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Die üblichen Probleme

von Madrilena
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Jules Bianchi Max Chilton
09.06.2014
09.06.2014
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09.06.2014 827
 
So meine liebe Forbidden to Fly, das hier ist für dich. Ich hoffe es ist so deinen Vorstellungen entsprechend. Immerhin waren deine Vorgaben nicht gerade einfach umzusetzen.



Für alle anderen Lesen, sie waren: Obstsalat, Heuschnupfen & vergessene Tabletten, keine Taschentücher, Jules weiß nicht, ob er wütend sein soll/kann (Crash Kanada)



Disclaimer: Keine der folgenden Personen gehört mir. Ich verdiene hiermit kein Geld. Das Nachfolgende ist vollständig meiner Fantasie entsprungen und so nicht passiert.



Pairing: Jules Bianchi x Max Chilton



* ~ * ~ * ~ * ~ *



Das Wochenende hatte schlecht begonnen und logischerweise hatte es auch schlecht geendet. Eigentlich hätte es Jules klar sein sollen, dass es nichts werden würde. Immerhin war die ganze Woche nicht gerade gut gelaufen.

Schon am Sonntag, als Max zu ihm nach Italien gekommen war, hatte es begonnen. Hochsommer, unheimliche Hitze und ein von Heuschnupfen geplagter Brite. Nicht gerade das, was Jules sich von einem Besuch seines Freundes erhofft hatte. Typisch Max eben, hatte sein Freund selbstverständlich seine Allergietabletten zuhause liegen lassen. Da man sonntags nicht einkaufen gehen konnte, waren natürlich auch noch die Taschentücher ausgegangen und Jules war stündlich aufgesprungen, um Max eine neue Rolle Küchentücher zu holen.
Max hatte nur gejammert und als dann gegen Abend auch noch die Küchentücher ausgegangen waren, war Jules beinahe verzweifelt.
Sobald die Geschäfte am folgenden Montag öffneten, war der Franzose dort gewesen und hatte einen Jahresvorrat an Taschentüchern besorgt. Nie wieder würde er Max zu sich einladen, wenn er keine Taschentücher zuhause hatte.
Sonderlich entspannend war es also wirklich nicht gewesen und auch nicht die perfekte Art, um sich auf einen Grand Prix vorzubereiten.
Obwohl Jules eigentlich gar nicht genug davon bekam mit Max alleine zu sein, war er doch sehr glücklich gewesen, als sie am Mittwochmorgen nach Kanada geflogen waren. Dort hatten ihre beiden Physios schon gewartet und Jules hatte seinen Freund eine Weile in wesentlich fähigere Hände gegeben. Sam hatte Max` Allergietabletten immer vorrätig bei sich und im Sommer auch genügend Taschentücher.
Konzentrieren hatte Jules sich trotzdem nicht wirklich gekonnt und nachdem er am Freitag direkt sein Auto geschrottet hatte, war klar gewesen, dass das nicht sein Wochenende werden würde.

In Monaco war es so gut gelaufen! Er hatte seine ersten Punkte geholt. Hatte das Team stolz gemacht, seine Familie und besonders Max, und schon dieses Wochenende war er wieder am Ende des Fahrerfeldes. Bitter. Er hatte wenigstens auf einen kleinen Aufschwung gehofft.

Dass jedoch der Sonntag so miserabel laufen würde, das hatte er nicht erwartet.
In der ersten Runde auszufallen war ja schon schlimm genug, aber das es auch noch Max war, der ihn raus kickte … das war nun wirklich der Höhepunkt dieses bescheidenen Wochenendes.

Als er sich nach den Gesprächen mit dem Team mit Andrea  zum Essen traf, war seine Laune so ziemlich am Tiefpunkt. Er war sauer auf Max und enttäuscht vom Rennen und wollte einfach nur noch ins Bett.
„Du solltest dich mit Max aussprechen. Du willst doch gar nicht böse auf ihn sein, Jules. Ich kenn dich doch. Du weißt genauso gut wie ich, dass er sowas nie mit Absicht tun würde, also stell dich nicht an.“ Andrea lächelte aufmunternd, als er eine Schale Obstsalat vor ihn auf den Tisch stellte und ihm einen Löffel hin schob. Klar, leichte Kost nach dem Rennen, wie immer. Jules seufzte. Er wollte etwas Richtiges zu Essen.
Er zog einen leichten Schmollmund und sah seinen Physio zweifelnd an.
„Nein, Jules! Erstens: Du wirst diesen Obstsalat essen, du bekommst nichts anderes. Und zweitens: Vertrag dich mit Max. Es ist doch gar nicht deine Art, lange zu schmollen. Das weißt du, das weiß ich und Max weiß das auch. Also lass es.“ Beharrte Andrea.
Jules bekam gar nicht die Chance ihm eine bissige Antwort zu geben.
Stattdessen bekam er Max, der sich stillschweigend mit einem kleinen Teller Nudeln neben ihn setzte und ihn ansah. Sam begann sich, gegenüber von ihnen, leise mit Andrea zu unterzuhalten, während Jules beschloss zu schweigen.
Er war der Stille von ihnen beiden. Wenn Max nicht reden wollte, würde er das erst recht nicht tun. Er war nicht Schuld an der Kollision.
„Wir lassen euch kurz alleine. Vielleicht könnt ihr die Zeit nutzen, um aufzuhören euch anzuschweigen.“  Meinte Sam, bevor er und Andrea ohne richtige Verabschiedung den Tisch verließen. Jules starrte krampfhaft auf seine Schale, als er Max neben sich leise seufzen hörte. Der Brite zog ihm den Obstsalat weg und schob seinen Nudelteller vor ihn.
„Lass uns damit aufhören. Bitte, Jules. Du weißt, dass ich dir nie absichtlich schaden würde.“ Max strich kurz über Jules` Hand und als der Franzose aufsah, konnte er seinen Freund lächeln sehen.
Es war dieses besondere Lächeln. Das eine Lächeln, welches nur Jules gehörte und er konnte nicht anders, als zurückzulächeln.
„Ich weiß. Tut mir leid, dass ich mich so blöd benommen hab.“
Max lehnte einen Moment seinen Kopf an Jules Schulter. Die einzige Möglichkeit in der Öffentlichkeit seine Gefühle zu zeigen.
Jules konnte es gar nicht abwarten, wieder allein mit ihm zu sein.
 
 
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