Lord Shen - The Reign of Gongmen City

von Chaohrem
GeschichteAllgemein / P6
Lord Shen Po Shifu Tigress Wahrsagerin
24.06.2014
16.04.2016
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24.06.2014 659
 
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Die Sonne ging langsam am Firmament auf und in der Stadt Gongmen konnte man immer noch die Musik und die fröhliche Stimmung vernehmen. Das Fest zu Ehren des Drachenkriegers, welcher vor einem Tag Frieden gebracht hatte und Lord Shen von seinem finsteren Plan abgehalten hatte, Gongmen und dann ganz China zu unterjochen, und ihn anschließend besiegte. Überall war gute Stimmung und Freude verbreitet; nur an einem Ort nicht: Am Hafen Gongmens. Dort trieben noch die Rest teile und Bruchstücke von Shens Kriegsschiffen und seinen Kanonen auf dem Wasser, total zerstört und weitestgehend nicht mehr zu gebrauchen.
Auf einem der großen Rest teile eines Schiffes trieb jemand.  Es war Shen, der den Kampf doch überlebt hatte. Er war niedergeschlagen und völlig entkräftet. Das Metallstück der Kanone, auf dem Shen lag, trieb behutsam von den Wellen bewegt an Land.
Er hob langsam seinen Kopf und öffnete seine Augen. Sie waren zu schmalen Schlitzen geworden und in ihnen spiegelten sich Wut und Hass wieder. Als das treibende Stück nun an Land andockte, richtete sich Shen schwer verletzt auf und setzte langsam einen Fuß vor den anderen. Sein langes und vom Kampf heruntergekommenes und zerrissenes Gewand glitt über den Boden. Seine Federn waren zerzaust und verklebt. Shen schaute zu Boden und stolzierte langsam den Steg entlang; verließ den Hafen und lief in Richtung Marktplatz auf dem fröhlich zur gespielten Musik getanzt und gelacht wurde. Shen blieb hinter einem großen Marktstand stehen und könnte vor Wut platzen. Die amüsierenden Laute, die dort vor seinen Augen tanzten; Shen konnte dies nicht mit ansehen und drehte sich wutentbrannt um, weg von dem Marktplatz, den jubelnden Tieren; der Festlichkeit.
Er lief einen kleinen Pfad entlang, und bemerkte nicht das kleine Schaf, das am Wegrand saß. Shen war müde, entkräftet  und achtete nicht sonderlich auf das kleine Tier, das ihn entgeistert anstarrte. „Du? Aber, du bist doch…“, fing das kleine Schaf an zu sprechen und richtete sich auf, den Blick auf Shen gerichtet. Shen blickte zurück, die Augen des Schafes waren aufgerissen, doch Angst schien es nicht zu haben. „Müsstest du nicht eigentlich tot sein?“, fragte das Schaf und lachte, doch schon bald war es Shen zu bunt. Er ließ sich doch nicht von so einem minderwertigen kleinen Wollbüschel auslachen! Er raste auf das Kleine zu und zückte ein Messer. Schlagartig änderte sich die Miene des Schafes und es ließ sich auf den Boden fallen. „Kleines, unwissendes Ding“, fauchte Shen und hielt das Messer drohend an des Schafs Kehle. Das kleine Schaf zappelte in den Fängen Shens und schrie um Hilfe. „Dein Geschrei wird dich auch bald nicht mehr retten!“, zischte Shen wutentbrannt und war kurz davor, das Kleine zu töten, wenn er nicht so entkräftet wäre.
Vielleicht sollte er sich doch lieber noch zurückziehen; der Tag der Rache würde noch früh genug kommen! Das Schaf versuchte während Shens kurzer Gedankenabwesenheit ihm das Messer aus den Flügeln zu schlagen. Die kleine Berührung des Schafes reichte schon aus und das Messer bröckelte auseinander. Es war ebenso wie die anderen Bruchstücke der Schlacht nicht mehr zu gebrauchen und zerstört. Shen schaute das kleine Metallteil an, das er noch festhielt und hörte dann das beschämte Lachen des Schafes, welches sich vor Lachen nicht mehr einkriegen konnte. Shens Wut wuchs immer mehr. Er richtete sich auf und funkelte das Kleine Schaf wutentbrannt an. „Du wirst es noch sehen! Schon bald werdet ihr mir alle zu Füßen liegen und ganz China wird endlich nur mir gehören“, lachte Shen an den Triumph denkend drehte sich wieder um und ließ das Schaf laufen. Was sollte er auch noch groß tun? Am Ende des schmalen Weges offenbarte sich ihm ein großes, jedoch völlig heruntergekommenes Haus. So heruntergekommen, wie Shen selbst. Dort würde Shen sich Unterschlupf gewähren und überlegen, wie er wohl einen erneuten Anschlag wagen könnte. Schon bald würde ganz China ihm gehören!
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