das aufmüpfigste Kind als auch den knurrigsten Soldaten zu beruhigen, wenn sie diesen behandeln musste. Aber auch ihre Fähigkeit, durch ihre Herkunft als Vergessene, zeigte die Eignung für diesen Rang auf. Die feinfühlige Frau war in der Lage durch bloße Willensanstrengung und ihrer Fähigkeit virale oder bakterielle bedingte Krankheit sehr rasch zu erkennen.
Die Augen der Heilerin strahlten vergnügt zu ihren Freundinnen, lächelnd drehte sie sich einmal um sich selbst.
Was sagt ihr?
Weiße Jeans und ebenso farbene Ballerina betonten ihre langen Beine, während sich ein mitternachtsblaues Top, welches schulterfrei war, sich um ihren Oberkörper schmiegte und ihren dunklen Haaren schmeichelte. Für Andere mochte das Outfit der Heilerin brav wirken, aber ihre Freundinnen wussten um die schwierige Situation in welcher Esti sich befand und kannten daher ihre Beweggründe.
„Perfekt – wie du eben bist, Ileana drückte die Freundin und dachte einmal mehr für sich, dass Dorian ab und an einfach nur dämlich war – einsamer Wolf hin oder her. Allerdings behielt sie die Gedanken für sich, um Esti nicht noch mehr zu verletzen.
Du siehst einfach umwerfend aus, ein sanftes Lächeln umspielte Leas Lippen. Wie es für die zierliche, unterwürfige Blondine typisch war, trug sie Pastelltöne. Ein rosafarbenes Chiffonkleid, welches unter der Brust von einem Gürtel gerafft wurde, umschmeichelte ihre schmale Figur mit den sanften weiblichen Rundungen.
Danke, du aber auch, gab Esti das Kompliment sofort zurück.
Lea errötete hauchzart und lächelte verlegen zu ihren Freundinnen. Die Tochter von Cooper und Grace kam in ihrer ganzen Art her sehr nach ihrer liebevollen Mutter, auch wenn sie nicht so sehr unterwürfig war wie Grace.
Ihr beide seht aber auch sehr gut aus, allerdings sollten wir machen dass wir hier raus kommen, ehe eure Brüder oder Väter euch so sehen, meinte sie dann mit einem kleinen Schmunzeln zu Ileana und Luana, welche nach Azaleas Meinung, ein doch eher gewagtes Outfit trugen. Warum aber auch nicht, immerhin waren sie alle jung.
Wer fährt eigentlich?, wollte sie noch wissen, „obwohl – eigentlich war es eine überflüssige Frage, neckte Lea Hawkes Tochter, welche die dominanteste Frau in der Runde war und sich hier in Punkto Sturheit in nichts von ihren männlichen, dominanten Rudelgefährten unterschied.
So leise wie es ihnen möglich war, schlichen sich die vier jungen Frauen hinüber in den Fuhrpark, und setzten sich in einen dunkelblauen Range Rover als Luana leise fluchte.
Verdammt - das ist Aeden, fahr einfach los, während Ileana Gas gab, winkte Drews und Indigos Tochter ihrem älteren Cousin, einem Wolfsleoparden, wie die Kinder von Riley und Mercy heute noch genannt wurden, und Offizier der SnowDancer Wölfe keck zu.
Puh, das war knapp, gut gelaunt machte die Brünette auf dem Beifahrersitz das Radio an und sang vergnügt mit, während die beiden Mädchen am Rücksitz den neuesten Klatsch austauschten.
Dieser betraf unter anderem die Verletzung welche sich Ryo, der Sohn von Kenji und Jem, beim Training zugezogen hatte.
Eben dieser saß gerade mehr grummelnd und murrend als sonst etwas auf der Krankenstation des Rudels um sich verarzten zu lassen.
Wie sämtliche dominante Gestaltwandler war der großgewachsene junge Mann mit den mitternachtsschwarzen Haaren und den leicht schräg stehenden, dunkelbraunen Augen, welche je nach Lichteinfall beinahe schwarz wirkten, nicht besonders glücklich über diese Verletzung. Krank zu sein, oder auszufallen, gehörte sich nach der Meinung des eher ernsten, ruhigen Vierundzwanzigjährigen einfach nicht. Außerdem sah er persönlich das Ganze als Schwäche an, etwas das er noch weniger mochte, als verletzt zu sein.
Lara arbeitete gerade an einem Notfall bei den Jugendlichen und Esti hatte frei, daher war es Zoey Yang-Riviere welche sich um ihn kümmerte.
Die junge Frau warf dem Soldaten, welcher sich auch um die finanziellen Belange des Rudels kümmerte, einen verschmitzten Blick aus ihren großen blaugrünen Augen zu, während sie fachmännisch seine Wunden versorgte.
Allerdings nach Menschenart, denn Lara hatte ihren Schülerinnen von Anfang an beigebracht, dass es wichtig war, auch diese Art der Heilung zu kennen und die Energie verbrauchende Rudelheilung für wichtige Dinge einzusetzen.
Was in diesem Fall nicht so war, der ausgekugelte Arm und die Schnittwunden, entstanden durch einen ungünstigen Absturz, waren weder lebensbedrohlich, noch würden ihn die drei Tage Pause, welche er einlegen musste, umbringen. Zum Glück heilten Gestaltwandler wesentlich schneller.
Es ist mir ein Rätsel”, sprach sie mit warmer, sanfter Stimme, „wie jemand so Besonnenes wie du, so murren kann wegen einer solchen Kleinigkeit. Ich gebe dir den guten Tipp dich wirklich an meine Anweisungen zu halten, sonst sehe ich mich dazu gezwungen dich hier zu behalten und dir Bettruhe zu verordnen.”
Der Tonfall der hübschen 21-jährigen mit den schokoladenbraunen Haaren blieb freundlich, war allerdings ernst. Hier ging es um die Gesundheit eines Soldaten, der zwar dominanter sein mochte als sie selbst – aber als Heilerin konnte sie wenn es nötig war, selbst Offizieren oder dem Alpha einen Rat oder Befehl geben. Denn nur allzu oft waren es gerade die dominanten Rudelgefährten, welche eine Verletzung als Kleinigkeit abtaten und so war schon mancher Kratzer, den sie nicht verarzten lassen wollten, erst Recht zum Fall für eine der Heilerinnen geworden, weil sie sich entzündet hatten und eiterten.
Ryo, dem man seine asiatische, väterliche Abstammung ansah, grollte unwillig auf, aber nur kurz – und nicht zu laut, um die junge Frau, welche ja nur ihrer Pflicht nachkam nicht zu verschrecken. Andererseits wusste der Wolf, dass dies nicht geschehen würde, sonst wäre sie hier falsch gewesen.
Wenn es denn sein muss, aber sag”, nun funkelten seine Augen vergnügt und sein charmantes Lächeln deutete plötzlich auch die Ähnlichkeit zu seiner Mutter Garnet, von allen Jem genannt, an. „Hast du nicht Angst dass ich allzu viel Pflege von dir verlangen würde, wenn ich drei Tage hier bleiben müsste? Immerhin könnte mir sonst ja langweilig werden.
Mit einem gewissen Entzücken aber auch einem leichten Schmunzeln, sowie einer gewissen Zufriedenheit nahm er das sanfte Erröten der jungen Heilerin wahr, welche sich aber nicht von ihm einschüchtern ließ.
Stattdessen hielt sie dem Blick des um drei Jahre älteren tapfer stand.
Nun ich bin mir sicher, dass mir da was einfallen wird - vielleicht bitte ich auch Oma Tarah, dass sie dir einen Schnellkurs in Stricken gibt”, ein leises Lachen klang in ihrer warmen Stimme mit, und ließ den Wolf in dem Mann aufmerksam mit den Ohren zucken. Dieses kleine Ding schaffte es doch glatt ihm eine kecke Antwort höflich verpackt zu geben und er ahnte, dass dies vielleicht ein lohnendes Spiel werden würde. Wenn man ihm schon eine Herausforderung anbot, so würde er sie gewiss annehmen.
Weißt du”, nun zeigte sich ein leicht verwegenes Grinsen auf seinen Lippen, „ich denke Ethan kann mich ruhig noch eine Weile an der Grenze vertreten...”

Ethan, über welchen hier gesprochen wurde, war einer der Delgado Zwillinge, und ebenso wie die Kincaid Kinder, galten auch die vier Kinder von Rina Delgado, geborene Monaghan Leopardin und ehemalige Wächterin bei den Dark River Leoparden , und Riaz Delgado, früherer Offizier der Snow Dancer sowie einsamer Wolf, als Wolfsleoparden. Allerdings waren sowohl die Zwillinge sowie die erste der beiden Töchter Wölfe, denn Riaz Dominanz war, alleine schon durch die acht Jahre die er älter war als sein Licht, wie er die temperamentvolle, sinnliche Rina bezeichnete, wesentlich stärker ausgeprägt gewesen, lediglich Lamia, die jüngste Tochter, gerade mal neunzehn Jahre jung, war eine Raubkatze.
Während Ethan, ebenso wie Dorian, ein Abbild seines Vaters war, kamen die beiden Mädchen eher nach ihrer Mutter, ebenso blond, zierlich und wendig mit strahlend blauen Augen.
Heute hatte der 25-jährige ranghohe Soldat gemeinsam mit Phoebe, seiner 22-jährigen Schwester, welche ebenfalls Soldatin bei den Wölfen war, Grenzdienst. Wobei man mittlerweile schon von einem einheitlichen Gebiet sprechen konnte, so verwachsen wie Wölfe und Raubkatzen mittlerweile waren, als Familie. Dennoch achtete jedes Rudel gut auf die Grenzen, denn weniger Wachsamkeit oder Nachlässigkeit konnte Fehler verursachen, sogar tödliche.
Beide Rudel waren zutiefst geprägt von ihrer Vergangenheit. Außerdem gab es so wieder mal die Möglichkeit zu einem Gespräch mit seiner kleinen Schwester.
Während Lamia das Temperament ihrer Mutter geerbt hatte, sowie deren Dominanz, wirkte Phoebe, die ihr honigblondes, brustlanges Haar meist zusammengebunden trug, auf den ersten Blick ruhiger und sanfter. Dies führte dazu, dass die lebensfrohe Wölfin mit dem ausgeprägten Beschützerinstinkt oft unterschätzt wurde. Denn in Wahrheit war Phoebe durchaus stur, frech und nahm sich nur selten ein Blatt vor den Mund. Es dauerte eben manchmal etwas, bis die 22-jährige auftaute.
Was gibt es Neues? Ich habe gehört du warst heute bei den Katzen?”, neugierig sah Ethan kurz zu der Kleinen, wie er sie gerne nannte, ehe er die Umgebung wieder wachsam musterte und all seine Sinne dafür nutzte.
Lamia hat nun schon ihren vollen Soldatenstatus erhalten und trainiert unter Brendan, was sie ordentlich fluchen lässt”, kurz zuckten die Lippen der Sprecherin nach oben, denn sie wusste nur zu gut um die heimliche Schwärmerei ihrer jüngeren Schwester für ihren Mentor. Allerdings würde sie die Kleine gewiss nicht bei den Brüdern verpfeifen. Zudem hat sie sich entschlossen sich als Sprengstoffexpertin ausbilden zu lassen. Sie und Elaine – welche heute übrigens zu einem Rudelabend und Fondueessen einlädt -”, im Stillen bedauerte es die Soldatin, dass sie nicht dabei sein konnte, haben außerdem einen Mädchenabend geplant – aber es herrscht striktes Brüderverbot.” Natürlich würde Phoebe auch mitgehen, denn sie fühlte sich unter den Katzen genauso wohl, wie bei den Wölfen, immerhin war sie in beiden Rudeln aufgewachsen. Mit einem kurzen Seitenblick auf ihren Bruder setzte sie, als der kleine Teufel der sie manchmal sein konnte, eines darauf, Elaine meinte sie würde einen prima Club kennen wo man auch vor Rudelgefährten, die meinen müssten einen in Vertretung des eigenen Bruders ab nerven und beschützen””, bewusst setzte der Blondschopf das Wort in Anführungszeichen, sicher sei. Also ich freue mich schon sehr darauf.”
Ethan warf ihr einen kurzen Blick zu und grollte knurrig auf, es passte ihm ganz und gar nicht, dass seine kleinen Schwestern ausgehen würden – noch dazu wohin, wo sie sich bewusst der brüderlichen Kontrolle entziehen wollten. Das Schlimme war, seine Mutter würde die Mädchen gewiss noch unterstützen in ihrem Bestreben nach Freiheit und beide waren Soldatinnen, konnten sich also schützen. Dennoch musste es dem dominanten Soldaten nicht gefallen. Seine goldschimmernden Augen verengten sich leicht.
Wenn ihr euch nicht benehmt, werde ich es dennoch erfahren. Und euch übers Knie legen ...” Nun zuckte Phoebe belustigt mit den Lippen, versuche es nur Brüderchen...”
Kurz kabbelten sich die beiden geschwisterlich, ehe sie wieder hochkonzentriert ihre Wachrunde fortsetzten.
Bei den Dark River Leoparden machten sich die meisten unter den jungen Leuten auf den Weg, um sich in dem Baumhaus von Nevaeh und Elaine, welches direkt neben dem ihrer Eltern lag, einzufinden, doch nicht alle gehörten dazu.
Zwei hatten allerdings anderes vor, genossen die Zweisamkeit und ihr wohlgehütetes Geheimnis. Es war immer noch ein Wunder für sie Beide, dass es ihnen gelungen war, das Rudel nun nicht direkt an der Nase herum zu führen, aber es zumindest vor diesem zu verbergen.
Kyle Christensen schnurrte zufrieden und zog die temperamentvolle Frau mit den langen flammenfarbenen Haaren und den sinnlichen Kurven eng an sich, vergrub sein Gesicht in eben diesem und sog den Duft von Muskatellasalbei, Sandelholz und Zimt ein, dem natürlichen Körperduft seiner engen Freundin und Gespielin im Bett, Trinity Kincaid.
Wildkatze”, raunte er mit dunkler Stimme in ihr Ohr und küsste dann die kleine Kuhle hinter diesem, während sie mit ihren schlanken Fingern die roten Striemen ihrer Nägel auf seinem Oberarm nachzog.
Der Wächter in Ausbildung mit der kaffeebraunen Haut, die der seiner Mutter Ashaya glich, zog die leidenschaftliche, dominante Trinity enger an sich und hauchte eine Unzahl von Küssen an ihren Nacken, während seine Hände geschickt auf erneute Wanderung gingen, ihre weiblichen Rundungen liebkosten und verwöhnten.
Ein sinnliches, heiseres Lachen gefolgt von einem leisen Aufstöhnen war die Antwort auf sein Tun. Kaum einen Wimpernschlag später hatte die Tochter von Mercy und Riley sich zu ihm gedreht und setzte sich nackt wie sie war auf seinen Bauch und küsste ihn leidenschaftlich, ehe sie ihn neckisch in die Unterlippe biss, nur um dann sein Bett zu verlassen.
Kyle protestierte knurrend und griff nach der Rothaarigen, welche ihm lachend auswich und in sein Überhemd schlüpfte.
Du unersättlicher Kerl”, schnurrte sie in bester Katzenmanier und leckte sich dabei leicht über die Unterlippe, ehe sie so in Richtung seiner Küche ging, Das musst du dir erst verdienen – denn immerhin lässt du mich hier halb verhungern”, neckte sie den Schwarzhaarigen noch.
Erneut knurrte der Leopard mit den medialen Anteilen ehe er ihr folgte, um sie einzufangen und noch einmal an sich zu ziehen.
Böses Kätzchen”, raunte er ihr ins Ohr und biss spielerisch in dieses, während seine Hände wieder ihre Brüste unter seinem offenen Hemd suchten, wir bestellen beim Mexikaner und bis dieser da ist werde ich von deiner Süße kosten und dich zum Schnurren bringen”, lockte er sie, während sein Leopard vor Vorfreude auf das Spiel mit der temperamentvollen Frau aus seinen Augen blitzte.
Pass nur auf, dass du den Mund nicht zu voll nimmst”, wurde er geneckt, aber dann lasse ich mich überraschen – und vergiss nicht meine Churros mit Schokolade”
Mit lasszessivem Hüftschwung machte sich die Rothaarige zurück auf den Weg ins Bett, während Kyle bestellte. Allerdings lagen seine blauen Augen dabei auf ihrem perfekten Körper, vor allem als sie sein Hemd auf verboten sinnliche Weise über die Schultern zu Boden gleiten ließ um sich dann nackt auf sein großes Bett zu legen.
>> Dort gehört sie hin<<, es kam dem jungen Mann nicht leicht an, dieses Geheimnis für sich zu behalten, aber noch spielte er nach Trinitys Regeln.


(soon to be continued )
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