Josephine Klick - Allein unter Cops (Staffel2)

GeschichteAllgemein / P16 Slash
15.06.2014
19.06.2014
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15.06.2014 1.969
 
S02 E01

Immer noch standen Josephine und Alex auf der Brücke und sahen dem wegfahrendem Polizeiauto nach. Als es um die Kurve bog und verschwand, wandte sich Josephine zu Alex. "Alex?" fragte sie. Er nickte nur. "Ich versteh das alles nicht. Was ist passiert? Wieso nehmen sie Fritz mit?" Tausend Fragen schwirrten durch ihren Kopf. Plötzlich tauchte das Bild von ihrem Entführer vor ihrem geistigen Auge auf.  Blutüberströmt.
Alex antwortete nicht. Er stand einfach nur regungslos neben ihr und starrte vor sich hin. "Ich fass es einfach nicht." stammelte er, drehte sich um und ging Richtung Wagen. "Kommst du mit, Bielefeld?" rief er ihr entgegen und stieg ein. Josephine seufzte kurz auf, drehte sich zu Alex und fragte; "Wohin?". Er verdrehte die Augen. "Zu Fritz natürlich. Wir müssen ihn da raus boxen."
Der Motor heulte auf. Alex legte den Gang ein und fuhr los. Richtung Wache. Richtung Fritz. Er hatte Angst. Warum hatte Fritz so etwas gemacht? Hätte man nicht einen anderen Ausweg wählen können? Er grub die Finger fester ins Lenkrad. "Egal." sagte er sich. Es wird schon alles gut werden.

Fritz saß im Verhörzimmer. Die Hände noch in Handschellen gelegt und starrte auf die Scheibe, worin er sich spiegelte. "Man, sehen deine Haare scheiße aus.", dachte er. Plötzlich ging die Tür auf und sein Chef, Karl Amann, betrat den Raum. "Fritz!! Was machst du bloß für einen verdammten Mist? Jetzt hat sich auch die Dienstaufsichtsbehörde eingeschaltet. Sie überprüfen den Vorfall. Ist die klar, dass du deine Karriere aufs Spiel gesetzt hast? Dass du ins Gefängnis kommen kannst?" Fritz sah immer noch zur Scheibe. "Ist sie da?", fragte er. "Nein, noch nicht. Aber ich habe mit Alexander gesprochen. Sie sind Beide auf dem Weg." "Ich will mit ihr sprechen.", forderte er. Amann sah ihn an. "Gut Fritz. Ich denke, das lässt sich einrichten. Ich hoffe nur das Beste. Ich will einen meiner besten Männer nicht gehen lassen." Amann wandte sich zur Tür, legte die Hand auf die Klinke und seufzte. "Du hast das Richtige getan.", sagte er, öffnete die Tür und verließ den Raum.
Die Zeit verstrich langsam. Fritz kam es wie eine Ewigkeit vor. Es klopfte. Er sah auf und als sich die Tür öffnete, konnte er sich sein Lächeln nicht verkneifen. Josephine stand in der Tür und blickte ihm direkt in die Augen. "Was hast du getan, Fritz?" fragte sie und musste sich die Tränen verkneifen. Auch wenn sie einen holprigen Start hatten, irgendwie waren sie nun ein eingespieltes Team. Zu Dritt. Ohne Ihn wäre es nicht das Selbe.
"Ich habe dir das Leben gerettet, Bielefeld. Ein Danke wäre jetzt angebracht.", entgegnete er ihr. "Aber andere Probleme hast du nicht? Du sitzt hier in Handschellen, deine Karriere steht auf dem Spiel und deine Freiheit und es fällt dir nichts Anderes ein als dass du ein verdammtes "Danke" hören willst?". Josephine war völlig durch den Wind. Sie konnte es nicht glauben.
"Bielefeld, natürlich geht mir der Arsch gehörig auf Grundeis, aber ich kann es nicht mehr ändern. Ich bin nur froh, dass es dir gut geht und wir dich nicht als eklige Wasserleiche bestaunen müssen.", grinste er. "Es wird schon alles gut, Bielefeld. Es wird alles gut."
Josephine sah ihn an. "Ich hoffe es, Fritz. Wir brauchen dich." Sie drehte sich um und legte ihre Hand auf die Klinke. "Danke Fritz. Danke, dass du mir das Leben gerettet hast." seufzte sie und eine Träne lief ihr über die Wange. Sie drückte die Klinke hinunter, öffnete die Tür und trat hinaus. Fritz sah ihr nach. "Ich...ich...", murmelte er vor sich hin. Er kannte dieses Gefühl, aber eingestehen? Nein!
Am nächsten Morgen setzte sich die Dienstaufsichtsbehörde zusammen und beriet, was nun mit Fritz Munro passieren sollte.
Karl Amann, Alex und Josephine warteten vor dem Raum, in dem seit Stunden darüber diskutiert wurde. Alex lief auf und ab. Er konnte es kaum ertragen. Seit Jahren arbeiteten Beide zusammen. Sie waren nicht nur Kollegen, sie waren Freunde. Ohne Fritz würde es nicht mehr das Selbe sein. Nach und nach wurde jeder von ihnen noch einmal in den Raum gebeten. Sie sollten ihre Ansicht schildern.
Die Entscheidung wurde auf den nächsten Tag gelegt.  Am Morgen trafen sich alle im Büro. Josephine, Alex, Karin und Ewald. Nur der Chef fehlte. Ob er noch einmal hin zitiert wurde? Die bange Zeit des Wartens wurde zur Quälerei. Nach einer gefühlten Ewigkeit trat Amann in das Büro. Er sah nicht glücklich aus. Alex reichte es. Er wollte endlich wissen was los ist. "Wie haben sie sich entschieden?", fragte er.  Keine Antwort. "Meine Fresse, wie haben sie sich entschieden?", brüllte er. Josephine sah ihn mit großen Augen an. So kannte sie Alex nicht. Karl Amann hob den Kopf und trat zur Seite. Hinter ihm trat Fritz in den Raum. "So Jungs und Mädels, an was arbeiten wir als nächstes?", entgegnete er und warf seine Jacke auf seinen Stuhl. "Ich bin wieder an Bord."
Alex konnte es kaum fassen. Er ging schnellen Schritts auf seinen Kollegen zu und umarmte ihn. "Fritz, ich bin so froh, dass du wieder da bist. Ich hatte so einen Schiss. Mach so etwas nie wieder." sagte er. "Du hattest Angst? Um mich? Oder eher, dass du mit Bielefeld alleine ermitteln musst?. "Danke Fritz, ich steh genau neben ihm.", antwortete Josephine. "Willkommen zurück."
"Naja nicht so eilig. Erst einmal 2 Wochen Zwangsurlaub für dich, Fritz. Erhol dich. Komm runter und dann kann es weiter gehen. Aber höre auf deinen Kollegen. Nicht noch einmal solche Aktionen. Das nächste Mal fliegst du!" schaltete sich Amann ein. Er reichte Fritz die Hand, "Gut gemacht.", entgegnete er ihm und verließ dann den Raum in Richtung seines Büros.
Jeder wusste, wem Fritz es zu verdanken hatte, weiter als Kommissar arbeiten zu dürfen. Josephine freute sich. Es war nicht einfach den Ausschuss davon zu überzeugen, dass Fritz kein Mörder war. Sondern ein Held und vor allem ein super Kollege, der alles für sein Team aufs Spiel setzen würde.
Die Tür zu Amanns Büro ging noch einmal auf und er steckte den Kopf durch. "Bevor ich es vergesse. Klick, Mahler, Munro. Ihr habt den Tag frei. Also ab nach Hause und erholt euch. Ich will morgen wieder ausgeruhte Kommissare auf meiner Dienststelle sehen. Fritz! Schönen Urlaub. Wir sehen uns in 2 Wochen.", sagte er und schloss wieder seine Tür.

"...Piep...Piep..." Josephine schaute auf ihr Handy. Eine neue Nachricht. "Mhhh, wer schreibt mir wohl um diese Uhrzeit noch?", fragte sie sich und öffnete sie.
(0:17) Fritz: Liebe  Josephine. Ich habe mit Alex gesprochen. Er hat mir alles erzählt. Du hast mir echt den Arsch gerettet. Danke. Fritz
Josephine lass die Nachricht ein weiteres Mal. "Ist er noch ganz dicht?", fragte sie sich, "Das hätte er mir auch persönlich sagen können. Arsch!!!"
(0:21) Josephine: Fritz, dafür sind Kollegen da. Aber ein persönliches Danke hätte mir besser gefallen.
(0:23) Fritz: Freitag 19Uhr bei Luigi. Ich lade dich zum Essen ein und will mich noch einmal persönlich bedanken. Ich hole dich ab. Tisch habe ich reserviert. Ein Nein akzeptiere ich nicht.
(0:24) Josephine: Okay!

Sie legte ihr Handy zurück auf den Nachttisch. Kuschelte sich in Ihre Decke und schlief ein.
Fritz lag auf seinem Bett und starrte an die Decke. Er überlegte, ob er es ihr sagen sollte oder ob er es noch auf sich beruhen lassen sollte. "Das entscheide ich aus der Situation heraus.", dachte er sich. Drehte sich um und versuchte zu schlafen.

Dienstag-Abend, 18:57Uhr
Es klingelte. Josephine stand noch im Bad und frischte noch einmal den Lippenstift auf. "Viktor? Kannst du bitte die Tür öffnen? Ich bin gleich fertig.", rief sie. Josephine guckte auf die Uhr. "Man, man. Er ist heute sogar mal pünktlich."
Fritz trat hinein. "Hallo Viktor. Alles klar bei dir?", fragte er. "Ja, natürlich. Weißt du ja. Es ist immer alles in bester Ordnung. Und bei dir Fritz, alles gut?" "Ja, ich kann nicht klagen. Urlaub wird genossen und ich konnte endlich mal wieder Zeit mit Ben verbrin...verbringen." Fritz traute seinen Augen nicht. Josephine tauchte plötzlich hinter Viktor auf. Gut sah sie aus. Ihre Locken fielen ihr über die Schultern und das Kleid, was sie anhatte, stand ihr einfach perfekt. Er ertappte sich, wie er auf ihren Ausschnitt guckte und hoffte, dass es nicht bemerkt wurde. "Hallo Fritz, ich bin soweit.", sagte Sie. Fritz nickte, verabschiedete sich von Viktor und trat hinaus in den lauwarmen Abend. "Ach heute einmal mit dem Auto, Herr Kollege?", stichelte Josephine. Er nickte wieder. Er war immer noch sprachlos. "Reiß dich am Riemen, Fritz.", dachte er.
Sie stiegen in seinen Wagen und fuhren Richtung Luigis Pizzeria. Die Fahrt verlief ruhig. Keiner traute sich etwas zu sagen. "So, wir sind da. Ich hoffe du hast Hunger mitgebracht." Josephine nickte.
Fritz und Josephine betraten das Restaurant. Der Kellner am Empfang kannte Fritz und ohne große Worte zu wechseln, führte er sie zu ihrem Tisch. Zur Begrüßung gab es ein Glas Sekt und einen Korb Brot mit selbstgemachten Aufstrich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entspannte sich die Situation immer mehr zwischen ihnen. Sie lachten und erzählten sich viele Dinge, worüber sie vorher nie zusammen gesprochen hätten.
Nach dem Hauptgang und dem Dessert tranken sie noch ein Glas Wein. Dann ergriff Fritz Josephines Hand. Sie schaute ihn erstaunt an. "Bielefeld, äh Josephine...hör mal, ich bin dir überalles dankbar, dass du dich für mich eingesetzt hast. Das werde ich dir niemals vergessen." Josephine wusste im ersten Moment nicht, was sie sagen sollte. Eine kurze Pause entstand in der sie sich einfach nur in die Augen sahen. "Fritz, gerne. Ich bin dir zu viel größerem Dank verpflichtet. Du hast mein Leben gerettet. Das war wohl das Mindeste, was ich tun konnte.", sagte sie.
Der Abend ging noch eine ganze Weile. So gut hatten sich die Beiden schon lange nicht mehr amüsiert. Gegen Mitternacht verlangte Fritz die Rechnung. Er bezahlte und beide gingen zurück zu seinem Wagen. Josephine war schon leicht angeheitert. Fritz stieg nach dem Glas Wein auf Cola um. Er musste sie ja schließlich noch sicher nach Hause bringen. Er fuhr ruhig und sittig. So kannte Josephine seinen Fahrstil gar nicht.
Wieder bei Josephine angekommen, stiegen beide aus dem Wagen. Fritz begleitete sie noch bis zur Tür. "Danke für den schönen Abend, Fritz. Es war wirklich lustig und verlief endlich mal ohne irgendwelche Gemeinheiten von dir.". Josephine grinste. Fritz starrte sie einfach nur an und dann überkam es ihn. Er ging einen Schritt auf Josephine zu und nahm ihr Gesicht in beide Hände. Sie schauten sich in die Augen.
Dann küsste er sie. Endlich. Lange schon sehnte er sich nach ihren Lippen. Josephine war völlig überrumpelt. Sie löste sich von seinen Lippen, sah ihn in die Augen und diesmal küsste sie ihn.
Lange standen sie küssend vor ihrer Tür. Doch dann löste sich Josephine erneut von ihm, bedankte sich und ging ins Haus. Fritz stand noch einen Moment vor ihrer Tür, drehte sich dann um und ging zu seinem Wagen. "Was sollte das?", fragte er sich. Stieg ins Auto und führ nach Hause.

(1:46) Josephine: Es geht einfach nicht Fritz. Nimm es mir nicht übel. Lass es uns vergessen und einfach nur Kollegen sein. Sei mir nicht böse. Ich kann nicht. Josephine

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