Dreaming out loud

von Reva
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald Harry Potter Lord Voldemort / Tom Vorlost Riddle OC (Own Character)
23.06.2014
20.01.2020
19
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An dieser Stelle noch einmal lieben Dank an alle, die auch nach sage und schreibe fast 6 Jahren immer noch dabei und neu zugestoßen sind.♥




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Zurück in Hogwarts



Die Zeit schien von da an förmlich zu verfliegen, sodass der erste September in schnellen Schritten dichter kam.
Dani beobachtete in dieser Zeit immer häufiger, dass Albus die Zeitung intensiver las, wenn nicht sogar mehrmals am Tag aufschlug und die Artikel überflog.
Es schien, als suchte er angestrengt nach einem noch so kleinen Hinweis, der ihm verriet, was Gellert Grindelwald gerade trieb.
Doch es gab keine Anzeichen, dass der Mann gerade überhaupt irgendetwas tat.
Und Dani sah, dass das Albus mehr beunruhigte, als wenn er von unzähligen Toten gelesen hätte, auch wenn sie sich nicht erklären konnte, warum.

»Muss ich dieses Mal eigentlich mit dem Zug fahren oder kann ich direkt mit nach Hogwarts?«, nuschelte Dani beim Frühstück am ersten September mit einem Mund voll Toast, woraufhin sie nur einen tadelnden Blick von Albus erhielt.
»Entschuldige«, murmelte sie, als sie den Toast eilig heruntergewürgt hatte.
Albus' Miene wurde weicher, als er meinte: »Ich hatte eigentlich erwartet, dass du endlich einmal mit einer von Thestralen gezogenen Kutsche vom Bahnhof aus zur Schule fahren möchtest.«
Dani hielt inne.
Darüber hatte sie gar nicht nachgedacht.
In den letzten Wochen war sie häufiger mit Albus in Hogwarts gewesen, immer dann, wenn er noch Dringendes dort zu erledigen hatte.
Und zumeist hatte sie ihr Weg dann zu Hagrid und den Thestralen geführt, wo sie unzählige Stunden verbracht hatte.
»Würde ich gern. Aber das kann ich auch noch im nächsten Jahr«, sagte sie dann langsam.
Der nickte nur und billigte so ihre Entscheidung.
»Hast du deinen Koffer schon gepackt?«
Dani schüttelte den Kopf.
»Mach ich gleich!«
Mit diesen Worten sprang sie auf und stürmte nach oben.

Es dauerte keine Stunde, da landeten die beiden in Hogsmeade.
Ihren Koffer hatte Albus bereits vorausgeschickt, sodass die beiden – wie so oft in letzter Zeit – den Weg nach Hogwarts zu Fuß zurücklegten.
Als sie jedoch den Bahnhof Hogsmeade passiert hatten, blieb Dani verdutzt stehen.
»Ist das -?«, fragte sie erstaunt, Albus lächelte sie allerdings bloß von der Seite her an.
Vor dem Bahnhofsgebäude wartete bereits eine pechschwarze Kutsche auf sie, vor die zwei Thestrale gespannt waren.
»Da Hagrid die Vorbereitungen eh treffen muss, habe ich ihn gebeten, eine von ihnen vorzuschicken«, sagte Albus sanft und Dani strahlte ihn an.
Sie war binnen weniger Schritte bei den beiden Thestralen und strich ihnen über den Kopf, was die geduldig zuließen.
Dann stieg sie zu Albus in die Kutsche, die sich beinahe augenblicklich in Bewegung setzte und den Weg zum Schloss zurücklegte.
Als die Kutsche wenig später ruckelnd vor dem Schlosseingang zum Stehen kam, hatte Dani die schon wieder verlassen.
Sie grinste noch immer, als sie sich von Albus mit einem »Bis später!« verabschiedete und sich fast augenblicklich auf den Weg zu Hagrid machte, um ihm beim Aufspannen der restlichen Kutschen zuzusehen und zu helfen.
Albus sah ihr noch nach, als Minerva neben ihn trat.
»Es ist beunruhigend, Albus«, begann sie leise und sah ihn von der Seite her an.
Albus hob nur eine Augenbraue.
Er wartete jedoch ab, was Minerva noch zu sagen hatte.
»Machst du dir keine Gedanken darüber, dass sie äußerst viel Zeit mit diesen Tieren verbringt?«
Minerva warf einen skeptischen Blick auf die Thestrale, die noch immer artig vor dem Schlosseingang warteten. Sie hatte noch nie viel für diese Tiere übrig gehabt. »Ich fand es schon eigenartig genug, dass du mir sagtest, ein Haar von einem Thestral stecke in ihrem Zauberstab. Ich meinte eigentlich zu wissen, dass Ollivander diese nicht benutzt.«
Albus seufzte leise, ehe er ihr ein Lächeln schenkte.
»Garrick hat durchaus damit experimentiert, aber nicht sonderlich gute Erfahrungen mit dieser Art von Stäben gemacht. Nachdem wir unzählige Stäbe ausprobiert hatten, musste er sich eingestehen, dass keiner der Kerne, die er sonst verwendete, zu Dani passte. Deshalb brachte er irgendwann diesen einen Stab, ein Experiment aus alten Zeiten, das er nie entsorgt hatte. Und der war genau der Richtige, auch wenn Garrick von ihm nicht sonderlich begeistert ist.«
Minerva sah ihn skeptisch an.
»Er nutzt sie nicht, weil diese Kerne unberechenbar sind, nicht wahr?«
»Ich weiß, worauf du hinauswillst, Minerva. Aber ich glaube, du machst dir zu viele Gedanken«, seufzte Albus leise und tastete nach dem Elderstab in seiner Tasche.
Auch dieser Stab besaß als Kern ein Thestralhaar.
Minerva runzelte die Stirn.
»Albus -«, begann sie erneut, doch der schüttelte nur den Kopf.
Minerva wusste, dass eine weitere Diskussion mit ihm jetzt sinnlos war, denn er würde sich nicht darauf einlassen.

Als es dämmerte, kehrte Dani zurück zum Schloss.
Da sie sich bereits zu Hause umgezogen hatte und schon ihre Schuluniform trug, reihte sie sich ungesehen zwischen den ganzen Schülern ein, die mit den Kutschen ankamen und fröhlich quatschend in die Große Halle traten.
»Danielle!«
Dani wandte sich um und sah Hermine Granger auf sich zulaufen.
Mit ihr hatte Dani im Vorjahr ab und an zusammen gelernt; gerade in der Zeit, wo Hermine von Ron Weasley so gekränkt worden war.
Danach hatte sich der Kontakt aber zumeist auf wenige Worte beschränkt. Erst zum Ende des Jahres hatten sie sich wieder regelmäßig zum Lernen getroffen, was hauptsächlich einer der Gründe gewesen war, dass Dani die Prüfungen überhaupt bestanden hatte.
»Hallo, Hermine«, begrüßte Dani sie lächelnd, wurde aber auch sogleich auf die Bank am Gryffindortisch gezogen.
»Wo warst du? Ich dachte schon, du wärst genauso verschollen wie Harry und Ron!«, platzte es da auch schon aus Hermine heraus.
Dani schaute verwundert drein.
»Ich bin mit Opa hergekommen«, erklärte sie dann. »Waren Harry und Ron nicht im Zug?«
Hermine schüttelte den Kopf und biss sich nervös auf die Unterlippe.
»Ich hoffe, es ist nichts passiert«, flüsterte sie.
Dani jedoch stupste Hermine in die Seite.
»Snape fehlt auch!«, zischte sie und Hermine runzelte bloß die Stirn.
Da öffneten sich auch schon die Türen zur Großen Halle und Minerva führte die neuen Erstklässler in den Raum.
Die Verteilung lief genau so ab, wie Dani sie noch vom Vorjahr im Kopf hatte.
Der Sprechende Hut sang sein Lied, die Erstklässler wurden durch ihn ihren neuen Häusern zugeteilt.
Gerade wurde Ginny Weasley eine Gryffindor, was vor allem ihre Geschwister lautstark begrüßten, als Minerva das Pergament mit den Namen wieder zusammenrollte und den Sprechenden Hut nach draußen trug.
Albus hatte sich gerade erhoben und ein paar Worte fallen gelassen, um das Essen zu eröffnen, als Minerva zurückkehrte. Es war nicht ungewöhnlich, sodass sich kaum einer daran störte, doch als Minerva mit eiligen Schritten direkt auf Albus zuhielt und ihm etwas zuflüsterte, nur um kurz darauf umzudrehen und die Große Halle mit eiserner Miene wieder zu verlassen, kam eine leichte Unruhe auf.
»Ich hab gehört, dass ein fliegendes Auto über Norfolk gesehen wurde«, erklang es da zu ihrer linken von einem bulligen Viertklässler.
Hermine und Dani wechselten kurze Blicke, als ihnen ein anderer vom Ravenclawtisch zuzischte: »Es sollen Potter und dieser Weasley gewesen sein. Malcolm hat sie gesehen, wie sie mit dem Auto in der Peitschenden Weide gelandet sind.«
»Das ist doch Unsinn!«, entkam es Hermine, doch die Tatsache, dass Minerva nicht zurückkehrte und auch Albus sich kurz darauf vom Tisch erhob und die Große Halle verließ, ließen die Gerüchte weiter aufkochen.
»Die fliegen garantiert beide raus!«
»Die sind schon rausgeflogen, man!«
»Potter und Weasley sind rausgeflogen, weil sie ein fliegendes Auto geschrottet haben, hast du das schon gehört?«
Ruhe kehrte erst wieder ein, als Albus zusammen mit Snape in die Große Halle trat.
Wobei letzterer ein Gesicht machte, als wäre etwas Grauenvolles passiert.
Jeder Schritt der beiden wurde von den Schülern genau beobachtet, doch Albus ließ sich nichts anmerken und setzte zu seiner üblichen Rede zum Schuljahresbeginn an, während sich Snape zu seiner linken niederließ und aussah, als wären drei Tage Regenwetter angesagt worden.
»Eigenartig«, murmelte Dani, während Hermine fassungslos dasaß.
»Das ist doch Unsinn!«, wiederholte sie immer wieder.
Doch als die beiden auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum waren, wurde sie eines Besseren belehrt, als sie auf Harry und Ron trafen, die mit knappen Worten klarstellten, was wirklich geschehen war.
Dani wandte sich nur kopfschüttelnd ab und stieg die Treppen zum Schlafsaal hoch, während die beiden Jungen noch weiter beglückwünscht wurden und Hermine nur mit ungläubiger und strenger Miene daneben stand.
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