Josephine Klick- Fortsetzung (2 Staffel)

GeschichteDrama, Romanze / P16
08.06.2014
02.02.2015
33
84630
5
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Falls einige von euch Josephine nicht kennen:
https://www.youtube.com/watch?v=oFw27zLjcnI

Letzte Szene der ersten Staffel: (und damit Startpunkt meiner FF)
https://www.youtube.com/watch?v=lWN8l_TAF-o

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Autor: Bonnie Scofield
Rating/Pairing:  ab 16  Jahren / Fritz und Josephine
Kategorie: Freundschaft, Familie, Romanze, Drama
Inhalt: mögliche Fortsetzung zu Josephine Klick- Allein unter Cops (2.Staffel)
Kursiv geschriebenes sind Gedanken der jeweiligen Person(en)
Gelegentlich wechseln die Sichten der erzählenden Personen. Größtenteils in Josies Sicht verfasst
Die Story spielt in einem Zeitraum von mehreren Jahren.
Hinweis:  Wie üblich habe ich sorgfältig recherchiert bei bestimmten Fällen (Verwesung; Waffen usw.), was somit als wahrheitsgemäß angesehen werden kann.
08.06.2014 - 26.12.2014
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts.
Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen.

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(Josephines POV)
Ungeduldig wippte ich mit meinem Fuß auf und ab. Seit 2 Stunden saß ich nun schon hier, ohne dass ich zu Fritz durfte, geschweige denn überhaupt etwas erfuhr. Er wurde wegen Mordes vernommen und wenn wir Pech hatten, wanderte er ins Gefängnis, oder schlimmer, eine Suspendierung. Und das allein wegen mir. Ich brauchte nicht lange, um zu verstehen, WIE Fritz mich hatte retten können.
Erst konnte ich es nicht glauben, als ich auf der Brücke meinen Entführer liegen sah, der Asphalt blutgetränkt von seinem Blut, daneben ein Messer. Fritz Taschenmesser.
Von Alex hatte ich dann den Rest der Geschichte erfahren.
Nachdem ich die Brücke runtergestürzt war, hatte der Killer den Schlüssel für meine Handfesseln geschluckt, um meine Rettung zu verhindern. Fritz daraufhin griff kurzerhand zum Messer, schlitzte ihm die Kehle auf, um so an den Schlüssel zu gelangen... und mich zu retten.
Ich kniff die Augen zusammen und presste meine Finger gegen die Schläfe. Die Bilder wollten nicht aufhören, meinen Kopf zu bombardieren, so etwas hätte ich meinem Kollegen nicht zugetraut.
„Kaffee?“, fragte mich eine Stimme und ich blickte aus meinen Gedanken gerissen auf. Alexander hielt mir eine Tasse Kaffee hin, die er mir wohl aus der Cafeteria geholt hatte. Im selben Moment ging die Tür zum Verhörraum auf und mein Chef betrat den Flur, ich sprang auf. „Einer kann jetzt zu ihm“, sagte er ausdruckslos und lief mit langen Schritten, kopfschüttelnd, wohl fassungslos den Flur hinunter. Die Tür blieb angelehnt.
Mit großen Augen und flehendem Blick sah ich zu Alex, der nach kurzem Überlegen nickte. „Geh schon“, scheuchte er mich und ich lächelte dankbar. Alex war sein Partner, und bester Freund. Nicht einmal er hatte zu ihm gedurft, und dass er mir jetzt den Vortritt ließ, rechnete ich ihm hoch an.

Langsam, beinahe ängstlich betrat ich den von Neonlampen erhellten Raum und schloss sofort die schwere Tür hinter mir. Dann blickte ich in die erschöpften Augen von Fritz und brachte ein Lächeln zu Stande. Zunächst sagte keiner ein Wort, ich trat nervös von einem Fuß auf den anderen, was untypisch für mich war. Normalerweise strahlte von mir eine Selbstsicherheit aus, die absolut jeden einschüchterte und weswegen ich mir kaum Freunde machte, doch in dem Moment fühlte ich mich unsicher und verletzlich. Schließlich ließ ich mich auf den Stuhl gegenüber meines Partners fallen, woraufhin uns nur noch der weiße Tisch voneinander trennte.
Fritz‘ Hände lagen darauf, noch immer in Handschellen gelegt, die Handgelenke gerötet. Unbewusst griff ich danach und streichelte mit meinen Fingern darüber, versucht ihm nicht wehzutun. Er griff nach meiner Hand und hielt sie fest. Eine Wärme füllte mich urplötzlich aus, eine die ich schon lange nicht mehr verspürt hatte. Endlich schaffte ich es meinen Mund zu öffnen. „Warum hast du das getan?“, fragte ich ihm in die Augen blickend. Sein Blick strahlte so viel Liebe und Wärme aus, dass ich es beinahe mit der Angst bekam. „Kollegen sind füreinander da, richtig?“ Es klang wie eine Notlüge. Eine um die wahrhaftige Antwort zu verbergen.
Ich brauche dich. Ich konnte dich nicht verlieren. Nicht so und nicht heute.
Er versuchte ein Lächeln, doch ich blieb ernst. „Ich hab mir diesmal für dich zwar keine Kugel eingefangen“, zwinkerte er und spielte auf unseren ersten Arbeitstag an, bei dem ich ihm aus Versehen in die Schulter geschossen hatte, „doch einen Mord begangen. Um dich zu retten, Josephine“ Seine Stimme war wieder ganz ernst, er lehnte sich nach vorne und ich tat es ihm nach, sodass wir nur noch Zentimeter voneinander getrennt über den Tisch gebeugt dasaßen, uns an den Händen haltend. Seit wann waren wir so innig miteinander? Ich wollte fragen, ob er das vorhin bei der Brücke ernst gemeint hatte. Ob er, wie es mein Entführer genannt hatte, „geil“ auf mich war. Doch etwas hielt mich davon ab. War Fritz wirklich verliebt in mich? Das konnte nicht sein. Wir hatten uns von der ersten Sekunde an nicht leiden können. Und dann, als würde es nicht ausreichen von einer Brücke zu springen um mich zu befreien. Nein, er schlitzte dem Mann auch noch die Kehle auf, und setzte in einer Sekunde mit einem Schlag alles aufs Spiel was wichtig für ihn war, sein komplettes Leben.
Für mich.
Urplötzlich kamen die Tränen. Das hatte ich nicht erwartet. Ich merkte es erst, als sich Fritz‘ Miene sorgenvoll verzog und er nach kurzem Zögern mir die Tränen von der Wange wischte. Ich versuchte ein Lachen und entzog mich seinem Griff, wischte in meinem Gesicht umher. „Das hättest du nicht machen müssen“, wiedersprach ich und verbesserte mich sofort. „Das hättest du nicht machen dürfen“
„Josephine…“, begann Fritz, doch er wurde unterbrochen. Die Tür zum Verhörraum wurde geöffnet, und unser Chef kehrte zurück. Er gab dem Wachmann an der Tür ein Signal, woraufhin dieser Fritz von den Handschellen befreite. Verwirrt blickte ich zu ihm auf und auch mein Partner schien mehr als überrascht zu sein. „Macht dass ihr nach Hause kommt“, sagte er hart, baute sich vor Fritz auf, klopfte ihm dann aber auf die Schulter. Schüttelte den Kopf. „Man, man. Du machst Sachen“ Nach einer kurzen Pause fuhr er fort. „Du hättest suspendiert werden sollen, doch ich konnte sie überzeugen, dass du aus purer Verzweiflung gehandelt hast, und somit wirst du nur für einige Wochen vom Dienst befreit. Das heißt für dich, Schreibkram erledigen. Du kannst froh sein, dass keine Haftstrafe auf dich wartet. Auch die Presse wird davon nichts erfahren, das konnte ich verhindern. Du hast Josephine das Leben gerettet, ich hoffe sie hat sich bereits bei dir bedankt.“
Glücklich blickte ich Fritz in die Augen und auch er schien erleichtert.

Im Flur erwartete uns auch Alexander, der seinen Freund umarmte. „Man, was machst du nur für Sachen, Kumpel“, wiederholte er die Worte unseres Chefs und wir machten uns schleunigst auf den Weg nach draußen. „Ich nehm‘ dich in meinem Auto mit“, sagte Alex, „Josephine, kommst du?“ Doch anstatt den beiden zu folgen, hielt ich inne und schüttelte mit dem Kopf. „Mein Vater holt mich ab. Wir sehen uns morgen auf dem Präsidium“ Ich verzog das Gesicht zu einer Grimasse, in Fritz Augen sah ich, dass er eigentlich gehofft hatte, noch mit mir reden zu können, doch dafür war auch noch morgen Zeit. „Ok, wir sehen uns“, verabschiedete sich Alex und stieg ein. Fritz sah noch einige Sekunden zu mir herüber, ich schenkte ihm ein aufmunterndes Lächeln und machte mich in anderer Richtung auf den Weg zu meinem Vater.

(Fritz‘ POV)
„Jetzt schieß mal los“, begann Alex, gleich nachdem die Autotür hinter mir zufiel. Ich beobachtete Bielefeld, wie sie in entgegengesetzter Richtung verschwand und erst als sie aus meinem Blickfeld war, schenkte ich meinem Freund Beachtung.
„Ich mein, nicht jeder würde einen Mann halb zerstückeln, nur um eine Kollegin zu retten“
„Ist halt gute Partnerschaft. Wir sind füreinander da“
„Das ich nicht lache“, grinste Alex, als er keine Antwort bekam, fuhr er fort. „Hatte der Verrückte also doch Recht. Du bist scharf auf sie“
„Ach was!“, gab ich verärgert von mir und stieß ihm gegen die Schulter. „Fahr mich lieber endlich nach Hause. Ich brauch dringend eine heiße Dusche.“
„Wie du meinst, Boss“, erwiderte Alex mit einem wissenden Lächeln im Gesicht. Ich versuchte es so gut es ging zu ignorieren.

(Josephines POV)
Als ich am nächsten Morgen das Büro betrat, saß Fritz bereits im Büro am Schreibtisch, gegenüber von Karin.
Ein ungewöhnliches Bild. „Schau mal wen ich die nächsten vier Wochen als Verstärkung bekommen habe“, wurde ich von ihr strahlend begrüßt und ich grinste. Fritz blickte auf und fand meinen Blick. Er schenkte mir ein gequältes Lächeln. Ich stellte meine Tasche neben ihm ab und blickte über seine Schulter. Schreibkram = langweilig. Im nächsten Moment erschien Alex' Kopf in der Tür. „Einsatz. Komm Bielefeld“ Mein Grinsen wurde breiter und ich tätschelte gespielt mitleidig Fritz‘ Schulter. „Viel Spaß mit den Berichten. Dann siehst du mal, wie ätzend es sein kann, Schreibkram zu erledigen, während die Anderen die ganze Action alleine absahnen.“ Diesmal spielte ICH auf meine ersten Tage hier an, bei denen mir von meinen neuen Kollegen immer die Schreibarbeit aufgedreht worden war, nur um mich los zu sein. Bevor Fritz etwas erwidern konnte, war ich schon aus der Tür.
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