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Feind? Freund? oder doch was anderes?

von NekoMicki
GeschichteAllgemein / P12
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe
09.06.2014
09.10.2015
3
3.662
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09.06.2014 1.470
 
"Maron! Maron! Wach auf!" mit diesen Worten schüttete Fynn einen Krug Wasser über das schlafende Mädchen. Maron stieß ein Fiepen aus, packte sich den Engel und schüttelte ihn kräftig durch.
"Mann Fynn, lass mich doch schlafen! 1. Es ist Samstag! Hallo Samstag?! 2. Bin ich noch total erschöpft von dem Kampf gegen Sindbad um die Träne von Ägäis gestern Nacht." Maron legte sich zurück in ihr Bett und stieß einen Seufzer aus:"Zum Glück iat heute Samstag, denn mein kuschliges Bett ruft mich." Sehr zum Leidwesen von Fynn, dämmerte die 16 jährige wieder in einen tiefen Schlaf.
"Oh Gott, ich gib auf. Ich glaube ich lasse sie noch ein bisschen schlafen, während ich weiter nach Dämonen suche.", sagte sich das kleine Wesen und flog davon.

Einige Zeit später wachte Maron Kusakabe auf, denn ein Klopfen an der Tür hat sie geweckt.
"Komisch, wer das wohl ist? Und das Samstags so früh?", gähnte Maron und schaute auf die Uhr. "Was?! Das kann nicht sein!? Es ist schon 3:00 Uhr nachmittags? Kein Wunder das Fynn versucht hat mich zu wecken." Jetzt fand sie es schlimm das sie das kleine und zarte Wesen so angeschrien hat.
Es klopfte wieder an der Tür, diesmal lauter und energischer. Doch als Maron die Tür öffnete sah sie niemanden. Genervt schlug sie die Tür wieder zu:"Jetzt spielen die kleinen Kinder, schon Klingel Streiche. Soll ich mich beschweren? Nee, ist schon gut, war ja nicht böse gemeint."
Maron trat ins Wohnzimmer und fing lauthals an zuschreien. Mitten in ihrer Wohnung, mitten in ihrem Wohnzimmer stand Chiaki Nagoya und schaute ihr direkt ins Gesicht. Als der Schreck nach lies, spürte Maron die Wut die in ihr lodert.
"Du kleiner, perverser Spanner! Was machst du in meiner Wohnung und wie bist du hier rein gekommen?", schrie sie ihn an und sie spürte wie ihr Kopf rot vor Wut wurde.
"Weißt du eigentlich wie schön du mit Wut verzerrtem Gesicht aussiehst?" Maron starrte ihn verblüfft an, worauf hin er sie spöttisch angrinste, was ihr die schames Röte ins Gesicht trieb.
"Also, was willst du hier und wie bist du hier rein gekommen?"
"Ich wollte dich besuchen. Ist es ab heute ein Verbrechen seine Freundin zu besuchen? Ich bin über meinen Balkon zu deinem geklettert, als du die Tür nicht geöffnet hast."
Maron dachte erschreckt:'Seine Freundin!? Wie er das wohl meint? 'Maron schaute wieder Chaiki an und sagte:"Ach du warst eben an der Tür? Ok, aber ist es eine Entschuldigung einfach in eine fremde Wohnung zu spazieren, weil niemand die Tür aufgemacht hat?" Sie war nun wieder wütend, aber was brachte ihr das immer auf den Jungen vor ihr wütend zu sein? Garnichts!
"Ja, weil ich mir Sorgen gemacht hab, weil ich dich um 3:00 Uhr noch nichts habe machen hören und das ist sehr seltsam für dich."
"Du hast dir ernsthaft Sorgen gemacht?"
"Natürlich, du warst so still, da habe ich mich gefragt ob es daran liegt, das du noch keinen Brief von deinem Schatz bekommen hast. Also bin ich hier um dich aufzuheitern und zu sagen: Maron vergiss den Typen und geh dafür mit mir aus!"
"Setzt dich erstmal hin Chiaki. Wir können dann mal in Ruhe reden. Willst du was trinken? Und ganz ganz vielleicht überlege ich mir das mit deinem Angebot nochmal."
Chiaki setzte sich auf einen der Stühle die um den Tisch herum standen und antwortete:"Ehrlich Maron? Meinst du das ernst? Und ja eine Tasse Tee wäre schön."
"Warte einen Moment ich mach dir einen." Maron rauschte in die Küche und wenige Minuten später tauchte sie mit einem Tablett auf, voll mit Gebäck, zwei Tassen und einem Kessel voll mit grünem Tee. Sie schüttete sich und Chiaki jeweils Tee ein und reichte ihm dann die Tasse.
"Danke."
"Kein Ding."
Er lächelte sie an und sie lächelte zaghaft zurück.  Chiaki trank einen Schluck des heißen Getränks und schaute sich in der Wohnung um:"Deine Wohnung ist richtig schön. Du hast einen guten Geschmack. Aber hier gibt es etwas was mir noch besser gefällt."
Er schaute sie aufmerksam von oben bis unten an und Maron wurde peinlich berührt klar, das sie noch die Hotpan und das alte, verblichene Shirt trug, das sie zum Schlafen an hatte. Außerdem hatte sie sich noch nicht gewaschen oder die Haare gekämmt. 'Ich sehe bestimmt schrecklich aus',dachte sie und plötzlich hatte sie das Bedürfnis sich für Chiaki um zu ziehen.
"Entschuldige Chiaki, dass ich so unmöglich aussehe, aber ich hab bis grade geschlafen und hab überhaupt nicht daran gedacht, das mich jemand besuchen würde. Ich geh mich nur schnell umziehen, warte hier bitte auf mich." Maron trank einen Schluck Tee und stand auf.  Sie wollte gerade an dem Jungen vorbei gehen, doch er hielt sie am Arm fest.
"Du gefällst mir in den Klamotten, Maron.  Zieh dich nicht um, bleib lieber bei mir." Chiaki zog sie zu sich runter und setze sie auf seinen Schoss. Maron wurde wieder ganz rot, was Chiaki gefiel denn er lächelte sie süß an. Maron konnte ihren Blick nicht von ihm wenden, als er sie plötzlich in seine Arme zog, sie festhielt und ihr über den Kopf strich.  
Maron blieb zuerst steif sitzen, entspannte sich dann doch und sie lies sich in Chiakis Umarmung sinken. Nach ein paar Minuten sagte Chiaki:"Maron mir gefällt es ja mit dir hier zu sitzen, aber eigentlich wollte ich dich was ganz anderes fragen..."
Maron setzte sich auf und schaute ihren Mitschüler an.
"Wie kommt es das du solange geschlafen hast? Das tust du sonst doch auch nicht. Eigentlich hättest du schon lange eingekauft oder einen Spaziergang gemacht. Du bist doch sonst nicht so faul." Er schaute sie forschend an und plötzlich fühlte Maron sich unwohl. Sie stand auf, setzte sich auf ihren Stuhl und antwortete ohne ihn dabei an zu sehen:"Ich war gestern nur zu lange wach und hab mich einbisschen erschöpft. War einfach ein anstrengender Tag und ich war so müde und hab dann auch richtig ausgeschlafen. Fynn hat mich auch schon versucht zu wecken. "
"Fynn? Wer ist Fynn?"
"Niemand antwortete Maron hastig,"nur eine Freundin mit der ich verabredet war. Aber ich hab unser Treffen verpennt. Bestimmt ist sie jetzt richtig sauer auf mich.
Chiaki schien ihr nicht ganz zu glauben, lies es aber auf sich beruhen und fragte stattdessen:"Warum warst du eigentlich so lange wach? Außerdem weiß ich das du gestern keine Rytmische Gymnastik hattest und auch sonst nichts mit Sport gemacht hast. Also warum warst du dann so erschöpft?"
"Du bist also doch ein Stalker! Was spionierst du mir nach?! Was ich in meiner Freizeit mache geht dich garnichts an! Schade ich wollte grade anfangen, dich als einen Freund zu betrachten, aber du bist doch nur ein Rockjäger... Das wars mit dem Treffen! Und jetzt raus! Ich will das du verschwindest!"
"Hör mal Maron, es tut mir leid. Ich wollte dich nicht beleidigen oder so! Ich war halt neugierig. Ich..."
Maron unterbrach ihn nun schon zum dritten Mal wütend:"Ach, halt die Klappe Chiaki. Geh raus aus meiner Wohnung." Chiaki gab sich geschlagen und trottete traurig an Maron vorbei zur Tür.
"Auf Wiedersehen."
"Tschüss Chiaki."
Er nickte ihr nochmal zu und verschwand dann. Maron kehrte zurück ins Wohnzimmer. Sie wollte gerade den Tee abräumen als sie einen Zettel auf dem Tisch entdeckte. Sie faltete ihn auf und las:



Liebe Maron,

warscheinlich habe ich wieder was unglaublich Dummes gesagt, wenn du das liest. Warscheinlich bist du wütend geworden und du hast mich vor die Tür gesetzt. Bitte, sei nicht allzu wütend, manchmal bin ich viel zu direkt. Egal was ich gesagt habe, es war nicht so gemeint, das kannst du mir glauben. Ich hoffe das wir irgendwann Freunde werden, bis dahin sei nicht allzu lange genervt von mir. Manchmal bin ich doch nur ein kleiner, dummer Junge. Es tut mir leid.

Gezeichnet, dein zutiefst trauriger
Chiaki



Maron wusste nicht wieso, aber irgendwie verflog ihr Ärger mit diesem Brief. Sie war so unvorstellbar wütend geworden, weil es doch schon sehr verdächtig war wie er geredet hat. Als wollte er eine Bestätigung für einen Verdacht den er hatte. 'Ob er weiß das ich Jeanne bin?' Aber sie verwarf den Gedanken wieder. 'Woher sollte er das auch wissen?' Maron räumte den Tee weg und schlurfte ins Badezimmer um ein Bad zunehmen.

Das Schlimmste war nur das sie es jetzt zutiefst bereute Chiaki angeschrien zu haben....
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