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Mitbewohner, Lehrer und andere Katastrophen

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
27.06.2014
04.01.2015
20
61.665
60
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Dieses Kapitel
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27.06.2014 2.826
 
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,,Verdammt, Jiraya! Ich sag das jetzt ein letztes Mal. ICH WILL NICHT”, knurrte ich meinen Patenonkel an.

Der blöde Verräter verdrehte nur genervt die Augen und seufzte.
,,Mann, weißt du, wie schwer es ist, mitten im Schuljahr einen Platz für jemanden zu finden, der zum zweiten Mal geflogen ist?!”, entgegnete er grimmig und starrte stur auf die Straße.

,,Hmpf. Das ist noch lange kein Grund, mich in ein Internat zu stecken”, meinte ich und verschränkte die Arme vor der Brust.

Ja, zugegebener Maßen, ich hatte es echt geschafft zwei mal  zu fliegen.

Und das wundervolle Resultat? Mein lieber Onkel, der auch gleichzeitig mein Vormund ist, zwang mich allen Ernstes auf ein Internat zu gehen.
Und, möglicherweise konnte man mir das auch ansehen, ich hatte absolut keine Lust darauf.

,,Weißt du, gewisser Weise ist das schon ein Grund”, sagte Jiraya nachdenklich.
,,Außerdem hat es einen super Ruf und ist eigentlich sogar voll. Du hast Glück, dass Tsunade und ich so gut befreundet sind.”

Verwirrt runzelte ich die Stirn. ,,Befreundet? Hat sie keine Schulden bei dir?”

Der Weißhaarige lachte nervös auf, und ich schwöre, in diesem Moment hatte er einen leichten Rotschimmer auf den Wangen.
,,Nein, nicht mehr.”

,,Urgh. Sag mir nicht, dass du was mit der hattest”, rutschte es mir heraus und allein bei der Vorstellung wurde mir schlecht. Jiraya und Oma Tsunade… urgghh.

,,Heh, manche Dinge gehen nicht mal meinen kleinen, kriminellen Neffen was an”, grinste er.

,,Ey”, empörte ich mich. ,,ich bin nicht kriminell!”

Jiraya grinste.
,,Ach ja? Muss ich dich daran erinnern, warum du von der Schule geflogen bist?”

,,Hmpf.”

Er lachte noch mal auf und bog dann mit dem Wagen in eine Straße ein.
Zumindest so was ähnliches, denn es kam einem Wanderpfad näher.

,,Oh Gott, du willst mich umbringen, oder?!”, entwich es mir panisch und meine Hände krallten sich in den Autositz. ,,Du hast keine Lust mehr, für mich verantwortlich zu sein und jetzt willst du mich kaltmachen und im Wald vergraben! Es gibt gar kein Internat, oder?”

Todernst schaute mein Onkel mich an, seine Stimme klang kühl und gefasst.
,,Jetzt wo du das herausgefunden hast, muss ich dich wohl auf der Stelle erschießen.”

,,Mann, das ist nicht witzig, echt jetzt!”, murmelte ich und startete einen letzten Versuch. ,,Komm, ich schwöre dir, ab jetzt gebe ich mir total Mühe, ich werde nur noch gute Noten schreiben, Hausaufgaben machen und sogar im Haushalt helfen! Nur bitte, biitte, nicht dahin! ”

Ich schaute ihn mit einem Hundeblick an, der sonst immer wirkte. Immer, ehrlich, wirklich immer. Mit nur einer Ausnahme. Und die war jetzt.

,,Haha, dafür ist es jetzt zu spät, Freundchen. Mach dich bereit für Tsunades Regeln. Die sind anders, als meine.”

Das Auto wurde langsamer und kam schließlich vor einem riesigen Tor zum Stillstand.

,,Scheiße, ich will nicht, echt jetzt”, presste ich hervor. Irgendwie wurde ich gerade richtig nervös. Scheiße. Scheiße. Scheiße. Scheiße.

Das Tor öffnete sich und er fuhr den Wagen auf einen riesigen Innenhof, der von großen Gebäuden umgeben war.

,,Ach, übrigens; ich habe Tsunade schon vorgewarnt. Sie lässt sich nicht von dir verarschen.”

,,Du kannst mich mal, echt jetzt.”

,,Ja, du wirst mir auch fehlen. Und jetzt steig aus”, sagte er kurz angebunden.

,,W-Warte mal! Willst du nicht mitkommen?”, fragte ich verwirrt.

,,Ähm…”, überlegte er laut und provokant, mit einem fiesen Grinsen auf dem Gesicht. ,,Ehrlich gesagt nicht, aber vielleicht besuche ich dich mal.”

,,JIRAYA, was für ein verantwortungsloser Pate bist du denn bitte?! Ich dachte, du willst Oma Tsunade treffen?”, fragte ich.
Ich wäre eigentlich davon ausgegangen, sie waren so was ähnliches wie Kindheitsfreunde.

,,Schon, aber wir treffen uns heute Abend in Ruhe. Und jetzt zieh Leine, Kleiner”, grinste er und startete den Motor schon wieder.
Dann hatte ich die ultimative Idee.
Einfach sitzen bleiben.

Mit einem genervten Seufzen stellte er den Motor aus, zog den Schlüssel und stieg aus. Überrascht sah ich mich um und bemerkte, dass er mein Gepäck aus dem Kofferraum holte und einfach mitten auf den Hof schmiss.

Dann riss er meine Tür auf und schaute mich auffordernd an.
,,Naruto, es reicht jetzt.”

Stumm starrte ich zurück.
,,Nein.”

,,Oh. Doch.”

,,Neee-eiii-een.”

,,Jetzt beweg endlich deinen Arsch da raus.”

,,Ich will nicht.”

,,Ich werde nicht mit dir darüber diskutieren.”

,,Ich auch nicht.”

Feindselig starrte ich meinen Patenonkel an.
Jiraya starrte genauso feindselig zurück.

,,Naruto, jetzt steig aus dem Wagen.”

,,Und was wenn nicht?”

,,Dann…”, fing er an, wurde jedoch von einer schwarzhaarigen Frau unterbrochen.

,,Oh, Hallo! Du musst Naruto Uzumaki sein, oder?”, fragte sie freundlich und  lief winkend auf uns zu.
,,Mein Name ist Shizune und ich bin hier die Sekretärin. Schön dich kennenzulernen.”

Sie lächelte und ich starrte sie nur verwirrt an. Okay, ich bin ein glücklicher Mensch. Ich gebe mir immer Mühe alles positiv zu sehen und mit guter Laune und Optimismus durchs Leben zu gehen.
Aber das ist jetzt einfach zu viel.

Sie kam vor Jiraya zum stillstand und sah mich erwartungsvoll an.
,,Wir haben schon alles vorbereitet, ich hoffe, du wirst dich hier wohlfühlen!”

Ich schluckte meine Bemerkung herunter. Wenn Leute so nett lächeln kann ich einfach nicht fies sein. Dafür bin ich ein viel zu guter Mensch.

,,So, Kleiner, dann müssen wir uns jetzt wohl verabschieden”, meinte mein Patenonkel plötzlich wieder total väterlich und ich ließ mich dazu herab aus dem Auto zu steigen.

,,Bis dann”, nuschelte ich und schaute beleidigt weg. So ein mieser, hinterhältiger, blöder Verräter.

Er lachte noch mal auf und wuschelte mir durch die Haare.
,,Mach’s gut. Und halt dich wenigstens dieses eine Mal zurück, okay?”

Ich schnaubte einmal kurz, schaute ihm dann aber trotzdem in die Augen.
,,Lass dich beim Spannen nicht erwischen und schreib fleißig an deinen Pornos weiter, okay?”, sagte ich extra so laut, dass Shizune es unmöglich überhören konnte.

,,Würdest du mir bitte folgen, Naruto?”, fragte sie so, dass ich gar keine Wahl hatte und schlecht gelaunt meine Sachen hinter ihr her tragen musste.

Ich ignorierte das letzte Winken von Jiraya und folgte der dunkelhaarigen Frau ins zweite große Gebäude.
Alles war total sauber und ordentlich eingerichtet.
Ekelhaft.

,,Also, es gibt ein paar ganz simple Regeln, die du dir gut merken musst.
Eigentlich nichts großes, aber ich denke es ist trotzdem wichtig, dass du sie kennst”, lächelte sie und holte tief Luft.

,,Also:
Kein Alkohol, keine Zigaretten oder andere Drogen, kein Geschlechtsverkehr oder ähnliche sexuelle Handlungen, keine Musik lauter als Zimmerlautstärke, um zehn Uhr abends ist Ruhe, am Wochenende um elf Uhr.
Du musst pünktlich um neun zum Unterricht erscheinen, der dann um vierzehn Uhr enden wird. Von sieben bis halb neun gibt es Frühstück, um fünfzehn Uhr gibt es Mittagessen. Abendessen ist von sechs bis acht Uhr.
Sämtliche Konsolen sind Verboten. Du musst die Schuluniform tragen, nur die Schlafgarnitur darfst du von zu Hause benutzen… ja, das war es grob gesehen.
Jeder Schüler hat eine Schulordnung auf seinem Zimmer, wo alles drin steht… Hmm.. Hab ich etwas vergessen..? Ach ja, das Handy!
Du musst dein Mobiltelefon abgeben. Keine Sorge, wir haben ein öffentliches Telefon, welches dir täglich neun Minuten lang zur Verfügung steht. Und hier ist dein Zimmer”, beendete sie ihre verstörende Rede und blieb vor einer braunen Holztür mit dem Aufdruck ‘213’ stehen.  

Mit großen Augen und offenem Mund starrte ich sie an und versuchte das zu verarbeiten, was sie mir da gerade gesagt hatte.

,,W-Was?”, brachte ich stotternd heraus.

,,Dein Zimmer. Keine Sorge, in ein paar Tagen fühlst du dich hier wie zu Hause. Ich weiß, am Anfang ist es schwer, aber bald findest du dich zurecht. Merk dir einfach, dein Zimmer befindet sich im zweiten Stock, die siebte Tür”, sagte sie und klopfte.

,,Oh, ähm.. Falls du… Probleme mit deinem Mitbewohner haben solltest, dann trau dich ruhig zu Tsunade oder mir zu gehen. Er kann manchmal ein bisschen schwierig sein”, fügte sie hinzu.

Und das war das, was mir in diesem Moment eigentlich Angst machte.

,,Uhm… weißt du, ich glaube, ich gehe mal lieber”, sagte Shizune und lächelte falsch.
,,Ich habe keine Lust mit ihm zu diskutieren. Deine Uniform liegt auf deinem Bett. Viel Spaß noch!”

Mit ‘ihm’ meinte sie wohl meinen Zimmergenossen. Sie hatte ihren Satz noch nicht mal beendet, als sie um die Ecke bog und verschwand.

Und ich stand allein und verlassen vor der Tür.
Nach ein paar Sekunden, Minuten oder vielleicht sogar Stunden erwachte ich aus meiner Trance und klopfte, weil ich immer noch keine Antwort bekommen hatte.

Nichts.

Ob er mich einfach nicht gehört hatte?
Ich klopfte noch mal. Diesmal energischer. Ich wollte nicht einfach reinstürmen.
Nicht, dass ich herein platzte, wenn er sich gerade umzog oder so. Das wäre nicht unbedingt der perfekte Start fürs Zusammenleben…

Immer noch keine Antwort.

Langsam wurde ich ungeduldig. Shizune hatte recht. Mein Mitbewohner konnte wirklich etwas schwierig sein.

Ich klopfte noch ein mal… Okay, ja, ich hämmerte ziemlich aggressiv an die Tür, aber ich hatte jawohl auch jedes Recht dazu, oder?

Als die Tür sich immer noch nicht öffnete, hielt ich es nicht mehr aus und riss sie auf.

Ein schlicht eingerichtetes, hell gestrichenes Zimmer mit zwei Betten, zwei Schränken und zwei Schreibtischen kam zum Vorschein.

,,Hab ich dich reingelassen?”, fragte eine genervte Stimme und ich drehte mich um und blickte geradewegs in schwarze Augen.

Böse guckende, schwarze Augen, die zu einem Jungen in meinem Alter gehörten.
Er hatte genauso schwarze Haare und eine etwas merkwürdige Frisur. Außerdem hatte er auffallend helle Haut und sah alles in allem wahrscheinlich sogar… überdurchschnittlich gut aus.

,,Uhm, also… ich dachte, du hättest das Klopfen vielleicht nicht gehört?”, meinte ich und ging unbewusst einen Schritt zurück. Der Kerl kam mir komisch vor.

,,Das ist mein Zimmer. Ich teile nicht gern”, sagte er und blickte mich ernst an.

,,Ja, weißt du, ich hab mir das zufälliger Weise auch nicht ausgesucht”, lachte ich mit einem ziemlich… gruseligen Lächeln. Ich stand vermutlich Millimeter vor einem Nervenzusammenbruch.

Seine Miene blieb nach wie vor unverändert.
,,Glaubst du, ich will hier sein?”, fragte er und ich bekam langsam ein kleinen wenig Angst vor ihm.

,,Ähm… Noch mal von vorne. Hallo, ich bin Naruto Uzumaki, schön, dich kennenzulernen. Wie heißt du?”, redete ich einfach drauf los und lächelte breiter.

,,Sasuke”, sagte er nur, wandte sich von mir ab und warf sich auf sein Bett. Er wirkte irgendwie total angespannt und ich hatte ein bisschen Angst, er würde mir ein Kissen aufs Gesicht drücken, wenn ich schlief.

Sasuke sagte nichts mehr, sondern wühlte in irgendeinem schwarzen Rucksack herum.

Auch gut.
Also, nur um noch mal alles klarzustellen:

Ich befand mich in einem Internat am Arsch der Welt.

Es gab hier unnormal kranke Regeln, die einem alles verbaten, was auch nur ansatzweise Spaß machte.

Mein Mitbewohner war entweder eine totale Zicke oder ein Psychopath.

Super.

Ich schaute mich nach dem anderen Bett um, auf dem wirklich ein Wäschekorb stand.
Meine Schuluniform, schoss es mir durch den Kopf und ich warf Sasuke einen Blick über die Schulter zu. Er trug eine dunkle Hose und ein weißes, weit aufgeknöpftes Hemd.

Etwas dümmlich schaute ich in den Korb. Weiße Hemden, rote Krawatten und schwarze Pullis mit V- Ausschnitt. Dazu passende dunkle Hosen und sogar Schuhe.

,,Oh mein Gott”, rutschte es mir heraus und ich bemerkte wie der Schwarzhaarige seinen Kopf hob und mich fragend und genervt anblickte.

,,Wir müssen doch nicht ehrlich die ganze Zeit in diesen Dingern rumlaufen, oder?”, hakte ich empört nach.

Sasuke zog eine Augenbraue hoch und sah mich wieder emotionslos an.
,,Nein, die hast du nur so bekommen. Du darfst anziehen, was du willst.”

Eine Sekunde lang starrte ich ihn verdattert an.
War das jetzt Sarkasmus? Irgendwie  war ich mir nicht sicher, wie ich ihn einschätzen sollte.

Es klang nicht danach, aber nachdem, was er sagte, was er sagte musste es doch Sarkasmus sein..!
,,Ähh”, machte ich und blickte ihn unsicher an.

Er zuckte desinteressiert mit den Schultern.
Ich machte mich weiter daran, mein Zeug auszupacken.

Wirklich viel war es ehrlich gesagt nicht.
Schon traurig, aber wenn Handys und Konsolen und alles, wofür es sich zu leben lohnt, verboten sind und man nicht mal seine eigenen Klamotten tragen darf, dann ist es eben weniger, als man denkt.

Und im nächsten Moment ließ ich vor Schreck den Wäschekorb fallen.
Unnormal laute Musik drang in meine Ohren und mit einem Blick zu meinem neuen Mitbewohner konnte ich erkennen, dass er gerade eine Fernbedienung neben sich legte und entspannt die Augen schloss.

Eigentlich mochte ich Musik. Wirklich. Ich gehörte auch nicht zu den Menschen, die zwanghaft leise hören mussten, aber das war jetzt wirklich extrem laut.

Ich glaube, es war Metal oder so.
Das spielte allerdings nicht wirklich eine Rolle, denn Fakt war, ich hätte schreien können und würde es vermutlich nicht mal selbst hören.

Sasuke hatte immer noch total entspannt die Augen geschlossen und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf.

Die Gitarren drohten mein Gehör zu töten.
Gott, wenn der öfter so laut Musik anhatte, müsste er so gut wie taub sein.

,,EY, KANNST DU DIE MUSIK LEISER MACHEN?”, brüllte ich, konnte mich jedoch selbst kaum hören.

Natürlich bekam ich keine Antwort.
,,HEEY, MACH DAS MAL LEISER!”

Entweder hörte er mich nicht, oder er ignorierte mich eiskalt.
Was für ein Arschloch?!

Okay, ja, ich weiß ja selber, dass es lächerlich war, aber ich war so fertig mit den Nerven, dass ich einfach die Sachen, die ich in der Hand hatte aufs Bett warf und zu ihm herüber stapfte.

Ich stand dumm vor seinem Bett.
Er regte sich kaum, hatte die Augen immer noch geschlossen und lag einfach nur da.

,,HEY, LAUTER ALS ZIMMERLAUTSTÄRKE IST NICHT ERLAUBT”, versuchte ich es. Immer noch nichts.

Ich müsste mich nur ein kleines bisschen über ihn beugen, dann könnte ich die Fernbedienung nehmen.

Könnte ich, aber irgendwie war Sasuke gruselig. Mit der hellen Haut und den dunklen Haaren sah er aus wie eine Leiche oder ein Vampir.

Die Musik hämmerte in meinem Kopf und ich seufzte, was sowieso niemand hören konnte.

Vorsichtig beugte ich mich über ihn, als er plötzlich die Augen öffnete und mein Handgelenk packte.

Ich weiß nicht, ob ich kurz bewusstlos war oder was auch immer, aber als ich das nächste Mal blinzelte lag ich auf einmal mit dem Rücken auf dem Bett und der Kerl befand sich direkt über mir und starrte mich extrem böse an.

Der Lärm verstummte und die Stille war ohrenbetäubend, egal, wie komisch das auch klingt.
Wann hatte er die Musik ausgeschaltet?

Auch, wenn seine Miene absolut ernst war, seine Augen funkelten irgendwie.
Er beugte sich runter und ich bekam richtig Panik. Jetzt würde er mich beißen und ich würde ein Vampir oder Zombie oder so werden.

Aber das tat er nicht. Er hielt gefährlich nah vor meinem Ohr und flüsterte:
,,Mein Zimmer, meine Regeln. Ich bestimme die Lautstärke.”

Er verweilte so und sein heißer Atem schlug gegen meine Haut.
Adrenalin schoss durch meine Adern und ich bekam mir lief ein Schauer den Rücken hinunter.

,,Äh, aber…”, wollte ich widersprechen, verstummte aber, als ich seinen Blick sah.

Er hatte feine, schwarze Augenbrauen und genau die zog er wütend zusammen. Die Schwarzen Augen bohrten sich in meine.

Sasuke stand auf.

,,Wo willst du hin?”, fragte ich und sprang ebenfalls auf.

Er schnappte sich ein paar dunkle Klamotten, sagte nur ‘Badezimmer’, und verschwand durch eine Tür, die mir vorher gar nicht aufgefallen war.

Also immerhin hatten wir ein eigenes Badezimmer! Früher hatte ich mir eins mit Jiraya teilen müssen… Okay, jetzt musste ich mir ein Bad mit Sasuke teilen und das kam im Endeffekt also auf das gleiche raus, aber man musste ja immer optimistisch bleiben!

Als ich endlich allein war, entwich mir unbewusst ein Seufzen.
Ja, ich hatte mich mal wieder in eine blendende Situation gebracht.

Sasuke war echt komisch, aber am meisten schockiert war ich über meine eigene Reaktion.

Seit wann lässt Naruto Uzumaki sich denn bitte von irgendwelchen komischen Typen rumschubsen?

Ich schüttelte den Kopf und zwang ein Grinsen auf mein Gesicht.
Ganz einfache Antwort: gar nicht.

Sasuke war vielleicht komisch, aber das hieß nicht, dass er hier irgendwas zu bestimmen hatte.

Heh. Mit mir sollte man sich besser nicht anlegen.

Das Grinsen wurde nun langsam echt und ich nahm die letzten Sachen aus meiner Tasche und stopfte sie unters Bett.

Irgendwie war ich todmüde…
Die Uhr, die über der Tür hing, sagte mir, dass es halb neun war. Ich musste gleich noch ins Bad…

Wie lange brauchte Sasuke denn bitte?
Genervt ließ ich mich aufs Bett fallen und schloss für eine einzige, kurze Sekunde die Augen.

Das Internat war scheiße.
Mir fehlte Hinata. Meine kleine, liebe, süße, beste Freundin.

Sie war meine Nachbarin gewesen und wir waren praktisch seit dem Kindergarten Freunde. Sie war die einzige, die die ganze über Zeit für mich dagewesen war und jetzt war sie ganz allein.

Irgendwie machte ich mir mehr Sorgen um sie, als um mich selbst. Ich hatte Kiba zwar gesagt, er solle auf sie aufpassen, aber trotzdem.

Hinata war schließlich sehr schüchtern und es würde noch ewig dauern, bis sie Kiba wirklich vertraute…

Und dann irgendwann schlief ich doch ein.
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