Sweatest Poison

von Kimimaro
GeschichteDrama, Humor / P18 Slash
Aeron Cameo Torin
14.06.2014
19.07.2014
4
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Es war dunkel, denn die Nacht war schon längst hereingebrochen und nur der Mond erleuchtete den Wald, durch diesen Jemand lief.
Die Person hatte es nicht wirklich eilig, so wie ihre Gangart vermuten ließ.
Doch war es ziemlich kalt in Budapest und sie hatte vergessen sich dementsprechend zu kleiden.
Zumal die junge Frau, die anscheinend alleine unterwegs war, wärmere Temperaturen gewohnt war.
Fröstelnd trat sie aus den Schatten der Bäume und besah sich den Mond, der als runder Ball auf sie hinableuchtete.
Das helle Licht iluminisierte gut ihre blasse schlanke Gestalt und ihre Blonden zerzausten Haare, die ihr knapp bis zur Taile reichten.
Sie hatte meerblaue mandelförmige Augen mit schwarzen langen wimpern und blassroserne schmale Lippen.
Am Leibe trug sie ein violettes Shirt mit Puffärmeln, eine alte Jeans und schwarze lange Stiefel.
An den Händen hatte sie Fingerlose Handschuhe, sodass man die schwarz lackierten und spitz zulaufenden Nägel gut sah.
Auf Schminke hatte die ein wenig verrückt gekleidete Frau ganz verzichtet.
Ein wenig nachdenklich senkte sie den Blick wieder von der hellen Scheibe am Himmel und ließ ihre Gedanken wieder zu dem Gespräch zurückschweifen.
Diesem war es zu verdanken, das sie jetzt hier stand und sich die Seele aus dem Leibe fror.

"König Cronos! Ihr habt nach mir gerufen?!" wollte die Junge Frau wissen und kniete sich vor ihrem Herrscher nieder.
Wohl wollend nickte der Mann, der vor einem Ambrosiafeld stand und griechische Gewänder trug.
Er schien schon recht alt zu sein, denn er hatte graumelierte Haare und Falten die sein Gesicht zierten.
"Ich habe einen Auftrag für dich, Tochter des Hyperion!" verkündete der König und gebot der jungen Frau auf zu stehen.
Diese tat wie ihr gehießen und nickte dem König zu, das sie verstanden hatte was er von ihr wollte.
Cronos fuhr fort: "Begib dich zu >den Herren< nach Budapest! Versuch dich bei ihnen zu intregieren und agiere dort als meine Spionin! Damit sie herausfinden kann ob sie meinen Befehlen tatsächlich Folge leisten und ich weiß was sie...noch so planen!".
"Ja, mein König!" sie war noch nie sehr "integrativ" gewesen, doch die Befehle von ihrem Herrscher waren absolut.
Und vor allen Dingen wenn sie bei ihrem Vater in Titania bleiben wollte.
"Gut! Dann kannst du jetzt gehen!" befahl ihr der Titanenkönig in einem barschen Tonfall und die Blonde löste sich in einer gelben Stichflamme auf.

Flammen! Wie gerne hätte die Blondhaarige sich jetzt ein Feuerchen gemacht.
Doch leider kam mit dem Feuer auch der Rauch und der würde nur ungebetene Gäste anlocken.
Plötzlich schoss ein Pfeil haarknapp an ihr vorbei und blieb in dem Baumstamm neben ihr stecken.
Ziemlich erschrocken, da sie noch in Gedanken gewesen war, richtete sie ihren Blick in die Richtung aus der der Pfeil gekommen war.
Doch leider konnte man durch das dunkle Gestrüpp sehr wenig sehen.
Weitere Pfeile und auch Kugeln schossen auf sie zu und die Blonde nahm die Beine in die Hand.
Schnell flitzte sie in Richtung Burg, die nicht all zu weit entfernt lag.
Die Burg war sehr gut gesichert, musste sie feststellen und die Jäger sehr schnell, die immer noch hinter ihr her waren.
Cronos hatte ihr noch ein paar Infos gegeben, bevor sie aufgebrochen war und so wusste sie das die Jäger die Feinde der Herren waren.
Warum sie es dann auf sie abgesehen hatten, wusste sie nicht.
Nun war die junge Frau bereits vor dem Stacheldrahtzaun angekommen, der nicht nur mit scharfen Spitzen versehen war, sondern durch den auch eine Millarde Watt Strom floss.
Da Strom sozusagen Licht war, fiel dieser auch unter die Fähigkeiten ihres Vaters.
Der im Stande war, alles Licht nach seinem Willen zu manipulieren.
Also kletterte sie schnell über den Zaun und sprang von diesem auf die andere Seite.
Zwar verletzte sie sich ziemlich an den schwarzen Stahlzacken, aber die Jäger konnten ihr jetzt nicht mehr folgen.
Auf dem halben Weg zur Burg löste sie etliche Stolper- und anderen Sorten von Fallen aus, denen sie nur mit knapper Not noch entging.
Humpelnd erreichte sie dann endlich den Eingang zur Burg, an dem schon Jemand stand und scheinbar auf sie wartete.

Torin hatte sich malwieder in seinem Zimmer verschanzt und beobachtete die Burg durch die vielen Monitore an der Wand.
Wie immer hatte er sich von oben bis unten in schwarze Kleidung gehüllt, damit so wenig Haut wie möglich sichtbar war.
Diese "Schtzkleidung", wie er sie nannte, trug er nur, weil er durch eine bloße Berührung einen Menschen mit einer tödlichen Krankheit infizieren konnte.
Diese würde würde sich über den besagten Menschen weiter verbreiten und so eine Epidemie auslösen.
Und das alles hatte er einem Dämon zu verdanken, der sich Krankheit nannte und schon vor langer Zeit in ihm versiegelt wurde.
Seine Freunde, die sich alle zusammen "die Herren" nannten, trugen auch jeder einen Dämon in sich.
Gewalt, Zorn, Krankheit, Promoskuität, Ehlend, Katastrophe, Tod und Niederlage, waren alles Dämonen die Torin und seine Freunde damals aus der Büchse der Pandora befreit hatten.
Zeus, ihr Schöpfer, war darüber sehr wütend gewesen und hatte zum Dank in jedem "der Herren" einen Dämon versiegelt.
Er hatte den Schlimmsten von allen abbekommen, denn durch "Krankheit" konnte er Niemanden berühren ohne ihn zu infizieren.
Und da das Risiko, trotz Schutzkleidung, noch sehr groß war einen seiner Freunde zu infizieren, verbarikadierte sich der Weißhaarige lieber in seinem Zimmer.
Doch vereinsamte er hier sehr, zumal einige seiner Freunde sogar eine Freundin hatten.
Wie gerne würde er mal fremde Lippen schmecken können, warme Haut berühren und mit seinen Händen in weiches Haar greifen.
Doch dieser Wunsch würde ihm auf ewig verwehrt bleiben.
Noch völlig in Gedanken ließ der Weißhaarige seinen Blick wieder über die vielen Monitore schweifen.
Plötzlich entdeckte er etwas, oder Jemandem, der sich bereits der Burg näherte.
"Wie ist der über den Zaun gekommen?!" schockiert starrte Torin die Person auf dem Bildschirm an, die durch einige Fallen stolperte und der Burg immer näher kam.
Jetzt konnte er auch erkennen das es sich bei der Person um eine Frau handelte, die auf den Burgeingang zuhumpelte.
Anscheinend hatte sie den Zaun doch nicht so ganz unbeschadet überqueren können, denn über ihrem gesamten Bein entlang zog sich ein sehr tiefer Schnitt, der aus allen Rohren blutete.
Außerdem hatte sie noch zwei weitere Schnitte an den Händen, die auch recht tief aussahen.
"Meine Güte, diese Frau ist aber auch tollpatschig!" seuftzend schüttelte Torin den Kopf, als die Blondhaarige bereits in die nächste Falle tappte.
Dann erst warf er einen genaueren Blick auf den Eindringling und musste dabei feststellen das sie ausgesprochen hübsch war.
Dunkelblondes wild zerzaustes Haar fiel ihr über den Rücken und Bildete einen guten Kontrast zu ihrer sehr blassen Haut.
Leichte Muskeln zeichneten sich auf ihren nackten Armen ab und unter ihrem Schlüsselbein prankte ein schwarzes Tattoo, das ironischerweise einen Schmetterling darstellte.
Torin hatte selbst auch ein Schmetterlingstatoo, aber dieses war bloß das Zeichen dafür, das er von einem Dämon besetzt war.
Ihr Tattoo sah ein wenig anders aus und erinnerte von den Formen her an die eines verspielten Mädchens.
Ihr schönes Gesicht, das er jetzt erst sah, hatte die Form eines umgedrehten Eis (xD9:
Meerblaue und mandelförmige Augen fixierten entschlossen die Burgtüre.
Erst jetzt realisierte Torin was er da tat und machte sich dann auf, um seinen Freunden zu berichten das sich Jemand der Burg näherte.

Hinkend und schnaufend kam die Blondhaarige vor dem Burgtor zu stehen und schaute in das grimmige Gesicht von...Aeron, der Beschreibung von Cronos nach zu urteilen.
"Hi!" war alles was ihr dazu einfiel.
Sie blutete, sie fror, sie war erschöpft und wollte nur noch ins Burginnere um ihre Wunden zu versorgen und um sich ein wenig auf zu wärmen.
Doch dem Gesicht des Kriegers nach zu urteilen, würde es eine lange Debatte geben, ehe sie auch nur einen Schritt ins Haus setzen konnte.
"Was willst du hier?!" pflaumte der Kerl sie unwirsch an.
"Ich will...mal überlegen...! Mich nackig machen, meine Wunden versorgen, mich mal SO RICHTIG aufwärmen lassen, schlafen und dann wieder gehen!" grinsend beobachtete sie die Miene es "Türvorstehers", denn dieser Satz war gerade mehr als zweideutig gewesen.
"Ich glaube da musst du wo anders hingehen! Und jetzt verschwinde wieder, vorausgesetzt du willst hier sterben!" grummelte der Dunkelhaarige und verzog verärgert die Miene.
"Krieg ich wenigstens ein Pflaster?!" bettelnd sah die Blonde den Krieger an.
Aeron wollte noch etwas sagen, wurde aber von Jemandem unterbrochen, der sich neben Aeron durchs Tor schob.
"Na Süße? Was möchtest du denn von uns? Und wo kommst du überhaupt her?!" einen kurzen Blick auf den Typen verriet ihr, das es sichs hierbei um William handelte.
"Also, mein name ist Alexandra! Ich komme aus Griechenland und war hier durch diesen Wald unterwegs! Ich wollte eigentlich einen Freund besuchen gehen! Doch unterwegs bin ich von irgendwem angegriffen worden! Sie schossen mit Pfeil und Bogen auf mich! Also bin ich hierhin geflüchtet!" versuchte sie ihre Story so glaubwürdig wie möglich rüber zu bringen, was ihr wohl misslang, den Blicken der beiden Krieger nach zu urteilen.
"Aha, und dann hast du PER ZUFALL diese Burg hier gefunden? Und wie bist du über den Zaun gekommen?!" erhob wieder dieser William die Stimme.
"Ey Leute, ich verblute hier! Können wir das Verhör nicht drinnen weiterführen? Sie war ja nicht zu übersehen und wie ich drüber gekommen bin? Ich bin geklettert, was denn sonst?!" murrte Alexandra und starrte die beiden Vollpfosten sehr vorwurfsvoll an.
Die Beiden sahen sich an und schienen irgendwelche telepathischen Gespräche zu führen, ehe sich Aeron abwandte und dann meinte: "Wir bringen dich am Besten erstmal zu Lucien! Der soll entscheiden wie es weitergeht!".
"Und ob ihr mich verbluten lasst, oder nicht?!" wollte Alexandra wissen.
"Und ob wir dich töten, oder nicht!" korrigierte William ihre Frage.
"Ihr braucht euch nicht die Hände extra schmutzig machen! Denn wenn das Blut weiterhin läuft, bin ich eh bald hops! Und wer ist Lucien? Euer Schrankkumpel-Anführer?!" wollte Alexandra wissen.
Sie wusste ja wer Lucien war, aber da sie "den Herren" ja schlecht verraten konnte das sie Cronos Spionin war, musste sie so tun als wüsste sie von nichts.
Und im Vertrauen! Das könnte sehr lustig werden, denn Alexandra besaß einen recht...nervigen Charakter.
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