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Insanity

von RinaKaeru
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Gwen Stacy Harry Osborn Peter Parker / Spiderman
19.06.2014
21.08.2014
5
7.494
3
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19.06.2014 1.189
 
„Okay... Gepäckausgabe.... Gepäckausgabe... Ah, da! Baggage Claim Area. Klingt doch richtig!“
Ich lief also Richtung der sogenannten „Baggage Claim Area“ am John F. Kennedy International Airport in New York. Endlich war es soweit, ich war angekommen in einer der wohl beeindruckensten Städte der Welt! Glücklich und zufrieden, jedoch auch leicht erschöpft von dem doch sehr langen Flug,  suchte ich das Gepäckband.
Als ich es dann irgendwann fand, (ich sollte definitiv an meinem Orientierungssinn arbeiten) gab eine große Anzeigetafel meiner guten Laune dann doch einen Dämpfer. Das Gepäck wäre erst in einer halben Stunde soweit. Ich hatte es zwar nicht direkt eilig, aber draußen wartete immerhin schon jemand auf mich. Außerdem: Wer will seinen ersten Tag in New York schon auf dem Flughafen verbringen. Gerade wollte ich genervt aufstöhnen, als jemand anders neben mir dies jedoch schon für mich erledigte. „Na, toll.“
Ich schaute augenblicklich zu dem Mann hin, der meine Gedanken freundlicherweise schon für mich ausgesprochen hatte.
Er trug schwarze Hosen, einen grauen langen Mantel, hatte dunkelblonde Haare und auf seiner Nase saß eine olivfarbene Sonnenbrille.
„Haben Sie es auch eilig?“, fragte ich ihn, bevor ihm auffallen konnte, dass ich ihn zu lange anstarrte. Außerdem konnte ein bisschen Smalltalk während des Wartens bestimmt nicht schaden.
Der Mann drehte den Kopf zu mir, zog eine Augenbraue hoch und musterte mich kurz.
Er schien zu überlegen, ob sich das Gespräch mit mir lohnen würde, musste sich aber dann (vermutlich aufgrund der langen Wartezeit, wie ich später erfahren würde) doch dafür entschieden haben mit mir zu reden, denn er antwortete: „Naja. Nicht direkt eilig. Ich habe lediglich keine Lust meinen Abend auf dem Flughafen zu verbringen.“
Wow, wer war dieser Mann? Er sprach genau aus was ich dachte. „Das kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte ehrlich gesagt auch andere Pläne.“ Aus meinem leicht genervten Gesichtsaudruck wurde ein Lächeln. „Aber wenn man schon warten muss, dann sollte man auch das Beste daraus machen.“
Der Mann sah mich kurz an, diesmal versuchte er vermutlich herauszufinden für wie geisteskrank er mich genau einschätzen sollte. „Du bist nicht von hier, oder?“, fragte er, ohne, dass er den Anschein machte, als hätte er mir überhaupt zugehört.
„Ähm, nein. Ehrlich gesagt nicht. Ehrlich gesagt nicht mal aus diesem Land." Ich zögerte. "Woher weißt du das?“ Er verzog seinen Mund zu einem kleinen Lächeln. „Nun. Zunächst einmal, bist du mit einer Maschine aus Europa hierher geflogen.“ „Na und? Du doch auch! Und du bist offensichtlich von hier!“ Da fiel mir auf, dass ich ihn im Flugzeug überhaupt nicht gesehen hatte. Aber er musste mit diesem Flug hergekommen sein, immerhin wartete er hier am selben Gepäckausgabeband wie ich. Vermutlich war er Business oder First Class geflogen. Zu seinem äußeren Erscheinungsbild würde es auf jeden Fall passen.
Daraufhin kicherte er nur leise. Was war denn nun? Hatte ich etwas so Dämliches gesagt?
„Allerdings spreche ich akzentfrei Englisch. Ganz im Gegensatz zu dir.“
„Oh“, war alles was ich herausbrachte, bevor ich leicht rot anlief. „Das hätte ich in der Tat bedenken können.“ Der Mann lächelte noch immer und streckte seine Hand aus. „Harry.“ Ich nahm seine Hand und schüttelte sie. „Anna. Anna Scholz.“  
„Was bringt dich ins wunderschöne New York, Anna ...Sc.Sch..Scholz?“
Diesmal war ich dran mit dem Lachen. Es war aber auch wirklich zu niedlich, wie er versuchte meinen Namen richtig auszusprechen.
„Naja, ich habe durch Bekannte von einer Uni ein paar Kontakte in Amerika vermittelt bekommen. Da ich sowieso geplant hatte hierherzukommen, dachte ich, könnten ein paar Leute die ich hier kenne nicht schaden. Irgendwann habe ich dann ein Mädchen kennengelernt, die hier lebt und mit der ich auch öfter geschrieben habe. Sie meinte, sie könne mal schauen ob sie etwas für mich machen kann, von wegen Job und so weiter. Und irgendwie hat bis jetzt alles ganz gut funktioniert und deshalb, lange Rede, kurzer Sinn... bin ich jetzt hier!“ Damit beendete ich die Kurzfassung meiner letzten Monate und lächelte. Doch mein Lächeln erstarb als ich Harry ansah, der mich anschaute, als wäre ich gerade vollständig durchgedreht.
„Was?“, fragte ich, leicht verwirrt.
„Du bist wirklich schräg.“ Beleidigt machte ich einen Schmollmund. „Aufgrund von Kontakten, die du noch nie wirklich gesehen hast, reist du um die halbe Welt.“ Dagegen konnte selbst ich nichts mehr sagen. Eigentlich hatte er ja recht. Also zuckte ich nur mit den Schultern. „Wahrscheinlich hast du recht. Aber wo wäre denn sonst das Abenteuer im Leben.“
Harry schaute mich überrascht an, und begann wieder sein schiefes Lächeln zu lächeln, als sich das Gepäckband zu bewegen begann. „Endlich“, sagten wir beide wie aus einem Munde, und mussten beide ein wenig lachen. Wir traten ein wenig nach vorn um unsere Koffer ausfindig zu machen. Wenig später nahm Harry seinen Koffer vom Band und sah auf seine Uhr.
„Es war sehr nett dich kennenzulernen“, sagte er und gab mir noch einmal die Hand.
„Man sieht sich immer zweimal im Leben.“ „Davon gehe ich aus“, antwortete er und drückte mir einer Visitenkarte in die Hand.
„Auf Wiedersehen". Damit verabschiedete er sich und ging Richtung Ausgang.
Ich schaute ihm nach, als er durch die Türen ging. Harry war wirklich sehr nett. Vielleicht ein wenig... besonders, aber eigentlich sympathisch. Mein Blick fiel auf die Visitenkarte, die er mir gegeben hatte.
„Harry Osborn...“ Irgendwoher kam mir dieser Name bekannt vor. Die Frage war nur woher. Direkt darunter stand seine Telefonnummer. Ich grinste in mich hinein. Noch keine Stunde in New York und schon hatte ich einen Freund gefunden.

Nachdem ich auch meinen Koffer irgendwann vom Band geholt hatte, begab auch ich mich Richtung Ausgang und suchte nach dem Mädchen, dem ich diese ganze Reise zu verdanken hatte. Gwen Stacy.
Ich sah mich um, doch ich konnte sie nirgendwo entdecken. Doch auf einmal sah ich eine junge Frau, die wie wild begann zu winken.
„Hey! Anna!“
Hm? Gwen? Ich ging ein wenig näher auf sie zu und erkannte schließlich die wunderschöne junge Frau mit  ihren langen blonden Haaren und großen blauen Augen. „Gwen?“, rief ich und lief auf sie zu.
„Es ist so schön dich endlich mal kennenzulernen! Und du bist noch viel hübscher als auf den Fotos!“, sagte ich bewundernd und grinste sie an. Sie lachte verlegen und winkte ab. „Es ist mir auch eine Freude dir endlich persönlich gegenüberzustehen! Hattest du eine gute Reise?“ „Ja, sehr, danke schön!“
„Na dann. Lass uns in deine zukünftige Wohnung fahren.

Endlich lag ich in meinem gemütlichen neuen Bett in meinem neuen Apartment, dass nur ein Stockwerk von Gwens entfernt war und dachte über den heutigen, doch recht anstrengenden Tag nach. Bevor Gwen mich hier abgeliefert hatte, hatten wir uns im Taxi noch ein wenig unterhalten.
Sie würde morgen früh mit mir zusammen zu Oscorp gehen um mich anzumelden. Der Arbeitsplatz dort war schon seit einigen Wochen frei und nachdem ich mich dort beworben hatte, kam nach einigen Tagen eine Antwort der Firma um mich zu einem Bewerbungsgespräch einzuladen.
Zwar war ich wahnsinnig aufgeregt, doch der Tag war anstrengend genug, damit ich doch reichlich erschöpft war.
Kurz bevor ich einschlief, dachte ich noch einmal an Harry. Meinen ersten Freund, nach Gwen natürlich, den ich hier gefunden hatte. Interessanter Typ.
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