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Die letzte Schlacht

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P16 / Gen
14.06.2014
14.06.2014
1
1.376
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2 Reviews
Dieses Kapitel
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14.06.2014 1.376
 
Das ist ein kleines Spontanes Projekt von mir. Ich hoffe es wird euch gefallen und hinterlasst mir 1-2 kommis würde mich sehr freuen. Das Sparty/gannicus Gespräch stamm 1:1 aus der Serie weil ich es passend fand der Rest ist frei erfunden Ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim lesen. Achja Kapitel 2 mit dem Finale folgt bald.
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                        Die letzte Schlacht

Jetzt sitze ich hier vor der Karte Roms und überlege mir eine Strategie für die letzte entscheidende Schlacht gegen Crassus. Ich gestattete mir kurz abzuschweifen und schob die Karte Roms ein Stück nach oben so das die Karte meiner einstigen Heimat Thrakien zum Vorschein kam. Kurz fuhr ich mit meiner Hand über den Namen, es kam mir wie eine Ewigkeit vor seit dem mir meine Frau genommen wurde und man mich zum Sklaven und Gladiator machte. Seither wollte ich nicht mehr als Rache an denen üben die mir alles nahmen, was ich je hatte.


„ Eine schwere Last“ riss mich da eine Stimme aus meinen Gedanken. Am Eingang meines Zeltes stand Gannicus, einer meiner Krieger die mir am Nächsten standen. „Auf das Ende des Krieges zu blicken und den schmerzlichen Preis abzuwiegen“ sprach er weiter, kam auf mich zu und setzte sich auf den Stuhl der vor dem Tisch stand. „ Glaubst du nicht das wir Crassus besiegen können?“ fragte ich ihn ehrlich und mittlerweile musste ich zugeben das ich mir selber bewusst war das, dass eine nahe zu unmögliche Aufgabe war. „Du zauberst immer wieder das Unmögliche herbei und ich würde im letzten Spiel nicht gegen dich Wetten, doch die Chancen stehen nicht gut“ antworte er seinerseits ehrlich und sah mich mit einem seiner bekannten Lächeln an. Jedoch war auch dieses Lächeln längst nicht mehr so unbeschwert und erreichte seine Augen nur dann wenn diese Sybil erblickten. Ähnlich erging es auch Crixus einige Tage vor seinem Tod das wusste ich und ehrlich auch mir ging langsam die Kraft aus. Erschöpft senkte ich den Blick und lächelte Müde „Nein stehen sie nicht“ stimmte ich ihm zu.


Ich bemerkte seinen kurzen Blick zu meinem Weinkrug als er sprach „Ich würde dir ja einen Trunk anbieten, um die Geister zu beleben aber ich habe mich davon abgewandt“ meinte er und kurz schlich sich ein träumerischer Ausdruck in dessen Augen. „ Etwas das nicht unbemerkt blieb“ begann ich und erwiderte sein Lächeln. Wieder lies ich den Blick auf die Karten vor mir Sinken und erinnerte mich an die Zeit mit Sura „ich wandte mich auch von wilden Betätigungen ab, als ich vom reinsten Herz ergriffen war“ beendete ich meinen Satz und sah Gannicus direkt an. Dieser verstand sofort und sah mir in die Augen „Du sprichst von deiner Frau?“ fragte er mich und sein Blick ruhte auf mir. Ich sah auf und ich lächelte ehrlich „ Als wir uns das erste mal liebten, erzählte sie davon, wie ihr die Götter in ihren Träumen als Orakel dienten und sie sagten voraus, dass ich nie eine andere Frau lieben würde“ sagte ich und hob schlussendlich meinen Kopf wieder. „ hat sich die Prophezeiung bewahrheitet? Fragte der Gott der Arena mich mit einer Spur Neugier in der Stimme.


Ein lächeln stahl sich über meine Züge als ich kurz meinen Blick senkte „Ich habe Trost bei anderen gefunden, doch in mir ist eine Leere die nicht gefüllt werden kann. Eine Lücke, wo einst das Herz schlug, als Sura mir genommen wurde.“ gab ich zu und seufzte tief. Der Schmerz über den Verlust der Frau der mein Herz gehörte saß immer noch tief in meiner Seele und dieser wird erst Ruhm wenn ich wieder mit ihr vereint sein würde. Ein weiteres mal an diesem Abend sah ich dem Gott der Arena in die Augen bevor ich weiter sprach: „Du hast einst in Frage gestellt, wie man einen Sieg definieren kann. Ich dachte die antwortet lautet mit römischen Toten“ begann ich als er mich unterbrach „ Einen Standpunkt, den du nicht mehr vertrittst?“ hakte er nach und konnte die Antwort wohl schon in meinen Augen lesen. „Leben ist es was ihn definiert. Nicht der Tod von Römern. Nicht unserer, nicht von jenen die Uns in die Schlacht folgen. Sondern Sibyls Leben, Laetias, das der Mutter und ihres Kindes und von so vielen anderen. Alle von ihnen sind Sura und ich will das sie Leben“ beendete ich meinen Dialog und atmete tief durch. Kurz kehrte Stille ein und Gannicus sah auf seine Hände „Eine Sache mit der sogar ich mich anfreunden kann“ gab der Gladiator schließlich zu .


Ein kleines Lächeln kam über meine Lippen und ich nickte leicht „ Wenn wir den anderen die kleinste Chance gegen Crassus geben wollen, musst du mehr tun als dich damit anzufreunden. Du musst ein Anführer sein.“ sagte ich wohl wissen wie seine Reaktion ausfallen würde. „Eine alte Debatte Spartacus“ begann er und stand auf „eine die geklärt werden muss“ konterte ich, nicht gewillt aufzugeben. Ich stand nun ebenfalls auf und sah zu ihm „ Ich kann das nicht schaffen, ohne dass du deine rechtmäßige Position einnimmst. Eine die kein anderer mehr verdient“ entgegnete ich und und stütze meine Hände auf den Tisch ab. Mein Blick durchbohrte förmlich seinen Rücken und ich hoffte das er endlich seine Position einnahm und als Anführer an meiner Seite kämpfte.

Endlich drehte er sich um und unsere Blicke trafen sich „Was soll ich machen?“ fragte er schließlich und ich wusste das er seine Position einnahm. Erleichterung durchströmte meine Adern „ Das Unmögliche“ antwortete ich und sah zu wieder ging.



Langsam lies ich mich wieder zurück auf den Stuhl sinken und versank in Gedanken. Diese eine letzte Schlacht diente einzig dazu Crassus abzulenken, Damit die , die sich mir in blindem Vertrauen anschlossen im Glauben endlich frei leben zu können  fliehen konnten und sich der Wunsch nach Freiheit erfüllen würde. Diese Art der Freiheit begehrte ich schon lange nicht mehr. Zu Beginn der Rebellion war dies neben der Rache mein einziges Ziel gewesen. Ich wollte es erreichen koste es was es wolle. Doch solang diese Flucht und die Schlachten gingen, Je mehr Blut vergossen wurde und desto mehr sich mir an schlossen um so klarer wurde mir das ich diesen Pfad nicht mehr weiter gehen konnte. Mir gingen Langsam die Kräfte aus. Ich konnte und wollte nicht mehr fliehen und ebenso wenig wollte ich das die, die sich mit angeschlossen hatten wegen meines blinden Verlangens nach Rache starben. Der Tod jedes Unschuldigen in meiner Obhut durch meine Hand egal ob direkt oder indirekt machte mich zu denen die ich hasste, einem Römer. Das wollte ich unter keinen Umständen. Und für diese Schlacht würde ich all meine letzten Kräfte sammeln und meine Kriegern Mut machen damit all die Unschuldigen Frauen, Männer und Kinder fliehen konnten und Gedanke das diese ein Leben in Freiheit führen würde war wie Balsam auf meiner geschundenen Seele. Allein dafür lohnte es sich ein letztes mal zu Kämpfen. Wen gleich dies meinen Tod bedeuten würde so war es mir Recht. Den der Tod würde mir das wieder geben was mir die Römer eins nahmen meine Freiheit und meine über alles geliebte Frau Sura. Ich würde Zuflucht in ihren Armen finden und endlich wieder Zuhause sein. Dies war die Art der Freiheit die mit keiner mehr nehmen konnte auch nicht die Römer.



Langsam zog ich meinen Brustpanzer aus und legte mich auf mein Nachtlager und schloss meine Augen. Wie in den vielen Nächsten davor würde ich auch dieses mal kaum Schlaf finden aber ich würde meine Frau im Geiste meiner Gedanken sehen und für ein Paar stunden die Realität vergessen, das war mir mehr wert als der Schlaf. Den die äußerlichen und innerlichen Wunden würde auch kein Tagelanger Schlaf mehr heilen können, zu tief wurden sie ins Fleisch gebrannt, Auch Rache würde diese nicht mehr heilen können. Mein letzter Wunsch in diesem Leben war es meine Anhänger in die Freiheit zu entlassen und dafür zu sorgen das sie genug Zeit dazu hatten. Ich würde wohl nie erfahren ob und wie  viele es geschafften hatten aber ich würde kämpfen bis zu meinem letzten Atemzug und dann von dieser Welt gehen ohne das Gefühl der Reue.


Mit diesem letzten Gedanken glitt ich in einen kurzen aber tiefen Schlaf und vergaß für ein paar Stunden die letzte Schlacht in der es um Leben, Tod und dem Ruf der Freiheit gehen würde.
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