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Josephine Klick - Allein unter Cops (Staffel2)

GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
15.06.2014
19.06.2014
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15.06.2014 2.567
 
Hat jetzt etwas gedauert, aber Nr3 ist auch fertig. Die nächsten Tage müsst ihr leider wieder etwas Geduld haben, denn ich verabschiede mich auf Hurricane *wuhuuu* danach gehts dann weiter, wenn ich hoffentlich nen Plan habe, wie ich weiterschriebe. Also viel Spaß und bis die Tage!!


S03 E03

Sie traute ihren Augen kaum. In der Küche stand eine junge Frau. Ungefähr 5 Jahre jünger als. Sie hatte ihre Größe, lange blonde Haare, die zu einem Dutt zusammen gemacht wurden. Hübsch war sie. "Hey Josi, du kannst deine Waffe gerne wegpacken. Ich tu dir nichts." sagte die Stimme. Josephine steckte ihre Waffe wieder in den Halfter und ging auf sie zu. "Klara? Bist du das?" fragte Josephine. "Natürlich. Wer soll es denn sonst sein? zwinkerte Klare. "Lass dich erst mal drücken. Wir haben uns so ewig nicht gesehen." Klara und Josephine umarmten sich. "Was machst du hier Klara?" "Ach Josi, dass erzähl ich dir gleich. Lass uns erst mal den Tisch decken und was essen. Hab auch Wein kalt gestellt. Ich hoffe du trinkst nen Gläschen mit."
Klara servierte Spagetti Bolognese. "Ich hoffe doch, du isst die immer noch so gerne wie früher. Ich hätte sonst nicht gewusst, was ich sonst machen sollte." "Oh nein. Das ist fantastisch. Ich hatte heute schon so dran gedacht, dass ich es mal wieder essen könnte. Als ob du Gedanken gelesen hast.", antwortete Josephine. Sie setzten sich an den großen Esstisch und fingen an zu essen. "So Klara, jetzt erzähl mal. Was machst du hier?" fragte Josephine. Sie war neugierig und wollte es unbedingt wissen. "Das ist eigentlich ne ziemlich kurze Geschichte. Nach meiner Ausbildung zur Rettungsassistentin in Hamburg bin ich nach Berlin gekommen. Hier arbeite ich nun seit ca. 2 1/2 Jahren. In letzter Zeit gab es etwas Stress in meiner WG. Darauf hatte ich keine Lust mehr. Stand immer zwischen den Stühlen. Also rief ich Viktor an und er sagte, dass du aus Bielefeld hierhergekommen bist und er natürlich noch nen Plätzchen für mich hat. Ich  bat ihn, dass er nichts erzählt. Ich wollte dich überraschen." "Und das ist dir ziemlich gut gelungen." sagte Josephine, "Ich hab mit dir überhaupt nicht gerechnet vor allem weil Viktor nur nen Zettel geschrieben hatte, dass jemand etwas vorbei bringt." "Ich hab mich vorbei gebracht, das ist doch auch was." witzelte Karla. Der Abend verging wie im Flug. Sie schwelgten in alten Zeiten und erzählten sich vieles, was auch in der Zwischenzeit passiert war.
Dann plötzlich zwischendurch vibrierte Josephines Handy. Sie sah drauf und entdeckte, dass sie eine neue Mitteilung hatte. Sie nahm ihr Handy und öffnete die Nachricht. Sie kam von Fritz:

(23:52) Fritz: Entschuldige, wenn ich dich so spät noch störe, ABER wir müssen reden! Fritz

Sie las sie und legte ihr Handy wieder beiseite. "Wo waren wir stehen geblieben?", fragte sie und trank noch einen Schluck Wein. "Sag mal Josephine, wer hat dir denn geschrieben?" wollte Klara gerne wissen. "Ach niemand, nur mein Kollege." antwortete sie und lächelte ein wenig. "Ach nur ein Kollege. Du stehst auf ihn, oder?" "Nein, tue ich nicht.", sagte Josephine etwas mürrisch. "Josephine! Komm schon, verkauf mich jetzt nicht für blöd. Wir haben uns zwar ewig nicht mehr gesehen, aber trotzdem kenn ich dich noch ziemlich gut. Du hast dich nicht verändert. Genauso hast du damals immer geguckt, wenn du über ... wie hieß er nochmal? Robert? ... gesprochen hast!! Und in den warst du über beide Ohren verknallt!!!" Josephine wurde rot. Sie wusste, dass Karla Recht hatte, aber sie war noch nicht bereit. Jedenfalls redete sie sich das ein.
"Erzähl schon! Was läuft da zwischen euch?" neugierig schaute Karla Josephine in die Augen. "Nichts! Wir sind nur Kollegen." antwortete Josephine. Klara nickte. "Mhh, dann muss ich da mal etwas nachhelfen." dachte Karla und trank den letzten kleinen Rest aus ihrem Weinglas.
Karla guckte auf die Uhr. "Oh, das ist ja schon so spät. Ich hab morgen Frühschicht. Sei mir nicht böse, aber ich muss echt langsam ins Bett. Viktor meinte ich kann auf der Couch schlafen. Bett hab ich auch schon bezogen bevor du kamst. Wir sehen uns morgen!" Karla stellte die Teller zusammen, aber Josephine hielt sie davon ab. "Geh du mal ins Bett. Ich mach das schon. Schlaf gut und bist morgen." Sie lächelte.
Als Karla in der Tür stand, drehte sie sich noch einmal zu Josephine um. "Ich wollte dir keinen Schrecken einjagen und es ist schön, dich nach so vielen Jahren endlich wieder zu haben. Gute Nacht." Sie drehte sich wieder um, ging ins Wohnzimmer und schloss die Tür.
Josephine räumte noch den Tisch ab und brachte die Küche wieder auf Vordermann bevor auch sie ins Bett ging. Bevor sie die Augen schloss, dachte sie noch über die Nachricht von Fritz nach. "Was will er mir sagen? Warum will er unbedingt mit mir reden?" fragte sie sich und schlief ein.

Am nächsten Morgen:
Wiedermal klingelte der Wecker. An manchen Tagen konnte Josephine ihn verfluchen; so auch heute. Sie setzte sich an den Bettenrand und stütze ihren Kopf mit beiden Händen. "Oh Gott, hab ich einen Schädel.", dachte sie "Ich brauch erst einmal ne Aspirin." Langsam stand sie auf und trotte die Treppe hinunter in die Küche. Die Tür zum Wohnzimmer stand offen und sie blickte kurz herein. Es sah aufgeräumt aus. Nichts erinnerte mehr, an einen Schlafplatz. Karla war schon aufgebrochen. Frühschicht ahoi. Josephine ging weiter in die Küche, nahm sich ein Glas aus dem Schrank und suchte in der Schublade nach einer Aspirin. "Keine da?" fragte sie sich, "So ein Mist!". Sing drehte sich zum Küchentisch und sah, dass dort ein Zettel lag und zum Glück; Aspirin! Karla hatte wohl an alles gedacht. Sie füllte sich Wasser in das Glas und nahm die Aspirin.  Dann widmete sie sich dem Zettel;

Guten Morgen Josi,
nach der ziemlich kurzen Nacht, musst ich mich wieder auf den Weg zur Arbeit machen. Für ein ausgewogenes Frühstück liegt alles im Kühlschrank. Ich hoffe du bist gut hoch gekommen, habe dir aber sicherheitshalber ne Aspirin dazu gelegt. *grins* Viel Spaß heute im Revier und ich hol dich nachher von der Arbeit ab. Also nicht weglaufen.
Liebe Grüße Karla :*

Josephine legte den Zettel wieder beiseite, goss sich nen Kaffee ein und bereitete sich das Frühstück vor. Sie sah auf die Uhr. Es war höchste Zeit sich für den Dienst fertig zu machen. Sie ging ins Bad. Nichts geht über eine schöne warme Dusche am Morgen. Josephine stieg aus der Dusche und ging in ihr Zimmer. Mal wieder stand sie vor ihrem Schrank und überlegt was sie anziehen sollte. Wie immer entschied sie sich für die bequeme Variante; Jeans und Shirt. Darüber zog sie ihre Lieblings Strickjacke. Perfekt. Sie sah wieder auf die Uhr. Jetzt nur noch schnell die Haare föhnen und wenigstens etwas Make-up ins Gesicht klatschen und dann konnte es auch schon los gehen. Pünktlich gegen halb 8 verließ Josephine das Haus.
Fritz war diesmal schon überpünktlich am Revier angekommen. "Oh man, ich weiß warum ich lieber später komm.", dachte er und schüttelte den Kopf. Er war kein Fan von großen morgendlichen Begrüßungen und Auswertungen wer was in seinem Feierabend getrieben hatte. Er starrte auf den Eingang damit er Josephine auch nicht verpasst. Es war die einzige Möglichkeit sie noch alleine zu sprechen. Er wollte das einfach klären, mit ihr reden und ihr sagen, was er fühlt. Doch war er sich sicher? Egal. Warum immer so viel nachdenken. Einfach mal machen. Es ausprobieren. Lange hatte er keine Frau mehr in seine Gefühlswelt aufgenommen. Zwar musste er gestehen, dass er nach der Trennung von seiner Frau immer wieder Frauen mit nach Hause genommen hatte, aber da ging es nur um hemmungslosen, wilden Sex. Er war schließlich auch nur ein Mann. Doch bei Josephine war es anders. Zu ihr konnte er wieder eine Verbindung aufbauen.
Der Zeiger rutschte auf viertel vor 8 erreichte Josephine das Gelände des Reviers. Fritz ging auf sie zu. "Guten Morgen Bielefeld. Bereit für einen neuen Tag?" fragte er. Josephine sah ihn verdutzt an. "Guten Morgen Fritz. So früh schon hier? Das kennt man von dir ja gar nicht. Hast du noch was vor?" "Nein Bielefeld. Ich habe um ehrlich zu sein auf dich gewartet. Ich muss mit dir reden und das ist mit die perfekteste Zeit." antwortete ihr. "Gut Fritz, was möchtest du denn mit mir bereden?". "Hast du meine SMS gestern bekommen? Da hatte ich dich schon vorgewarnt." sagte er. "Ja natürlich Fritz. Nur ich konnte dir leider nicht antworten. Ich hatte gestern Abend quasi noch Besuch und konnte dir deswegen nicht antworten. Hatten uns dann auch ziemlich verquatscht und dann war es zu spät. Entschuldige bitte." Josephine lächelte ihn an. Sie hoffte, dass er nicht allzu enttäuscht war, dass sie wieder nicht geantwortet hatte. "Schon okay. Ich muss dir da nämlich was sagen. Also naja und zwar,...also ich, ich....", stotterte er und schaute dabei immer wieder verlegen zu Boden. " Ich glaube, ich..." Srrr Srrr Srrr....Bevor er den Satz beenden konnte, klingelte sein Handy.
Fritz entschuldigte sich bei Josephine und nahm ab. "Was ist los? Ich muss gleich arbeiten." entgegnete er dem Anrufer. Der Anrufer war nichts geringeres als seine Frau. Und es ging natürlich mal wieder um Ben. "Wie ich kann ihn dieses Wochenende wieder nicht sehen? Letztes Wochenende funktionierte schon nicht, weil er angeblich krank war." Fritz wurde wütend. Josephine wollte ihn ungestört telefonieren lassen und machte sich deshalb auf den Weg ins Büro.
Nach dem Telefonat stürmte Fritz Richtung Eingang. "Fritz!!" rief eine Stimme hinter ihm. Es war Alex. Er sah ihn fragend an. "Was ist los mit dir Fritz? Du scheinst mal wieder innerlich zu kochen vor Wut." Alex kannte seinen Kollegen und Freund gut. "Komm wir gehen uns erst mal Kaffee holen und dann erzählst du mir im Büro was vorgefallen war." Gesagt getan. Beide, mit nem Becher Kaffee in der Hand, betraten ihr Büro. Heute hieß es Papierkram erledigen, also genug Zeit um zu erzählen. "So mein Lieber, dann erzähl mir mal, was jetzt schon wieder passiert ist." "Wo soll ich anfangen?", fragte Fritz, "Da wo ich Josephine sagen wollte, dass ich etwas für empfinde oder dass meine Ex-Frau dazwischen gekommen ist, um mir zu sagen, dass ich Ben wieder nicht sehen kann?" Alex schluckte. "Man Fritz, wenn du Pech hast, dann immer richtig. Wieso kannst du Ben wieder nicht sehen?" "Ach, er ist wohl auf nen Geburtstag eingeladen und er möchte da so gerne hin. Das kann er meinetwegen gerne und er kann auch nichts dafür, dass seine Mutter es einfach nicht auf die Reihe bekommt rechtzeitig abzusagen. Immer 2 Tage vorher. Ich nehme ihr das ehrlich gesagt auch nicht ab." Fritz lehnte sich in seinem Stuhl zurück und starrte vor sich hin. "Und was ist nun mit Josephine?" wollte Alex wissen und schaute durch das Glasfenster zu ihr rüber. "Ich weiß es nicht!" Fritz machte eine kurze Pause bevor er weiter sprach. "Ich habe das Gefühl, dass sie mir aus dem Weg geht. Gestern hatte ich ihr eine Nachricht geschrieben, dass ich mit ihr reden muss, aber es kam natürlich mal wieder keine Antwort. Sie meinte, sie hatte Besuch und es ist wohl später geworden. Naja und wie gesagt, bevor ich ihr sagen konnte, was ich wollte, klingelte mein gottverdammtes Telefon! Ich habe keine Ahnung wann sie mal etwas merkt. Soll ich etwas vor ihr auf Knie fallen?" Alex zuckte mit den Schultern. "Lass ihr doch einfach noch etwas Zeit. Du kennst ihre Geschichte. Vielleicht ist sie einfach noch nicht so weit und du verstehst hoffentlich, dass sie Angst hat, dass es sich wieder wiederholt. Du bist schließlich auch ihr Kollege." sagte Alex "Und es wird schon alles gut ausgehen." Alex versuchte seinem Freund Mut zu machen. Er hoffte, dass es sich alles zum Guten wenden würde, denn Fritz hat es verdient. Er ist schon nen guter Kerl und wie es im Moment für ihn läuft, das ist nicht fair. Alex hoffte bloß, dass Josephine nur Zeit braucht, denn zwischen den Beiden ist irgendwas. Was genau konnte Alex sich nicht erklären. Er hoffte bloß, dass Fritz es nicht vermasselt.

Die Zeit verging an diesem Tag erstaunlich schnell. Der Zeiger nährte sich dem Feierabend. Es klopfte an der Tür. Karin und Ewald schauten sich um. Dort stand Klara. Wie versprochen, wollte sie Josephine abholen. Zerrissene Jeans, weißes Shirt. Dazu passend weiße Chucks und  eine Jeansjacke. Topgestylt, wie immer. "Hallo! Guten Tag." begrüßte Klara die Beiden. "Ich wollte gerne Josephine abholen." Ewald starrte immer noch zu ihr herüber. "Oh ich geh sie holen. Einen Moment bitte." Karin stand auf und ging zum Büro von Fritz und Alex, in dem auch Josephine schon seit einer Stunde saß. Karin klopfte und steckte den Kopf zwischen den kleinen Spalt hindurch. "Josephine? Da ist jemand für dich, der dich gerne abholen möchte. "Dein Abholservice ist da!" rief eine Stimme im Hintergrund. "Super, dann mach ich mich mal los. Wir sehen uns Morgen Jungs." Josephine wollte sich gerade verabschieden als Fritz aufstand. "Ich bin neugierig. Ich muss doch mal gucken, wer meine Kollegin so abholt. Er trat aus seinem Büro und erblickte Klara. Er konnte es nicht erklären, aber er kannte sie irgendwoher. Alex folgte ihm. "Entschuldige Josi, ich bin etwas früh. Schlimm?" fragte Klara. Josephine schüttelte mit dem Kopf. "Du kannst dir ja noch einen Kaffee holen oder eine Rauchen. Ich mach das hier nur schnell fertig und dann können wir los." entgegnete ihr Josephine. Nun mischte sich Fritz ein. "Du kannst gehen. Ich mach das für dich fertig. Stellst du uns deinen Gast auch einmal vor?" "Natürlich. Wie unhöflich von mir. Karla...das sind Fritz Munro und Alexander Mahler. Meine lieben Kollegen. Ach so und das sind Karin und Ewald." Fritz ging auf Klara zu und reichte ihr die Hand. "Freut mich." Er starrte sie an. Alex tippte seinem Kollegen auf die Schulter. "Du ich will dich nicht stören, aber ich werd mich auf den Weg machen. Gehen wir heute Abend, wenn ich die Kinder ins Bett gebracht habe, noch was trinke?" "Ja klar. Du rufst an. Wollen die beiden Damen auch mitkommen?" fragte Fritz und wandte sich wieder zu Klara. "Nee Fritz lass mal. Klara muss morgen sicher auch wieder früh raus und wir wollten noch was essen gehen." antwortet Josephine, doch Klara mischte sich ein. "Lass mal Josi. Ich muss erst morgen zur Nachtschicht und wollte heute sowieso mal wieder feiern gehen. Wir sind dabei. Wann und Wo?"
Sie machten sich eine Zeit und einen Ort aus und dann verließen auch Josephine und Klara das Präsidium. Fritz blieb zurück und erledigte noch den restlichen Papierkram, bevor auch er in den Feierabend aufbrach.
 
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