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Josephine Klick - Allein unter Cops (Staffel2)

GeschichteAllgemein / P16 / MaleSlash
15.06.2014
19.06.2014
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15.06.2014 3.093
 
S02 E02

Der Wecker klingelte. Verschlafen versuchte Josephine dieses nervige Ding auszuschalten. Geschafft. Sie drehte sich auf den Rücken, schlug die Augen auf und starrte an die Decke. "Ist das gestern wirklich passiert?" Sie konnte es kaum fassen. Er hatte sie geküsst. Im Inneren bereute sie es ihm diese Nachricht geschickt zu haben. Doch es war besser so. Sie ist noch nicht bereit. Sie sind Kollegen und noch einmal würde sie nicht den Fehler machen, auch wenn es weh tat.
Sie erhob sich aus ihrem Bett und trotte ins Bad. Ein Glück hat Fritz immer noch Urlaub. Aber auch die Tage würden schnell vergehen. Womit sie Recht behielt.
Die 2 Wochen vergingen wie im Flug. Ohne großartige Einsätze. Ohne spektakuläre Verbrechen. Und es nährte sich der Tag des Wiedersehens. Sie hatte Angst. Wie würde Fritz auf sie reagieren. Würde das die Zusammenarbeit stören? Alles Fragen über die sie sich den Kopf zerbrach bevor sie einschlief.

Der Wecker klingelte. Verschlafen versuchte Josephine dieses nervige Ding auszuschalten. Geschafft. Sie drehte sich auf den Rücken, schlug die Augen auf und starrte an die Decke. "So, Zeit zum aufstehen.", sagte sie leise zu sich selbst und stand auf. Sie ging ins Bad und stieg unter die Dusche. Nachdem sie fertig war und sich angezogen hatte, ging sie die Treppe hinunter. Viktor hatte den Frühstückstische gedeckt. Auf dem Tisch lag ein Zettel.

Guten Morgen Josephine!
Ich habe dir ein kleines Frühstück vorbereitet bevor ich aufgebrochen bin. 4 Wochen hast du nun Ruhe von mir. Ich melde mich zwischendurch immer mal, damit du weißt, dass alles in Ordnung ist und wir das Abholen vom Berliner Flughafen besprechen können.
Viel Spaß Viktor.
Ps. Heute Abend kommt jemand vorbei um etwas vorbeizubringen, also nicht erschrecken.

"Mhh...was vorbeibringen? Was das wohl sein kann?", fragte sie sich und biss von ihrem Marmeladenbrot ab. Josephine guckte auf die Uhr. In 1 1/2h begann ihr Dienst. "Da habe ich noch einmal Zeit mit Wotan eine kleine Runde zu drehen." Sie zog sich ihre Reitstiefel an und ging die Treppe hinunter und machte sich auf den  Weg zum Stall. Wotan stand in seiner Box und erwartete sie schon sehnsüchtig. Josephine holte ihn aus seiner Box, striegelte ihn und sattelte auf. Sie ritten durch das angrenzende Feld. Richtung Wald. Im Wald gab es einen kleinen Pfad, der wieder zurück zum Stall führte.
So ein Ausritt am Morgen tut doch immer wieder gut. Josephine machte sich auf den Weg zum Revier. Wie immer war sie überpünktlich da. Karin und Ewald saßen schon im Büro und durchforsteten sämtliche Akten. Irgendwer muss ja auch den Papierkram machen. "Ein Glück muss ich das nicht machen.", dachte sich Josephine. "Guten Morgen ihr Beiden. Ein schönes Wochenende gehabt?", fragte sie und setzte sich an ihren Schreibtisch. "Oh ja! Ich war meine restliche Familie in Thüringen besuchen. Hatte sie so lange nicht mehr gesehen.", antwortete ihr Karin. Ewald lächelte und antwortete: "Ich war mit meinen Kumpels unterwegs. War mal wieder höchste Zeit. Männerwochenende. Und jetzt wieder Papierkram. Juhu." Ewald schnappte sich einige Akten und verschwand durch die Tür.
Josephine sah mal wieder auf die Uhr. 8:17Uhr. "Meine Kollegen sind mal wieder zu spät.", meinte sie zu Karin. "Wer ist zu spät? Wir? Niemals.", entgegnete ihr eine Stimme. Alex und Fritz kamen hinein. Jeder einen Becher Kaffee in der Hand. "Da bin ich wieder. 2Wochen Urlaub vorbei. Jetzt können wir wieder als 3er-Gespann durchstarten.", sagte Fritz und stellte Josephine einen Becher Kaffee vor die Nase. "Wir haben dich nicht vergessen und haben dir auch einen mitgebracht. Mit Milch und 2 Stücken Zucker. Nach rechts gerührt und nicht nach links.", scherzte er und ging zu seinem Tisch. Alex stand noch im Türrahmen. Er wunderte sich, wie gut Fritz mit der Situation umging, nachdem was er ihm erzählt hatte. Natürlich wusste er von dem Kuss und der SMS , die Josephine ihm geschrieben hatte. Sie waren schließlich beste Kumpels. Gingen durch dick und dünn. Da erzählt man sich sowas. "Ich bin mal gespannt, wie lange das gut geht.", seufzte er und ging ebenfalls zu seinem Tisch. Grad hingesetzt, klingelte sein Telefon. "Mahler?", meldete er sich. "Ja. Okay. Gut. Wir machen uns auf den Weg." Er legte auf.
"Meine Damen und Herren, Einsatz. Vermisstes Mädchen. 16Jahre alt. Kam gestern Abend nicht nach Hause. Wir müssen los." "Wohin?", fragte Fritz. "Grunewald." Fritz stand auf und zog sich seine Lederjacke über. "Der coole Look muss eben gesehen werden", witzelte er. "Komm Bielefeld, auf geht´s oder willst du Büroarbeit machen?". "Garantiert nicht.", entgegnete sie ihm und stand ebenfalls auf.

Als die Drei in das Haus kamen, saßen die Eltern des vermissten Mädchens im Wohnzimmer auf der Couch. Die Mutter weinte bitterlich und wischte sich ab und zu die Tränen mit einem Stofftaschentuch ab. Ihr Mann saß neben ihr und hatte seinen Arm um sie gelegt. Wir nährten uns dem Ehepaar. "Mahler," sagte Alex und zeigte seinen Dienstausweis. "Das sind meine Kollegen Munro und Klick. Wir sind hier um ihnen ein paar Fragen zu stellen." Die Frau nickte. "Seit wann ist ihre Tochter verschwunden?" fragte Josephine. "Seit gestern Nachmittag." "Okay. Wann haben sie bemerkt, dass sie nicht nach Hause gekommen ist?"  schob sie die nächste Frage hinterher ohne Alex und Fritz zu Wort kommen zu lassen. "Darf ich?" fragte Josephine und deutete auf den Sessel, der zur Couch gewandt stand. Herr von Hagen nickte. Josephine setzte sich um ihnen besser zu hören zu können. "Also Joline hatte gestern gegen Mittag Schulschluss und kam nach Hause. Ich wollte noch schnell Akten zusammen suchen, bevor ich zu meinem Termin aufbrechen musste. Wir unterhielten uns kurz.", schluchzte Frau von Hagen. "Erwähnte sie irgendetwas, dass sie noch einmal weg wollte?" fragte nun Alex. Sie schaute auf. "Nein. Sie wollte Hausaufgaben machen. Sie ist gewissenhaft. Will ihr Abitur machen und dann studieren. Sie will Ärztin werden. Deswegen verstehe ich nicht, warum sie nicht nach Hause gekommen ist." "Ist das ihre Tochter?" fragte Fritz und zeigte auf die Fotos die auf der dunkelbraunen Kommode standen. Sie nickte. "Hübsch. Hatte sie einen Freund?" fragte Fritz weiter. Die Mutter schüttelte den Kopf. "Nein, sie wollte sich Zeit lassen. Sie meinte immer, dass sie dafür keine Zeit hätte. Zwar gab es einige Jungs in ihrer Stufe, die ihr hinterher liefen, aber nein, da war keiner dabei. Das würde sie mir doch erzählen." Wieder begann Frau von Hagen bitterlich zu weinen.
Josephine betrachtete die Bilder genauer. "Wer ist der Fremde Mann dort auf dem Foto?" "Das ist ihr leiblicher Vater. Er starb als Joline 9 Jahre alt war. Autounfall. 2 Jahre später lernte ich Karsten kennen. Ein halbes Jahr später heirateten wir und er adoptierte sie."
Fritz Handy klingelte. "Entschuldigen Sie.", sagte er und ging ins Nebenzimmer um ungestört telefonieren zu können. Nach 5 Minuten stieß er wieder zu ihnen. "Alex. Josephine. Wir müssen leider los. Ich wurde gerade angerufen." Er wandte sich zu dem Ehepaar; "Falls ihnen noch etwas einfällt oder Joline auftaucht, dann rufen sie uns bitte an.", sagte er ihnen und legte seine Visitenkarte auf den Couchtisch. Dass sie sich melden würden, dass Joline wieder da ist, schloss er aus. Immerhin wurde er nicht ohne Grund angerufen. Leichenfund im Stadtpark. Junges Mädchen. Das konnte nur Joline sein. Er schluckte.
"Was ist denn los, Fritz?" fragte Josephine. "Warum müssen wir so schnell aufbrechen?" Fritz schluckte. "Ich glaube, sie wurde gefunden.", antwortete er. "Wo das denn? Dann können wir sie ja nach Hause bringen." entgegnete Josephine. "Im Stadtpark, aber sie ist nicht mehr das blühende Leben. Fuck ey!! Die Rechtsmedizinierin ist schon vor Ort. Wir müssen uns jetzt auf den Weg machen." Fritz holte den Autoschlüssel aus der Jackentasche und stieg ein. Alex und Josephine guckten sich ungläubig an und taten es ihm gleich.
Nach 20 Minuten erreichten die Drei den Tatort. Überall hatten Polizisten schon Sperrbänder gespannt und hielten Wache, damit keine Schaulustigen die Spuren am Tatort verunreinigten konnten.
"Wer hat sie gefunden?", fragt Alex einen der uniformierten Kollegen. Ein großer, junger Mann um die 25 Jahre antwortete ihm; "Das waren 2 Joggerinnen, die hier immer ihre Runde drehen. Ein Kollege von mir nimmt die Personalien auf." "Sehr gut. Wir müssen den Beiden noch einige Fragen stellen. Das übernehme ich. Guckt ihr euch die Leiche an und hört mal was unsere Lieblings Rechtsmedizinerin zu sagen hat." Ales wandte sich ab und folgte dem jungen Mann.
Fritz und Josephine gingen einen kleinen Pfad entlang um etwas tiefer ins Gebüsch zu gelangen. Neben der Leiche kniete schon Dr. Srna und untersuchte sie. "Ich habe schon auf euch gewartet. Wo ist Alexander?" fragte sie. "Er spricht mit den Joggerinnen, die die Leiche gefunden haben." antwortete Josephine. "Was kannst du uns über die Umstände erzählen?" "Also meine lieben Kollegen. Das Mädchen ist ungefähr seit 7-8 Stunden tot. Kampfspuren habe ich auch gefunden und Hautreste unter den Nägeln. Wie ihr seht, wurde sie stranguliert. Sie muss sich kräftig gewehrt haben." "Wurde sie, wurde sie verg....?", stotterte Josephine. "Vergewaltigt? Ja. Was natürlich erklärt, warum sie keine Unterwäsche mehr trägt. Ob wir Spermaspuren haben, muss ich im Labor untersuchen. Die Ergebnisse lasse ich euch zukommen." Dr. Srna erhob sich und packte ihre Sachen zusammen. "Ich bin hier fertig. Wir sehen uns." verabschiedete sie sich und ging.
Die Drei verbrachten noch einige Zeit am Tatort, bevor sie sich zurück auf den Weg Richtung Grunewald machten. Das Beschissenste an ihrem Job stand ihnen noch bevor. Sie mussten die traurige Nachricht überbringen. Im Auto beratschlagten sie, wie sie es am besten sagen sollten. Josephine bot sich an es zu übernehmen, auch wenn sie sich sonst nicht darum reißen würde. Wieder an der weißen Villa angekommen, stiegen sie aus. Josephine ging voraus und Alex und Fritz folgten ihr in kleinem Abstand. Sie klingelte. Herr von Hagen öffnete ihnen die Tür. "Da sind sie ja wieder. Haben sie Joline gefunden?", fragte er und bat sie herein. Frau von Hagen saß immer noch auf der Couch. Es schien als hätte sie sich die Zeit über nicht ein einziges Mal gerührt. Er setzte sich wieder zu ihr. "Frau und Herr von Hagen, es tut mir sehr leid," begann Josephine mit ruhiger Stimme. Sie versuchte das Zittern in ihrer Stimme zu unterdrücken; "aber wir müssen ihnen leider mitteilen, dass wir ihre Tochter gefunden haben. Sie lag tot in einem Gebüsch im Stadtpark." Kurze Stille. Dann brach Frau von Hagen bitterlich wieder in Tränen aus. In den Augen von Herrn von Hagen spiegelte sich Fassungslosigkeit. Er nahm seine Frau in den Arm, versuchte sie zu trösten. Aber wie schwer muss die Last einer Mutter sein, die ihr Kind zu Grabe tragen muss? Auch Alex und Fritz sahen betrübt aus. Beide sind schließlich auch Väter und konnten sich nichts schlimmeres Vorstellen als den Verlust des eigenen Fleisch und Blut. Behutsam erzählte sie, wie sie Joline vorgefunden haben und fragte ob sie nicht doch irgendwelche Feine hatte. Fragte wer ihre Freunde waren und wer von ihnen etwas wissen könnte. Die Wahl fiel auf Joline´s beste Freundin Maria. Sie verabschiedeten sich und machten sich auf den Weg zum Haus von Maria, in der Hoffnung neue Erkenntnisse zu erlangen.
Auf der Autofahrt überlegte Josephine die ganze Zeit, was ich komisch vorkam. Ihr Adoptivvater schien zwar fassungslos zu sein, doch das kam ihr gespielt vor. Sie beschloss ihre Gedanken erst einmal für sich zu behalten.
Sie klingelten. Eine schwarzhaarig, gutgekleidete Frau Mitte 40 öffnete Ihnen die Tür. "Kann ich ihnen helfen?", fragte sie freundlich. "Ja. Wir sind von der Kriminalpolizei. Klick. Das sind meine Kollegen Munro und Mahler. Wir würden uns gerne einmal um ihrer Tochter Maria unterhalten. Es geht um ihre beste Freunden Joline.", erklärte Josephine. "Gerne. Kommen sie herein. Sie ist in ihrem Zimmer, aber was ist denn passiert?" Frau Hamann war total überrumpelt. Sie bot den drei Kommissaren an Platz zu nehmen und ging ihrer Tochter holen. Auch hier übernahm Josephine wieder die Führung. "Maria, wann hast du Joline zum letzten Mal gesehen?, fragte sie. "Gestern in der Schule. Heute war sie nicht da. Ich hatte gedacht, dass sie krank ist, aber dann hätte sie sich bei mir gemeldet. Ich mach mir schreckliche Sorgen." "Maria? Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll, aber Joline ist tot.", überbrachte Josephine ihr die traurige Nachricht. Maria begann zu weinen. Tausend Messerstiche durchzuckten ihren Körper. Schmerz. "Maria, kannst du uns vielleicht sagen, warum sie gestern Nachmittag noch einmal das Haus verlassen hatte? Hatte sie Feinde?" Maria schüttelte den Kopf. "Jeder mochte sie. Sie war beliebt. Ich weiß es nicht. Sie erzählte mir irgendwas, dass sie hier raus muss. Sie wollte eigentlich nicht mehr nach Hause. Darüber wollte sie aber nicht reden. Es war wohl aber hauptsächlich wegen ihrem Adoptivvater.", antwortete sie. Eine Weile unterhielten sie sich noch, dann ließen sie Maria wieder alleine, damit sie in Ruhe trauern konnte.
"Der Vater?", fragte Alex. "Ich habe ja mit so Einigem gerechnet, aber nicht damit. "Er kam mir von Anfang an komisch vor. Ich wollte euch das eigentlich nicht sagen, aber ich fand, dass seine Fassungslosigkeit ehr gespielt als echt war.", erzählte Josephine. Alexanders Handy fing an zu klingeln. "Mahler!", meldete er sich. "Hallo, hier ist Ewald. Ich habe gerade die Laborbefunde bekommen. Es wurde zwar kein Sperma gefunden, aber Hautreste unter ihren Fingernägeln. Wir haben die DNA durch unseren Computer gejagt und ihr glaubt nicht, was wir herausgefunden haben." "Na da bin ich jetzt aber gespannt.", meinte Alex, "Warte ich mach dich auf Laut, dann können die anderen Beiden mithören." Gesagt, getan. "Also, die DNA kann einem gewissen Karsten von Hagen zugeordnet werden." erzählte Ewald. "Dem Adoptivvater?" kam es wie im Chor von dem dreier Gespann. "Genau. Er wurde vor ca. 10 Jahren wegen sexueller Belästigung Minderjähriger angeklagt. Klage wurde jedoch wegen Mangel an Beweisen fallen gelassen." erklärte Ewald. "Den werden wir uns vorknöpfen.", sagte Fritz und gab Gas. "Denn schnappen wir uns."
"Herr von Hagen, sie sind vorläufig festgenommen. Sie stehen im Verdacht ihre Tochter vergewaltigt und umgebracht zu haben. Besorgen sie sich lieber einen Anwalt." sagte Fritz und legte ihm Handschellen an. Frau von Hagen hatte es alles mitbekommen und stand nun hinter ihrem Mann im Flur. "Ist das wahr Karsten? Du Schwein. Du verdammtes Schwein.", schrie sie und ging auf ihren Mann los. Alex hatte ganz schön Mühe sie fest zu halten. "Hätte ich doch nur Joline geglaubt. Sie wollte nicht mehr mit dir unter einem Dach wohnen. Ich hatte gedacht, dass es an der Pubertät liegt. Ich habe nichts geahnt und sie nicht voll genommen. Ich mach mir solche Vorwürfe.", schluchzte sie. "Aber warum? Warum tust du mir das an?, begann sie wieder zu schreien. "Sie hat es nicht anders verdient. Erst macht sie mich scharf und dann lässt sie mich abblitzen. An diesem Abend lief es genauso ab. Dann habe ich die Kontrolle verloren. Ich wollte endlich das haben, was sie mir versprach. Sie hat sich gewehrt und gedroht dir alles zu erzählen. Ich konnte doch nicht zulassen, dass sie unsere Ehe zerstört. Ich liebe dich doch.", erzählte er und der pure Hasse gemischt mit Verzweiflung ließ sich in seinem Gesicht erkennen. " Du Arschloch. Ich will dich nie mehr wieder sehen. Ich reiche die Scheidung ein. Du hast mir meine Tochter genommen. Dafür musst du büßen.", schrie wieder Frau von Hagen. Fritz führte ihn ab und setzte ihn in den Wagen. Josephine wollte sich noch um Frau von Hagen kümmern und dann ins Präsidium nachkommen.
"Sie sind ein widerlicher Perversling, wissen sie das? Ich hoffe sie werden im Gefängnis versauern. Sie können froh sein, dass ich ihnen nicht auf die Fresse haue." sagte Fritz und musste sich sehr zusammenreißen. Sie lieferten ihn ab und fuhren zum Präsidium. Nach ca. einer Stunde trudelte auch Josephine wieder ein. Sie hatte Frau von Hagen einen Psychologen bestellt und gewartet bis dieser eintraf.
"Fall gelöst. Das riecht nach Feierabend. Jemand noch Lust auf nen Bierchen bei Sascha?, fragte Fritz. Stille. "Sorry Kumpel, aber meine Schwiegereltern sind doch heute da. Carolin wäre böse, wenn ich zu spät kommen würde. Nächstes Mal wieder Ich muss jetzt auch los. Einen schönen Feierabend und viel Spaß. Wir sehen uns morgen. Tschüss." Alex verabschiedete sich und verschwand schnell aus dem Büro. "Wie sieht´s bei dir aus Bielefeld? Lust?" fragte er jetzt Josephine und wandte sich ihr zu. "Ich kann leider auch nicht Fritz. Viktor soll heute noch etwas vorbeigebracht bekommen und ich soll das entgegen nehmen. Er verlässt sich auf mich. Das nächste Mal bin ich auch dabei. Versprochen. Tschüss und bis morgen." sagte Josephine und war so schnell wie Alex aus dem Büro verschwunden.

Fritz saß in ihrer Stammkneipe und gönnte sich sein verdientes Feierabendbier. "Es ist gar nicht so einfach mich Josephine gegenüber zu verhalten als ob nichts gewesen wäre. Was mach ich bloß? Ich muss wohl noch einmal mit ihr reden und ihr dann offenbaren, dass da mehr Gefühle da sind und sie nicht nur eine Kollegin ist. Solange muss ich mich zusammenreißen. Fritz! Reiß dich zusammen." Er bezahlte sein Bier, stieg ins Auto und fuhr nach Hause.

Als Josephine an Viktors Hof angekommen war, stellte sie das Auto in die Garage und betrat das Haus. Sie war immer noch geschockt und beschloss deshalb in die Badewanne zu gehen. Doch dann viel ihr Blick plötzlich auch die fremden Schuhe, die im Flur standen. Sie zog ihrer Waffe und ging langsam den Flur entlang. Ihrer Waffe fest umklammert. "Hallo? Hallo, ist da jemand?", rief sie. Dann hörte sie Geräusche aus der Küche. Eine fremde Stimme antwortete ihr "Hallo Josephine, komm doch in die Küche. Ich habe extra mit dem Essen auf dich gewartet."  Josephine ging zur Küche und blieb wie versteinert stehen.
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