Edna bricht aus - Ausbruchsversuche

GeschichteDrama, Freundschaft / P12
Alumann Dr. Marcel Edna Konrad Harvey
03.07.2014
15.04.2015
7
16.625
 
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03.07.2014 2.886
 
Vorwort:
Ich bin wirklich überrascht, dass ich mich schon nach dem 2. Kapitel bei euch für über 100 mutige Leser (also Aufrufe) bedanken kann. Das hätte ich nicht gedacht und eigentlich sollte der Start des Kapitels erst in ein paar Tagen folgen, aber als ich das gesehen habe hab ich es für euch, damit ihr weiter lesen könnt extra eher hochgeladen ;)
Auch für die neuen Kommis bedanke ich mich, nicht das ihr glaubt ich hätte euch vergessen *grins*

Bevor ich euch nun viel Spaß beim 3. Kapitel wünsche ein Hinweis:
In diesem Kapitel kommen zwei von mir erfundene Figuren im Edna-Stil hinzu, ich hoffe die Beiden gefallen euch ein wenig.

Und nun hoffe ich das ihr viel Spaß beim Lesen und auch Lachen in diesem Kapitel habt ;)
Mir jedenfalls hat das Schreiben viel Spaß gemacht, und das Fehlerlesen viel Schmunzeln auf die Lippen gezaubert.
Wer Fehler findet darf sie mir auch sagen, sowas hilft mir beim Besser werden;)

Viel Spaß beim Lesen ;)

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Kapitel 3 - Die Rothaarige (2. Versuch - 2.1)

Ihre heißen bitteren Tränen waren getrocknet.
Aber der Kloß des Verrates saß ihr noch in der Kehle.
Was um alles in der Welt hatte sie, Edna, nur getan, dass man sie in die Irrenanstalt von Dr. Marcel brachte?
Sie hatte schon Feuer gelegt, natürlich zusammen mit Harvey, schließlich liebte er es Feuer zu machen, sie hatte Tiere gequält, auch mit Harvey zusammen, und Alfred in den Wahnsinn getrieben, wieder mit der Hilfe von Harvey.
Aber das waren doch keine Gründe jemanden in die Irrenanstalt zu stecken, oder?
Besonders nicht, wenn dieser jemand ein Teeny-Girl im besten Alter war.
"Edna, ich brauche was zum anzünden! Ich habe einen Plan!" erklang Harveys Stimme.
Das Mädchen öffnete erschöpft die Augen.
Wie lange hatte sie hier eigentlich schon gesessen?
Ihr Magen fühlte sich an, als ob er sich nie mit Nahrung gefüllt hatte.
Ohne es wirklich wahr zu nehmen stand Edna auf.
Sie blickte einen Moment starr auf das Gitter, dann lies sie ihren Blick über den Gang schweifen.
Bisher hatte sie sich in den Räumen hinter des Gitter nicht umgesehen, aber ewig konnte sie ja hier auch nicht sitzen bleiben.
Widerwillig setzten sich ihre Füße in Bewegung und gingen langsam den Gang hinab.
"Hey Edna! Hast du gehört? Ich brauche etwas zum anzünden, ich habe eine Idee!" gab Harvey seinen Vorschlag nochmal zum besten.
"Solange ich nicht weis wie ich hier raus komme, kann ich nichts anzünden, sonst verbrennen wir mit!" erklärt das Mädchen in einem Tonfall als würde eine Zombie antworten.
"Hey Edna! Wo ist dein Optimismus geblieben?" erkundet sich der Hase besorgt bei seiner Freundin.
"Der schläft Zuhause in meinem Zimmer auf dem Bett!" gab das Mädchen mit gefühlskalter Stimme zurück.
Es war zu viel für den Moment, wenn sie nicht etwas finden würde, was sie aufbaut würde sie einfach aufgeben, jetzt und hier, egal was Dr. Marcel mit ihr vor hatte.
Irgendetwas in Edna sagte ihr, dass Mattis nicht kommen würde um sie zu retten, sie und Harvey waren alleine, alleine gegen die ganze Welt, an einem Ort den sie nicht kannten.
"Kopf hoch Edna, das wird schon! Bisher haben wir immer einen Weg aus dem Schlamassel gefunden in den wir hineingeraten waren!" versucht der blaue Stoffhase seine Freundin aufzumuntern.
"Ja schon..." - glomm etwas Zuversicht zurück in ihr Herz - "...aber diesmal wissen wir ja gar nicht, WAS eigentlich passiert ist und niemand will es uns sagen!"
Sie war eindeutig noch verzweifelt, aber Harvey hörte, dass sie noch nicht aufgab, auch wenn es ihr sehr viel Mühe kostete sich zusammen zu nehmen.
Das Mädchen blieb stehen und atmete tief durch.
Vor ihr war jetzt eine zweiflüglige Glastür, welche ihr mit ihrem milchigen Glas den Blick in den Raum dahinter verweigerte. Und neben ihr war eine einfache beige Tür, mit einem Knauf als Türklinke.
Da sie sich schwach fühlte wählte ihr Unterbewusstsein die beige Tür, da sie die Glastür mit ganzem Körpereinsatz aufschwingen müsste. Ob nun nach innen oder nach außen war egal, Ednas Verstand arbeitete grade zäh und ziellos und da das Mädchen grade am Ende war lies sie alles einfach geschehen.
Wie von Geisterhand gesteuert öffnete sie die Tür und betrat den Raum dahinter.
Er war dunkel. Es gab keine Fenster und Licht war auch nicht an.
Einzig das Flimmern des Fernsehers brachte etwas gedämpftes Licht in den Raum.
Der Fernseher hing weit oben an der Wand und darunter schien etwas zu sitzen, was einen ekligen verwesenden Geruch hatte.
Erschrocken suchte Edna hastig in der Dunkelheit nach einem Lichtschalter, den sie auch schnell fand und betätigte.
Für den Bruchteil einer Sekunde nahm sie wahr, das das Ding mit dem seltsamen Geruch einfach eine tote Pflanze war die jemand zu viel gewässert hatte und die Schimmel angesetzt hatte.
Doch noch bevor ihr Gehirn den Reiz ganz verarbeiten konnte hatte sie einen schrumpeligen Kopf mit weißen zerzausten Haaren vor sich, der genauso roch wie die tote verschimmelte Pflanze und meinte: "MACH DAS LICHT AUS!"
Edna schrie auf und stolperte rückwärts aus dem Raum raus.
Unterbewusst sah sie wie das Licht ausging, welches sie grade angeschaltet hatte, aber dann knallte sie auch schon die beige Tür zu und wandte sich zu den Glastüren.
Kurz rüttelte sie an dem langen kalten Griff um festzustellen, dass die Tür nach außen zu öffnen ging und rannte in den Raum dahinter, ohne sich wirklich umzusehen.
Schnell machte sie einen brauen Vorhang aus der an der Wand hing.
Dahinter konnte sie sich verstecken!
Am besten so lange bis der Tag um war, dann könnte sie in der nächtlichen Ruhe ungestört einen Ausweg suchen.
Edna stolperte halb über ihre eigenen Füße, als sie versuchte so schnell wie möglich und schneller ihr Ziel zu erreichen.
Das Ganze lief innerhalb von gefühlten Sekundenbruchteilen ab, dann war sie hinter dem dicken dunkelbraunen Vorhang verschwunden.
Was dieses Ding mit dem zerzausten Haar auch immer war, es war irre und gefährlich, dafür brauchte sie kein Arzt zu sein. Vermutlich hätte es sie geschnappt und in die Dunkelheit gezerrt um sie dort zu fressen.
"Bist du in Ordnung Harvey?" erkundigt sich das Mädchen im Flüsterton bei ihrem Freund.
"Ja! Dank dir! Du hast irre schnell reagiert!" meint der blaue pyromanische Hase stolz zu dem Mädchen.
"B-bitte, ihr habt aber keine Fettfinger, oder?" erklang eine Stimme über ihnen, noch ehe Edna weiter sprechen konnte.
Das Mädchen zuckte sichtbar erschrocken zusammen und sah ganz vorsichtig auf.
Das braune Ding war kein Vorhang, sondern ein Gehrock, ein nach Mottenkugeln stinkender Gehrock. Und Oben schaute der Kopf von einem Mann heraus.
Edna prallte erschrocken zurück, wobei sie fast nach hinten umfiel.
"E-e-entschuldigung! Ich wollte nicht...!" stammelte das Mädchen völlig verwirrt, während sie noch ein Stück rückwärts von dem Mann wegging.
Hatte der komische Kerl etwa den Mantel an, der da am Kleiderhacken hing?
DER war eindeutig irre.
Ob er wohl böse werden würde, wenn er feststellt, dass sie ihm grade ihre Pommesfinger an den Gehrock geschmiert hatte?
"Tut mir leid, ich dachte sie wären ein Vorhang!" war das einzige, was Edna vor Schreck zusammen bekam. Außerdem wuchs in Ihr die Angst das der Typ sie womöglich angreifen würde.
"Ein VORHANG!?" bemerkte der Mann völlig entrüstet, wobei er beinahe vom Haken gefallen wäre.
"Also wirklich! Ich bin ein Gehrock! Das sieht man doch!"
Seine Worte unterstrich der "Gehrock" noch mit einer entsprechende Geste an sich herab.
Er konnte sich ja für einen Gehrock halten, aber ging das nicht eleganter? Er sah, wenn man sich die Zeit nahm und der Schreck abebbte aus wie ein von Motten zerfressener Sack Kartoffeln.
Und irgendwie sah er mächtig unglücklich aus.
"Dann entschuldige ich mich vielmals bei Ihnen Herr Gehrock!" entschloss sich Edna den Mann zu beruhigen, als sie sich von ihrem Schrecken etwas erholt hatte.
"Mein Name ist "Herr Mantel!", merk dir das bitte junges Fräulein!" erklärte der "Gehrock" entrüstet und wandte seinen Blick dann von ihr ab. Er wollte sich dieses unhöfliche Ding nicht weiter ansehen müssen.
Edna nutze die Gelegenheit und eilte rasch einige Schritte in sichere Entfernung, falls "Herr Mantel" plötzlich einfallen sollte, das sie grade Fett an sein wertvolles Äußeres geschmiert hatte.
Einige Momente musterte Edna die seltsame Gestalt noch einmal etwas intensiver, dann viel ihr auf, das sie völlig ungeschützt in einem riesigen Raum stand. Allem Anschein nach so etwas wie ein Aufenthaltsraum, da ein Stück entfernt ein Regal mit einigen Puzzeln und Spielen stand.
Während sie so ihren Blick schweifen lies um sich den soweit menschenleeren Raum zu betrachten fiel ihr eine Bewegung im Augenwinkel auf.
Erschrocken wandte sie den Kopf.
Nur ein Stück höher als ihr eigner Kopf war, war das mondgesichtige Etwas ihr gegenüber.
Schweigend starrten sie zwei große blaue Augen an, wachsam , aber schweigend. Das Gesicht war umrundet von völlig zerzaustem purpurrotem Haar, welches ein wenig an die Haare von Medusa erinnerte. Edna und auch Harvey warteten einen Moment lang nur darauf, dass die Haarpracht zu Zischen begann, aber sie blieb schweigsam, wie auch der Rest von dem Geschöpf.
Edna schätzte das Mädchen vor sich auf 15 bis 16 Jahre.
Erst jetzt fiel Edna auf, dass das andere Mädchen saß und wohl noch etwas größer sein würde, würde sie aufstehen.
Zwar nahm Edna neben ihr eine andauernde gleichmäßige Bewegung wahr, aber irgendwie traute sie sich nicht den Blick von dem Gesicht abzuwenden. Der Blick wirkte irgendwie hypnotisch.
Irre, gefährlich, durch geknallt.
Und irgendwie spürte Edna, dass gleich noch etwas schreckliches folgen musste.
Womöglich war sie unabsichtlich in der Jagdrevier von "Medusa" eingedrungen und müsste gleich schrecklich dafür büßen. Und ausgerechnet jetzt hatte sie Harvey nichts zum anzünden besorgt.
Ach hätte sie nur auf ihn gehört, als er von seinem Plan gesprochen hatte.
Jetzt war es zu spät und das einzige was zur Not blieb war wegrennen, aber wohin eigentlich?
Das rothaarige Ungetüm war ihr eindeutig überlegen, schließlich musste sie die Räumlichkeiten ja viel besser kennen als Edna, die die Räume hier gar nicht kannte.
"Du kannst doch Herr Mantel nicht so erschrecken!" erklärt das rothaarige Etwas in scherzhaft entrüstetem Ton. Ihr Lächeln klang blumig und süß, als sie sprach und ihre Stimme wirkte so "normal".
Edna lief ein eisiger Schauer über den Rücken.
Nach allem, was sie in den letzten Stunden erlebt hatte wusste sie nicht, was sie von dieser Person und von dieser "Harmlosigkeit" halten sollte.
War das alles echt?
Die Rothaarige stand auf, woraufhin Edna vor Schreck ein gutes Stück zurück sprang und Harvey ganz fest an ihre Brust drückte. Ihr Herz klopfte gegen ihre Rippen mit solch einer Stärke, das Edna einfach auf den Knacks wartete, der verkündete, das ihre Rippen zerbrochen waren. Aber der Knacks blieb aus.
Das etwas hinter dem rothaarigen Geschöpf: "WILL SPIELEN!" forderte, als sie aufgestanden war wurde von Ednas Gehirn gar nicht wirklich verarbeitet.
"Hey, hab doch keine Angst!" erklärte das andere Mädchen , wobei sie mit einer behilflichen Geste Edna die Hand hinhielt.
Kopfschüttelnd wich die Jüngere zurück.
Edna hatte genug "Hilfe" für einen Tag bekommen, sie verzichtete gerne auf weitere Hilfe.
Das andere Mädchen nahm ihre Hand zurück, und schien einen Moment zu überlegen, wie sie weiter mit der Situation umzugehen hatte. Dann begann sie zu sprechen: "Ich bin Terry, und wer bist du?" Ihre Worte unterstrich sie noch mit entsprechenden Gesten.
Verwirrt blinzelte Edna sie an.
Egal wie viel oder wenig irre sie war, vielleicht war es ja im Moment nicht schlecht einfach vorsichtig auf diese irre Medusa einzugehen um vielleicht nicht gleich von ihr oder diesem "Herr Mantel" gefressen zu werden.
"I- Ich bin Edna und das ist Harvey!" erklärt Edna zögerlich.
"Freut mich du gruselige Medusa!" spricht Harvey das aus, was Edna die ganze Zeit schon im stillen gedacht hatte.
"Harvey!" tadelt Edna ihren blauen Freund nur knapp.
"Was denn? Sie IST eine gruselige Medusa oder etwa nicht?" entgegnet der pyromanische und anscheinend auch lebensmüde Hase gelassen.
Edna wird ganz blass um die Nase jetzt würde sie die andere sicher....
Terry begann aus ganzem Herzen zu lachen, und sie lachte und lachte.
Ob sie wirklich noch bei Verstand war?
Spätestens jetzt hatte sie ihn verloren, denn sie hörte eine ganze Ewigkeit nicht mehr auf zu lachen und auch das ständige "WILL SPIELEN!" was die ganze Zeit hinter ihr erklang war verstummt.
"Ihr beiden seit ja niedlich!" erklärte das rothaarige Mädchen nach einer geschätzten halben Stunde dauerhaftem Lachen mit schon leicht heißerer Stimme.
"Soll ich euch ein wenig herumführen um euch unsere Räume zu zeigen?" erkundigt sich die Große unbeirrt weiter, bevor Harvey etwas einwerfen kann.
"Naja, eigentlich wollen wir ja nicht lange bleiben, weil ich zurück nach Hause möchte!" erklärt Edna ehrlich ihre Absichten.
Wer weis? Vielleicht half ihr diese rothaarige Irre ja hier raus zu kommen?!
"Hier drin kann es aber ganz lustig sein!" meint die Teenagerin mit einem breiten Grinsen.
"Wir haben es lieber in unserem Keller "Ganz lustig!" " erklärt Harvey unbeeindruckt.
Die Mundwinkel der Rothaarigen gehen enttäuscht nach unten.
"Seit ihr sicher? Wir könnten bestimmt viel Spaß haben?" drängt Terry das Mädchen und den Hasen zum Bleiben.
Während Edna hastig mit den Kopf schüttelt, unterstreicht Harvey Ednas Gestik mit den Worten: "Ganz sicher! Wenn du willst, kannst du ja mitkommen!"
"WAS? Bist du verrückt geworden?" faucht Edna den Hasen in halblautem Ton wütend an: "Wir können sie doch nicht mitnehmen?! Wie stellst du dir das vor?"
"Natürlich können wir die nicht mitnehmen, ich will sowas sicher nicht Nachts vor meinem Bett stehen haben, aber mit "einem guten Angebot" kann man sie doch locken!" beruhigt Harvey seine Freundin, bevor den Beiden auffällt, wie laut sie eigentlich gesprochen haben.
Erschrocken blicken die beiden Freunde zu der Irren, die da steht und in den Himmel starrt.
War die jetzt völlig Plem Plem?  Oder war das jetzt dir Ruhe vor den Sturm, bevor sie sich wütend über sie her machte?
Es war als stände die Luft im Raum still.
Kein Geräusch war zu hören, niemand der Beiden wagte auch nur zu atmen.
Nicht einmal Herr Mantel raschelte in seiner Ecke, er hing einfach da und sah zu ihnen hinüber.
"Will spielen...." bemerkte irgendwann eine Stimme hinter Terry kleinlaut.
Erst jetzt sah Edna den brünetten Jungen in seiner schwarzen Hose und seinem schwarzen Shirt. Er war blass und wirkte dreckig. Es schien so als würde er krampfhaft versuchen sich auf seinem Stuhl im Sitzen zusammenzurollen, während er wartend Terry ansah, wobei er eine der Halmafiguren vor sich mit den Zeigefinger hin und her wippen lies.
"Will spielen..." wiederholt der Junge seine Aufforderung nach einigen Augenblicken, als sich noch immer keiner gerührt hat.
Beim zweiten Erklingen der trotzigen Stimme sank Terrys Blick wieder auf Ednas Augenhöhe hinab.
Ihr Blick war schon wieder so starr wie in dem Moment, als Edna das Mädchen erblickt hatte.
Wieder sahen sich die beiden Mädchen, trotz der Aufforderung zum spielen, die ständig erklang, eine Momente schweigend an, bevor Terry das Wort ergriff: "Wenn ihr unbedingt hier raus wollt, hätte ich vielleicht eine Idee!"
"Wirklich?" erklangen Ednas und Harveys Stimmen begeistert im Chor.
"Los spann und nicht auf die Folter, wenn dürfen wir anbrennen?" erkundigt sich Harvey aufgeregt, als hätte ihn eine Tarantel gestochen.
"Harvey!" tadelt Edna ihren Freund.
"Was denn? Ohne Feuer macht ein keinen Spaß!!" vertritt der blaue Hase unbeirrt seine Meinung.
"Nicht alles lässt sich mit einem Brand lösen!" erklärt Edna stirnrunzelnd.
"Doch! Ganz sicher!" lies sich Harvey nicht aus der Ruhe bringen.
Terry seufzte hörbar enttäuscht: "Ihr wollt wirklich nicht bleiben?"
Konnte es sein, dass diese Irre sie mochte?
Edna musterte sie ungläubig einen Augenblick mit hochgezogener Augenbraue.
"Tut mir leid, aber ich möchte lieber wieder nach Hause!" erklärt Edna ehrlich.
Irgendwie hatte sie auf einmal das Gefühl, dass sie in diesem irren Mädel die beste Freundin finden könnte, sie sie je hatte.
Aber hier bleiben war für Edna keine Option. Sie musste einfach wieder nach Hause und erfahren, warum zum Henker sie hier eingesperrt wurden war.
"Na gut!" begann Terry irgendwie doch in zufriedener Stimmung: "Meinen Plan können wir aber erst zum Abendbrot umsetzten, weil wir dazu runter in den Speisesaal müssen! Alles weitere können wir besprechen, wenn wir mit "Gamer" ein wenig Halma spielen, bevor er noch wütend wird! Er hat heute nämlich noch nichts gespielt..."
Während Terry ihre letzten Worte sprach deutete sie auf den brünetten ungeduldigen Jungen der hinter ihr saß und etwa in ihrem Alter war.
"Gut, wir sind dabei! Aber ich und Edna sind in einem Team, und dann machen wir euch PLAAAA~TTT!" erklärt Harvey dem Halmabrett den Krieg.
Durch Harveys Gebrüll erntet die kleine Gruppe von Herr Mantel einen bösen Blick, er belässt es aber bei dieser stummen Verwarnung, irgendwie klebte nämlich sein Mantel und er wusste nicht so recht warum....

© SilverLunic im RL StKH
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