Immer wenn du schläfst

von Evil Twin
GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
29.06.2014
15.03.2019
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22. Es könnte schlimmer sein

Das Hotel, das sie ihnen ausgesucht hatte, war klein und persönlich – um nicht in familiärer Hand zu sagen. Es war ein beliebter Anlaufpunkt für junge Touristen. Das erschien ihr, in Anbetracht der Umstände, vorteilhaft. Junge Touristen würden sie nämlich nicht kennen. Sehr wahrscheinlich jedenfalls nicht. Zudem war es abgelegen. Abgelegen genug, um es nach wie vor problemlos zu erreichen; und zugleich, um sie halbwegs zuverlässig davor zu bewahren, dass sie jemandem über den Weg laufen würden, der sie kannte. Klein, abgelegen, halbwegs erschwinglich und in Muggelhand. Was wollte man als Magier, der nicht entdeckt werden wollte, mehr? Barzahlung zum Beispiel. Und natürlich gab es auch diese hier – ohne, dass sie mittels Kreditkarte eine Vorzahlung hatte leisten müssen, wie es viele andere Hotels verlangten. Das Problem war natürlich nicht das Geld und auch nicht eine fehlende Kreditkarte. Sie hatte eine, für Notfälle verstand sich.
Die Sache oder der Harken an dieser war aber, dass sie Spuren wie alarmierende Buchungen auf ihrer nächsten Kreditkartenabrechnung vermeiden wollte. Zwar hatte Ronald keinen Zugriff auf ihre Rechnungen und las sie für gewöhnlich auch nicht – aber sicher war bekanntlich sicher. Und in puncto Geld: Sie würde sich aller Voraussicht nach öfter mit Malfoy in Etablissements wie diesem treffen müssen. Sein Schachzug, auf Räumlichkeiten wie diese zurückzugreifen, war also nicht dumm gewesen. Hochgerechnet bedeutete das aber auch, dass es unter Umständen teuer werden würde – je nachdem, wie schnell sie des Rätsels Lösung näherkamen.

Zugegeben hatte sie es allerdings nicht ganz so eilig, wie sie es vorgab. Immerhin bedeutete eine verschlossene Tür auch das Ende ihrer Reisen. Also ja, sie wollte diese Tür schließen. So schnell wie möglich, aber sie wollte sich dabei so viel Zeit zum Recherchieren einräumen, wie es machbar war. Zugeben oder laut aussprechen würde sie es nicht. Aber: Solange keine Gefahr für sich oder andere bestand, würde sie das Vorankommen notfalls etwas ausbremsen, falls sie des Rätsels Lösung zu schnell näherkommen sollten. Nicht, dass das zur Debatte stand. Aktuell und so weit sie im Bilde war jedenfalls nicht.
Was natürlich nicht bedeutete, dass sich genau das jederzeit ändern konnte. Da gab es nach wie vor einen Experten in puncto magischer Artefakte auf der anderen Seite, der eventuell aufgrund der Sachlage weit weitgreifende Handlungsmöglichkeiten als Harry besaß.

"Sie können schon einmal rauf gehen, Miss", riss sie die Frau hinter der Rezeption aus den Gedanken. "Wir schicken Ihre Begleitung hoch, sobald sie nach Ihnen fragt."

Hermione wandte sich langsam zu dieser um – was diese dazu brachte, ihr ein freundliches Lächeln zu schenken. Sie schüttelte den Kopf und sagte, dass sie warten würde. Immerhin hatte sie keine andere Wahl. Sie hatte sich nämlich als Frau Hester gemeldet, worüber Malfoy sich nicht im Bilde war. Sie musste also hier unten warten und ja, sie wartete bereits eine Weile. Oder, um es mit direkteren Worten zu sagen: Viel zu lange. Es war jetzt 20.33 Uhr, sollte die Uhr an der Rezeption richtig gegen. Abgemacht war 20 Uhr gewesen. Er war also 31 Minuten zu spät, wenn man die obligatorischen zwei Minuten abzog, die er stets zu spät zu kommen schien. Wobei sie es war, die beim letzten Mal zu spät gekommen war. Allerdings waren es nicht einmal 5 Minuten geblieben. Konnte das eine Retourkutsche-

Endlich trat er durch die Tür. Blieb hinter dieser kurz stehen, sah sich um und sah sie sichtlich angewidert an. Was zur Hölle war sein Problem, fragte sie sich, als er sich wieder in Bewegung setzte und auf sie zu kam. "Nett, Granger", raunte er höhnisch, als er sie erreicht hatte und während er einen ausgestopften Elchkopf betrachtete, der über einer altbackenen Sitzecke im Eingangsbereich hing. "Nicht zu fassen, du hast tatsächlich so viel Geschmack, wie ich es erwartet hatte", fuhr er fort und seine Lippen formten sich zu einem herablassenden Grinsen, "nämlich gar keinen."

Den skeptischen Blick der netten Frau Mitte 50, die eindeutig die Frau des Hauses war, zuckte sie eine Sekunde beschämt zusammen und funkelte ihn an: "Und du hast genau so viel Benehmen, wie ich es erwartet hatte-"

"Lass mich raten: gar keins?", fiel er ihr spöttisch ins Wort und machte ihr damit ihre Revanche kaputt – und das machte sie zugegeben wütend.

Noch wütender, als sie es eh schon war. "Wo bist du gewesen?", ignorierte sie ihn also schneidend fragend. Er sah sie mit hochgezogener Braue an. "Du bist", sie wandte sich um und blickte auf die Uhr, "fast 40 Minuten zu spät, verdammt. Also noch einmal: Wo bist du gewesen?"

Ein schneidender Atemzug entwischte ihm und er sah sie noch herablassender an, als er es zuvor getan hatte. "Ich wüsste nicht, was dich die Gründe angehen, Granger. Ich bin hier, de facto zu spät. Und entschuldige bitte, es tut mir entsetzlich leid. Könnte ich, würde ich es ändern. Aber, das kann ich nicht. Du wirst verstehen, dass mir mit Blick auf den Grund für unser Treffen zuwider ist, magische Hilfsmittel wie Zeitumkehrer zu nutzen, um-"

"Ja", knurrte sie und hob die Hand. Nicht, weil seine Ausrede so verdammt gut war. Weil dieser Mistkerl sie verspottete. Er hatte sie versetzt, um rund 40 Minuten und besaß die Dreistigkeit so zu tun, als wäre das nichts. Als wäre das nicht absolut unmöglich, unhöflich und ungehobelt. Und anstatt sich ehrlich und ernsthaft zu entschuldigen, verspottete er sie. Es stand ihm quer in diese süffisant grinsende-
"Sag mal, ist das ein Knutschfleck?", fragte sie, langte zum Kragen seines schwarzen Pullovers und zog diesen etwas herunter. Ja, es war de facto ein solcher. Einer, der direkt auf seinem Schlüsselbein saß und nicht besonders groß war; was bedeutete, dass sich jemand wahrscheinlich im Eifer des Gefechts oder beim Höhepunkt etwas zu fest an seinem Neben- oder Untermann festgesaugt hatte. Oder er hatte über ihr gelegen. Es war schwer zu sagen.

Aber, es war ein Knutschfleck. So viel konnte sie sagen und sehen, bevor er zischend zurückwich. Ein "fass mich nicht an" auf den Lippen.

Nun war es sie, die eine Augenbraue anhob und ihn kritisch musterte. "Du kommst also zu spät, weil deine Kleine dir erst einmal noch einen Assistempel verpassen musste? Das ist wirklich erbärmlich, Malfoy. Selbst für deine schöne Greengrass und dich. Ist sie wirklich so unsicher, dass sie dich für alle Welt sichtbar brandmarken muss? Und hast du tatsächlich nichts Besseres zu tun, als den Abend mit mir zu verbringen, wenn du anscheinend bis gerade eben noch bei ihr warst? Oder bist du tatsächlich so flink, wie sie es in der Schule behauptet haben?" Es platzte einfach so aus ihr heraus. Warum genau wollte sich ihr nicht so recht erschließen. Es verstörte sie allerdings ebenso wie es … nein, ihn verstörte es keine Bisschen.

Mit gehobener Braue und mit einem Blick, mit dem er wahrscheinlich sonst nur Dinge betrachtete, die er so widerlich fand, dass er sie zerquetschen wollte, sah er sie an und sagte: "Erstens: Dieser Knutschfleck ist alt, was man wüsste, wenn man bereits einen hatte. Er ist nämlich bereits blass und grün. Zweitens: Dieser Knutschfleck ist nicht aus Unsicherheit heraus entstanden. Wenn man nicht wie eine Furie an meiner Kleidung zerrt, sieht man ihn nämlich nicht. Drittens: Wäre ich heute auch nur in der Nähe meiner schönen Greengrass gewesen, wäre ich jetzt ganz sicher nicht hier. Und viertens: Von was zur Hölle redest du da? Niemand hat das in der Schule von mir behauptet. Ich war ein Slytherin und bin ein Malfoy. Wäre es so gewesen, wären Köpfe gerollt."
Er schüttelte ungläubig den Kopf, als er fertig war, und sah sie eindringlich an. "Du bist unglaublich und nein, das ist kein Kompliment. Denn da gibt es tatsächlich ein Viertens. Nicht einmal Crabbe und Goyle haben es geschafft, so viel Unsinn in nur einen Redeschwall zu quetschen."

Hermione pustete sich eine Strähne aus dem Gesicht. Er hatte sie ertappt. Das war Unsinn gewesen. Eine ganz Ladung geballter Unsinn – und sie wusste nicht, warum sie ihn vollkommen kopflos herausgeplärrt hatte. Ihre Wangen füllten sich mit Blut und so tat sie das Erstbeste, das ihr in den Sinn kam. Und das war ein Ablenkungsmanöver. Oder eher, ein gezielter Angriff auf seine Männlichkeit. In der Hoffnung, dass das seinen Stolz treffen und alles Weitere so weit in den Hintergrund dringen würde, dass er es wieder vergaß.
Also legte sie los: "Melissandre Lovbrock aus Ravenclaw hat gesagt, dass Moody Malfoy … also dich … in ein flinkes Frettchen verwandelt hatte, wäre ein passender Schachzug gewesen. Klingelt es da bei dir?", fragte sie und versuchte vielsagend zu grinsen.
Der Slytherin runzelte die Stirn und schien zu überlegen. Lovbrock war dafür bekannt gewesen, dass sie äußerst schnell … den Rock gelüftet hatte, um es gelinde zu sagen. Sie hatte es zwar nur mit einem Ohr mitbekommen, aber sie hatte es nicht weiter hinterfragt.

Plötzlich schien es zu klicken. Sein Gesicht war für eine Sekunde entzückend – und sie hätte einen ganzen Sack Gold für seine Gedanken gegeben. Doch statt wütend zu werden oder sich ganz offensichtlich in Grund und Boden zu schämen, seufzte er mit den Augen rollend und zuckte mit den Schultern. "Da war ich 14 Jahre alt, Granger. Bist du wirklich so tief gesunken, dass du mir ausgerechnet das vorsetzt?"

Ja, das war … wahrscheinlich unter jedermanns Würde. Eine Sekunde berauschte es sie, dass er nicht widersprach … aber, er hatte recht. Sie waren zu erwachsen für so etwas. Also lenkte sie ein. Hob beschwichtigend die Hände, was ihn die Brauen heben und sie tatsächlich einen Moment erwartungsvoll ansehen ließ. "Lass uns einfach hochgehen", gab sie einlenkend von sich und bewegte den Zeigefinger, an dem der Zimmerschlüsse hing. "Zimmer 21", raunte sie dabei.

Ein Nicken und er setzte sich langsam und "endlich einmal etwas Sinnvolles, das aus deinem Mund kommt" in Bewegung. Hermione schnaufte, beließ es aber genau dabei. Folgte ihm an ein paar sichtlich angetrunkenen Jungspunden vorbei, die ihnen von der Treppe aus – auf die sie zusteuerten – entgegenkamen. Einer rief ihr etwas zu, sie verstand jedoch kein Wort. Es musste Holländisch sein, also nickte sie einfach nur milde lächelnd, was die drei Männer schallend und johlend lachen ließ.
Malfoy wandte sich mit skeptischer Miene zu ihm um. "Was hast du getan?", fragte er schneidend.

"Nichts", erwiderte sie, während sie ihm die Stufen hinauf folgten.

"Nichts?", setzte er nach, "sie fragen dich, ob du dich jetzt gleich gehörig vom Bleichgesicht nageln lässt, und johlen daraufhin Sekunden später und du hast nichts getan?"

Mione schluckte und wiederholte sich. Doch er sah sie weiterhin durchdringend an. "Fein, dann habe ich vielleicht milde und gedankenlos gelächelt, Malfoy – und diese Idioten haben das als Ja aufgeschnappt. Ich mag allwissend sein, aber ich spreche kein Niederländisch. Wo genau liegt dein Problem? Hier denkt eh jeder, dass du mich nagelst."

"Das war Norwegisch, Granger", flüsterte er, lachte heiser und ungläubig und trat auf der zweiten Etage um den Absatz herum und auf den Flur. "Was sagtest du? 21?", fragte er, betrachtete die ersten beiden Zimmer, die die Nummern 27 und 26 trugen, und setzte sich in Bewegung, ohne die Bestätigung abzuwarten, die er eingefordert hatte. Offensichtlich war er sich sicher und fragte einfach nur noch einmal … aus Prinzip. Oder, um das Thema zu wechseln.

"Sonst kommt da nichts?", hakte sie wahnwitzig nach. "Stört es dich tatsächlich gar nicht, dass hier jeder denkt, du und ich …", sie sprach es nicht aus.

Vor der Zimmernummer 21 angekommen hielt er inne und sah sie an. "Es könnte schlimmer sein, nicht? Du könntest Bulstrode sein. Oder ich Weasley", spottete er und sein Grinsen wurde breiter und breiter, während er sprach. Oh ja, er fand das tatsächlich lustig. Und sie musste ungläubig lachen, was ihn erst stutzen und dann ebenfalls kurz gehässig auflachen ließ. "Granger, Granger, du stimmst mir zu? Stille Wasser-"

Sie schlug nach ihm. Mit der geballten Faust einmal gegen seine Schulter, wie sie es manchmal auch bei Ron tat, wenn er zu weit ging oder sie zu sehr reizte. Wahrscheinlich nicht fest genug für das, was er da gerade von sich gegeben hatte. Und in Anbetracht der Tatsache, dass das da Malfoy war. Aber fest genug, um ihn wütend funkeln, zusammenzucken und den Mund halten zu lassen.
Seine grauen Augen durchbohrten sie, während er sich einen Moment versteifte – aber den Drang nicht nachgab, einen Mucks von sich zu geben oder sich an die Schulter zu fassen. Ganz sicher erlaubte sein Stolz dies nicht. So hart konnte Malfoy nämlich gar nicht sein. Im Nehmen verstand sich, sie wusste nämlich, dass es wehtat. Ron tat es nämlich gelegentlich auch bei ihr, wenn sie ihm seinen Worten nach quer kam. Es hinterließ keine ernsthaften Spuren, war aber wenigstens für ein paar Minuten äußerst schmerzhaft und effektiv.

Seinen eisigen Blick im Nacken öffnete sie die Tür und trat als Erste ins Zimmer. Trat ein paar Schritte vor, sodass er ihr folgen konnte. Und das tat er. Sie hörte ihn die Tür schließen, während sie sich umsah. Es war nett, was sogar Malfoy bestätigte – sei es auch mit einem minimal gehässigen Unterton. Sie ignorierte ihn. Denn ja, es war tatsächlich nett. Klein und zweckmäßig, aber auch liebevoll eingerichtet. Ein wenig altbacken vielleicht, aber das hatten familiengeführte Häuser so an sich.
"Hier ist alles, was wir brauchen", sagte sie also tonlos und deutete ins Zimmer, "ein Sessel für dich. Ein Fernsehgerät, falls du dir die Zeit vertreiben willst, ein Bett und ein Badezimmer. Und: es ist ruhig", sagte sie und deutete triumphierend grinsend in Richtung der Wand.

"Wunderbar, Granger. Leg dich einfach hin", zischte er, stellte seine Tasche auf der Kommode an der Wand gegenüber dem Bett ab und trat dann zur linken Seite um dieses herum, um den kleinen und grünen Sessel zu drehen, der vor einem runden Tisch am Fenster stand. Dem Einzigen hier und es war zum Teil von einem grünen Vorhang bedeckt. Hermione sah sich um.

Grün schien die Hauptfarbe in diesem Zimmer zu sein. Die etwas schlichtere Gegenfarbe, die man gewählt hatte, war Beige und der Kontrast Orange – den hier und da Accessoires wie ein Kissen im Sessel oder ein Muster im Oberbett bildeten.
"Schau mal, hier kannst du dich wie zu Hause fühlen", raunte sie schmunzelnd und schlug das Oberbett zurück. Malfoy, der gerade dabei war seine wichtigsten Utensilien auf den kleinen Tisch zu bringen, sah sie stirnrunzelnd an. "Grün", erklärte sie sich also, "wie in Slytherin." Alles, was sie dafür bekam, waren ein entnervtes Stöhnen und der erneute Hinweis, dass sie sich endlich hinlegen sollte. "Bist du immer so charmant? Auch, wenn du mit der schönen Greengrass zusammen bist? Sagst du der auch, sie soll sich endlich hinlegen?", knurrte sie, zog sich die Jacke aus und hing sie an die Garderobe. Die Schuhe stellte sie direkt unter dieser und neben der Kommode ab.

"Was glaubst du, Granger?", stellte er eine Gegenfrage.

Nein, so machte das keinen Spaß. Trotzdem hakte sie nach: "Naja, du warst anscheinend frühreif. Ich hätte Besseres von dir erwartet. Vielleicht hat es dich aber auch zu sehr-"

"Frühreif? Wie kommst du auf diesen Quatsch, Granger? Hat dir das auch Lovbrock erzählt?", schnappte er und quatschte ihr so, wie es für ihn typisch war, absolut ungehobelt dazwischen.

"Gesunder Menschenverstand?", warf sie spitz zurück, und da er sie nur entgeistert ansah, versuchte sie sich und ihren Gedankengang zu erklären: "Nun ja, du warst ganz offensichtlich mit 14 Jahren bereits aktiv genug, sodass Lovbrock behaupten konnte, du seist ein flinkes Frettchen. Daher gehe ich davon aus-"

"Soweit ich mich erinnere, hast du damals auch ständig mit Krumm in der Bibliothek rumgehangen. Warst du also auch frühreif, Granger?"

"Ich habe nicht mit ihm geschlafen, wenn es das ist, was du meinst, Malfoy", zischte sie und funkelte ihn erbost an.

Er hob eine Augenbraue. "Das habe ich auch nicht", sagte er und fügte dann hastig "mit Lovbrock" hinzu. Und als ihm bewusst wurde, wie er das gerade hatte klingen lassen, verdrehte er kurz über sich selbst die Augen und wandte sich ab, um sich offensichtlich innerlich fluchend den Utensilien zu widmen. Denn sie beide wussten: Jedes weitere Wort, das über seine Lippen kam, würde es nur noch schlimmer machen. Kein weiteres Wort zu sagen, war also die beste Option.

Damit hatte er sie. Er hatte sie so vollkommen unerwartet, dass sie kurz und schallend lachen musste. Ehrlich und offen, es war nämlich ebenso ehrlich und offen amüsant. Es war einer diese Momente, in denen das Gegenüber etwas unbedacht Amüsantes sagte. Einer dieser wenig wachen Momente, die selbst die Besten haben konnten – und gerade bei denen war es erfahrungsgemäß besonders erheiternd. Es waren nämlich die Momente, in denen die Fassade splitterte. In denen sie erste Risse bekam, durch die die Menschlichkeit und Unfehlbarkeit hindurchschimmerte.
Es war das, was einen Menschen für die Gryffindor erst wirklich sympathisch machte: Die fehlbare Seite von diesen zu sehen. Das mochte daran liegen, dass sie selbst so viel Wert darauf legte, möglichst unfehlbar zu sein. Auf absurde Art und Weise. Sie hatte es zahlreiche Male bei Ron erlebt, ebenso bei Harry und Ginny. Oder bei Charlotte. Und hier war es: Das erste Mal mit Malfoy. Der erste wenig wache Moment, den sie erleben durfte. Und seine Reaktion war köstlich. Köstlich und wie zu erwarten.
Seine Miene war überzogen vom Ärger, den er ganz offensichtlich gegen sich selbst verspürte. Es war da, sei es auch nur kurz. Seine Maske der Gleichgültigkeit und Überheblichkeit saß schnell wieder – wie es zu erwarten gewesen war. "Aber mit Viktor?", fragte sie also spitz, "ich kann es dir nicht verübeln. Er hatte was."
Malfoy funkelte sie an, sagte jedoch nichts. Außer erneut, dass sie sich endlich hinlegen sollte. Also tat sie seufzend genau das, was er ihr nun bereits drei Mal angedeutet hatte. "Du bist ein Spielverderber, weißt du das?", wisperte sie, während sie sich langsam hinlegte und an die Decke starrte.

"Ich habe keine Lust auf Spiele, Granger", gab er zurück – und er war näher, als sie es erwartet hatte. Ließ sich scheinbar auf der Bettkante nieder und tüftelte mit Etwas herum. Ein Seitenblick sagte ihr, dass es eine leere Ampulle war. "Verdammt", raunte er, legte diese achtlos auf dem Nachtschrank ab und richtete sich wieder auf. Sie sah sie an. Wie gebannt. Ohne Zweifel war das der Trank.
Besagter Trank – und da befand sich eindeutig noch etwa ein halber Tropfen im Inneren. Etwas in ihr wollte herüberlangen, solange er ihr den Rücken zukehrte und in seiner Tasche kramte. Allerdings hielt sie sich davon ab. Ganz sicher würde er sich der Ampulle jeden Moment wieder annehmen. Um sie nachzufüllen oder was auch immer – und dann war sie weg, was ganz sicher nicht das beste Licht auf sie werfen würde.

In ihr kribbelte es entsetzlich, als sie darauf wartete, dass er zurückkam. Mit einer weiteren Ampulle in der Hand; und wie erwartet, griff er sich die soeben beiseitegelegte. Hielt sie ins Licht und schwenkte sie. "Sie hat einen Haarriss", flüsterte er dann, "sie ist ausgelaufen." Und damit wandte er sich ab und warf die Ampulle in den Mülleimer, der unter dem kleinen Tisch stand. Was natürlich absolut fahrlässig war. Aber … das war ein simpler Schlaftrank. Eine defekte Ampulle, die simplen Schlaftrank enthielt – und ganz offensichtlich defekt war. Und dass da war der Müll, der ganz sicher morgen entsorgt wurde. Also hielt sie sich davon ab, etwas zu sagen. Wahrscheinlich war sie in dieser Sache übervorsichtig.

Leise fluchend wandte er sich ab und verschwand mit dem Hinweis, dass er sich die Hände waschen musste, im Bad. Ließ die nahezu volle Ampulle auf dem Tisch zurück. Da war er, der erste Moment der Unachtsamkeit, seit sie an dieser Sache zusammenarbeiteten. Und genau, als er das tat, ging es mit ihr durch. Sie musste nicht, was es war, aber sie sprang auf. Dachte nicht lange nach, denn er wusste schon, wann er wieder unachtsam werden würde?
Also hechtete sie kopflos und mit rasendem Herzen zum Müll und fischte die defekte Ampulle wieder heraus. Legte hastig einen notdürftigen Reparozauber auf diese, der ganz sicher gar nichts bewirken würde.
Glas und Reparozauber vertrugen sich nämlich bekanntlich nicht besonders gut, wenn es um die Dichte des Materials ging. Meistens wirkten sie nur für eine Weile oder unzureichend. Deshalb ließen sich Brillengläser und Fensterscheiben magisch instand setzen. Gefäße, die Flüssigkeit halten sollten, jedoch nur eher bedingt. Aber, sie musste es wenigstens versuchen. Sie sprach den Zauber erneut, in der Hoffnung, dass es etwas bringen würde, und hastete dann rüber zum Tisch, um die intakte Ampulle zu greifen und ein paar Tropfen von dieser in die magisch präparierte Flasche umzufüllen. Nur ein paar, sie musste sich zurückhalten, damit Malfoy den Füllunterschied nicht sah.

Das Wasser wurde abgestellt, als sie beide Ampullen wieder verschlossen und die defekte in ihren BH, direkt unter ihre Brust, geklemmt hatte. Als er zurück ins Zimmer kam, lag sie wieder mit rasendem Herzen im Bett und versuchte so unbeteiligt und unschuldig an die Decke zu sehen, wie es ihr möglich war.
Während er sich die intakte Ampulle schnappte, und mit dieser zu ihr ans Bett trat, betete sie zu Gott und Merlin, dass er während sie schlief, nicht in den leeren Mülleimer sehen würde. Dann wäre sie nämlich ganz sicher geliefert. Und mit diesem Gedanken schlief sie ein.

Im Stehen und mit dem Rücken an Malfoys Brust gepresst kam sie wieder zu sich. Dass er es war, das wusste sie, weil er ihren Namen rief – scheinbar, weil sie vor ihm zusammengesackt war. Seine Hände hatten sich um ihre Hüften gelegt und eine Sekunde waren alleine diese es, die sie in einer aufrechten Position hielten. Es dauerte einen Moment, bis sie sich gefasst hatte und dieser Körper ihr gehorchte.
Bisher hatte sie Glück gehabt, denn sie war stets in einer liegenden oder sitzenden Position in diesen Körper gefahren – auf beide Seiten bezogen. Bisher, denn wäre Malfoy nicht hinter ihr und hätte sie an sich gezogen, wäre dieser Körper haltlos in sich zusammengefallen und gestürzt. Und das auf scheinbar endlos hohen Hacken, wie sie feststellte, als sie an sich herabsah. Sie trug zwei schwarze Stilettos, einen schwarzen Rock und ein silbernes Top mit einem Wasserfallausschnitt, dessen Reißverschluss der Blonde anscheinend gerade eben in ihrem Nacken verschließen wollte, als sie gewandert war. Als sie sich wieder aufrichtete, ließ er von ihr ab und setzte sein Tun fort.

Er steckte in einer schwarzen Anzughose, einem hellgrauen Hemd, bei dem er die oberen beiden Knöpfe nicht verschlossen hatte, und in einem dunkelgrauen Jackett. Sein Haar war strenger zurück frisiert, als es sonst hier drüben der Fall war. Was immer sie vorhatten, es schien Großes und Teures zu sein
"Granger vermute ich?", sagte er, nachdem das Ratschen des Reißverschlusses ertönt war. Sie nickte und er fluchte leise. "Großartig" auf den Lippen, während er sich von ihr entfernte, offensichtlich um seine Armbanduhr umzulegen, die auf einer Kommode gelegen hatte. Auf einer Kommode in einem Schlafzimmer, das sie noch niemals zuvor gesehen hatte.

Stirnrunzelnd blickte sie sich um. Der Raum war klein und edel und doch rustikal eingerichtet. Befand sich offensichtlich unter dem ausgebauten Dach, denn zwei spitz und hoch verlaufende Schrägen umgaben sie. Die Rückwand war geschlossen und an dieser stand das Bett. Die Fensterfront lag diesem gegenüber und war großräumig - und führte scheinbar durch eine Glastür auf einen ebenfalls rustikal wirkenden und aus Holz bestehenden Balkon. Hermione trat an diesen heran und blickte durch das minimal beschlagene Glas auf eine im Schnee liegende Berglandschaft.
"Wo sind wir?", fragte sie heiser.

"In den Alpen", sagte er und sie wandte sich überrascht zu ihm um.

"Mit Zabini?"

Überraschung nahm seine Miene ein, während er ein paar Schritte auf sie zutrat. "Ja. Wie in den vergangenen Jahren auch. Woher weißt du das?"

"Weil du da drüben - bei mir - auch mit Zabini in den Alpen bist", sagte sie und trat ebenfalls etwas auf ihn zu, "nur scheinbar erst ab morgen."

"Ja", sagte er, "wir fahren immer zu Allerheiligen hierher, wenn sich die Gelegenheit eines langen Wochenendes bietet. Oder in der Winterzeit. Schon seit ich 13 Jahre alt bin. Je nach Möglichkeit zwischen vier und sechs Tage lang. Letztes Jahr waren es vier, dieses Jahr sind es fünf, weil es sich anbot. Ich vermute also, da drüben bot es sich aus welchen Gründen auch immer nicht an." Er stockte und fügte dann hinzu, "diese Hütte gehört Blaises Familie. Das solltest du vielleicht wissen. Wir sollten versuchen, diese Sache", er deutete auf sie, "nach Möglichkeit für uns zu behalten. Blaise ist nicht im Bilde und sollte es bestenfalls auch nicht sein."

"Da hast du wohl recht", sagte sie und sah sich um. Das bedeutete in anderen Worten, dass sie hier drüben Malfoys bessere Hälfte spielen musste. Und komischerweise amüsierte dieser Gedanke sie. "Ist das hier dann sozusagen dein Zimmer? Oder unseres?"

Er folgte ihrem Blick und sah sich um. "Meistens, ja. Die Hütte ist groß und hat insgesamt vier Schlafzimmer. Zwei mit einem Doppelbett und da Blaise verständlicherweise das größere und komfortablere beansprucht ist das hier seit einigen Jahren unser Schlafzimmer."

"In Ordnung", sagte sie. "Wir sind mit Zabini und wem noch hier? Ich denke, das sollte ich wissen", sie sah an sich herab, "bevor wir aufbrechen. Zu was auch immer wir heute Abend noch vorhaben."

Er nickte. "Du hast recht, das solltest du: Du nennst ihn Blaise und nicht Zabini. Das einmal vorweg. Wir sind mit ihm und seiner neuen Flamme hier: Jessica. Wobei du wissen solltest, dass es jedes Mal eine andere Frau an seiner Seite ist, mit der wir hier sind. Wahrscheinlich wird es auch im kommenden Jahr nicht anders sein", ein Grinsen schlich sich auf sein Gesicht und es war ansteckend. "Zudem solltest du wissen, dass du dir … einen Spaß daraus machst, ihre Namen … sagen wir, sie zu verhunzen. Du wandelst sie also ab. In Jennifer, Jasmin und so weiter und so fort. Das wird Blaise ärgern, aber er kennt dich – und er wird genau das erwarten."

Das klang … interessant. "In Ordnung, das sollte ich hinbekommen." Ein weiteres Nicken, er sah sie allerdings nicht so an, als kaufte er ihr ab, dass sie das hinbekommen würde. "Ich bekomme das hin", wiederholte sie sich also fest und er seufzte. "Und falls es … komisch oder merkwürdig wird, sage ich einfach, dass ich mich unpässlich fühle. Wo gehen wir überhaupt hin?", fragte sie und sah erneut an sich hinab, "in dem Aufzug und das in den Alpen?"

"Wir gehen essen: Wie immer, am ersten Abend. Stets im selben Restaurant, man wird uns dort also kennen. Weil wir … sagen wir einfach mal, überaus großzügig sind. Grüße zurück, wenn man dich anspricht und schau nicht dumm aus der Wäsche. Wir treffen uns unten und werden dann ins Tal, in eine abgelegene Gasse, apparieren. Dort haben wir, wie immer, einen Tisch reserviert. Nimm einfach meine Hand, ich bringe dich dorthin. Zum einen, weil du den Zielort nicht kennst. Zum anderen aber auch, weil Lily sagte, du solltest in diesem Körper so wenig Magie wie möglich anwenden. Hoffen wir, dass es sich nicht negativ auswirkt, wenn ich Magie auf dich anwende", sagte er, "und falls du dich tatsächlich unpässlich fühlst, etwa, weil du wieder weg driftetest, lass es mich wissen. Bestenfalls bevor sie mit dem Gesicht voran in den Nachtisch fällt."

"Okay", sagte sie und folgte ihm zu zwei Koffern, die sie neben dem Bett abgestellt hatten und auf denen ihre Jacken oder auch Mäntel lagen. Offensichtlich waren sie noch nicht allzu lange hier. Ein weiterer Koffer lag geöffnet und nur halbwegs ausgepackt auf dem Bett. Und eine Kosmetiktasche stand geöffnet auf einer weiteren Kommode, vor den ihr anderes Ich scheinbar einen Stuhl geschoben hatte. Mione trat an diesen heran und griff sich die Parfümflasche, die dort stand, und roch daran.

"Du … sie hat bereits Parfüm aufgelegt – und das nicht gerade wenig. Also bitte übertreibe es jetzt nicht. Zwischen genug und zu viel befindet sich nämlich nur ein sehr schmaler Grad", sagte Malfoy schneidend und hielt ihr auffordernd einen Mantel entgegen, der sehr wahrscheinlich ihr … oder eher ihrem anderen Ich gehörte. Nickend stellte sie die Parfümflasche also wieder ab und nahm den Mantel entgegen.

Augen rollend zog sie diesen über, doch er ignorierte sie – oder ihre wortlosen Proteste. "Und noch was: Blaise wird mit dir flirten. Und er wird erwarten, dass du zurück flirtest. Das tut ihr immer, wenn es etwas später wird und der Alkohol geflossen ist – und um mich zu reizen", sagte er leise und ohne sie anzusehen.

Und sie musterte ihn irritiert. "Und das sagst du mir nun warum? Damit ich Bescheid weiß und nicht irritiert zusammenschrecke, oder damit ich dieses vollkommen absurde Spielchen mitspiele?"

"Ich hasse es, wenn ihr das tut", zischte er. So so, er war also eifersüchtig. Wer hätte das gedacht? Aber, was hatte sie erwartet? "Was genau der Grund ist, warum ihr es tut", fuhr er fort und wandte sich ab, "mache mit dieser Information, was immer du willst. Um überzeugend genug zu sein, dass das hier nicht auffliegt, solltest du es wissen. Allerdings können wir es tatsächlich so handhaben, dass du nach dem Essen direkt sagst, dir geht es nicht gut – und wir gehen wieder. Damit sollten sich das Problem und dieser Teil des Abends erledigt haben."

Sie zuckte mit den Schultern und wartete, bis auch er seinen Mantel angezogen hatte. Dann folgte sie ihm durch die Tür, über einen kleinen Flur hinweg, auf dem sie – wie er sie im Vorübergehen beiläufig wissen ließ, ihr Badezimmer befand, eine steile Wendeltreppe hinab. Am Ende von dieser angekommen war ein weiterer Flur. Etwas länger und ausladender als der unter dem Dach, säumten ihn insgesamt vier Türen – sie vermutete, diese führten zu den bereits erwähnten Schlafzimmern und einem weiteren Bad.
Eine weitere Treppe, diese war jedoch größer und weniger steil als die, die ins Dach führte, führte sie hinab auf die untere Ebene. Dort erwartete sie ein riesiger Raum, der durch ein Podest scheinbar in drei teile unterteilt war. Auf dem Podest befand sich ein großräumiger Ess- und Wohnbereich. Ein riesiger Kamin befand sich vor einer geräumigen Sitzecke, die aus zwei sich gegenüberstehenden weißen Sofas und zwei Sesseln bestand. Neben dem Kamin war ein Korb mit Holzscheiten. Die Essecke, die aus einem Tisch mit sechs Stühlen bestand, stand direkt vor einer riesigen Fensterfront, die die gesamte Vorderseite der Wand einnahm und über eine Tür auf eine Terrasse zu führen schien. Dekadent, schoss es ihr durch den Kopf dekadent, aber wunderschön … Sie waren allein, also blickte sie sich noch einen Moment um. Malfoy hatte es sich auf einem der Sessel gemütlich gemacht.
Vor dem Podest befand sich der Eingangsbereich, der aus einer Garderobe, einer Tür und einer überdimensionalen Fußmatte bestand. An dessen Rand standen vier festere oder auch Schneestiefel. Zudem befand sich hier ein Schirmständer, in dem sich allerdings nur ein einiger, schwarzer Schirm befand. Von hier aus ging es aber nicht nur aufs Podest, sondern in einen kleinen aber üppig ausgebauten Küchenbereich. Sie kam aber nur dazu, einen flüchtigen Blick in diesen zu werfen, bis auf der Treppe Stimmen ertönten.

Angespannt wandte sie sich herum und wartete darauf, dass Zabini und die Fremde namens Jessica auf der Treppe erschienen. Und es dauerte nicht besonders lange. Wie erwartet sah Zabini nahezu genauso aus, wie sie ihn von der anderen Seite in Erinnerung hatte. Das schwarze Haar sorgfältig in Form und zurück gestylt. Auf dieser Seite schien es nur etwas kürzer zu sein als auf der ihren. Wie Malfoy steckte er in edlem Zwirn: Eine schwarze Hose, ein dunkelblaues Hemd und ein schwarzes Jackett umspielten seine hier deutlich schmalere Form. Zabini war nicht unbedingt schmächtig, aber auf ihrer Seite schien er tatsächlich etwas fülliger zu sein.
Jessica schien sich hingegen auf ihre Begleitung abgestimmt zu haben. Sie trug ein dunkelbaues Kleid und hatte ihr hellblondes Haar hochgesteckt, während Mione ihres offen und überraschenderweise lockig trug. Jessica sah sie an und nickte ihr sichtlich unbehaglich zu. Dann blickte sie auf und rüber zu Malfoy, der gerade vom Podest und auf sie zu trat. Zabini und die Blonde taten es ihm gleich – nur dass sie ihre Mäntel von der Garderobe nahmen, die sie dort wahrscheinlich zuvor abgelegt hatten. Hermione sah den beiden unbehaglich dabei zu, wie sie sich etwas überzogen.
Malfoy war neben sie getreten und schien sie einen Moment aus den Augenwinkeln zu beobachten. Sie ließ sich nichts anmerken und tat so, als würden ihr seine Blicke entgehen. Und dann ging es los. Zabini sah sie an, nickte ihnen zu, sagte "bis gleich", packte die Blonde am Handgelenk und sie verschwanden. Ihr Blonder sah sie fragend an und sie nickte. Reichte ihm ihre Hand und ließ sich von ihm fortziehen.


Etwa eine Stunde später saßen sie wie erwartet in einem sündhaft teuren Restaurant und versuchten so wenig gelangweilt wie möglich dreinzuschauen. Zabini war amüsant und tatsächlich charmant, was sie aufgrund der Erfahrungen, die sie mit ihr gemacht hatte, nicht erwartet hätte. Ebenso schienen sie sich zu kennen. Sehr gut zu kennen, was nicht verwunderlich, aber dennoch irritierend war.
Er nannte sie Mione oder Schönste und zwinkerte ihr hin und wieder zu, wenn Malfoy hinsah, was diesen manchmal wenn auch nicht immer böse funkeln oder die Braue heben ließ. Und ja, sie spielte das Spiel mit. Am Anfang hatte es sich merkwürdig angefühlt, doch nach einer Weile gefiel es ihr. Wahrscheinlich ein wenig zu sehr ...

Das eigentliche Problem war aber Jessica. Die schien so langweilig und hohl zu sein, wie sie schön, groß gewachsen, schlank und blond war. Meistens sagte sie nichts, warf hier und da ein paar dumme Fragen oder dumme Dinge ein, die sie alle verstummen ließ oder lachte über Dinge, die eigentlich gar nicht witzig waren. Zudem realisierte sie den Insidergag mit den verhunzten Namen nicht, was es etwas tragisch machte, diesen auf sie anzuwenden.
Denn sie verbesserte sie beinahe jedes Mal liebevoll lächelnd, wenn sie sie Janine, Judy oder Jennifer nannte. Beim letzten Mal hatte sie herzlich gelacht, Miones Hände umfasst und ihr tief in die Augen gesehen, während sie überaus gruselig ihren Namen flötete: "Jessica, Hermione. Jessica", hatte sie dabei gesagt und der Lockenschopf hatte unbehaglich gegrinst und genickt.

Das war aber nicht einmal das hauptsächliche Problem. Oder wie auch immer man es nennen konnte oder sollte. Das schien nämlich zu sein, dass Judy scheinbar mehr Interesse an Hermiones Begleiter zeigte, als an ihrem eigenen. Immer wieder himmelte sie ihn offensichtlich unauffällig an oder fragte ihn aus. Auch, wenn dieser mehr als deutlich machte, dass er sich nicht aushorchen lassen wollte – und dass ihm wenig nach ausschweifenden Gesprächen zumute war.
Gegen Ende des Gesprächs, in dem es sich immer wieder um Quidditch und die Teams, in denen ihre bessere Hälfte bisher scheinbar gespielt hatte – unter anderem die Falmouth Falcons, die Appleby Arrows, das nationale Junior Team für vielversprechende Spieler unter 17 und nicht zuletzt wohl auch die Nationalmannschaft bei der letzten Quidditch-Weltmeisterschaft – war Jennifers Interesse an Malfoy ebenso offensichtlich, wie die Gewissheit, dass sie mit ihrer Vermutung richtig gelegen hatte; und worauf Snape mit seiner Rede über verschwendetes Talent hinausgewollt hatte.
Malfoy war ganz offensichtlich brillant, hatte sich auf dieser Seite jedoch dafür entschieden, lieber den Besen zu reiten. Äußerst erfolgreich, aber sie kannte Snape gut genug, um zu wissen, dass er das nicht nachvollziehen konnte.

Vor allem nicht, wenn man bedachte, wie viel Potenzial tatsächlich in Malfoy in puncto Zaubertränken steckte. Sie hatte es schon zu Schulzeiten geahnt, denn er war ihr stets dicht auf den Fersen gewesen – und hatte sie so manches Mal sogar abgehängt. Und nun sah sie es auf der anderen Seite immerhin mit eigenen Augen. Er war nicht grundlos ein Experte auf diesem Gebiet, dem er sich dort angenommen hatte.

Jasmin fragte Malfoy theatralisch seufzend, ob er einen Lieblingsbesen hatte, was Zabini genervt die Augen rollen und Malfoy schneidend die Luft einziehen ließ. Er nahm einen großen Schluck Wein, offensichtlich um die ganz sicherlich wenig charmante Antwort, die ihm auf den schmal gezogenen Lippen lag und die das blauäugige Monster mit den vielen Namen erwartete, zu schlucken und schüttelte schwach den Kopf. "Wirklich gar keinen? Das kann doch gar nicht sein. Da waren so viele, oder nicht? Der Thunderstorm Helix, der Feuerblitz 1000x, 2000ti-"

"Nein", unterbrach der Blonde sie forsch. Was wahrscheinlich besser so war, denn von Ginny wusste sie, dass die Liste bei einem Profispieler durchaus lang werden konnte. Der Blonde sah sie fragend an und seine Miene nahm plötzlich etwas Merkwürdiges an: "Geht es dir nicht gut? Du siehst blass aus."

Hermione wich irritiert etwas zurück. Es dauerte einen Moment, bis sie seine Miene richtig zu deuten vermochte. 'Rette mich' schien quer durch sein sonst so blasiertes Gesicht geschrieben zu stehen. Das hier war … absolut ungewohnt. Und es ließ sie schlucken und beinahe heiser lachen. Glücklicherweise nur beinahe. Malfoy flehte sie aus stürmisch grauen Augen und aus angespanntem Gesicht um Hilfe an und es war nicht nur ungewohnt und unerwartet, weil es eine Premiere war. Es war ungewöhnlich und unerwartet, weil es ihn ... gut aussehen ließ. Weil ihm dieser verführerisch verzweifelte Blick vorzüglich stand. Unerträglich vorzüglich ... denn es machte sich merkwürdig kribbelig, wenn er sie so ansah.
Also seufzte sie, fächerte sich etwas Luft zu und raunte: "Ich bin etwas erschöpft. Der Tag war lang und anstrengend." Und das tat sie nicht, um ihm zu helfen – sondern, damit er endlich wieder wegsah.

"War er", bestätigte Malfoy sie sichtlich erleichtert, leerte sein Glas Wein und nickte Zabini zu, "wir gehen." Dieser nickte sichtlich erleichtert zurück. Natürlich tat er das, stahl der Blonde ihm gerade die Show.

Judith sah jedoch wenig begeistert aus. "Oh, wirklich? Jetzt schon?", fragte sie und sah ein paar Mal sichtlich verzweifelt zwischen Malfoy und Zabini hin und her – bis ihr Blick wieder Malfoy traf, der sich aufgerichtet hatte und den Stuhl für Mione zurückzog, sodass sie sich aufrichten konnte.
Und ja, auch das irritierte sie. Es irritierte sie ebenso, wie es sie irritiert hatte, dass er ihr Wein nach geschenkt oder Brot gereicht hatte. Es waren kleine Gesten, die sie von Ginny und Harry kannte. Ron war einfach zu ... unsensible und zu wenig empathisch waren wohl halbwegs passende Worte, um beim Essen darauf zu achten, ob sie alles hatte oder ob es ihr an irgendetwas fehlte. Er war nicht gerade das, was man einen Gentleman nannte. Und obwohl es sich nicht wundern sollte, dass der reiche und traditionell und altbacken erzogene Kotzbrocken, der gerade schräg hinter ihr stand, ein solcher sein konnte, wenn er es wollte, tat es das doch.
Es tat es sogar so sehr, dass sie hin und wieder zusammenzuckte, wenn er es tat. "Willst du nicht noch bleiben? Sie findet sicherlich auch allein zurück", fragte Jacqueline hoffnungsvoll an den Blonden gewandt, der gehässig lachte.

"Nein, ich denke nicht." Und kurz wollte sie protestieren, weil sie es als ein 'nein, sie findet ganz sicher nicht allein zurück' aufgefasst hatte. Aus reiner Gewohnheit – bis ihr bewusst wurde, dass er es auf den Part mit dem 'bleib doch bitte, du schöner Mann' bezogen hatte.

Zabini funkelte Jeanette von der Seite an. Sein Blick sprach Bände – und als der Schönen dieser bewusst wurde, senkte sie schuldbewusst und ertappt den Blick. "Dann wünsche ich euch eine gute Nacht", flötete Jelena und versuchte den Blick dabei sichtlich angestrengt nicht auf Malfoy zu legen.
Mione erwiderte den Wunsch und trat vom Tisch zurück. Spürte und hörte, dass Malfoy ihr auf leisen Sohlen folgte. Hörte, wie Zabini gehässig flüsterte, dass sie ganz sicher noch nicht schlafen, sondern dass sie ihn nun die ganze Nacht wie einen Besen reiten würde ... und der Gedanke hatte für eine Sekunde etwas abstrus Ansprechendes. Und die Tatsache, dass es so war, ließ ihr etwas Blut in die Wangen schießen. Glücklicherweise entging es Malfoy. Der hatte es nämlich unfassbar eilig, das Restaurant zu verlassen. Somit hastete er voran, zahlte ihren Teil der Rechnung und ließ ihre Jacken holen. Und eine Weile schwiegen sie, während sie auf diese warteten und ein Kellner ihr schließlich in diese half.

Erst auf dem Weg zurück, den sie langsam und wenigstens zum Teil zu Fuß zurücklegten, begann sie wieder leise zu sprechen. "Ich habe euch das Wochenende versaut. Das tut mir leid", sagte sie und atmete genüsslich etwas der kalten Nachtluft ein. Morgen Abend, etwa um diese Zeit, würde er auf ihrer Seite mit der schönen Greengrass hier stehen. Vermutete sie, aber es lag nahe, dass es tatsächlich ähnlich so kommen würde.
Sie blickte hinauf zur Hütte, die sich aus dem Bergpanorama erhob. Da sich niemand im Inneren befand, war es dunkel. Aber es sah sicherlich fantastisch aus, wenn die Hütte beleuchtet war. Das hier war ... traumhaft. Traumhaft schön, schoss es ihr durch den Kopf, während sie sich umsah. Sie war stehen geblieben und Malfoy hatte es ihr gleichgetan. Hatte einfach nur mit den Schultern gezuckt, weil es nichts zu erwidern gab. Denn es war eine Tatsache: Sie hatte ihnen dieses Wochenende verdorben. Sei es auch nur teilweise ... bisher jedenfalls.

Ihre Gedanken wanderten kurz zur Ampulle, die sie auf der anderen Seite unter ihre Brust geklemmt hatte. Gedankenverloren legte sie ihre Hand auf genau diese. Malfoy sah sie fragend und skeptisch an, doch sie winkte ab. "Hast du Schmerzen?", fragte er und sie schüttelte den Kopf.

"Nein, ich", flüsterte sie, "mir ist nur kalt." Was sollte sie auch sagen? Dass sie es beeinflusste? Dass sie entscheiden konnte, wann und wie sie sprang?
Wobei er es natürlich zum Teil wusste. Er wusste, dass ein Trank eventuell der Trigger war. Doch inwieweit, und dass sie ihn nur aus Forschungszwecken nahm, das wusste er bisher noch nicht. Und wahrscheinlich sollte sie es dabei belassen. "Du musst sehr gut sein", wechselte sie also ein Thema, das sie gar nicht begonnen hatten. Aus der Not oder aus dem Unbehagen heraus. Und er sah sie irritiert an, also fügte sie hinzu: "Quidditch. Du bist scheinbar gefragt. Bist ein Teil der Nationalmannschaft und hast bereits mit 17 Jahren im Jugendteam gespielt: Das ist gut."

Er zuckte mit den Schultern. "Das wird wohl so sein. Bin ich da drüben so schlecht, dass es so unwahrscheinlich erscheint?"

"Nein", sagte sie und atmete ein paar Dunstschwaden aus, "du hattest in den entscheidenden Jahren wahrscheinlich nur zu viele andere Dinge im Kopf, sodass das Fliegen in den Hintergrund geriet."
Die Konkurrenz, die er durch Harry gehabt hatte, die behielt sie für sich. Es war nicht von Belang. Stattdessen blickte sie einen Moment auf seinen verhüllten Arm. Den, auf dem sich noch heute das verblasste Todessermal befand. Es war niemals ganz verschwunden, bei keinem von ihnen. Blieb wie ein Brandmal zurück, das nach und nach mehr und mehr verblasste. Manche ließen es ausbrennen … soweit sie im Bilde war, hatte er es nicht getan. Warum, darüber gab es zahlreiche Gerüchte. Sie interessierten sie allerdings nicht. Oder, sie hatten sie bisher nicht interessiert. Vielleicht sollte es das jetzt … wo sie sich ihm immer wieder anvertraute. Darüber würde sie sich später Gedanken machen.
Er folgte ihrem Blick, wieder lag etwas entzückend Irritiertes in seiner Miene. "Du hast dich mit 16 Jahren den falschen Leuten angeschlossen", erklärte sie also, "ich denke, da ist dann alles andere verblasst."

Ein schwaches Nicken. "Das mag sein."

Mione räusperte sich, blickte wieder hinauf zur Hütte. "Darf ich dir in paar Fragen stellen?" Er antwortete, dass sie durfte – dass er jedoch erst, nachdem er sie gehört hatte, entscheiden würde, ob er sie beantworten würde. Sie nickte. Das war fair. Also stellte sie die Erste: "Wenn Dumbledore zu unserer Zeit nicht Schulleiter war, wer war es dann?"

"Horace Slughorn. Er ist es noch heute", gab er zurück und sie atmete überrascht aus. Aber, wenn man genauer darüber nachdachte, machte es Sinn.

Slughorn war stets ein angesehener Magier gewesen. Bis er Voldemort mehr oder weniger unbewusst auf den dunklen Pfad geholfen hatte. Die Frage war also, was passiert wäre, hätte es Tom Riddle nie gegeben – oder hätte dieser den falschen Pfad nicht einschlagen können. Vielleicht weil es Dumbledore niemals gegeben hatte und Riddle das Waisenhaus der Muggel niemals verlassen hatte zum Beispiel.
"Was ist mit Hagrid?", platzte es aus ihr heraus. Hätte Riddle niemals Hogwarts besucht, wäre die Kammer des Schreckens verschlossen geblieben. Und Hagrid wäre eventuell niemals der Schule verwiesen worden.

"Rubeus Hagrid?", fragte Malfoy und sie nickte bestätigend. "Ist ein hoch angesehener Experte für magische Tierwesen. Soll sehr verschroben sein, ich kenne ihn nicht persönlich. Aber, er wandelt auf Newt Scamanders Spuren. Hat bereits mehrmals mit ihm zusammengearbeitet, wobei er eher ein Mann der Taten, als ein Mann großer Worte zu sein scheint. Was bedeutet, er ist stets mittendrin statt nur dabei und lässt andere die Schreib- und Wortarbeit machen. Er hat einige seltene Arten gerettet und ein paar neue entdeckt: den Xeroniplus so weit ich weiß. Einen äußerst hässlichen Wurm, der sich verpuppt in ein fledermausartiges Getier verwandelt. Das war es aber auch schon. Wenn du mehr wissen willst, musst du ihn nachschlagen."

Hermione lachte erleichtert und ein warmer Schauer durchfuhr sie. Ja, das klang nach Hagrid. Und das klang nach einem Leben, das er ganz sicherlich liebend gerne geführt hätte. Er mochte sich wohl auf den Ländereien der Schule fühlen, auf denen er nach wie vor als Wildhüter und zeitweise auch als Lehrer für das Fach Magische Geschöpfe arbeitete. Nach dem Krieg hatte er diese Tätigkeit aber eine Weile zurückgestellt und sprang nur gelegentlich ein. Soweit sie aktuell im Bilde war jedenfalls.
Das war also ... "wundervoll", flüsterte sie. Denn das war es tatsächlich. Sie überlegte und fragte dann nach Luna. Malfoy zuckte nichtssagend die Schultern und sie schluckte. Blickte zu Boden und fragte dann nach Ron.

"Weasley? Dein Weasley?", fragte er spottend und schwieg einen Moment, "frag mich etwas Besseres. Er ist verheiratet, wie jeder von diesem ... Pack", raunte er und sie funkelte ihn an. War das jetzt tatsächlich das beste Wort, was er in puncto Weasleys gefunden hatte? Er hatte gestockt, also vermutete sie dies. Kopfschüttelnd ließ sie ihn aber gewähren. "Arbeitet wie sein Vater und ein Großteil seiner Brüder im Ministerium und hat wahrscheinlich sechs Kinder." Die Blicke, die sie tauschten, ließen ihn erneut mit den Schultern zucken und dann leise lachen: "Ich habe mit diesem Gesocks nichts zu tun. Was erwartest du von mir?"

"Malfoy", zischte sie und er rollte mit den Augen. Und weil sie wusste, dass es nichts brachte, fuhr sie fort: "Und was ist mit den Scherzartikeln?" Sie sah ihn fragend an und er blickte fragend zurück. Also wurde sie konkreter: "Weasleys Scherzartikeln?" Ein Schulterzucken was ihr sagte, dass es diese hier nicht gab.

"Da gab es ein paar Gags an der Schule, aber-", begann er leise, doch sie winkte ab. Sie verstand.

Es hatte Harry nicht gegeben und somit auch kein Startkapital, mit dem man Weasleys hätte aufziehen können. Und somit war ein Traum, den Fred und George, die hier wahrscheinlich wenigstens beide noch am Leben waren, zerplatzt, bevor er geträumt werden konnte. Und somit hatte alles seine Sonnen- und Schattenseiten.
Die Kälte nahm sie ein. Sie blickte sich ein weiteres Mal um. Schlang die Arme um sich und begann zu zittern. Wusste nicht genau, ob es die Tatsache war, dass sie gerade zu tief gebuddelt hatte – oder doch nur die kalte Novemberluft, die sie umgab.
"Können wir zurück zur Hütte apparieren?", fragte sie schließlich leise. Und Malfoy nickte und reichte ihr auffordernd die Hand. Und zu ersten Mal irritierte es sich nicht. Stattdessen umfasste sie diese, ebenfalls ohne zu zögern und ließ sich von ihm fortzerren

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Vorschau:

Er hob eine Braue. "Also suchst du einen Weg … bei dem er danach nicht mehr erwacht?", fragte er skeptisch.

"Oh Gott nein", presste sie hastig hervor und ihre Schläfen begannen zu schmerzen. "Natürlich nicht. Ich brauche ihn. Als Partner. Als Arbeitspartner. Aber, ich brächte einen Grund, warum er … einfach so ohnmächtig werden könnte, wenn ich bei ihm bin, ohne dass das … auffällig wäre." Ja, das klang absolut dämlich. Diesen Weg gab es nicht … nicht, dass sie so weit kommen würde.

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Huhu, ihr Lieben. Vielen Dank, für die lieben Kommentare, Favos und Sternchen. Ihr seid die Besten. *keksewerf* Danke an Tiffy, fürs Betalesen und da ich morgen wirklich den ganzen Tag unter Strom stehe, geht es ausnahmsweise mal heute schon weiter. Ich wünsche euch ein wundervolles Wochenende.
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