Edna bricht aus - Ausbruchsversuche

GeschichteDrama, Freundschaft / P12
Alumann Dr. Marcel Edna Konrad Harvey
03.07.2014
15.04.2015
7
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Hinweis:
Die Figuren in der folgenden Geschichte gehören mir nicht, sondern gehören Dedalic Entertainment (POKI)
Ich nutze die Figuren nur, weil ich Fan der Serie bin und etwas Spaß beim erträumen haben möchte.
Geld möchte ich nicht damit machen, auch nicht, wenn ich Figuren hinzufügen oder verändern sollte!
Dies ist NUR mein Hobby!

Vorwort:
Kennt ihr das Spiel Edna bricht aus? Hier folgt eine noch unbestimmte Zahl von Ausbrauchsversuchen die Edna vom Anfang an angeht. Ihr müsst hier und da etwas "Dejavu"-Resistent sein, da Edna ja immer die Erinnerung genommen werden!
Ich versuche Abwechslung hinein zu bringen, mal schauen was sie so erleben wird ;)
Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen ;)

(Diese Geschichte ist ein Dank an meine Freundin "The evergreen Fairy", die mir die Special Edition zu diesem Spiel geschenkt hat *knuddel*
Und Sie ist auch ein Dank an meine Freundin Jenny, die mich auf diese Spielereihe gebracht hat ^^

Danke ihr beiden! )

Kapitel 1: Ich bin Edna! (1. Versuch)

Langsam aber sicher wandelt sich die zähe Masse aus Dunkelheit, die ihr im Kopf herum schwirrt zu einer festen, greifbaren Form. Es ist, als würde sie aus einer fremden Welt wieder zurück in ihren Körper kehren, und letzten Endes wacht sie doch einfach nur auf.
Ihre Lieder heben sich mühevoll und geben nur den Blick auf einen kalten leeren weißen Tisch frei.
In ihr fragt etwas: >Wo bin ich?< und doch bewegt sie ihre Lippen nicht.
Es dauert noch einige Augenblicke, die sich wie Ewigkeiten anfühlen, bis sie ganz bei sich ist, sich wieder rühren kann und ihren Körper wieder fühlt.
Was war nur geschehen?
Wo war sie hier gelandet?
Als sie Anstalten macht von dem Stuhl aufzustehen auf dem sie sitzt merkt sie, dass sie etwas im Arm hat. Ihr Blick wandert zu ihrem Schoß und trifft sich mit den großen dunklen Augen von einem blauen Hasen.
"Harvey?" fragt sie etwas unsicher, als sie den Hasen ansieht.
"Ja. Wer sollte ich sonst sein?" entgegnet der Hase mit einem leichten zögern.
"Wo sind wir hier?" erkundigt sich das Mädchen weiter.
"Ich glaube in einer Gummizelle, nur ohne Gummibären!" meint der Hase, dem der Sinn nach etwas Süßem steht.
"Warum sollte man uns in eine Gummizelle einsperren?" beginnt Edna zögerlich: "Wir wohnen doch mit Mattis in unserem Haus, genau neben den doofen Marcels"
"Vielleicht hast du es beim letzten Streit mit Alfred übertrieben, dass man den Keller nicht mehr für ausreichend hält, oder wir haben ein zu großes Feuer gelegt!" meint Harvey begeistert, während er sich alles ausmalt, was sie Alfred so antun könnten.
"Aber ich kann mich nicht daran erinnern mit dem gestritten zu haben, hatten wir nicht grade noch Unterricht?" grübelt Edna weiter.
Das letzte an was sie sich erinnert ist, dass sie wieder einmal im Schrank im Klassenzimmer eingesperrt war. Gerade hatte man die Tür geöffnet um sie herauszulassen und dann....
Das nächste an was sie sich erinnerte, war, dass sie grade in diesem Moment hier in dieser schrecklichen Gummizelle erwacht war.
"Was ist nur passiert?" fragt Edna entsetzt, nachdem sie einige Minuten lang gedankenversunken versucht hatte sich an irgendetwas zu erinnern, was Grund genug war sie hier einzusperren.
"Gott sei Dank! Ich dachte schon du hast deine Stimme verloren!" kommentiert der blaue Hase nur ihr vorangegangenes Schweigen.
Seufzend steht Edna von dem Stuhl auf und betrachtet sich selber von oben bis unten. Vielleicht konnte Sie so etwas entdecken, was anders war.
Nichts!
Sie sah so aus wie immer, sie trug die selben Sachen wie immer und auch Harvey sah aus wie immer...
Noch einmal seufzt sie, dann lässt sie ihren Blick durch die Gummizelle schweifen.
Aber bis auf einen Tisch und einen Stuhl, sowie viele Polster mit denen der Raum gepolstert war, war nichts zu sehen.
Zum Schluss blieb ihr Blick bei der schweren Metalltür stehen, die den einzigen Ein- und Ausgang des Raumes kennzeichnete.
Ohne weiter lange zu überlegen rief sie: "HAAAAAAAAAAAAALLLLLLLLLLLLLLLLOOOOOOOOOOOOO!
IST DA JEMAND?"
Einige Augenblick wartet sie ab, ob von irgendwo ein Geräusch zu hören ist, aber nichts passiert.
"Vielleicht ist grade irgendwo ein toller Ausverkauf? Schnell Edna wir müssen hier raus! Sonst verpassen wir die Sonderangebote!" durchbricht Harvey die Stille, wobei er in Ednas Armen wild herum zappelt.
Edna reagiert nicht auf seinen Kommentar, sondern steht nur da und starrt die Tür an.
"Hey Edna! Was ist den los? Lass den Kopf nicht hängen, wir kommen hier schon raus!" versucht der blaue Hase seine Freundin aufzumuntern.
Wieder reagiert sie nicht.
Und gerade als Harvey sich noch einen Spruch zurecht gelegt hat hört man vor der Tür Schritte.
Das Mädchen ist so erschrocken, dass sie die Luft anhält und auch Harvey hüllt sich in ein gespanntes Schweigen.
Mit jedem Schritt wurden die Geräusche draußen lauter und deutlicher, und um so deutlicher sie wurden um so stärker schien Ednas Herz gegen ihre Brust zu schlagen.
Ob das wohl Mattis war, der sie holen kam?
Viele weitere Theorien konnte sie nicht aufstellen, da sie plötzlich hörte, wie jemand die Tür aufschloss die ihr den Weg in die Freiheit versperrte.
Ihr Herz blieb stehen. Es schmerzte, es fühlte sich an wie ein Motor, den man brutal vom 5. Gang in den Rückwärtsgang schaltete. Die Welt um sie herum wollte schwarz werden...
"Edna reiss dich zusammen!" fauchte Harvey sie warnend an und holte sie so im letzten Moment zurück in die Gegenwart.
Dann ging die Tür auf.
"Huch! Du bist ja schon wieder wach?" bemerkt ein Mann, dessen Kopf durch den Türspalt hinein lugt.
Sein Gesicht sagte Edna nichts, absolut nichts! Sie war sich zu Tausend Prozent sicher, dass sie diesen Mann noch nie im Leben gesehen hatte. Andersherum schien er sie schon einmal gesehen zu haben.
"Wer sind sie und warum bin ich hier? Und WO bin ich hier?" erkundigt sich Edna, wobei sie Harvey vorsichtshalber den Mund zuhält. Irgendetwas sagt ihr, dass jetzt nicht der günstigste Zeitpunkt für ein Kommentar von ihm war. Er würde ihr jetzt nur Ärger machen.
"Mein Name ist "Herr Stiesel", Kleines Fräulein! Was das "Wo" und "Warum" angeht wirst du da wohl mit Dr. Marcel reden müssen!"
Edna zuckt sichtlich erschrocken zusammen.
Dr. Marcel?
Sagte dieser Typ grade wirklich Dr. Marcel? Sie war allen Ernstes in SEINER KLINIK? WARUM???
Sie kämpfte sehr mit sich, sie konnte nicht sagen was sie wollte, aber Harvey konnte es: "Gut, dann wollen wir mit Dr. Marcel reden!"
Stiesel blickt den Hasen und das Mädchen mit hochgezogener Augenbraue an, schüttelt den Kopf und dann huscht ihm so ein "Wie -Dumm"- Lächeln, über die Lippen, welches den beiden Freunden nicht entgeht.
"Ich schlage vor ihr esst jetzt erst einmal Mittag, dann hole ich den Doktor für euch!"
Mit diesen Worten dreht sich Stiesel zu einem kleinen Wagen um, auf dem ein Tablett mit Essen stand. Außerdem befand sich noch eine Tasse Tee darauf und ein kleines Schälchen mit etwas Pulver.
Mit einem gemurmelten Fluch, kippt er das Pulver in den Tee. Vermutlich wollte er das schon vorher machen, damit sie es auf keinen Fall sah.
"Was ist das für ein Pulver?" erkundigt sich Edna, die neugierigen Blickes neben Stiesel auf dem Flur steht.
Jetzt war es Stiesel, der völlig erschrocken zusammen zuckt.
Dieses Gör war doch einfach aus ihrer Gummizelle getreten?
"D-das war nur Zucker!" log der junge Wächter mehr als schlecht.
"Ich mag keinen Zucker im Tee!" gab das Mädchen pfiffig zurück.
"Na dann machen wir es so: Ich hole dir neuen Tee ohne Zucker und in der Zeit isst du dein Mittag in deinem Raum!" Stiesel hatte sichtlich zu tun "Raum" anstelle von "Gummizelle" über seine Lippen zu bringen.
"Da drin kann man doch kein Mittag essen!" entgegnet Edna trotzig.
"Warum den nicht? Ist doch ein schöner gemütlicher Raum!" versucht Stiesel ihr die Gummizelle schmackhaft zu machen, wobei er auch einen Schritt in die Zelle tut, die Arme ausbreitet und ein herrlich verträumtes Gesicht spielt.
Edna und Harvey tauschen kurz achselzuckend Blicke und gehen dann, ohne lange drüber nach zu denken, die Treppen hinunter, die sich genau neben der Tür befinden.
Es dauert einige Augenblicke, bis der Wachposten merkt, dass das Mädchen aus seinem Sichtfeld verschwunden ist.
Wie ein Blitz springt er zur Tür, aber er sieht sie nicht mehr...
Wo sie wohl hingegangen ist?

Ungestört geht Edna die Treppe hinunter.
Auf dem ersten Absatz bleibt sie stehen und schaut sich kurz um.
Den Baumspitzen vor den Fenstern zu urteilen kann sie noch nicht im Erdgeschoss sein, also läuft sie weiter.
"Meinst du, dass Mattis wirklich hier ist? Das er mich wirklich hat einsperren lassen?" fragt Edna mehr sich selber als Harvey, traurig und in Gedanken versunken.
Was war nur passiert?
"Ich kann mich leider nicht erinnern, was wir cooles angestellt haben um hier zu landen!" erklärt Harvey begeistert.
"Das ist nicht komisch!" faucht Edna ihn wütend und traurig an.
Hatte ein Kind es denn verdient in einer Gummizelle eingesperrt zu sein?
Wohl kaum!
Während sie die Treppen hinabstieg sah sie sich nicht sonderlich genau um, sie wollte einfach nur hier raus. Und ehe sie sich versah stand sie im Erdgeschoss. Endlich!
Der Weg zum Ausgang war leicht auszumachen: eine zweiflüglige Glastür.
Ohne lange Nachzudenken ging Edna auf die Tür zu und schritt hindurch.
Und kaum war sie hindurch zuckt sie entsetzt zusammen und springt zur Seite unter das Fenster der Anmeldung.
Mist! Da saß ein Wärter! Der hatte sie ohne jeden Zweifel bemerkt!
Edna blieb das Herz stehen. Die drückt Harvey so heftig gegen ihre Brust, dass es weh tut und wartet darauf, dass sie gepackt und hochgezogen wird.
Endlose grausige Augenblicke vergehen und nichts passiert.
Zögernd öffnet Edna die Augen und als sie sich zwingt ruhiger zu werden und das Wummern ihres Herzens leiser wird hört sie ein sägendes Geräusch.
Schläft der Wärter etwa?
Nicht nur, dass sie sich selber zusammenreißen muss nicht laut loszulachen, nein sie muss auch Harvey den Mund zuhalten, damit er nicht das selbe tut.
Eilig krabbelt sie unter dem Fenster entlang um zur anderen Tür, somit dem richtigen Eingang zum Gebäude zu kommen.
Als sie jene Tür erreicht hat betet sie, dass der Wärter doch weiterschlafen und die Tür nicht verschlossen sein möge. Mit einem Blick über die Schulter, um zu prüfen ob der Wärter noch weiter schläft, und zitternden Händen, mit denen sie vorsichtig die Tür öffnet hofft sie auf einen Weg in die Freiheit.
Das Glück war ihr hold!
So leise wie es ihr möglich war huschte sie durch die Tür ins Freie.
Für einen Moment blendete sie die Sonne und sie sah nichts.
"Boah! Eine Supernova!" gab Harvey zum besten, der ebenfalls von dem unerwartet starken Licht geblendet wurde.
"Nicht so laut!" warnte Edna ihren Freund.
Sie spürte seine innere Vorfreunde auf die wiedergewonnen Freiheit, denn er begann wieder zu zappeln.
Mit jedem Augenblick, der neue Anspannung in ihr verursachte wurde ihre Angst nur noch größer, genauso, wie die Ungewissheit, warum sie hier war.
Was war nur passiert? Sie wollte es jetzt endlich wissen!!!
Nachdem sich Ednas Herz zum gefühlten x-ten Mal beruhigt hatte nahm sie den Arm, mit dem sie sich vor der Sonne geschützt hatte, vor dem Gesicht herunter und lies ihren Blick schweifen. Sie befand sich auf einem weitläufigen mit Mauern abgegrenztem Grundstück, welches mit ein paar Rasenflächen von der Tristheit hinter den Mauern abzulenken versuchte.
Bis auf das Hauptgebäude, eine Doppelgarage und einen großen Schuppen, gab es nichts wirklich nennenswertes, es sein denn man wollte über Bäume in die Höhe kletternd wieder ins Gebäude gelangen.
Hatte sie wirklich geglaubt, sie würde hier einfach raus kommen?
Ja, hatte sie.
Enttäuscht sah sie sich um...
Eine Sekunde zu lange!
Mit dem Worten: "He! Was machst du hier? Kinder haben hier nichts zu suchen!" wird sie am Arm gepackt und herumgezerrt. Ein blonder Typ mit Brille mustert sie von oben bis unten.
"I-ich..." beginnt Edna stammelnd und hat in Sekundenbruchteilen die rettende Idee: "Es tut mir leid! Ich war nur neugierig und bin über die Mauer geklettert"
"Bist du von der Stadt bis hierher gelaufen?" erkundigt sich der Blonde misstrauisch und mustert sie.
Gerade als Edna spontan "ja" sagen will hört man im Eingangsbereich eine Tür mit lautem Getöse aufgehen und eine Sekunde später kommt Stiesel aus dem Gebäude gerannt.
geistesgegenwärtig zerrt der blonde Typ Edna zur Seite, sonst würde der dunkelhaarige mit voller Wucht über das kleine Mädchen fliegen.
Über seine Füße fliegen tut Stiesel dennoch und knallt wie ein Stein auf dem Asphalt vor dem Eingangsbereich. Wie eine Cartoonfigur steht er eine Sekunde später wieder mit blutiger Nase auf den Beinen und meint mit wild rudernden Arm, wobei er auf Edna deutet: "S-sie gehört in die Gummizelle! Sie ist weggelaufen!"
"So ein Mist! beinahe hätte unser Plan geklappt!" stellt Harvey verärgert fest, wobei er trotzig die Arme verschränkt.
"Achso! Das ist das Konrad-Mädchen?!" beginnt der Blonde in nachdenklichem Ton: "Dann bringen wir sie mal wieder hoch!"
"Hey halt! Lasst mich los!" beginnt Edna und versucht sich erfolglos aus den Griff zu befreien. "Was wird mir eigentlich vorgeworfen? Warum sperrt ihr mich hier ein? Wo ist mein Vater?"
Sie gibt sich alle Mühe zu zappeln und zu treten, aber sie ist zu schwach. gegen einen Erwachsenen kann sie einfach nichts ausrichten.
Der Blonde schleift sie wieder ins Gebäude und am Pförtner vorbei, der von Ednas Geschrei erschrocken aufwacht.
Edna kann nicht sagen ob die nächsten Momente eine Ewigkeit gedauert haben oder nur einen Augenblick, sie war zu aufgeregt, ihr war schlecht und nun saß sie wieder in Ihrer Zelle.
Sie wollte nur noch schreien und sie wusste auch was: "ICH BIN EDNA KONRAD! UND ICH WILL JETZT SOFORT WISSEN, WARUM ICH HIER EINGESPERRT BIN!!!"
Aber wieder bekam sie keine Antwort...

© SilverLunic im RL StKH
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