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A small decision, seen from another universe

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Dr. Helen Magnus Nikola Tesla
19.06.2014
02.07.2014
7
21.378
1
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Dieses Kapitel
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19.06.2014 1.998
 
Hey, mir fehlt grad ein wenig Inspiration. :´(
Deswegen lade ich die Übersetzung hier hoch, in der Hoffnung auf Ideen und, natürlich, dass euch die Szory hier ebenso gefällt, wie mir. ;)
Wie immer ist hier der Originallink: https://www.fanfiction.net/s/6956552/1/A-small-decision-seen-from-another-universe
Und vielen Dank an meine tolle Beta-Leserin! :D
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Helen Magnus war es Leid von Feinden beschossen zu werden, während ihr Team versuchte eine Ladung Abnorme anzunehmen.
Das war das dritte Mal dieses Jahr und es wurde langsam mehr als nur lästig.
Sie suchte Schutz hinter einem Stapel Kisten, um zurück auf die Gegner schießen zu können.
“Wieso hab ich nur zu dieser Soiree zugestimmt? Sicherlich nicht wegen des Unterhaltungswertes. “, murmelte Nikola unterdessen.
Er kniete an ihrer Seite und konzentrierte sich darauf, den kugelsicheren, magnetischen Schild aufrecht zu erhalten.
Er lehnte – natürlich – näher an ihr, als aus bloßer Zweckmäßigkeit oder Komfort.
Mit exquisitem Timing hob und senkte er den Schild, um seiner Wissenschaftlerin und Kate das Schießen auf schwarzgekleidete Lakaien zu ermöglichen, welche hartnäckig und unnachgiebig ihre Magazine auf die Gruppe entleerten.

Die renommierte Teratologin versuchte das unwillkommene Gefühl der Erregung zu unterdrücken, welches sich bildete, als sie Teslas wohl geformten, warmen Körper an ihrer Hüfte spürte.
Sie nahm sich einen Moment Zeit, um die Kisten der Lieferung zu begutachten.
Welcher gottverdammte Abnorme konnte diesen Aufwand wert sein?
Auf diesem Schiff aus Alberta gab es einige, gefährliche Kreaturen, ganz zu schweigen von ein oder zwei Kuriositäten, welche noch nicht gänzlich dokumentiert wurden.
Eine dieser Kuriositäten war ein "Multimet", welcher sich ein paar Meter von ihr entfernt zu einer grauen Fellkugel zusammengerollt hatte.
Offenbar spürte er ganz genau, dass Gefahr drohte und war mehr daran interessiert sich zu verstecken, als zu fliehen.
Eine besonders aggressive Ladung von Kugeln wurde augenblicklich auf sie abgefeuert und plötzlich vernahm die hübsche Xenobiologin einen serbischen, lauten Schmerzensfluch, direkt neben ihrem Ohr.
Eines der Projektile hatte sich in Nikolas Schulter verirrt.
Angst durchfuhr ihren Körper – ihr alter, loyaler Freund war nun nicht länger kugelsicher!
Doch es war keine lebensgefährliche Wunde, wenn man sich nach der Lautstärke und dem Farbenreichtum der serbischen Flüche richtete.
Er bewegte den Arm um sich, sodass sie alle nun gänzlich von dem Schutzschild umgeben waren.
Schweiß brach auf seiner Stirn aus und Helen wusste, dass er nicht mehr lange durchhalten würde.

“Henry! Wie lange noch bis wir endlich verschwinden können?“, schrie die autarke, kämpferische Brünette.
Sie mussten schnellstens hier raus, soviel war klar.
Das Fahrzeug bewegte sich ein Stück – Gegen drei Dutzend Metallkugeln waren alle Arten von Reifen nutzlos.
Dies jedoch schien dem kleinen Abnormen neben ihr den Rest zu geben.
Es entrollte sich und sah sie aus großen, goldenen Augen an, während sein unauffälliges Nagetier-Gesicht ängstlich zuckte.
Auf einmal sprang es abrupt direkt auf sie zu und für ihre 159 langen Jahre auf dem Planeten, ließ sie einen lächerlichen, überraschten Schrei los.
Sie fühlte nicht einmal, wie das Tierchen auf ihrem Bauch landete, bevor ein gleisendes, goldenes, grelles Licht die beiden umhüllte und die dunkelhaarige Frau schließlich ohnmächtig werden ließ.
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Die charismatische, altkluge Leitern des Sanctuarys fühlte urplötzlich eine Hand an ihrer Schulter, welche sie sanft rüttelte.
Noch nicht ganz bei sich, schlug sie die smaragdfarbenen Augen auf.
Sie lag halb auf einem polierten Holztisch mit dem Kopf auf den gefalteten Armen.
“Mama? Geht es dir gut?“
Vorsichtig blinzelte die Teratologin, hob den Kopf ein Stück an und fragte sich, in was für eine Art Traum sie da hineingezogen wurde.
Etwa eine bittersüße Erinnerung an Ashley?
Wenn dem so war, konnte es ja nur ein Traum sein.
Bis vor einer Sekunde war sie noch in einem Kugelgefecht gefangen gewesen und wurde angesprungen von…
Der "Multimet" kaute auf einem großen Blatt Spinat, die eben noch herrschende Panik in seinen goldenen Augen schien komplett verschwunden.
Die kleine, pelzige Kreatur besaß ein sanftmütiges Selbst und machte keine Anstalten, aus dem kleinem Plexiglaskäfig entkommen zu wollen.

“Mama, du wirst niemals einfach so ohnmächtig, es sei denn… sag mir nicht, dass du schon wieder eins erwartest?
Sophie ist noch nicht mal zwanzig und sie wäre furchtbar enttäuscht, wenn du und Papa ihren Abschluss verpassen würdet.
Ganz besonders nachdem Vater ihr die Erlaubnis gegeben hat, an einer amerikanischen Schule zu studieren.
Das MIT würde toben, wenn ihre beide nicht da wärt, um die neue Einrichtung zu eröffnen. Und das nachdem sie so begeistert waren, als Papa einen Vortrag gehalten hatte.“
Helen drehte den Kopf, still beeindruckt von dem schnellen Redeschwall der Frau neben ihr.
Eine Frau die zweifellos nicht ihre Tochter Ashley war.
Die wunderschöne Dame neben ihr musste um die dreißig sein.
Sie hatte ein länglich-ovales Gesicht, einen kurzen, rot-blonden Pagenschnitt, trug einen weißen, enganliegenden Laborkittel und einen grünen Bleistiftrock.
Dennoch wirkte sie seltsam vertraut auf die Wissenschaftlerin, davon abgesehen, dass sie offensichtlich verrückt sein musste.

“Papa hasst noch immer Flugzeuge und wird dich auf keines lassen, wenn du schwanger bist. Außerdem würde er dann nirgendwo hingehen, wo du nicht auch hingehst, also…“
“Es gibt immer die Züge, Liebes. “, erwiderte Magnus lächelnd.
Humor war noch immer die beste Art mit verwirrten Menschen umzugehen.
“Mama, dafür müsstest du doch aber einen privaten Triebwagen mieten. Ansonsten hätten du und Vater schlechte Karten, weil die Sicherheit das nie erlauben würde.“
Sie kreuzte die Arme und zeigte langgliedrige Finger mit makellosen Nägeln.
Einen weiterer Funken Vertrautheit durchfuhr sie, doch ließ die konsternierte Brünette sich nichts anmerken.
Das letzte Mal, als so etwas geschah, befand sie sich in einer apokalyptischen Zukunft.
Aber das war ganz eindeutig eine Sanctuary-Einrichtung, abgesehen von dem teurem Holztisch und seltsam aussehenden Lichtgeräten.
Sie hätte schwören können, dass sie sich in dem Hauptlabor in ihrem Sanctuary in Old City befand.
Die Kryptozoologin musste sich ruhig verhalten und so viel in Erfahrung bringen, wie nur möglich.

“Ich versichere dir, Liebes, dass ich nicht schwanger bin! Und ich habe in naher Zukunft auch keine Intention dazu.“
Ein Funken voll Schmerz zog durch ihr Herz, als ihr erneut ein Bild von Ashleys Tod vor den Augen erschien.
Die Frau, welche behauptete ihre Tochter zu sein, lachte.
“Das sagen du und Papa andauernd, aber manchmal bin ich skeptisch. Fünfzig Jahre liegen zwischen mir und Dimitri und dann sind es fünfundvierzig Jahre zwischen ihm und Sophie. Die Intervalle werden exponentiell kleiner. Aber bei dem Tempo von euch beiden wundere ich mich, dass ich nur zwei Geschwister habe und nicht zwanzig.“
Drei Kinder! Helens Herzschlag beschleunigte sich bei dem Gedanken einer echten Familie um ein Vielfaches.
Sie dachte immer, dass ihr langes Leben es nicht gestattete, mehrere Kinder und einen Ehemann zu haben.
Jetzt musste sie ganz offensichtlich träumen!
Sie musterte die Frau – ihre Tochter – und fragte sich, warum sie so anders aussah als Ashley.
Die sympathisch wirkende Dame hatte einen eleganteren Körperbau, war kleiner, hatte hellblaue Augen und ein breites, neckendes Grinsen.
Es war schwer zu glauben, dass sie und John jemals…
Oh! Die Erkenntnis traf die Wissenschaftlerin wie ein Blitz.
Sie besah sich die Lichtvorrichtungen, die ungewohnte Technologie die sie umgab und etwas, das aussah wie eine Originalskizze von Da Vinci, an einer der benachbarten Wände.
Nicht John. Nikola!
Diese Frau war ihre Tochter und Nikola Tesla der Vater.

“Mama?“ Die Frau beugte sich zu ihr, nahm ihr Kinn in die Hand und sah ihr mit einem selbstbewussten Funkeln in die Augen.
“Du wirkst fiebrig, aber deine Pupillen sind normal. Dein Puls ist etwas erhört, aber nichts Besorgniserregendes.“
Wie konnte sie das feststellen? Sie hatte nicht einmal ihren Puls gemessen.
Der erhöhte Puls überraschte sie nicht.
Immerhin hatte sie gerade erfahren, dass sie seit über einem Jahrhundert mit dem Ex-Vampir verheiratet sein musste.
Die Aufgabe war leicht zu lösen, da die liebevolle und besorgte Frau vor ihr mindestens hundertfünfzig Jahre alt sein musste und scheinbar war sie genauso alterslos, wie Nikola und sie.
“Es geht mir gut, Schatz. Wo ist dein Vater? Ich muss mit ihm reden.“
“Das war’s. Irgendwas ist definitiv faul. Wie lange warst du bewusstlos, Mutter? Du weißt doch, dass Papa in Tokio ist um den neuen EM-Schild über der Stadt zu installieren. Er ist zwar schon ein paar Stunden überfällig, aber du triffst ihn doch immer am Flughafen. Es sei denn, es gibt einen Notfall.“
Also definitiv Tesla.
Aber John schien noch immer präsent, wenn EM-Schilde an der Tagesordnung standen.

“Vielleicht habe ich mich etwas zu sehr überarbeitet und muss mich nur ein bisschen hinlegen. Lass mich mich etwas ausruhen und grüß deinen Vater von mir. Ich verspreche dir, dann kannst du gerne jeden Test bei mir durchführen, denn du für richtig hältst. Lass mich nur den Kleinen hier in den SHU bringen und…“
“Marko? Du weißt doch, dass Marko nicht im SHU bleiben will, Mutter. Nicht wenn du willst, dass er hier bleibt und nicht in irgendein anderes Universum abhaut, bis wir ihm klar gemacht haben, dass er hier immer willkommen ist. Ich weiß er fasziniert dich, Mutter, aber du solltest ihn wirklich nicht aus dem Garten holen, wenn du ihn studieren willst. Du könntest aus Versehen in eine fremde, alternative Realität abrutschen und das ohne Weg zurück! Ich weiß, die berühmte Dr. Helen Tesla zu sein ist von Zeit zu Zeit sehr anstrengend, aber ich glaube kaum, dass du es in einer anderen Welt besser hättest.“
Ihre Mutter stockte geschockt, als ihr klar wurde, was wohl passiert sein musste.
"Marko" musste zu ihnen gesprungen sein, als ein paar schwarzgekleidete Leute die morgendliche Lieferung überfallen hatten.
Sie steckte zusammen mit Nikola, Kate und Henry fest, während letzterer versucht hatte den Van zu starten.
War die Verbindung wieder da oder?…

Magnus musste einen Weg zurückfinden, so neugierig diese Welt sie auch machte.
“In Ordnung. Könntest du Marko zurück in sein Gartenheim bringen, während ich mich etwas ausruhe? Ich hab nicht gut geschlafen letzte Nacht. Wie gewöhnlich, wenn dein Vater nicht da ist.“
Ihre Tochter rollte mit den Augen und lächelte.
“Hoffentlich bin ich in hundert Jahren noch genauso angetan von Henry, wie du von Papa. Ganz besonders nachdem es schwer genug war, jemanden zu finden der meine Exzentrik aushält!“
“Anja, ich würde deine Exzentrik noch 500 Jahre aushalten. Vorausgesetzt du lässt mich hin und wieder nochmal an meine PlayStation. “
Henry betrat das Labor, gekleidet wie gewöhnlich in Jeans und T-Shirt, genau wie in ihrer Welt.
Jedoch hatte er ein subtiles Selbstbewusstsein und eine gewisse Freude lag auf seinem Gesicht.
Gelassen zog er seine Frau, Anja, in einen kurzen Kuss und lächelte Helen freundlich an.
“Was gibt’s, Doc?“
So gleich und doch so verschieden.
“Es tut mir Leid, Henry. Ich glaube heute ist nicht ganz mein Tag. Ich hab nicht gut geschlafen und Anja…“, es klang so fremd den Namen ihres eigenen Kindes auszusprechen, “…hat mich aufgefordert zu ruhen.“
“Ich wünschte, sie würde sich diesen Ratschlag selbst einmal zu Herzen nehmen!“
Foss strich liebevoll über den Bauch seiner Freundin. “
Sie ist bereits seit 8 Uhr auf den Beinen. Dir Enkel zu bringen ist harte Arbeit.“

Helen blinzelte und ihr Blick zuckte zu der leichten Wölbung, die aus dem Kittel hervorlugte.
“Wirklich, Henry, Dimitri und Ling-Mai haben fünf Kinder. Wir werden eine Weile brauchen bis wir die beiden aufgeholt haben. Selbst wenn das hier Zwillinge werden. Und Sharon ist vor mir fällig! Die beiden werden einen Großneffen haben, der älter als sie ist.“
“In dieser Familie ist das Alter doch relativ, Süße.“, meinte Henry nonchalant.
Die geschockte Brünette atmete tief durch, während ihr Gehirn fieberhaft versuchte, all die neuen und morbiden Informationen zu verarbeiten.
“Ich fürchte ich bin wirklich erschöpft. Könnt ihr ein Auto für meine Fahrt zum Flughafen bereit machen, wenn Nikolas Flieger erwartet wird?“
“Schon so gut wie erledigt, Boss. Der Große wird dich im Van mitnehmen. Auf die Art gibt’s weniger Aufregung. Ist dieses Mal immerhin kein Diplomatenausflug.“
Bigfoot konnte den Van fahren ohne Aufmerksamkeit zu erregen? Diplomatenausflüge? Und Tesla hielt Vorträge am MIT? Was zum Teufel ging hier vor sich?
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Die Frage aller Fragen, was? ;)
Also, was meint ihr?
LG Helen Tesla
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