Aufgepasst die Fremde mischt sich ein!

von Elestial
GeschichteAbenteuer / P12
Cheshire Cat der Wille des Abyss / Alyss Oscar Vessalius Reim Lunettes Sharon Rainsworth Xerxes Break
28.06.2014
27.09.2016
6
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„Der Abyss, es heißt, wer dort hingebracht wurde, kommt nie wieder raus. Man sagt, wenn jemand ein schlimmes Verbrechen begangen hat kommt aus dem Abyss ein Bote und bringt ihn an einen schrecklichen Ort“,erklärte Nicola den Kindern. „Dann werden wir nicht in den Abyss gestoßen, wenn wir nur zu spät schlafen gehen?“, fragte eines der Kinder gespannt nach. Sie schüttelte den Kopf:„ Nein wegen so etwas kommt man nicht in den Abyss. Dafür muss man etwas ganz ganz schlimmes tun, wie die bösen Männer im Fernsehen“. Erleichter Atmeten einige Kinder auf. „Dann hat Mama mich belogen!“, rief Eines. Ein anderes meinte:„ Genau, Papa hat das auch zu mir gesagt!“. „Bei mir sagte er, ich komme in den Abyss, wenn ich mir heimlich ein Bonbon nehme!“,ergänzte ein Weiteres„Man kann denen echt nicht mehr trauen!“. Beschwichtigend hob Nicola die Hände:„ Na, na so ernst dürft ihr das nicht nehmen. Eure Eltern wollten euch nur etwas ärgern, dass macht ihr unter einander doch auch oder?“. Ein Raunen ging durch die Kinderreihe bis alle es eingestanden hatten. „Gibt es den Abyss denn wirklich?“, kam die plötzliche Frage wieder auf. „Wie? Aber ich hab euch doch schon-“, begann sie. Jedoch wurde sie sofort wieder unterbrochen:„ Du hast uns nur erklärt was der Abyss ist und wer dort landet, aber nicht ob er wirklich existiert!“. Ein Seuftzer englitt ihr:„ Na gut, aber dann ist das Thema beendet okay? Also die meisten Menschen denkten es sei nur ein Märchen....jedoch sollen ab und zu bei mysteriösen Kriminalfällen der Täter auf unerklärlicheweise verschwunden sein. Sie sollen vom Erdboden verschluckt worden sein im wahrsten Sinne des Wortes. Von daher könnte sich jederzeit einer der Boten des Abyss einen Weg in unsere Welt direkt neben euch bahnen. Dann öffnet sich ein Spalt mit schimmerndem Licht und dann.....Wahhhhhh!“
Erschrocken zuckten die Kinder zusammen und einigen von ihnen entfloh ein kleiner Schrei. Mitten durch zog sich Nicolas Lachen. „Das war gemein!“, meckerten ein paar der Kinder und zupften an ihrer Kleidung. „Hahaha, das war doch nur ein kleiner Scherz!“, lachte sie. „Von wegen kleiner Scherz, musst du die Kinder immer so erschrecken, Nicola?“, brummte die alte Dame als sie das Zimmer betrat und sah sie skeptisch an „Du siehst aus als könntest du niemandem etwas tun hast es, allerdings Faust dick hinter den Ohren!“. Nicola lächelte sie frech an:„ Sie aber auch Madame Dumas, dass zwitscherten mir jedenfalls einige Vögelchen!“. „Diese Vögelchen zwitschern unnötiges Zeug, welches sie nicht im geringsten angeht!“, erwiderte Madame Dumas nur und schüttelte den Kopf „Komm deine Mutter ist da. Sie will dich abholen“. Das Lächeln verschwand von Nicolas Gesicht:„ Sie holt mich ab? Dabei hab ich ihr gesagt, dass sie das nicht machen soll!“.
Sie stand auf und griff nach ihrem Stock. Mit ihm ging sie langsam und vorsichtig in die Richtung in der die Tür sein musste. „Du musst Nachsehen mit ihr haben. Immerhin gibt sie sich die Schuld dafür“, meinte Madame Dumas und nahm Nicolas Arm und zog sie leicht nach rechts. Damit sie nicht gegen den Tisch lief. „Aber es ist doch nicht ihre Schuld“, seuftzte Nicola nur wieder und schob Madame Dumas Hand beiseite „Danke, aber ich komme schon zurecht!“. Bevor Madame Dumas noch etwas sagen konnte klingelte es an der Haustür, welche sie selbstverständlich sofort öffnen ging. „Ah, da sind sie ja Frau Dupont. Nicola kommt schon“, begrüßte sie die gestresste Frau vor ihr. Als Nicola bei den beiden angekommen war wurde ihr sofort unter die Arme gegriffen und Frau Dupont half ihr die Treppenstufen der Veranda herunter. „Danke das sie sich wieder um sie gekümmert haben Madame Dumas! Ich schulde ihnen so viel“, meinte Frau Dupont überschwänglich und schloss die Autotür hinter Nicola.  „Ach, was Frau Dupont. Ich hab zu danken. Nicola beschäftigt sich wirklich gut mit den Kinder. Sie lieben Nicola!“, verabschiedete sich Madame Dumas und verschwand wieder im Haus.
„Mutter du sollst mich doch nicht immer abholen! Ich kann mit dem Bus fahren“, sagte Nicola genervt. Das Auto setzte sich in Bewegung und schlängelte sich durch die Straßen. „Nein, ich will nicht das du draußen alleine rum läufst! Wenn dir jemand etwas tun würde......du kannst dich nicht wehren und nicht weglaufen! Ich würde es nicht ertragen, wenn ich dich auch noch verlieren würde!“, entgegnete ihre Mutter besorgt.  „Nur weil ich blind bin, bin ich noch lange nicht hilflos! Ich finde mich gut zurecht im Leben!“, meinte Nicola wütend „Du bist viel zu überfürsorglich, weil du dir einbildest es sei deine Schuld, dass ich vor fünf Jahren erblindet bin! Aber daran hat allein Vater Schuld!“. Allein ihren Vater zu erwähnen reichte um ihre Mutter noch blasser aussehen zu lassen. „Ne-nein, da-das war nur ein Unfall.....er wusste nicht was er tat!“, verteidigte sie ihn vor Nicola. Diese verzog das Gesicht:„ Es war ein Unfall das er mir im Suff das Augenlicht nahm? Willst du mich auf den Arm nehmen?! Er wusste genau was er tat und erfreute sich daran! Dich hat er doch auch immer misshan.....Jedenfalls können wir froh sein, dass er weg ist!“. Eine unangenehme Stille breitete sich in dem kleinen Auto aus und machte die Luft schwer.
Endlich hielt das Auto und nachdem ihre Mutter Nicola die Tür geöffnet hatte, stieg sie aus. Wie gewohnt lief sie den Kiesweg zur Haustür in einem schnelleren Tempo als anderswo. Doch dieses mal war es anders. Der Boden verschwand plötzlich und sie fiel hinab. „Was?“, ertönte ein kurzer verwunderter Ruf von Nicola bei ihrem Sturz. Ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben was gerade passiert war saß sie wieder auf dem Boden.  „Wa-Was Was ist denn nur passiert?“, fragte sie laut in der Hoffnung eine Antwort zu bekommen. Auch wenn sie wusste, dass es wahrscheinlich keine gute Idee war Geräusche von sich zugeben. „Oh, hat  sich wieder ein Tor geöffnet?“, ertönte eine fremde Stimme hinter ihr. „Wer ist da?“, wollte Nicola wissen und drehte orientierungslos ihren Kopf hin und her „Weißt du wo wir hier sind?“. Ein leises Kiechern erklang: „Wir sind hier im Abyss!“
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