Der Tag, der alles veränderte

GeschichteDrama, Romanze / P16
Fran Fine Maxwell Sheffield
15.06.2014
15.12.2015
17
28.308
1
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
15.06.2014 1.221
 
Kapitel 1

Fran verließ wütend das Büro von Maxwell. Wie konnte er nur so spießig sein. Hatte er nicht mal erzählt, dass er als junger Mann auch kein Unschuldslamm gewesen war? „Und Fran, konntest Du ihn umstimmen?“, fragte Maggie, die auf Fran im Wohnzimmer gewartet hatte. „Nun“, sagte Fran. „Richtig umstimmen würde ich das jetzt nicht nennen.“. „Man könnte sagen. Sie hat mich überhaupt nicht umstimmen können.“ Maxwell war hinter Fran ins Wohnzimmer gekommen. Maggie verschwand in die Küche um sich was zu trinken zu holen und ließ die Beiden allein.

„Warum haust Du eigentlich jedes Mal ab, bevor ich etwas erwidern kann?“; richtete er sich an Fran. Fran drehte sich um. „Damit ich Deine Antwort nicht hören muss. Du bist nie meiner Meinung und darum brauch ich auch nicht zu warten.“ „Was ist das den für ein Argument? Ich bin eben dagegen, dass Magret mit ihrer Freundin und 2 Jungs übers Wochenende zelten. Was ist daran so schlimm?“ Fran sah Maxwell fassungslos an.

Die Beiden waren seit 2 Monaten zusammen und waren eigentlich glücklich. Eigentlich. Doch seit einiger Zeit gerieten sie immer wieder aneinander. Es war vor einer Woche sogar soweit, dass Fran über Nacht bei ihrer Mutter war, weil sie sich wieder so mit Maxwell gestritten hatte.

Und heute schien wieder so ein Tag zu sein. Als Maggie heute aus der Schule kam und ihrem Vater und Fran von ihrem Plan fürs Wochenende erzählte, war Maxwell sofort dagegen und Fran begeistert. „ Maggie ist 17 Jahre alt und weiß genau was sie tut. Lass ihr doch den Spaß. Val und ich waren auch mit Typen zelten und hatten einen riesen Spaß.“ Maxwell sah Fran an und ihr Gesichtsausdruck zeigte ihm noch deutlicher, dass er dagegen sein sollte. „Fran, ich war auch mal so jung und weiß genau, wie sich so junge Männer benehmen.“

Maggie kam gerade mit einem Glas Saft den Flur entlang und bekam die letzten Worte noch mit. „Maggie fährt da nicht mit und damit basta.“ „Warum nicht Dad. Brighton durfte auch letzte Woche mit seinem Freund und dessen Schwester zelten.“ Sie funkelte ihren Vater wütend an. „Margaret, ich habe nein gesagt und dabei bleibt es.“ „Fran, sag Du doch was. Das ist so unfair.“ „Maxwell, Maggie hat da vollkommen Recht. Warum darf Brighton und sie nicht? Maggie ist viel vernünftiger und würde nie etwas Schlimmes tun. Brighton traue ich das schon eher zu.“

„Wir sind zwar ein Paar Fran, aber es sind meine Kinder und darum entscheide ich, was gemacht wird und was nicht. Und Margaret  fährt nicht. Ende der Diskussion.“ Maxwell drehte sich um und ging zurück ins Büro um weiter zu arbeiten.

„Das ist so mies Fran. Brighton darf hier echt alles.“ „Maggie geh bitte Deine Hausaufgaben machen. Ich habe noch mit Deinem Vater zu reden.“ Fran ging hinter Maxwell in das Büro und schloss die Tür. Er saß schon wieder hinter seinem Schreibtisch und hatte einige Unterlagen in der Hand und las. Als Fran vor seinem Schreibtisch stand und ihn anstarrte sah er auf. Sie kochte vor Wut. So hatte Maxwell noch nie mit ihr gesprochen.

„So, dass sind also Deine Kinder und Du entscheidest.“ Sie sprach leise, was sicher nicht so bleiben sollte. Als Fran vor seinem Schreibtisch stand und ihn anstarrte, sah er auf, sagte aber nichts. „Dann kannst Du Dich auch um Deine Kinder kümmern“, schrie sie. Ihre Stimme überschlug sich fast und es hätte niemanden gewundert, wenn man sie noch in Uruguay gehört hätte. Maxwell zuckte zusammen. „Fran, es tut mir leid. Das hätte ich so nicht sagen sollen.“ Er stand auf und wollte Fran versöhnlich umarmen und sie küssen. Doch Fran stieß ihn grob weg, sodass er gegen seinen Schreibtisch stieß. „Nein Maxwell Sheffield.“

Fran ging zum Telefon und rief sich ein Taxi. „Willst Du wieder zu Deiner Mutter gehen, weil wir unterschiedlicher Meinung sind?“ Fran sah Maxwell wütend an. „Nein, ich werde nicht zu meiner Mutter fahren.“ Das hatte Fran wirklich nicht vor. Sie wusste noch nicht genau wohin sie wollte, aber nicht zu ihrer Mutter. Sie verließ das Büro und packte im Schlafzimmer einige Sachen in eine Tasche. Die Nacht wollte sie jedenfalls nicht neben ihrem Freund verbringen.

Maxwell folgte ihr. „Fran, Darling. Es tut mir leid.“ Fran sah von ihrer Tasche auf und blickte in das Gesicht, welches sie so sehr liebte. Ohne zu antworten packte Fran noch eine Haarbürste und ihr Schminktäschchen ein. Maxwell stand immer noch in der Tür und starrte Fran an. Sie hatte wirklich vor, ihn zu verlassen und er konnte sie nicht daran hindern.

Als Fran alles eingepackt hatte, was sie brauchte, ging sie zur Tür, sah noch einmal in die traurigen Augen ihres Geliebten. Dann quetschte sich dann an ihm vorbei, wobei sie ihn streifte. Wie gern hätte sie ihn in den Arm genommen und ihre Lippen auf die seine gedrückt. Aber Fran verbot sich diesem Verlangen nach zu gehen. Maxwell hatte sie sehr verletzt und das würde sie ihn spüren lassen.

Ein hupen war draußen zu hören. Das war das Taxi. Fran nahm ihre Handtasche in die andere Hand und blickte zurück zu Maxwell, der noch immer wie erstarrt in der Tür stand. Ohne etwas zu sagen ging sie zur Haustür und verließ das Haus. Der Taxifahrer wartete neben dem Auto und hielt Fran die Tür auf. Maxwell war endlich aus seiner Starre erwacht und ging ihr nach. „Fran, bleib hier“, rief er ihr nach. Fran reagierte nicht und stieg ins Taxi. Der Fahrer schloss die Tür, stieg ein und fuhr los.

Maxwell war froh, dass sein neuer schwarzer Lamborghini noch vor dem Haus stand. „Ich muss noch mal weg“, rief er ins Haus, nahm seinen Schlüssel und verließ ebenfalls das Haus. Er wollte Fran hinterher fahren und sich mit ihr versöhnen. Er stieg in den Wagen startete, dass der Motor aufheulte und raste dem Taxi mit quietschenden Reifen nach.

Es ging durch mehrere Gassen und einsame Straßen. Mehrmals überfuhr Maxwell eine orangene Ampel, damit er das Taxi ja nicht aus den Augen verlor. Fran sah aus der Heckscheibe, dass ein schwarzer Lamborghini ihnen folgte. Erst dachte sie, dass so einer ist, wie auch Max fuhr. Dann erkannte sie, dass es nicht so einer, sondern das er es war. „Können Sie da vorne bitte rechts abbiegen“, sprach Fran zum Fahrer. „Natürlich. Wie Sie wünschen“, gab dieser zur Antwort. Er bog ab und sie fuhren an vielen Restaurants vorbei. Fran sah, dass Max ihnen immer noch folgte. „Halten Sie dann bitte beim Restaurant Blue Water Grill.“ Fran wollte keine weitere Verfolgungsjagt und eigentlich hatte sie Maxwell schon längst verziehen. Sie überquerten noch eine Kreuzung und kurz danach war ein lauter Knall zu hören.

Fran drehte sich nach hinten um. Zu ihrem Entsetzen war hinter ihnen kein Lamborghini mehr. Es war niemand mehr hinter ihnen und das auf einer soviel befahrenen Straße. Nur ein Stück weiter hinten konnte Fran etwas sehen, was wie ein Unfall aussah.

„Halten Sie sofort an“, sagte Fran dem Fahrer. Der ging in die Bremse und kam gleich darauf zum stehen. Fran drückte ihm ein 10 Dollarschein in die Hand. Ihr war es egal, ob es reichte, oder ob es zu viel war. Nahm ihre Taschen und war kurz darauf ausgestiegen. So schnell sie mit ihren hohen Absätzen laufen konnte, lief Fran zurück. Ihre Gedanken waren nur bei Maxwell. Sie spürte, dass ihm etwas passiert war.
Review schreiben