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Eines Abends im Diner…

von - Leela -
KurzgeschichteAllgemein / P6 / Gen
Mikey Randall Nick Comstock
03.07.2014
03.07.2014
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03.07.2014 856
 
Dies hier ist mein Beitrag zur dritten Runde des Wettbewerbes »Sechserpack« von Pooky. Geschrieben wie immer nach alter Rechtschreibung. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen. ^^

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Eines Abends im Diner…

Ruhe kehrte nach einem aufregenden Arbeitstag im Diner ein und verbreitete sein ganz eigenes Flair.
      Nick stand am Tresen und blätterte durch einen Katalog, während er sich etwas notierte. Auf eine Bewegung hin schaute der Barkeeper auf. Nicht weit von ihm entfernt wischte Mikey gerade die Tische ab. Unwillkürlich mußte er schmunzeln. In seinem Geist reiste er ein paar Jahre zurück. Er erinnerte sich noch genau daran, wie der damals noch junge Highschool-Schüler bei ihm angefangen hatte, um sich etwas Geld dazuzuverdienen. Der unkontrollierte, aufbrausende Rebell, der damals mehr als einmal mit dem Manager des Diners aneinandergeraten war, hatte sich zu einem verantwortungsvollen jungen Mann entwickelt, der den Job im Diner mit der gleichen Leidenschaft tat wie er; wenn auch noch immer als Nebenjob nach dem Dienst. Er wandte sich wieder seiner Aufgabe zu und schrieb eine Bestellnummer auf seine Liste.
      Nur wenig später gesellte sich Mikey von der anderen Seite des Tresens neugierig zu ihm. „Was machst du da gerade?“
      Nick zeigte ihm den Katalog. „Ich möchte gerne die Dinertische erneuern. Was hältst du von diesen hier?“
      „Was ist an den roten auszusetzen?“ fragte Mikey verwundert.
      „Prinzipiell nichts. Ich möchte nur mal ein anderes Ambiente hier reinbringen. Die blauen finde ich eigentlich ganz schön. Oder die orangenen.“
      „Ich weiß nicht. Mir gefallen die grauen hier ganz gut.“
      „Nein, die erinnern mich farblich viel zu sehr an die Zahnspange, die ich als Kind tragen mußte!“ wehrte Nick ab.
      Mikey schenkte ihm einen entgeisterten Blick, der so viel sagte wie, daß er sich den smarten Barkeeper kaum mit einer Zahnspange vorstellen konnte.
      Nick quittierte es lediglich mit einem blitzenden Lächeln.
      „Du bist wirklich für diesen Job geboren.“ stellte Mikey schmunzelnd fest.
      „Irgendwie wollte ich schon immer Barkeeper werden.“ sinnierte Nick, während er eine Seite im Katalog weiterblätterte. „Es ist etwas Besonderes. Man lernt so viele Leute kennen, und für alle ist man die zentrale Person im Geschehen. Egal ob für Schüler, Büroangestellte, Ärzte, Lehrer, Bauarbeiter… Sie kommen alle mit ihren Bedürfnissen zu dir. Und meistens braucht man nichts anderes zu tun, als für sie dazusein. Das Lächeln in den Mienen der Gäste ist für einen Barkeeper der schönste Dank!“
      Mikey grinste. „Ich glaube, mit meiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bin ich trotzdem ganz zufrieden.“
      „Auch nicht schlecht!“ stimmte Nick zu. „Jeder Beruf ist auf seine Art interessant.“
      Mikey lächelte leicht. „Man könnte auch die grünen und die schwarzen Tische mischen!“
      „Das ist ein guter Gedanke!“ Nick schüttelte den Kugelschreiber, dessen Miene gerade aufgab. Als er sich zur Arbeitsfläche hinter sich umgedrehte, ließ ein für das Diner untypisches Geräusch die beiden Männer innehalten.
      „Was war das?“ fragte Mikey aufgeschreckt.
      „Wer weiß, vielleicht hat sich ein Geist im Diner eingenistet!“ frotzelte Nick und handelte sich einen neckischen Hieb von Mikey ein, kurz bevor das Geräusch noch mal ertönte. „Ich gehe nachsehen!“ Er ging dem Geräusch nach, während Mikey ihn vom Tresen aus beobachtete. „Ich werde den »Geist« schon zur Aufgabe zwingen!“ Nur kurz darauf fragte er wie nebenbei: „Was meinst du, macht es sich gut, hier im Diner einen Kater zu haben?“
      Mikey sah Nick entsetzt an. „Spinnst du? Du willst doch nicht allen Ernstes hier im Diner völlig versacken!“
      Nick schmunzelte und hob das gestreifte Tier vom Boden auf.
      Jetzt erst verstand Mikey und lachte. „Ah, so einen Kater!“
      „Er saß im Lüftungsschacht. Wie auch immer er da reingekommen ist. Daher kamen die merkwürdigen Geräusche.“ Er kraulte das Tier fast schon automatisch, das in seinen Armen zu schnurren begann. „Ich finde, wenn er keinem gehört, wird er unser Diner-Kater.“ beschloß er.
      „Dann kann er Mäuse fangen!“ grinste Mikey.
      „Oder Mäuse machen!“ schmunzelte Nick.


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Vorgaben:
● Es müssen genau sechs Teekesselchen verbaut werden (jeweils beide Bedeutungen). Darüber hinaus darf kein potentielles Teekesselchen-Wort verwendet werden. ✔
● Es müssen genau sechs verschiedene Berufe erwähnt werden. ✔
● Es müssen genau sechs verschiedene Fragen - ausschließlich in wörtlicher Rede - gestellt werden. Ein-Wort-Fragen zählen dabei nicht. ✔
● Genau sechsmal muß das erste und das letzte Wort des Satzes mit demselben Buchstaben beginnen. Bei wörtlicher Rede mit Begleitsatz gilt beides in Zusammenhang als ein Satz; weder Begleitsatz noch wörtliche Rede gelten hier einzeln. ✔
● Es müssen genau sechs verschiedene Farben untergebracht werden; ausgenommen hiervon sind Augenfarben, Haarfarben und Farben, die im Zusamenhang mit Natur stehen. ✔
● Der Beitrag muß aus genau entweder 600 oder 3600 Wörtern bestehen. Als Wordcounter wird hier der http://www.bluedoc.com/woerterzaehler.html verwendet. ✔


Endrundenreferenz:
● Platz 5 von 5 eingereichten Beiträgen.
● Leider habe ich zwei Vorgaben versemmelt. -.-
● Was meine Korrespondenz mit der Wettbewerbsleitung zum Thema »alte Rechtschreibung« im Anschluß an diese Runde angeht, möchte ich an dieser Stelle nicht näher ausführen; allerdings war der kurze Mailwechsel sehr ernüchternd und bezeichnend. Da ich keine Rückmeldung mehr erhalten habe, möchte ich daher kurz anmerken, daß mir drei Sachen als »fehlerhaft« unterstellt wurden, die nach alter Rechtschreibung (die zugelassen wurde!), und in einem Fall sogar generell, keine Fehler sind.
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