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Lord Shen - The Reign of Gongmen City

von Chaohrem
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Lord Shen Po Shifu Tigress Wahrsagerin
24.06.2014
16.04.2016
7
6.364
 
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.04.2016 1.655
 
Endlich ist es soweit und ich werde diese Fanfiction nun doch fortsetzen... Nach vielen Nachfragen habe ich beschlossen, die Geschichte um Lord Shen wieder neu aufblühen zu lassen ^^

es kann sein, dass nicht regelmäßig ein neues Update kommen wird, da ich sehr viel mit Schule zu tun haben werde -.- Jedoch versuche ich natürlich mein bestes zu geben ;)

Dann will ich auch niemanden weiter aufhalten und wünsche euch viel Spaß beim Lesen :D

VERMERK: Die ersten 5 Kapitel sind schon ungefähr 2 Jahre alt, daher kann sich der Schreibstil etwas unterscheiden... Ich wollte nicht noch einmal komplett von vorne anfangen, da die Grundidee im Prinzip die gleiche geblieben ist :)

So, das war's jetzt wirklich xD
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Die Sonne war schon fast vollends am Horizont verschwunden und Ruhe brach ein, sowohl im Tal des Friedens, als auch in der Stadt Gongmen. Nur in einem viertel nicht... die schmerzerfüllten Klagelaute hallten durch die brüchigen Räume des zerfallenen Gebäudes. Schreie, die einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Geprägt von Wut, Verzweiflung.... Von Hass! Immer stetig weiter wachsendem Hass.

„Er hat mir alles genommen. Alles! Meine Ehre... Meinen knappen Sieg... Mein Leben! Denke nicht es wäre vorbei, Panda! I-ich komme wieder! Und dann, jaha, dann wird Pandablut fließen! Dann werde ich... ich Herrscher! So wie es mir schon immer vorherbestimmt war!"

Die verzweifelte Stimme wandelte sich mehr in ein diabolisches Lachen, kaum noch zu kontrollieren. Wie ein wahnsinniger, ein irrer, taumelte der einst so stolze Pfauenlord durch Schutt und Asche, lachend, bis ihn ein metallenes Gerüst wieder einigermaßen zur Vernunft kommen ließ. Shen schüttelte leicht den Kopf und starrte das Metallteil vor ihm an. Er hob langsam den Flügel, um eine Stange aus dem Gerüst zu entwenden, ganz vorsichtig... doch kaum hielt der Pfau diese in seinen Federn, barst das verrostete Metall regelrecht auseinander. Shens erzürnter, fassungsloser Blick haftete auf den Einzelteilen, welche zu Boden gingen.

„Aber es hat gereicht, um mich aus meiner Siegesvorstellung zu reißen? Dafür hattest du noch genug Kraft, du nutzloses Stück Schrott?!"

Shen wandte sich ab... so gern er auch einfach alles und jeden vernichten würde, seine momentane Schwäche ließ dies nicht zu. Die Wut wuchs immer mehr, Shens Augen entflammten regelrecht und wutgepackt trat Shen gegen das Metallgerüst, konnte seine Gefühle, seinen unbändigen Hass auf die Welt, und vor allem den Panda, nicht mehr bändigen. Regelrecht geblendet von all dem dachte Shen auch nicht weiter nach. Das Metall ächzte, daran befestigte Holzplatten verschoben sich knarrend.
Shen zögerte nicht lange, so schnell ihn seine Beine tragen konnten verließ er das ohnehin schon kaputte Gebäude. Doch jetzt? Jetzt bot es nicht einmal mehr einen kleinen Unterschlupf für die Nacht.
Shen sank den Kopf. Es schien als habe sich einfach alles gegen ihn verschworen. Wirklich alles!
Ohne ein genaues Ziel vor Augen zu haben, ging Shen vom Weg ab, lief immer weiter.... Die Welt verschwamm vor seinen Augen.

„Ich schwöre dir, Panda! Unsere nächste Begegnung, jaha, die gibt es.... Diese Begegnung wird dein Tod sein! Innerer Friede... du sprachst von innerem Frieden... Nun, dein Abkommen wird meinen Frieden sichern! Dann kann ich endlich wieder in Frieden leben. Dein Tod wird meine erneute Wiederauferstehung sein! Ich..."

Shen bemerkte, dass er vor einem Fluss angekommen war, der Mond spiegelte sich in dem klaren Wasser. War er etwa schon so lange unterwegs? Wo war er überhaupt? Shen schaute sich um, konnte sich jedoch nicht erklären, wo genau er gerade war. Doch er fühlte sich beobachtet. Shen spähte in die Nacht, konnte aber nichts Auffälliges erkennen. Langsam und völlig erschöpft wandte der Pfau sich wieder dem Fluss zu, als er sein heruntergekommenes Spiegelbild betrachtete seufzte er. Und je länger er es ansah, umso mehr glaubte er, ja, seinen eigenen Vater darin zu erkennen, welcher ihn mitleidig anschaute.

„Du warst für größeres bestimmt Shen, doch dein Wahnsinn hat dich letztendlich zu einem brutalen Mörder gemacht, von Macht getrieben... Der Panda... Der Drachenkrieger..."
Shen schüttelte sich, als diese Worte durch seinen Kopf hallten.

„Ich muss ihn endlich vernichten!", rief Shen, sich vom Wasser abwendend. „Und das werde ich! Er mag mich einmal besiegt haben, doch kein zweites Mal! Hahahaha, meine Wiederkehr ist dein Untergang!"

Shen schnappte sich einen langen Ast, tat, als würde er mit jemandem kämpfen; seine Schwäche und Schmerzen waren für diesen moment völlig vergessen...

_
„Er hat Kampfgeist. Er gibt nicht schnell auf. Eine gebrochene Seele in der Dunkelheit, welche jedoch sehnlichst versucht, das Licht zu erreichen."


„Wieso auf einmal so mitleidig, Nuwa? Der Pfau mag Willen zeigen, jedoch ist er in meinen Augen nichts weiter als ein Kind! Ein Kind, das in seinen Träumen alles erreichen kann, jedoch in der Realität..."

„Schweig, Farrok! Ich erachte ihn als würdig! Er ist das letzte Stück zur Vollendung meines Planes! Sieh ihn dir an! Ein Krieger, nicht zu stoppen... Ich kann ihm das Licht bringen, das er so verzweifelt sucht. Bring ihn zu mir, Farrok! Ich will diesen Pfau! Er mag zurzeit... nun... etwas wahnsinnig wirken, doch ich kann tief in seine Seele schauen, und diese lodert regelrecht. In ihm brennt das Feuer der Zerstörung! Doch was verstehst du schon... Bring ihn zu mir, Farrok. Und lass mich nicht lange warten!"


Die schwarze Krähe beäugte Shen misstrauisch. Dieser Pfau hatte in seinen Augen nichts weiter als etwas von einem Kind, welches ohne zu überlegen auf alles einzuhauen versuchte, um seinen Problemen zu entkommen... Was sagte Nuwa? Er und würdig? Ein Krieger? Farrok schüttelte den Kopf, doch er wollte keineswegs den Worten seiner Meisterin Widerstand leisten. Er würde ihr den Pfau bringen, wenn es ihr Wille war...

-

Shen keuchte, seine Beine wollten ihn nicht mehr so recht tragen, sein Körper versagte immer mehr. Seine Wut hatte ihn letztendlich doch nur noch mehr entkräftet. Erschöpft ließ er sich auf den Boden sinken, jede Hoffnung verlierend. Er atmete tief ein, als er etwas rascheln hörte. Shen hörte nun genauer hin, ihm war, als würde plötzlich jemand hinter ihm stehen. Mit aller Kraft drehte sich Shen um, den spitzen Ast noch in seinen Klauen haltend und nun auf seinen Gegner richtend. Wenige Meter vor ihm stand ein prächtig aussehender, schwarzer Vogel. Eine Krähe... Mit funkelnden Augen, die ihn anfunkelten. Shen kniff die Augen zusammen.

„Erbärmlich... Was sich Nuwa wohl dabei wohl gedacht hat..."

Hatte dieser Vogel Shen gerade wirklich erbärmlich genannt? Was erlaubte er sich da? Und wer war diese Nuwa? Shen war für einen Moment irritiert, doch nicht mehr lange und seine volle Aufmerksamkeit gebührte auch wieder diesem schwarzen Federvieh...

„Wie dem auch sei...", sagte Farrok und kam näher auf Shen zu, den Ast blitzschnell aus Shens Krallen entwendend. Mit einem kräftigen Biss teilte Farrok den Ast in zwei. Er genoss regelrecht Shens verwunderten Blick. Konnte er auch etwas Angst darin erkennen?

„Ja, du hast Angst, nicht wahr? Ich könnte dich mit Leichtigkeit vernichten, doch Nuwa wäre redlich erzürnt darüber. Du bist so schwach... So eine leichte Beute..."

„Das reicht! Wer bist du? Und was erlaubst du dir? Du weißt wohl nicht, wen du vor dir hast?!", entgegnete Shen wütend und richtete sich auf.

„Nein, das weiß ich nicht und es ist mir auch egal, wer du bist! Jedoch wird nach dir verlangt, Pfau! Also musst du wohl doch etwas Besonderes sein... Wenn auch nicht in meinen Augen..."
Farrok beobachtete jede von Shens Bewegungen genau.

„Gut, Krähe. Wie ich das sehe, bist du also der Botenjunge für jemanden... Für jemand, der nach mir verlangt. Jedoch kenne ich weder dich noch deinen Vorgesetzten, der anscheinend Nuwa heißt.. gut, diese aber kennt mich... Nun, da bleibt nur noch eine Frage meinerseits: Wieso sollte ich euch vertrauen? Bestimmt seid ihr nur die schmutzigen Lakaien dieses fetten, verachtungswürdigen Pandas!"
Farrok stutzte... „D-du kennst den Drachenkrieger?"
Shen schaute Farrok nur finster an.

„Oh, verstehe. Du verabscheust ihn wohl eher." Farrok grinste und ging einmal um Shen.

„Ob du mir nun glaubst oder nicht, aber eine erfreuliche Nachricht: Der Drachenkrieger wird schon bald seine letzten Tage auf im Tal des Friedens verbracht haben! Nuwa, meine Herrin plant schon lange seinen Untergang."

„Wenn jemand das Recht hat, ihn zu töten, dann ich. Niemand sonst vergreift sich an meiner Trophäe; meinem Sieg!"

„Deine Worte klingen wie eine ernsthafte Drohung. Ich könnte sie ernst nehmen.... Aber dich! Dich kann ich nicht ernst nehmen! Sieh dich an... Du bist mit einem Bettler vergleichbar, aber bestimmt nicht mit einem Krieger... Doch Nuwa könnte dies ändern. Sie könnte dir mehr Macht geben, als du dir jemals erträumen könntest. Sie hat dich nicht grundlos auserwählt; sie hätte mit mir ihre Macht teilen können, doch sie hat auf jemand bestimmten gewartet... Und ihre Wahl ist schlussendlich auf dich gefallen. Hör zu: Ich führe dich zu Nuwa, sie verleiht dir unbändige Macht und du kannst den Panda aus dem Weg schaffen. Das klingt doch verlockend, oder nicht?"

„Verlockend in der Tat.... Aber zu einfach! Wieso sollte ich euch trauen? Konnte diese Nuwa mir das alles nicht persönlich sagen? Ist dafür wirklich ein niederer Bote nötig?"

Farrok fauchte Shen erzürnt an. „Sie würde, doch sie ist an ihren Ort gebunden! Was weißt du schon... gar nichts! Nuwa wird dir alles erklären. Habe Geduld... was willst du schon in deinem jetzigen Zustand ausrichten? Du hast kaum noch etwas zu verlieren!"
Shen dachte nach. Er hatte Recht; viel zu verlieren hatte Shen wirklich nicht mehr... Und vielleicht konnte ihm diese Nuwa tatsächlich helfen. Wenn Farroks Worte der Wahrheit entsprachen, war sie ebenfalls eine Feindin des Pandas... und dazu noch mit ungeahnten Kräften! Das ganze frohlockte Shen sehr, seine Hoffnung war zurückgekehrt und er schmiedete bereits neue Pläne... Was auch immer die Zukunft ihm bringen mochte, er war bereit; bereit um diese Nuwa zu treffen; bereit, sich erneut dem Drachenkrieger zu stellen und die Macht über ganz China zu erlangen! Ein breites, diabolisches Lächeln zierte nun Shens Gesicht.

„nun gut, Krähe, so lass uns aufbrechen!"
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