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Crossdress? Oh yes!

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Kiro Strify
18.06.2014
18.06.2014
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Hey Leute ;) hier ist ne kleine oneshot, die ist mir Grade so in den Sinn geflogen. Verzeiht bitte, falls ich falsche Zeiten verwendet habe :S
Naja, die Geschichte ist frei erfunden und ich besitze keine der Personen, die hier vorkommen.
Jetzt will ich euch aber der Geschichte überlassen :)

~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich sitze in der Küche und denke nach. Ich bin ja schon so lange in Yuuka verliebt. Langsam trinke ich den Kamillentee, den ich mir aufgebrüht hatte, aber ich kann ihn noch nicht trinken, da er immernoch zu heiß ist. Naja, wir hatten uns kennengelernt in einem dieser Clubs, die ich abends immer so gerne besuche. Ich bin nun schon seit drei Jahren mit ihr befreundet, aber ich merke noch immer nicht, an wen sie mich so extrem erinnert. Wir schreiben fast jeden Tag bei einem dieser sozialen Netzwerke. Ich öffne meinen Laptop, starte ihn und warte. Ich überlege, was ich ihr schreiben könnte, wie ihr Tag heute war. Als der PC hochgefahren ist, öffne ich die Seite und logge mich ein. Sie ist sogar on!
Jubelnd öffne ich den Chat mit ihr. Ich beginne, einige Zeilen zu schreiben, breche aber ab. Dann beginne ich erneut.

Kiro: heyy :D
Yuuka: hey, na was geht? :P
Kiro: nichts und bei dir?
Yuuka: auch nichts. Sonst alles klar.

Schweigen.
Ich trinke meinen Kamillentee aus.
Nach einer Zeit beginne ich, wieder etwas zu schreiben, doch als ich sehe, dass sie beginnt, auch etwas zu schreiben - gleichzeitig mit mir - höre ich abrupt auf.

Yuuka: können wir uns nicht mal wieder treffen?

Oh mein Gott, genau das Gleiche wollte ich auch Gerade schreiben!?

Kiro: ja klar, warum nicht? Haben wir ja lange nicht mehr gemacht. ;)

Zu lange, für meinen Geschmack. Das letzte Mal war letztes Jahr und wir haben derzeit Juni.

Yuuka: ja stimmt :D

Als wir abgemacht haben, wo wir uns treffen wollen, verabschiede ich mich, weil ich noch einkaufen gehen muss. Heute bin ich dran. Ich öffne den Kühlschrank, damit die Liste vervollständigt werden kann.
Ich starre in die gähnende Leere. Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Ich spüre, wie mich jemand an der Schulter berührt, erschrocken fahre ich herum.
'Himmel, erschreck mich doch nicht so!',  brülle ich Strify an.
Er grinst nur und fragt: 'Wirst du den Kühlschrank auch mal wieder schließen, oder willst du warten, bis er auf Zimmertemperatur steht?'
Beleidigt starre ich ihn an, schlage protestierend die Tür zu und schreibe meine Liste weiter.
'Brauchst du noch was?', frage ich ihn.
'Hmmm, ich glaube ich hab alles.', kommt es zurück.

Ich nahm die Liste und den Stift und klopfte bei Yu an die Tür, um zu erfahren, ob er noch was haben will. Nach seinem Verneinen frage ich noch Shin und Romeo, aber keiner will etwas haben. Begeistert verlasse ich das Haus, denn wenn keiner was haben will, dann bleibt mehr Geld für andere Dinge.

Nachdem ich die Einkäufe abgeschlossen habe, gehe ich wieder nach Hause. Ich schließe die Tür auf und betrete die WG. Ich räume alle Einkäufe in den Kühlschrank, sodass die gähnende Leere, die mich wieder erwartet, einfach vollgestopft wird. Ich hatte es mir nicht verkneifen können, für unsere Diva etwas mitzubringen, aber als ich die kleinen Schokokätzchen sah, musste ich sofort an ihn denken, er liebt ja Schokolade so sehr. Komisch, früher - was heißt früher, vor einem Jahr oder so - hab ich ihm nie was mitgebracht einfach so. Wenn damals die Schokokätzchen da gestanden hätten, wäre ich einfach vorbeigegangen. Ich schiebe meine Aktion einfach darauf, dass ich mich in letzter Zeit sehr gut mit Strify verstehe.
Langsam und leise gehe ich auf sein Zimmer zu, ich will ihn erschrecken. Als ich direkt vor der Tür stehe, nehme ich die Klinke in die Hand. Ich reiße die Tür auf - und mir fällt die Kinnlade auf den Boden. Da steht Strify. In Frauenklamotten. Ich meine, ich weiß, dass er schwul ist, aber ich hätte nie erwartet, dass ich ihn eines Tages in Frauenkleidung vorfinden würde. Aber Moment!
Ich kenne dieses Outfit doch irgendwoher! Oder bilde ich mir das nur ein? Nein, das bilde ich mir nicht ein! Yuuka trägt dieses Outfit, genau so wie es da vor mir ist, auf einem Bild, das sie mir geschickt hat.
'Oh, Kiro, du bist zurück...', höre ich von Strify.

Er tägt die Perücke in der Hand. Die gleichen Haare wie auf dem Bild.
Geschockt stürze ich aus dem Zimmer. Ist das alles ein Traum? Wieso? Warum? Wieso? Immer wieder frage ich mich, warum. Warum hat er mir das angetan? War er wirklich Yuuka? Warum hat er sich nur so verkleidet, um an mich ranzukommen? Oder will er nur mit mir spielen? Oh mann, was soll ich tun? Ich bin so wütend, ich spüre eine Träne die Wange herunterlaufen. Aber warum schlägt mein Herz nur so wild?

Ich höre, wie die Tür geöffnet wird. Ich drehe mich von ihr weg.
Ich höre, wie jemand auf mich zugeht. Ich schließe die Augen.
Ich spüre seinen warmen Atem auf meiner Haut. Ich vergrabe das Gesicht in meinen Knien.
Strify schlingt die Arme um mich. Warum tut er das? Er will doch nichts von mir, warum tut er das dann?
'Warum hast du das getan?', frage ich ihn mit zittriger, jämmerlich unsicherer Stimme.
'Es tut mir leid.'
'Das beantwortet meine Frage nicht.'
'Stimmt.'
'Wirst du sie mir beantworten?'

Schweigen.

Ich warte einfach, ich habe nicht die Kraft, um mich jetzt zu erheben und mich aus diesem Zimmer zu tragen.

'Es tut mir wirklich leid, Kiro. Ich wollte es dich auf eine andere Art wissen lassen. Ich habe das getan, weil du doch nicht auf Männer stehst... Ich wollte einfach, dass du für mich da bist, dass du mich liebst, da habe ich mich als Frau verkleidet und bin dir in den Club gefolgt, damals. Ich wollte so unbedingt bei dir sein, aber nicht als einfacher Kumpel sondern als fester Freund.'

Ich spüre Tränen auf meiner Haut, seine Tränen. Ich denke über das nach, was er eben gesagt hat. Ich denke nach, aber mein Kopf ist weg. Mein Kopf ist bei ihm. Meine ganze Seele ist bei ihm. Ich denke nur an ihn. Yuuka hatte ich schon vergessen. Jetzt ist nur er bei mir und ich begreife, dass ich all die Zeit nicht in Yuuka verliebt war. Ich spüre eigene Tränen mein Gesicht runterrinnen und als ich mich zu Strify umdrehe, sehe ich in seine nassen Augen, Tränen füllen sie.

'Ich liebe dich. Ich liebe dich schon diese ganzen Jahre.', höre ich ihn und mein Blick verschwimmt, ich kann ihn nicht mehr sehen. Die Tränen stehen in meinen Augen.

'Du weißt garnicht, was ich gerade alles fühle...', flüstere ich.
'Ich weiß, du bist nicht interessiert an Männern und es ist viel verlangt, aber ich liebe dich wirklich, kannst du mir verzeihen?'
'Oh mann, du bist ja so dämlich...'
'Wa...'
'Du sagst mir, du liebst mich und bittest mich um Verzeihung, dabei kann ich dir doch garnicht böse sein... Ich muss doch nur alles ordnen in meinem Kopf. Ich bin schon lange nicht mehr hetero.'

Ich höre, wie Strify langsam einatmet.

'Ich liebe dich doch schon so lange du Dummerchen.', sage ich mit tränenerstickter Stimme.

Und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo meine Tränen nicht mehr in den Augen bleiben. Sie tropfen heraus, ich weiß nicht warum, ich bin doch glücklich. Dann legt sich mir seine Hand in den Nacken. Nur verschwommen kann ich erkennen, wie Strify sich zu mir herunter beugt und kurz darauf spüre ich seine Lippen auf meinen. Beim Kuss streicht er mir die Tränen aus den Augen und das Gefühl von Geborgenheit erfüllt mich. Erfüllt jeden Winkel meines Körpers, jede Haarspitze.
Hingebungsvoll schmiege ich mich an ihn, er fährt mit der Zunge in meinen Mund. Es ist kein fordernder Kuss, er ist voll mit seinen Gefühlen, die mich erreichen. Ich verstehe ihn und als er sich von mir löst, waren meine Tränen versiegt.

Arm in Arm schlafen wir aneinandergekuschelt auf dem Boden sitzend ein.
Noch nie habe ich so gut geschlafen.

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Also, ich freue mich über Reviews ;)
Ich hoffe mal, es hat euch gefallen.
Es lebe Cinema Bizarre :***
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