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Tiefe Freundschaft und brennender Hass

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 Slash
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kagami Taiga Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Murasakibara Atsushi
03.07.2014
20.05.2016
41
57.632
17
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03.07.2014 1.703
 
Kuroko ging die von der Nacht verdunkelte Straße entlang und achtete nicht darauf was um ihn herum geschah. Wenn die gedämmten Lichter vereinzelter Häuser nicht wären, wäre er mit Sicherheit vollkommen in Dunkelheit gehüllt und würde keinen Meter vorwärts sehen können. Aber das machte ihm nichts aus, immerhin war gerade er derjenige der als „Schatten“ bezeichnet wurde und wo ein Schatten war, war bekanntlich auch Dunkelheit. Er war es schon gewohnt die meiste Zeit im Verborgenen zu leben.
Kuroko entfuhr ein leises Seufzen und er senkte seinen Blick. Jetzt fing es auch noch an zu regnen. Konnte es jetzt noch irgendwie schlimmer kommen? Langsam zog er sich die Kapuze seines schwarzen Shirts über den Kopf sodass nur noch vereinzelt dünne Strähnen seines blauen Haares zu sehen waren.
Der Stoff würde ihn nicht gänzlich vor dem Regen schützen und sich schnell mit Wasser tränken, aber eine für die Situation passend Jacke hatte er leider nicht dabei.
Warum wollte Kagami auch so lange trainieren? Er musste es wirklich immer übertreiben. Wenn Kuroko ihn nicht auf die Uhrzeit hingewiesen hätte, wären sie sicher noch stundenlang  in der Halle geblieben und hätten trainiert.
Kuroko schmerzte jeder Muskel. Kagami hatte nicht bedacht wie viel gebrechlicher und schwächer Kuroko war. Okay, richtig schwach war er ja nicht, aber die anderen waren einfach stärker und um einiges größer als er. Bis jetzt hatte er trotz allem versucht mit ihnen mitzuhalten, ohne sich je zu beschweren und schaffte dies auch fast immer. Aber es verlangte ihm alles ab und trieb ihn in die Erschöpfung.
Während Kuroko seinen Gedankengängen folgte bemerkte er nicht dass er beobachtet wurde und ihn jemand auf Schritt und Tritt verfolgte.
»Was machst du denn noch so spät hier draußen, Tetsu? «
Sofort fuhr Kuroko leicht erschrocken herum und erblickte sogleich Aomine Daiki, der ihn mit einem Hauch eines Lächelns ansah.
»Dasselbe könnte ich dich fragen, Aomine-kun «, entgegnete Kuroko so gelassen wie immer.
»Ach weißt du, ich wollte mir nur mal die Beine vertreten. «, entgegnete er lässig und verschränkte seine Arme. Er wartete bis Kuroko etwas sagte, was aber nicht geschah. Dann atmete er hörbar aus und fuhr fort.
»Oh Mann, wie ich sehe bist du so gesprächig wie immer. Und? Was hat dich so spät noch hier herumgeführt? «
»Training. «, erwiderte der Angesprochene knapp.
Aomine grinste breit.
»Fleißig, fleißig. Ganz von dir zu erwarten. «
Einen Moment lang sagten beide kein Wort mehr und starrten sich gegenseitig an, bis Aomine das Schweigen brach.
»Hör zu, es trifft sich gut dass ich dich hier treffe, ich soll dir etwas von Akashi ausrichten. Er will sich mit uns treffen. Mit uns allen. «
Interessiert hob Kuroko seinen Kopf und sah nun ernster aus als sonst. Was konnte so wichtig sein das Akashi die gesamte Generation der Wunder zusammenrief, obwohl sie sich schon lange getrennt hatten?
»Was will er? «, fragte er dann knapp und trotz seiner innerlichen Unruhe, hörte man in seiner Stimme kaum eine Regung.
»Wer weiß? Ich hab keine Ahnung. Aber er wird es uns schon verraten. Wirst du kommen? «, fragte Aomine und sah Kuroko immer noch direkt an. Dieser Blick schien sein Gegenüber durchbohren zu können, dieser blieb allerdings gelassen und lies sich nicht aus der Ruhe bringen.
»Mal sehen. «
»Freitagabend, vor der Rakuzan High. Ich rate dir zu kommen, Akashi wird nicht gerne versetzt. «, sagte der Touou Spieler noch, dann drehte er sich um und ging seines Weges.
Der zurückgelassene Kuroko sah ihm noch lange nachdenklich hinterher. Es war wirklich seltsam das Akashi seine ehemaligen Team Mitglieder zusammenrief. Kurokos Gefühl sagte ihm das etwas großes auf ihn zukam. Das Treffen war bestimmt nicht nur ein Teekränzchen um über alte Zeiten zu quatschen. Aber was genau auf ihn zukam würde ihm bis Freitagabend verborgen bleiben.
Da es nicht viel brachte im Regen zu stehen und Vermutungen aufzustellen, machte er sich schließlich selbst auf den Weg nach Hause.

Am nächsten Morgen hatte sich das regnerische Wetter beruhigt und Kuroko wurde von hellen Sonnenstrahlen geweckt, die direkt vom Fenster auf ihn herabstrahlten. Leicht benommen und wegen seines Muskelkaters humpelnd, machte er sich für die Schule fertig. Er frühstückte nicht, seine pochenden Muskeln und eine leichte Übelkeit hatten ihm den Hunger ausgetrieben. Also zog er sich schnell um und packte beim vorbeigehen seine Tasche und verschwand hinter der Tür. Während des Gehens fuhr er sich mit seinen Händen durchs Haar und strich es glatt, da er immer eine fürchterliche Frisur hatte wenn er morgens aufwachte. Und so wollte er natürlich nicht in der Schule aufkreuzen.
Kuroko ging wie immer mit Kagami zur Schule. Das war schon zur Gewohnheit des Tages geworden. Sie trafen sich zwei Straßen von Kurokos Haus entfernt, also musste er nicht sehr weit alleine gehen.
»Hallo Kagami-kun. «, sagte Kuroko als er seinen Kumpel endlich erreicht hatte. Dieser zuckte schreiend zusammen und fuhr herum. Innerlich musste Kuroko immer noch lachen wenn sich sein Freund so sehr vor ihm erschrak. Man könnt sogar sagen das es ihm ein bisschen Spaß machte.
»Mann! Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen! «, fuhr Kagami ihn an und fluchte leise.
»Du solltest langsam wissen dass ich um diese Zeit hier auftauche. «, verteidigte er sich und sah ihn ausdruckslos an.
»Ja, ja. Ist schon klar. Aber schleich dich gefälligst nicht immer so an und sag etwas damit ich dich bemerke. «
Kuroko legte seinen Kopf leicht schief, was ein wenig an seinen Hund „Nummer 2“ erinnerte, wenn dieser etwas nicht verstanden hatte.
»Ich hab doch etwas gesagt. Aber du bist trotzdem erschrocken. «, sagte er dann mit verwirrtem Blick. Sofort drehte sich sein Gegenüber um.
»Ist ja gut. Lass uns endlich gehen. «, sagte Kagami leicht wütend, da Kuroko recht hatte, und ging schnellen Schrittes los.
Kuroko folgte ihm so schnell es ging und versuchte trotz seines stechenden Muskelkaters mitzuhalten.
Während die Beiden den Weg zur Schule folgten, musste Kuroko ständig an seine gestrige Begegnung mit Aomine denken. Es ließ ihm einfach keine Ruhe. Es machte ihn sehr unruhig nicht zu wissen was los war. Sein Gefühl kündigte ihm etwas ernstes an. Oder interpretierte er da ein wenig zu viel rein? Er musste wohl oder übel abwarten.
»Kuroko? «, fragte Kagami verwirrt.
»Ja? «, entgegnete dieser und wandte seinen Kopf nach oben um seinem Freund ins Gesicht sehen zu können.
»Ich hab dich etwas gefragt. «, sagte er und betrachtete seinen Partner nachdenklich, da dieser sich eindeutig seltsam benahm.
»Ach wirklich? Könntest du die Frage bitte wiederholen? Ich war gerade im Gedanken. «, bat Kuroko entschuldigend.
»Ich habe gefragt ob du heute nach dem Training noch ein bisschen Basketball spielen willst. «, wiederholte der Größere und klang ein wenig genervt. Hinter dieser Fassade machte er sich aber Sorgen um seinen Freund. Kuroko wirkte so anders und schien etwas auf dem Herzen zu haben. Egal wie sehr der Kleine versuchte es zu verstecken, Kagami kannte ihn jetzt schon gut genug um das deuten zu können. Warum konnte der Kleine auch nie sagen was in seinem Kopf vorging?
»Ja klar, können wir gerne machen. «, erwiderte Kuroko nur, dann wandte er seinen Blick ab und versank wieder in seinen Gedanken.

Der Schulweg war nicht unbedingt weit, sie gingen 15 Minuten stillschweigend nebeneinander und waren auch schon angekommen. Im Gleichschritt betraten sie die Klasse und setzten sich auf ihre Plätze. Sie waren gerade noch rechtzeitig gekommen, denn kaum hatten sie sich hingesetzt ertönte die Schulglocke und läutete somit den Unterricht ein. Der Lehrer kam 5 Minuten später herein und hatte eine Begleitung bei sich. Es war ein relativ großer Junge mit schulterlangen dunkelbraunen Haaren. Sobald er die Klasse betrat, standen alle Schüler auf und begrüßten ihren Sensei freundlich. Dieser räusperte sich kurz und begann dann zu sprechen.
»Guten Morgen. Wie ihr seht haben wir einen neuen Schüler in unserer Klasse. Das ist Haruki Hayato. Er war früher auf der Rakuzan High, ist aber nun zu uns gewechselt. Seit freundlich zu ihm und zeigt ihm alles. Ich hoffe ihr kommt gut miteinander aus. «
Der Sensei legte Hayato eine Hand auf die Linke Schulter. Der neue Schüler lächelte seine neu erworbenen Klassenkameraden an und sagte dann.
»Hallo, ich bin Haruki Hayato. Freud mich euch kennen zu lernen. «
Kuroko betrachtete den neuen Schüler aufmerksam. Irgendetwas schien seltsam an ihm zu sein. Sein Lächeln wirkte so…so...er konnte es nicht richtig in Worte fassen. Aber das Lächeln hatte etwas „falsches“, als würde er dahinter etwas verbergen. Es war seltsam, aber die tiefen, dunkelgrünen Augen des Jungen waren auf eine komische Art und Weiße leblos und zeigten trotz seines Lächelns keinerlei Emotionen. Das bereitete Kuroko ein Schaudern und er bekam eine Gänsehaut.
»Da hinten ist ein Platz frei, setz dich bitte dort hin. «, bat ihn der Lehrer und zeigte auf den Leeren Tisch, der direkt neben Kurokos Platz stand. Ohne auch nur ein weiteres Wort zu sagen setzte Hayato sich in Bewegung. Er ging mit langsamen Schritten durch die Klasse, direkt in die letzte Reihe neben Kuroko und setzte sich auf den neuen Platz.
Kuroko sah zu ihm hinüber und musste feststellen dass er von dem neuen Schüler beobachtet wurde. Die ausdruckslosen Augen durchbohrten ihn förmlich und hefteten sich an ihn. Er wollte aber nicht unhöflich sein und fand es angebracht sich seinen neuen Sitznachbaren vorzustellen.
»Hallo. Mein Name ist Kuroko Tetsuya. Freud mich sehr dich kennen zulernen, Haruki-kun. «
Sofort begann der Angesprochene wieder so seltsam zu lächeln wie zuvor.
»Freud mich ebenfalls, Tetsu-kun. «, erwiderte er dann, was ein wenig unerwartet kam. Warum sprach der neue so vertraut mit ihm? Immerhin redete er ihn gleich mit einem Spitznamen an. Kuroko wurde normaler weiße nur von Aomine und Momoi „Tetsu“ genannt, da sie sich sehr gut kennen. Er verwarf diesen Gedanken schnell wieder. Anscheinend war Haruki einfach ein sehr offener Mensch und ging auf andere zu. Deshalb ließ er diese Anrede so stehen und sah sein Gegenüber nur freundlich an und sagte.
»Wenn du irgendwelche Fragen hast, steh ich gern zur Verfügung. «
Daraufhin nickte Haruki nur. Ihr Sensei machte dann auf sich Aufmerksam und der Unterricht begann. Aber den kalten Blick Harukis spürte Kuroko den gesamten Unterricht auf sich ruhen.



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Jetzt habt ihr einen kleinen Eindruck von der Story. Ich hoffe es gefällt euch und ich kann euch ein wenig damit unterhalten.
Sonst bleibt mir nur zu sagen das ich mich sehr über Reviews und Feedback freue.
LG  Melli <3
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