Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wenn zwei sich  lieben, aber der einen es noch nicht klar ist und der andere für eine Liebeserklärung zu verklemmt ist, muss ein Dritter nachhelfen

von PureRouge
KurzgeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Hiyori Iki Yato Yukine
15.06.2014
15.06.2014
1
1.569
3
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
 
15.06.2014 1.569
 
Langsam wurde es Yukine zu dumm. Am Anfang hat es ihn skeptisch gemacht, dann hatte es ihn echt amüsiert, aber jetzt hatte er es einfach satt. Yatos 'unauffällige' Annäherungsversuche an Hiyori waren immer vergeblich, weil dieser Idiot es am Ende doch nie durchzog. Unbewusst hatte Hiyori auch Anzeichen gemacht, aber das fiel ihr selbst nie auf.

Yato ging gerade in seinem Zimmer in Kofukus Haus auf und ab und ignorierte Yukine anscheinend, da er so in Gedanken bei Hiyori war.
"Yato!", sprach Yukine ihn an, aber er reagierte nicht.
"Yato!", dieses mal war es etwas lauter, doch immer noch keine Reaktion. Yukine seufzte, erhob sich, lief zu Yato und trat gegen sein Bein so fest wie er konnte. Yato ließ einen kurzen Schrei raus, sah wütend zu Yukine.
"Yukine, was soll das?"
"Du bist echt ein Idiot.", stellte Yukine fest.
"Wie war das?", fragte Yato aufgeregt.
"Sag es Hiyori doch einfach, so schwer kann das doch nicht sein."
Yato wurde feuerrot.
"W-Was meinst d-du damit, Yukine. Hör auf, so einen Schwachsinn zu reden. Ich soll Hiyori lieben, d-das k-k-kannst du doch nicht ernst meinen.", ratterte er runter.
"Ich habe nie was von lieben gesagt, Yato, du hast es gerade selber zugegeben. Falls du es vergessn hast, wir sind miteinander verbunden, ich weiß, was du fühlst."
Yato wurde stocksteif und schaute ertappt zu seiner Waffe.
"Das geht nicht! Ein Gott kann nicht mit einem Menschen zusammen sein. Wahh.", schrie er plötzlich los.
"Ein möchtegern Gott und eine Halbdämonin.", korrigierte Yukine ihn.
"Trotzdem geht das nicht."
"Ach, vergiss es.", Yukine legte sich schlafen. Yato war auf der Stelle geblieben und schaute ihn fassungslos an.
"Verdammt, Yukine du... Hey, ignoriere mich gefälligst nicht!"
"Sei leise, du nervst. Ich will schlafen. Gute Nacht."
"YUKINEE!", aber der war schon längst eingeschlafen.

Hiyori wachte am Morgen auf und streckte sich erstmal.
"Ob Yato heute wohl wieder kommt.", fragte sie sich selbst. Heute hatte sie keine Schule und wollte etwas spazieren gehen. Als sie die Tür öffnete, sah sie ihren lieblings Gott am Gartentor anlehnen und sie ansehen mit seinen leuchtend blauen Augen.
"Guten Morgen,  Yato."
"J-Ja, dir auch, Hiyori.", stotterte er. "Wollen wir spazieren gehen?", ergänzte er noch. Hiyori wurde etwas rot und nickte. Eine Weile verlief der Weg schweigend, was Yato unbedingt brechen wollte.
"E-Ehm, Hiyori, wie läuft die Schule?" 'Was war das denn für eine Frage, bin ich ihr Vater, oder was', fragte er sich selbst in Gedanken.
"Ja tut sie, aber in Mathematik habe ich momentan ein paar Probleme.", sagte sie , während Yato stockte. Sie sah so süß aus, wenn sie nachdachte. Er wurde knallrot und schüttelte den Kopf.
"Yato, ist was?"
"N-N-Nein, alles in Ordnung.", er kratzte sich verlegen am Kopf.
"Wah, schau! Da ist ein Eisstand!", sagte Hiyori aufgeregt, nahm Yato bei dder Hand und zog ihn mit dorthin. Letzteres bekam dieser allerdings nicht wirklich mit, da er von Hiyoris Hand abgelenkt war. Sie war so weich und sanft, wie Hiyori es ist. Zögernd erwiderte er den Druck, aber da bemerkte er, dass Hiyori mit ihrer anderen Hand vor seinem Gesicht wedelte.
"H-Hiyori."
"Was ist denn los, Yato, du bist so abwesend heute."
"Es ist nichts.", sagte er schnell, schließlich sollte Hiyori nichts bemerken.
"Willst du nun Eis?", fragte diese.
"Ehm, j-ja, Vanille."

Nachdem das Eis gekauft war, setzten sie sich auf eine Wiese. Stille! Beide aßen ihr Eis und redeten nicht, was dem Gott überhaupt nicht gefiel. Diese Stille war einfach unangenehm, von Yato aus gesehen, aber für Hiyori war das entspannend und angenehm. Für sie reichte es nur, in Yatos Nähe zu sein.

"Die beiden sind echt hoffnungslos.", sagte Yukine, welcher 'zufallig' dort war und sich hinter einem Baum versteckte, wo er die beiden beobachtete. Ein Seufzen entwich ihn.
"Wenn ich nicht mache, wird aus den Beiden nie was."

"Wollen wir weiter?", fragte Hiyori, welche mit ihrem Eis fertig war. Yato nickte und stand auf, nur, um zu bemerken, dass Hiyori immer noch seine Hand hielt, woraufhin er wieder rot wurde.
"Ich komme mit!", sagte Yukine. Yato zuckte so heftig zusammen, dass er ihre Hand losließ und sah Yukien sauer an.
"Yukine, was machst du denn hier?", fragte er seinen Schützling.
"Ich bin zufällig hier vorbei gekommen und dachte, ich schließe mich euch an."
'Was heißt hier zufällig, ich spüre doch, dass du lügst.', dachte Yato sich.
"Hallo, Yukine-kun. Wollen wir dann?", fragte die nichtsahnende Hiyori den nichtsahnenden Yato, welcher bei der Sache ein mieses Gefühl hatte, und den listigen Yukien, welcher einen hinterhältigen Plan hatte. So liefen sie los und Yukine war ganz vorne.
"Ich will hier lang!", sagte die junge heilige Waffe und zeigte hin und wieder in eine bestimmte Richtung, während Yato immer misstrauischer wurde. Hiyori glaubte natürlich noch nach wie vor an das brave, nette und unschuldige Kind namens Yukine. Nebenbei rannte dieser gerade in ein leerstehendes Gebäude.
"Hey Yukine, wo willst du hin?", brüllte Yato. Er und Hiyori rannten Yukine hinterher und blieben vor einer halboffenen Tür stehen.
"Ob Yukine-kun wohl hier rein gegangen ist."
"Na warte. Dieser kleine Scheißer kann was erleben!"
Yato stampfte in den Raum, Hiyori dicht hinter sich habend. Plötzlich hörten die beiden hinter sich ein quietschendes Geräusch und beide drehten sich langsam um. Die Tür wurde zu gemacht, was Halbdämon und Gott mit schockierten Gesichtern und offenem Mund betrachteten.
"Y-Yato, w-wurden wir gerade in einen dunklen, engen Raum eingesperrt?", fragte Hiyori verängstigt.
"Ich glaube schon."
Yato rannte zur Tür und klopfte wie wild.
"Hey, verdammt was soll das? Lass uns hier raus!", Yato spürte einen kurzen Stich in seinem Nacken und dann wurde es ihm klar.
"YUKINEE! Lass diesen Mist, mann."
"Yato, willst du damit sagen, dass Yukine-kun uns eingesperrt hat?", Yato drehte sich schnell zu Hiyori um und nickte.
"Aber Yukine-kun ist doch ein Kind, warum sollte er das dann machen? Das verstehe ich nicht.", sagte Hiyori.
'Glaub mir, Hiyori, Yukine ist weit aus gerissener, als du denkst.', dachte sich Yato. Dieser spürte zwei Hände an seinem Arm klammern und er schaute verwirrt zu Hiyori runter.

"H-Hiyori, was machst du da?"
"Was machen wir jetzt Yato?", ignorierte sie ihn.
"Ehm, Hiyori."
"Was ist denn?"
"Du hast deinen Körper verlassen."
"EHH, nicht schon wieder.", sagte sie und schaute auf ihren Körper am Boden, während sie sich sich weiter an den Gott, der dabei mal wieder knallrot wurde, klammerte.
"H-Hiyori, beruhig dich." Sie nickte, aber ließ nicht von Yato ab und vergrub ihr Gesicht in seinem Rücken.
"so ein schöner Geruch.", flüsterte sie. "Hast du was gesagt?"
"Nein!" Dieses Mal wurde Hiyori feuerrot und drehte sich um. Der andere runzelte nur die Stirn, beließ es aber dabei.
"D-Dein Geruch...", begann sie. Yato schaute in ihre Augen.
"E-Er ist schön."

Stille. Beide waren völlig gerötet im Gesicht und starrten sich nur an. Yato ging näher an sie heran.
"M-Meinst du das ernst?", fragte er ungläubig. Zögernd nickte sie. Das war der Moment, an dem Yato all seinen Mut fasste, um den nächsten Satz über seine Lippen zu bringen.
"Hiyori, ich...", Hiyori schaute ihn verwundert an.
"Ich liebe dich!"

Ihre Augen weiteten sich, er kratzte sich verlegen am Kopf, bevor er sie entschlossen ansah.
"Y-Yato, ich... mag dich auch sehr.. Ich em... empfinde das Gleiche."
Yatos Reaktion war wie Hiyoris eben, bis er langsam ihr Gesicht in seine Hände nahm. Er wollte sie küssen, aber kurz davor machte er einen Rückzieher und war verwundert, als Hiyori kicherte.
"Yato, küss mich doch einfach."
Er schluckte und beugte sich zu ihr runter. Seine Lippen berührten sanft ihre. Mit der Zeit wurden beide etwas leidenschaftlicher, ließen danach voneinander ab. Hiyori lächelte glücklich, doch beide waren erschrocken, als sie plötzlich ein Klatschen vernahmen.
"Bravo, an endlich. Das hat vielleicht lange gedauert, bis ihr zusammen kommt.", Yukine stand angelehnt an der bereits offenen Tür und grinste Yato hämisch an.
"Yukine, du verdammter...", er war kurz vor dem Ausrasten und wollte Yukine schon an die Gurgel, wurde jedoch von Hiyori festgehalten.
"Yato, beruhige dich. Yukine-kun hat es bestimmt nicht böse gemeint."

Dieser musste seufzen und ging einfach. Yato hätte es alleine doch niemals geschafft, Hiyori seine Gefühle zu sagen. Ein bisschen Dankbarkeit hätte er Yukine schon entgegenbringen können, aber wenigstens konnte er damit Hiyori einen Gefallen tun.

Tja, und so haben der Gott und die Halbdämonin zusammen gefunden, durch dei Hilfe der tapferen Waffe, Yukine, der den Mist, den Yato vorher abgezogen hatte, endlich ein Ende gesetzt hatte.


Aber wie heißt es doch so schon: Ende gut, alles gut!
Review schreiben
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast