Was bleibt...?

von X-smoke
GedichtPoesie, Schmerz/Trost / P6
Alexander Hephaestion
01.07.2014
01.07.2014
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Okayyy, Gedichte liegen mir eigentlich nicht so sehr, also bitte nicht zu streng sein *lieb gucken*

Der Text wurde natürlich stark durch die im Film erzeugte Stimmung beeinflusst, beruht aber auch auf meinen eigenen Vorstellungen der historischen Figur, aufgrund der Fakten (junge Regentschaft, unheimliche Erfolge, Begrünung des Hellenismus etc., es gibt ja Wikipedia). Also ging es mir vor allem um Weltenschmerz, Sehnsucht, Ruhmessucht usw. (ja ich weiß, das ist auch alles im Film ;) ).

Was die Beziehung der beiden angeht, so ist es für mein Gedicht vollkommen unbedeutend, ob sie ineinander verliebt waren, ob sie nur Freunde waren, ob Hephaestion nur ein Schleimer war oder ob sie bloß die Finger nicht voneinander lassen konnten. Wichtig ist nur, dass er wohl eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Vertrauensperson für ihn war.

Bedienungsanleitung:
1. Strophe: Einleitung
2. Strophe: Alexanders Text
3. Strophe: Hephaestions Text
4. Strophe: Alexanders Text
usw.

Damit ist das so was wie ein Dialog.


Menschliches Sein, ein Wimperschlag.
Niemand ist jemals bereit!
Es ist ein bitterer Vertrag:
Das Leben für die Ewigkeit.

Der Tod, er packt mich mit Gewalt
Ich kann es spüren, es ist kalt!
Mein Leben brannte so strahlend hell,
So stark! Ich starb zu schnell.
Man hat mich um mein Recht betrogen!

Dein Tod erschafft eine leuchtende  Sagengestalt
Ewiger König, dein Name in das Morgen schallt.
Dein Sein und Sehnen war grell
Dein Körper war nur ein Gestell.
Auch im Leben hat man dich belogen.

In den Siegeszügen voller Pracht
Behängt mit Gold, gekrönt mir Macht.
Der Osten hat uns so leicht verführt
Er war der Stern an dem kein Schatten rührt.
Unsere Träume überstiegen die Pflicht.

Der Sieg nach der blutigen Schlacht
Beim Taumeln den vielen Toten gedacht.
Du hast uns so weit geführt
Nur den Himmel nicht berührt
Bedenke, Tote träumen nicht.

In dieser Welt war ich endlich frei
Das Gold, es war mir einerlei!
Keine Macht so unvergessen
Mit Achilles habe ich mich gemessen
Mit ihm teil ich den Heldenschein.

Alle Liebe war bloße Heuchelei
Verrat war dein Todesschrei
Unser Streben war vermessen
Vom Ruhm waren wir besessen.
Man kann nicht ewig König sein.
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