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Ein neuer Anfang

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFreundschaft / P12 / Gen
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
06.07.2014
06.07.2014
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Morgen, an alle! :)
Das hier ist nur ein kleiner One-Shot für Zwischendurch. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass der schon etwas älter ist.
Jedenfalls spielt das hier nach der Folge Blutspur. Viel Spaß! ;)
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Es war mitten in der Nacht! Sowohl Menschen, als auch Abnormen schliefen tief und fest. Alle bis auf Eine! Helen Magnus lief nun schon seit über einer Stunde schlaflos durch die Gänge. Es war ein aufwühlender Tag gewesen! Sie betrat ihr dunkles Büro, sah sich kurz um und setzte sich dann auf einen Platz am Fenster. Sie schaute auf die großen, leuchtenden Gebäude von New City. Magnus wusste nicht wie lange sie dort saß, doch irgendwann hörte sie, wie jemand ihr Büro betrat.

Helen drehte den Kopf und sah eine Silhouette. Sie brauchte nicht lange zu überlegen, wer das sein könnte! Ihr Blick glitt wieder zum Fenster.
„Darf ich mich setzen?“, fragte die Person sanft.
Helen nickte leicht. Der Mann setzte sich zu ihr ans Fenster. Durch das Licht, welches durch das Fenster drang, konnte Helen ihn nun deutlich erkennen. Ein Lächelnd bildete sich auf ihrem Gesicht.
„Kannst du nicht schlafen?“, fragte sie, den Blick nicht vom Fenster abwendend.
„Du scheinbar auch nicht.“, antwortete er grinsend.
Nun sah Helen ihn an. Seine grauen Augen leuchteten, im schwachen Licht von draußen, fast silbrig.
Helens Lächeln wurde etwas breiter: „Das ist wahr! Doch jetzt müsstest sogar du schlafen können.“
Der Mann legte den Kopf leicht schief: „Du schläfst doch auch nicht.“
Helen kicherte kurz: „Ich bin aber auch ich!“
„Und ich bin ich!“, erwiderte er mit einer Spur von Arroganz in der Stimme.
Nun grinste auch Helen: „Nikola Tesla wie er leibt und lebt! Gut, dass sich manche Dinge nie ändern!“
Nikolas Grinsen verschwand und ein seltener, trauriger Ausdruck trat auf sein Gesicht. Er sah aus dem Fenster und zu dem Fluss, welcher Old City von New City trennte.
„Etwas hat sich grundlegend geändert.“, sagte er zögernd und seine Hand wanderte zu seiner Brust, dort wo seit einigen Monaten sein Herz wieder schlug.
Helen sah ihn überrascht an. Sie wusste, dass er wütend war, wieder ein Mensch zu sein, aber dass es ihn so mitnahm, das hatte sie nicht gewusst!

Sie legte, aus einem spontanen Impuls heraus, ihre Hand auf die Nikolas, welche auf seinem Herzen ruhte. Helen konnte, durch seine Hand hindurch, seinen Herzschlag spüren, welcher, wie ihr auffiel, ungewöhnlich schnell war! Sie lächelte leicht.
Nikola sah die Frau vor ihm erstaunt an. Er fühlte ihre warme Hand auf der Seinen und merkte, wie er nervös wurde. Seit wann hatte er bitte solche Schwierigkeiten sich zu beherrschen? Auch Helen schien zu bemerken, wie der Ex-Vampir immer nervöser wurde und irgendwie amüsierte es sie! Sie nahm ihre Hand von der Nikola und schaute wieder aus dem Fenster.

Nikola atmete unauffällig durch. Da, wo Helens Hand eben noch war, trat nun erbärmliche Kälte ein! Einen Moment sah er Helen noch an, dann blickte auch er wieder aus dem Fenster. Eine Weile saßen sie nur stumm nebeneinander. „Helen?“, räusperte sich Nikola schließlich. „Was denkst du? Ob wir einen Weg finden werden, mich wieder zu einem Vampir zu machen?“
Helen musterte ihn nachdenklich: „Du willst wirklich wieder zum Vampir werden?“
Der Serbe nickte: „Unbedingt. Ein Mensch zu sein… das halt ich auf Dauer nicht durch. Als ich zum ersten Mal zum Vampir wurde, war es, als wäre ich wiedergeboren wurden! Seit dem habe ich viel gelernt! Über die Vergangenheit, über die Vampire, aber auch viel über mich selbst!“
Helen lächelte: „Es muss ein schönes Gefühl sein, wenn man weiß wer man ist – was man ist!“
Nikola nickte erneut: „Ich weiß, dass es einen Weg gibt, mich wieder zum Vampir zu machen. Und ich werde nicht eher Ruhe geben, bis ich ihn gefunden habe!“

In seiner Stimme lag eine Entschlossenheit, wie sie Helen lange nicht bei ihm gesehen hatte.
„Ich bin sicher du wirst Erfolg haben! Und ich werde dir dabei helfen!“, versprach Helen ihrem besten Freund.
Nun grinste Nikola wieder und Helen wurde ganz warm ums Herz. Sie hatte schon lange bemerkt, dass in ihrer Welt nur ein grinsender Nikola Tesla erwünscht war!
Auch sie begann zu grinsen: „Das ist der Nikola Tesla den ich haben möchte!“
Nikolas Grinsen wurde breiter und seine Augen begannen gefährlich zu funkeln: „So, du möchtest mich also haben? Interessant!“
Helen schüttelte den Kopf, lächelte jedoch: „Du bist unmöglich, Nikola!“
Dieser lachte kurz und sah dann auf die Uhr.
„Apropos unmöglich. Wir sollten uns den restlichen Schlaf holen, den wir jetzt noch kriegen können.“, meinte er und erhob sich. Nun sah auch Helen auf die Uhr. War das zu fassen?! Da saßen die Beiden schon seit über 3 Stunden hier! Helen stand ebenfalls auf und sah nochmal aus dem Fenster. Man konnte bereits am Horizont einen leichten Lichtschimmer sehen.
„Ein neuer Tag beginnt.“, sagte sie leise. Nikola nickte. „Neuer Tag – Neues Glück!“
„Wollen wir’s hoffen.“, meinte sie lächelnd.

Die Beiden gingen zum Bewohnertrakt zurück. Als sie beim Gästezimmer, welches Nikola zugewiesen wurde, ankamen, blieben sie stehen.
„Na, wirst du jetzt schlafen können?“, fragte Nikola grinsend.
Helen lächelte: „Vielleicht. Auf jeden Fall werde ich ruhiger schlafen.“
Nikola sah sie fragend an.
„Weil ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die nachts kein Auge zukriegt.“, erklärte sie.
Er lächelte: „Ja. Also, wir sehen uns nachher.“
Helen nickte, trat zögernd einen Schritt auf ihn zu und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Schlaf gut, du Ex-Vampir!“, sagte sie grinsend und ging dann in ihr eigenes Zimmer.
Nikola verharrte noch einen Moment auf den Gang, dann ging auch er in sein Zimmer…
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Und? Wie schlimm war das? Lasst es mich bitte wissen. :)
LG Helen
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