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Ganz verschieden gleich

von Arionell
GeschichteHumor, Freundschaft / P16 / Gen
Himuro Tatsuya Murasakibara Atsushi OC (Own Character)
23.06.2014
03.01.2016
50
102.166
48
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03.01.2016 1.845
 
Die Yosen High ist eine Hochschule in der Präfektur Akita. Um genauer zu sein, ist sie in der Tohoku Region angesiedelt, im Norden Honshus, der Hauptinsel Japans. Diese Hochschule ist keine gewöhnliche, sie ist eine hochrenommierte Schule, die nicht jeder besuchen kann, sie ist für die Elite.

Nichtsdestotrotz sind die Schüler hier an der Yosen High nicht mehr oder minder außergewöhnlich als an anderen Schulen…


Das Quietschen von Sportschulen auf dem Hallenfußboden war zu vernehmen, während draußen bereits die Kirschbäume in voller Blüte standen.

„Arisa, achte auf deine Deckung. Rika, du hast die Angewohnheit, in solch eine Situation immer nach recht zu gucken!“, wurden Anweisungen durch den Raum gerufen.

„Sie hat wohl wirklich zu viel Zeit mit Araki verbracht“, ließ Rika ein amüsiertes Schnauben aus. „Ich hab gar nicht bemerkt, dass ich diese Angewohnheit hab“, murmelte sie noch hinterher.

„Ach, ich find’s gut. Wir haben uns dadurch nur noch mehr gesteigert“, merkte Arisa an und schnappte ihrer Freundin den Ball weg. Sie dribbelte an Kato vorbei, bevor sie den Ball im Korb versenkte und siegessicher die Hand zur Faust ballte.

Rika reagierte schnell genug, um den Ball an sich zu nehmen und prompt auf den gegnerischen Korb zuzusteuern. Sato wollte sie blocken und am Vorbeziehen hindern. Doch stattdessen sprang Rika einen Schritt zurück und warf von der Dreipunktelinie.


Tsubaki sah den anderen vieren beim Spielen zu und schien fürs Erste zufrieden. Dann ging sie herüber zu der Pinnwand, die sie mittlerweile in einer Ecke des Raumes angebracht hatten, die mit Fotos verziert war. Sie blickte auf das Bild, das von ihnen beim Wintercup von den Reportern geschossen wurde, welches anschließend auch in einer Zeitschrift zu sehen war.

Ihr Blick fiel dabei auf Aika, wie sie frech in die Kamera grinste. Nach dem Wintercup war sie gemeinsam mit Kiyoshi Teppei nach Amerika geflogen, um dort ihr letztes High-School-Jahr zu absolvieren. So konnte sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie konnte bei ihrem Freund sein und gleichzeitig mit den Besten gemeinsam Basketball spielen.

Auf der anderen Seite fehlte dem Team nun eine gute Spielerin und die Position des Centers war nicht einfach zu ersetzen. Ein leiser Seufzer entwich Tsubaki, während sie ihren Blick weiter wandern ließ.

Auf dem nächsten Foto waren sie und Ritsuka abgebildet. Beide hatten Tränen in den Augen, wobei die Türkishaarige den Pokal in den Händen hielt.

Bei der Erinnerung an das letzte Spiel im Wintercup schlich sich ein leichtes Lächeln über Tsubakis Lippen. Sie hatten wirklich alles gegeben und brauchten sich für nichts zu schämen. Und doch hatte schlussendlich die Rakuzan gewonnen. Es wurde klar, dass sie noch viel zu lernen hatten, auch wenn die Punktedifferenz bei weitem nicht so groß war, wie noch bei ihrem Freundschaftsspiel.

Sie wusste auch, dass sie selbst noch an ihrer Kondition feilen musste, um das nächste Mal  problemlos ein ganzes Spiel lang durchzuhalten.

Ein kurzer Blick auf ihr Klemmbrett verriet ihr, dass sie bald ein Freundschaftsspiel gegen die Too hatten. Doch wenn sie bis dahin noch keinen Center fanden, würde das nicht einfach werden. Leider schien sich nämlich immer noch niemand für den Basketballclub der Mädchen hier zu interessieren, sodass sie wieder nur fünf Spieler waren, so wie am Anfang.


„Hey, dräng mich doch nicht so“, hörte Tsubaki plötzlich eine Stimme vom Eingang murmeln.

Sie richtete ihren Blick auf und sah ein großes Mädchen, mit kurzen schwarzen Haaren, das von einem viel kleineren, orangehaarigen Mädchen nach vorne geschoben wurde.

„Aber wir müssen uns beeilen, nachher ist kein Platz mehr für uns“, kicherte die Kleine, mit den Sommersprossen auf der Nase. Als sie Tsubaki auf sich zugehen sah, stellte sie sich prompt neben die Schwarzhaarige gerade hin. „Hallo!“, grinste sie. „Senpai, du bist doch Coach Tsubaki Nininohara-San, nicht wahr?“, fragte sie, wie die Schwarzhaarige fand, ein wenig zu vertraut.

Tsubaki blinzelte ein paar Mal. Senpai wurde sie bisher noch nicht genannt. Es war sowieso noch gewöhnungsbedürftig, dass sie bereits im zweiten Jahr waren. Sie sah zwischen den Mädchen hin und her. „Stimmt. Tsubaki reicht“, lächelte sie. „Seid ihr neu hier auf der Schule?“

„Ja! Ich bin Rinko und die Große hier ist Koharu! Wir gehen nun ins erste Jahr und ich hab heute gesehen, dass ihr Spieler sucht. Bevorzugt einen Center und einen Manager, richtig?“, lächelte sie.

Tsubaki bemerkte sofort, dass von der Orangehaarigen eine positive Aura ausging, die sich auf ihre Umgebung abzufärben schien. „Richtig“, lächelte sie und sah dann auf zu Koharu.

Die Schwarzhaarige fand das offenbar unangenehm, so direkt angesehen zu werden. Dabei war sie zwei Köpfe größer als Tsubaki. Unsicher verlagerte sie ihr Gewicht vom einen aufs andere Bein. „Rinko, ich hab doch gesagt, dass ich noch gar nicht sicher bin, ob ich eintreten will.“

„Du bist aber total groß! Ich würde alles dafür geben so groß zu sein“, quengelte Rinko, die sogar noch einen Kopf kleiner als Tsubaki war.

„Nur weil ich groß bin, heißt das nichts. Ich bin total unsportlich“, grummelte Koharu.

„Das wird noch, wir machen aus dir einen hammermäßigen Center!“, klatschte Rinko ihr viel zu fest auf den Rücken.

Tsubaki sah zwischen dem ungleichen Zweiergespann hin und her und musste plötzlich anfangen zu kichern. Die Situation kam ihr nur viel zu bekannt vor. Prompt musste sie daran denken, wie Arisa sie zu Beginn hierher geschleift hatte und das, obwohl sie es gar nicht richtig wollte.

„Du kannst es dir ja Mal ansehen, Koharu-San“, lächelte Tsubaki zuversichtlich. „Man muss nicht unbedingt sportlich sein. Du kannst auch klein anfangen. Nichtsdestotrotz, deine Größe ist wirklich schon ein riesiger Vorteil. Auch wenn du noch unsicher bist.“

Koharu sah unschlüssig auf die Brillenträgerin herab. Seltsamerweise verspürte sie sofort einen Draht zu ihr und das, obwohl Koharu sich sonst schwer damit tat, mit anderen auszukommen.

„Du kannst ja ein paar Mal mitmachen und am Ende immer noch entscheiden“, schlug Tsubaki vor. Als sie sich umdrehte, sah sie die vier anderen Mädchen ihres Teams näher kommen. „Okay, am besten, ihr stellt euch auch noch einmal den anderen vor.“


Das erste Training verlief gar nicht Mal schlecht und Koharu konnte man sich schon bereits jetzt als geeigneten Center vorstellen, auch wenn sie selbst noch sehr unsicher war und ebenfalls an ihrer Ausdauer arbeiten musste. Rinko war sofort Feuer und Flamme und hatte prompt beim Training mitgemacht, als sie hörte, dass sie keine Ersatzspielerinnen hatten, sodass die Mädchen gerade ein Drei vs. Drei spielten. Auf der einen Seite Kato, Koharu und Rika und auf der anderen Seite Arisa, Sato und Rinko.

Tsubaki legte den Kopf schief, während sie sich ein wissendes Lächeln auf ihre Lippen schlich.

Ja, irgendwie hatte sie für dieses Jahr ein sehr gutes Gefühl.


„Tsu-chin~“, hörte Tsubaki es plötzlich von der Seite kommen. Sie sah auf und erblickte Atsushi, der sie schmollend ansah. „Du hast versprochen, heute mit zum neuen Süßigkeiten-Laden zu kommen. Das Training ist längst vorbei“, schnaubte er.

Als Tsubaki auf die Uhr sah, stellte sie fest, dass er Recht hatte. Offenbar hatte sie gar nicht bemerkt, dass sie hier überzogen hatten, doch die anderen schien das auch nicht zu stören. Im Gegenteil, hatten sie gerade sichtlich Spaß.

„Boah, dass das so anstrengend sein würde“, keuchte Rinko, die neben Tsubaki Halt machte. Sie bemerkte ebenfalls den lilahaarigen Riesen und sah zwischen ihm und Tsubaki hin und her.

„Wer ist das?“

„Hm? Oh, das… ist Murasakibara Atsushi…“, setzte Tsubaki an. „Mein Freund.“

Nachdem sie das ausgesprochen hatte, schoss Tsubaki in den Kopf, dass es immer noch ungewohnt war, ihn so zu bezeichnen. „Ich muss jetzt gehen. Hast du alles im Blick, Rinko?“

„Klar, viel Spaß!“, winkte ihr die Orangehaarige hinterher.


„Endlich, das hat zu lange gedauert“, murmelte Atsushi.

Doch als Tsubaki sich im nächsten Moment bei ihm unterhakte, schien sich seine Laune wieder zu heben.

„Tut mir leid, aber wir haben neue Mitglieder bekommen. Da hab ich die Zeit ganz vergessen“, sah sie entschuldigend zu Atsushi auf. „Ich lade dich diesmal ein. Aber friss mir nicht wieder die Haare vom Kopf.“

Atsushi ließ sich das Angebot durch den Kopf gehen und lächelte dann zufrieden.

„Okay…“

„Ich bin wirklich viel zu nachsichtig mit dir“, seufzte Tsubaki. „Ich muss strenger sein… vielleicht hole ich mir auch so ein Holzschwert wie Araki-Sensei“, murmelte sie in sich hinein.


Doch nachdem sie beim Süßigkeitenladen waren und anschließend auf der Bank saßen, konnte Tsubaki gar nicht anders, als glücklich über den Anblick zu sein, wie Atsushi vergnügt seine Süßigkeiten verputzte. Da die Jungs bereits im Viertelfinale des Wintercups ausgeschieden waren und Atsushi anschließend so traurig war, hatte sie wirklich schon befürchtet, dass er mit dem Basketball aufhören würde. Doch tatsächlich hatte er sich schnell wieder aufgerafft.

Atsushi bemerkte, wie sie ihn anstarrte. Prompt umschloss er ihr Handgelenk und zog sie an sich, sodass sie auf seinem Schoß saß.

Erneut lief sie rot an. Sie war immer noch nicht auf seine spontanen Aktionen eingestellt. Und dass er das auch immer in der Öffentlichkeit machen musste!

Mit geröteten Wangen sah sie auf. Doch Mal wieder konnte sie ihm nicht lange böse sein. Sie schloss die Augen, als er ihr einen Kuss auf den Mund hauchte.

Atsushi schien ganz zufrieden mit einem Dutzend Süßigkeiten in der Tüte neben sich und Tsubaki auf dem Schoß.

Dann bemerkte er aber, dass die Brillenträgerin wieder ins Grübeln verfiel.

„Denk nicht so viel nach, Tsu-chin. Sonst explodiert dein Gehirn~“

Tsubaki sah ihn unbeeindruckt an. „Ich glaube nicht, Atsushi. Und du isst wieder wie ein kleines Kind“, seufzte sie, woraufhin sie ihm über die Wange wischte.

„Ich hab nur daran gedacht… dass wir alle total verschieden sind“, setzte sie an. „Und doch verbindet uns das gleiche Hobby.“

Bei dem Gedanken musste sie lächeln.

Atsushi legte den Kopf schief. Er konzentrierte sich weniger darauf, was sie sagte, als vielmehr auf ihre Lippen.

„Du bist echt schlimm“, lief sie erneut rot an, als sie bemerkte, dass er ihr nicht zuhörte.

„Wie auch immer“, räusperte sie sich. „Ich finde, das war ein schönes Jahr. Und ich hoffe, dass das Nächste genau so toll wird!“

„Solange ich Tsu-chin und Süßigkeiten hab, ist mir alles egal“, war die simple Antwort.

Tsubaki seufzte leicht. Dennoch konnte sie nicht anders, als ihn niedlich zu finden.

Mit einer flüchtigen Bewegung, wuschelte sie ihm über den Kopf.

Ihr ging es ja auch nicht anders. Egal wie oft er sie auf die Palme brachte.


Ohne ihn an ihrer Seite, konnte sie es sich nicht mehr vorstellen…





~*End*~




________________________

Nachwort:

Die FF ist zu Ende!
Ich kann es immer noch nicht glauben °-°
Dennoch bin ich froh, dass ich sie abschließen konnte.
Auch wenn mein Herz jetzt blutet TT_TT
Danke an alle, die diese Geschichte unterstützt haben:
Also an die Leser, die lieben Leutchen, die auf den Empfehlungsbutton gedrückt haben, Favoriten und Review-Schreiber!
Wenn ich anfange, aufzuzählen, vergesse ich sicher wen, aber die üblichen Verdächtigen dürfen sich gerne angesprochen & gedrückt fühlen *-*
Bei so einer lieben Unterstützung hat es Spaß gemacht, an der Story zu schreiben Q//Q

Wenn es euch gefallen hat, würde ich mich über eine Empfehlung freuen ;)

Vielleicht liest man sich ja mal irgendwo wieder! \(^-^)/
Liebe Grüße, Arionell
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