Bus Stop

GeschichteHumor, Romanze / P12
Draco Malfoy Hermine Granger
18.06.2014
13.08.2014
9
21813
26
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Bus Stop

Autor: Marmalade Fever
Fanfiction: Bus Stop

Betas -Nike- und Amira Flavia

Disclaimer: Autorisierte Übersetzung! Die Charaktere und das Harry Potter Universum sind Eigentum von J.K. Rowling. Ich verdiene damit kein Geld.

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Für Amira Flavia

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Part 1


Es regnete und Hermione rannte durch das leichte Sommergewitter, ihre Schuhe schmatzten auf dem nassen Gehweg. Außer Atem kam sie an einer Bushaltestelle an, sie zitterte vor Kälte. Der Mann neben ihr schaute sie nicht an, doch bot ihr an, seinen Regenschirm mit ihr zu teilen. Sie dankte ihm knapp, bevor er sich zu ihr drehte und der Regenschirm sie sofort vor dem Regen schützte. Das leichte Lächeln, mit welchem sie ihn grüßen wollte, verschwand, als sie einen guten Blick auf ihn erhaschte.

„Malfoy?“, fragte sie – verwirrt von der Erscheinung dieses Mannes, den sie seit fast zehn Jahren nicht gesehen hatte.

„Granger?“, fragte er empört. Er schaute nach unten auf seine Hand, die seinen Regenschirm hielt, doch er entfernte den Regenschirm nicht von ihr. „Es ist wunderbar, dich hier zu sehen“, sagte er kurz angebunden.

„Ja, ich würde das Gleiche sagen“, antwortete sie. „Wartest du auf den Bus?“

„Oh nein“, sagte er sarkastisch. „Ich genieße es einfach nur, während es regnet, auf dem Bürgersteig mitten im Nirgendwo zu stehen. Es ist erfrischend, weißt du?“ Er trug einen olivgrünen Regenmantel und einen Hut mit breiter Krempe – es sah komisch aus, so als ob er gerade eben aus einer Detektivgeschichte aus den fünfziger Jahren kommen würde. „Und du, Granger, nimmst du den Bus?“

„Ebenso wenig wie du“, antwortete sie schnippisch. Sie schaute ihn ratlos an. „Was ich nicht verstehe, ist warum. Warum in aller Welt würdest ausgerechnet du den Bus nehmen?“

Er schmunzelte. „Mein BH“, sagt er nur.

„BH?“, fragte Hermine verwirrt.

Er nickte und rollte sein Hosenbein ein bisschen nach oben, sodass ein Metallring um seinen Knöchel herum sichtbar wurde. „Bewährungshelfer“, erklärte er. „Mir ist es nicht erlaubt, Magie zu nutzen“, fügte er verstohlen hinzu.

„Oh“, sagte Hermione und lief im Gesicht scharlachrot an. „Das wusste ich nicht.“

Er schaute sie prüfend an. „Also was ist deine Geschichte? Warum nimmst du den Bus?“

Sie seufzte. „Meine Großtante wohnt an der nächsten Straßenecke. Sie weiß nichts über meine...“, sie senkte ihre Stimme, „Fähigkeiten. Ich weiß, dass sie mich durch ihr Fenster hindurch beobachtet, also kann ich nicht einfach abhauen.“ Sie machte eine kurze Pause. „Sie ist sehr krank“, erklärte sie.

„Verstehe“, antwortete er. Sie standen eine Weile still nebeneinander, Hermione rollte ihren Ärmel nach oben, um auf die Uhr zu sehen.

„Das ist ein sehr hübscher Regenschirm“, sagte sie schließlich.

Er schaute sie einen Moment so an, als ob er sie auslachen wollte. „Das sollte er auch lieber sein. Er hat fünfzig Galleonen bei Burgleman's gekostet.“

„Für einen Regenschirm?“, fragte sie und ließ ihren Mund offen stehen.

Er nickte. „Nur das Beste für meine Wenigkeit“, sagte er schmunzelnd. „Ich verlasse nie das Haus ohne ihn.“

Hermione runzelte ihre Stirn. „Du hast keinen Zauberstab darin versteckt?“, fragte sie. Ein Paar, das neben ihnen stand, starrte die beiden an, so als ob sie beide verrückt wären.

Er rollte seine Augen. „Oh, bitte. Wenn ich das machen würde, denkst du, dass ich es dir erzählen würde?“

„So wie du das sagst, nehme ich an nein.“ Hermione verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust und starrte eisern auf die nasse Straße.

„Kalt?“, fragte er.

„Nur ein bisschen“, gab sie zu. „Wieso fragst du? Willst du mir deinen Mantel anbieten?“

Er lachte. „Nein. Obwohl... ich bin mir sicher, dass das eine exzellente Geschichte zum Abendbrot an einem Tisch voller Weasleys wäre.“ Er machte eine kurze Pause. „Sag mir, Granger, seid ihr beiden zusammen?“

Hermione drehte sich nicht um, um ihn anzusehen. „Nicht, dass es dich etwas angehen würde, aber nein.“

„Nein?“, fragte er. „Also das ist überraschend. Du weißt schon, dass das bedeutet, dass mir Goyle zehn Galleonen schuldet?“

Sie drehte sich zu ihm um und schaute ihn fassungslos an. „Ihr habt auf meine Beziehung mit Ron gewettet?“

Er zuckte mit seinen Achseln. „Es war ein einfacher Gewinn.“

Ihr Mund stand weit offen. „Einfacher Gewinn? Was soll das bedeuten?“

Er grinste. „Ausnahmsweise, Granger, mache ich dir mal ein Kompliment. Lass es dir nicht zu Kopfe steigen. Du bist zu gut für ihn. So einfach ist das.“

Sie war erstaunt. „Denkst du das? Er ist ein Reinblut, weißt du“, erinnerte sie ihn.

„Und zu dumm zu wissen, dass wenn man einen Finger in eine Steckdose steckt, eine gewischt bekommt“, antwortete er belustigt.

„Woher willst du wissen...“

„Und ohnehin, Granger, siehst du jederzeit viel besser aus als er.“

„Oho, Kompliment Nummer zwei“, sagte sie amüsiert. „Was kommt als nächstes? Sagst du mir, dass ich jetzt zu gut für dich bin, hä?“

Er antwortete nicht. „Das ist mein Bus“, sagte er und zeigte mit seinem Finger die Straße entlang. „Glückszahl Zweiundfünfzig.“

Sie hob eine Augenbraue. „Nicht die Glückszahl Sieben?“

Er drehte sich um und schüttelte seinen Kopf. „Nicht alle Nummern bringen jedem Glück“, sagte er.

„Und warum genau bringt dir die Zweiundfünzig Glück?“, fragte sie und strich ihre feuchten Haare aus dem Gesicht.

Er schaute sie einen Moment lang an. „Weil mir dieser Bus noch nicht explodiert ist“, antwortete er.

Hermione runzelte ihre Stirn. „Also, ich kann dir nur sagen, dass die Zweiundfünfzig für mich keine Glückszahl ist.“

„Oh“, sagte er, „und warum ist das so?“ Der Bus kam gerade zum Stehen.

„Weil das auch mein Bus ist und das bedeutet, dass ich ihn mit dir teilen muss.“ Sie versuchte verärgert auszusehen, allerdings war das schwer, wenn Malfoy gluckste.

„Ich denke, dass dich das nicht besonders stört, Granger“, kommentierte er, während andere Passagiere einstiegen. Sie stellten sich in die Warteschlange und stiegen ein, jeder von ihnen zeigte dem Fahrer seinen Fahrschein.

„Oh nein“, murmelte sie und schaute sich um.

„Was?“, fragte er.

„Der einzige freie Platz“, sagte sie und zeigte dorthin. „Jetzt muss ich auch noch neben dir sitzen.“

Er grinste, allerdings konnte sie nur zur Hälfte sein Gesicht sehen. Er nahm den Fensterplatz, während sie sich auf den Platz am Gang setzte. „Ist das nicht gemütlich?“, fragte er und amüsierte sich selbst damit.

„Nur, wenn du unsere auf Gegenseitigkeit beruhende Feindschaft vergessen hast“, sagte sie, schaute ihn jedoch nicht an.

„Oh, keine Sorge Granger. Habe ich nicht“, versicherte er ihr.

Der Bus rumpelte los und die beiden saßen steif nebeneinander. Hermione griff in ihre Tasche und zog eine Packung Kaugummi heraus. „Willst du einen?“, fragte sie.

Er schüttelte seinen Kopf. „Nah, um so etwas schere ich mich nicht“, sagte er.

Sie blinzelte. „Du scherst dich nicht um Kaugummi?“

Er schüttelte erneut seinen Kopf. „Ich korrigiere, ich schere mich nicht um Muggel-Kaugummi. Zu viel künstlicher Zucker.“

Sie nahm sich selbst einen. „Es ist besser, als deine Zähne verrotten zu lassen“, sagte sie.

Er zuckte mit seinen Schultern. „Ich verzichte nicht auf Qualität, selbst wenn es um meine Zähne geht.“ Er nahm seinen Hut ab und wirbelte ihn auf seinem Finger herum.

„Weißt du“, meinte sie langsam, „nicht jeder Muggel-Kaugummi enthält künstlichen Zucker“, sagte sie leise.

„Und der Honigtopf ist trotzdem besser“, machte er klar. „Außerdem, was ist der Sinn davon etwas zu kauen, das man nicht herunterschluckt?“

„Geschmack und Konsistenz“, antwortete sie.

Er lachte. „Und lass mich raten... eine Kieferübung?“

„Warum ist das lustig?“, fragte sie und entfaltete ihre Arme.

„Weil man beim Essen das Gleiche macht“, sagte er, „und du nimmst Nährstoffe auf. Wie klingt das?“

„Nun, mit Kaugummi sammelst du kein Gewicht an“, stellte sie klar, „solange...“

„Künstlicher Zucker drin ist, ich weiß“, sagte er. „Aber du musst zugeben, dass die Menge an Zucker in gezuckertem Kaugummi nicht so viel ausmachen würde.“ Er hörte auf, seinen Hut herumzuwirbeln und setzte ihn wieder auf. „Wohin fährst du eigentlich?“

„Nach Hause“, sagte sie achselzuckend.

„Lebst du noch bei deinen Eltern?“, fragte er lässig.

Sie starrte ihn an. „Malfoy, ich bin 28. Ich sollte dazu nichts sagen müssen.“

„Man weiß ja nie“, antwortete er und schaute aus dem Fenster. „Lebst du alleine?“

Sie runzelte ihre Stirn. „Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dir das erzählen sollte.“

„Ich bin nur neugierig. Ich habe nicht vor einzubrechen oder so etwas“, sagte er und drehte sich wieder zu ihr. „Ich bin zwar ein Krimineller, aber kein Kleinkrimineller.“

„Nun, jetzt muss ich mir Sorgen machen“, murmelte sie. Der Bus wurde langsamer. „Hier muss ich aussteigen“, sagte sie.

„Viel Spaß beim alleine-oder-auch-nicht-alleine-Wohnen“, sagte er und schmunzelte.

„Auf Wiedersehen, Malfoy“, sagte sie und ging.


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Hallo liebe Leser!

Herzlich willkommen zu meiner ersten übersetzten Fanfiction, die mal kein One Shot ist *haha* diese Story ist zwar auch nur eine kurze, dafür aber umso knuffiger!

Die Autorin hat diese Fanfiction in 5 Kapitel mit insgesamt 9 Parts geschrieben. Ich werde aus jedem Part ein eigenes Kapitel machen, was ich wöchentlich hochladen werde (vermutlich immer mittwochs, da heute ja Mittwoch ist :D), falls ich mir nicht doch noch überlege, öfter ein Kapitel hochzuladen. Ich habe auch bis auf den letzten Part alles fertig übersetzt, daher sollte es keine Probleme damit geben, dass dieses gute Stück hier unvollendet bleibt :o)

Bus Stop basiert übrigens auf dem gleichnamigen Song von The Hollies. Er ist wirklich toll und ein echter Ohrwurm! Und der Text ist an sich wirklich eine Zusammenfassung dieser Fanfiction, wenn man es so sieht :o)
Übrigens war Bus Stop auch ein Gewinner bei den Dramione Awards.

Oh man, mein Autorenkommentar ist ja echt lang geworden. Aber keine Sorge, gleich hör ich auf :D nächsten Mittwoch werde ich kein Kapitel hochladen, da ich im Urlaub bin. Allerdings werd ich schauen, dass ich es vor dem übernächsten Mittwoch hochlade, damit an diesem dann der dritte Part da ist :o)

Und für alle, die bis hierher durchgehalten haben: Danke für's Lesen und für jeden von euch gibt es einen Keks *schnurr* ich suche übrigens immer noch einen Beta-Leser!

Beste Grüße,
Ivy
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