Lost in blood

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Akira Shiki
07.06.2014
21.02.2016
8
20789
7
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Dieses Kapitel
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Heyho, da bin ich wieder :D

Tut mir leid, dass es solange gedauert hat, aber da waren Dinge wie umziehen und Job und ach ja...viel zu viel zu tun. Aber hier hab ich endlich das nächste Kapi für euch :D

An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei Yuichi9, specula90, XAcceleratorX und Nana Broyde für die Reviews bedanken, ich hab mich gefreut wie ein Kuchen! *---*

Hab ja beinahe schon damit gerechnet, dass es niemanden interessiert, was ich hier schreibsle, weil das Fandom nicht so gross ist und so...Umso mehr hab ich mich dann über die tollen Rückmeldungen gefreut! ;D
Hoffe das hört jetzt nicht auf ;P


Ja dann viel Spass, mit dem neuen Kapi, hoffe es gefällt euch :3







Noch Minuten nachdem Shiki verschwunden war, lag Akira regungslos am Boden, betäubt von dem Wirrwarr an Gefühlen in ihm.
Zum einen war da die erleichternde Gewissheit, dass Il Re wirklich in der Stadt war. Gleichzeitig schlich sich Sorge ein, da der König so stark war, wie behauptet wurde. Am grössten jedoch war seine Wut darüber, dass er so schwach gewesen war. Shiki hatte recht gehabt; er hätte ihn töten können, das war Akira bewusst. Er musste stärker werden, sonst hatte er gegen ihn keine Chance.

Aus irgendeinem Grund hatte Shiki ihn am Leben gelassen, aber beim nächsten Aufeinandertreffen würde einer von ihnen sterben. Denn Akira hatte nicht vor, den König von Igura am Leben zu lassen.

Er erinnerte sich noch genau daran, wie die Polizisten in seine Wohnung gestürmt waren. Jemand hatte ihm etwas angehängt, das er nicht getan hatte, und er kam aus dieser Sache nur wieder raus, wenn er Il Re besiegen würde. Dieser hatte die Kontrolle über die Drogenszene, und an eben diese wollte die Polizei herankommen. Und benutzte nun ihn um dieses Ziel zu erreichen.

Wütend ballte Akira die Hände zu Fäusten. Diese ganze Sache stank zum Himmel. Aber er konnte daran nichts ändern, er musste tun, was von ihm verlangt wurde.
Wie er es hasste! Er hasste es benutzt zu werden und er hasste diese Stadt. Das Einzige, was ihm hier ein wenig Genugtuung verschaffte, war das Kämpfen.
Es war nicht die Gewalt, die ihn reizte, oder das Blut. Heute war es die Herausforderung, früher hatte es vorallem dazu gedient, ihn zu schützen. Ihn und Keisuke. Deshalb hatte er es gelernt.

Jemand aus der Nachbarschaft, der selbst ein hohes Tier in der Street-Fighter-Szene war, meinte, in ihm ein Naturtalent gefunden zu haben.  Und da sie damals in einer üblen Gegend wohnten, hielt er es für eine gute Idee, Akira zu trainieren. Und so lernte dieser im zarten Alter von dreizehn Jahren eine Kampfkunst, die von jedem erdenklichen Stil etwas in sich hatte. Doch wie jeder Kämpfer musste auch Akira seinen eigenen Stil finden. Er kannte die Griffe, die Taktiken und sich selbst. Und mit der Zeit fand er seinen eigenen Weg zu kämpfen.

Er war wendig und schnell, seine Tritte und Schläge gut gesetzt und kraftvoll. Er verfehlte selten sein Ziel, hatte ein scharfes Auge und war die Ruhe selbst. Er wurde nicht übermütig, wie viele andere. Akira wollte nicht den Ruhm oder die Anerkennung, er wollte sich und Keisuke schützen können, mehr nicht.

Dann entdeckte er das Street Fighting. Es brachte ihm Geld ein, und es dauerte nicht lang, da kannte man ihn auf den Strassen. Man sah ihn mit Anerkennung und Furcht an, doch man liess ihn in Ruhe. Akira war zufrieden damit.

Und jetzt lag er hier, gedemütigt, geschlagen und wütend über sich selbst. Aber er konnte hier nicht ewig liegenbleiben, obwohl ihm das in diesem Moment als eine durchaus gute Option vorkam.
Aber Rin wartete auf ihn. Er musste ihm davon erzählen.
Mit zusammengebissenen Zähnen stemmte er sich hoch, klopfte sich den Staub von den Kleidern und machte sich auf den Weg zu Rin. Sein Messer legte er vorerst nicht in die Scheide zurück, um bei einer unliebsamen Überraschung gleich reagieren zu können. Er hatte keine Lust, heute nochmal auf dem Rücken zu landen, wenn man jedoch seine momentane Stimmung bedachte, würde jeder, der sich mit ihm anlegte, sein blaues Wunder erleben.
Verwundete Tiere sind am gefährlichsten, sagt man.

Doch niemand kreuzte seinen Weg und als er beim abgemachten Treffpunkt ankam, wartete Rin schon sichtlich nervös auf ihn und rannte ihm entgegen, als er ihn erblickte.
„Sag mal, wo warst du? Ich warte schon seit einer halben Stunde auf dich!“, fuhr er ihn direkt an.
„Ich freu mich auch, dich zu sehen…“, murmelte Akira.
Rins Augen wurden schmal, als er Akira nun genauer betrachtete. „Hattest du einen Kampf?“, fragte er.
„Ja“, antwortete Akira. „Und du glaubst mir nicht, mit wem…Aber lass uns drinnen weiterreden.“
Rin nickte bekräftigend und führte ihn ohne ein weiteres Wort in das Gebäude und weiter in den Keller, den er sorgfältig verschloss. Mit mehreren Schlössern.
„Wie viele Schlösser hast du da?“, wollte Akira wissen und inspizierte die Objekte seiner Neugier genauer
„Zwölf.“

Mit hochgezogenen Augenbrauen sah Akira Rin an und fragte: „Woher hast du die alle?“
Rin zuckte mit den Schultern. „Gefunden, gestohlen…Du würdest dich wundern, was man in verlassenen Häusern alles findet.“
Grinsend liess der blonde Junge sich in einen Sessel fallen und legte die Füsse auf einen kleinen Couchtisch, der davor stand.
„Na komm, setz dich“, bot er Akira an und deutet auf ein kleines Sofa.

„Du hast es dir ja gemütlich gemacht hier. Aber meinst du nicht, es ist etwas gefährlich, sich gleich direkt davor zu treffen?“, meinte Akira, woraufhin Rins Grinsen breiter wurde.
„Das ist nur eines meiner Verstecke, ich habe in der ganzen Stadt welche“, sagte er zwinkernd. „Für den Fall, dass uns hier jemand gesehen hat, werde ich morgen einfach in ein anderes gehen. Hab hier in der Nähe noch eins, das würde dir auch gefallen!“

Rins Augen leuchteten, während er erzählte. Der Junge war so süss.
Akira zuckte kurz zusammen und atmete zischend aus, als er sich zurücklehnte und der Schmerz durch seinen Rücken schoss.
Sofort wurde Rin ernst und sah in besorgt an. „Schmerzen?“, fragte er.
Akira nickte und versuchte gleichmässig zu atmen, um den Schmerz zu verdrängen.
„Warte, ich hol dir was“, sagte Rin, und bevor Akira etwas erwidern konnte, war er schon aufgesprungen und eilte zu einem der Regale im Raum. Nach einigem Suchen förderte er eine kleine Schachtel zutage, nahm daraus eine kleine Pille und brachte sie Akira mit einem Glas Wasser, der das Medikament ohne Murren schluckte. „Danke Rin“, bedankte er sich lächelnd, was den Jungen wieder strahlen liess.

„Aber jetzt erzähl mal“, verlangte Rin, „wer war es?“
„Shiki.“
Wo sich vorhin noch Neugierde in Rins Augen spiegelte, zeigte sich jetzt ungläubiges Staunen.
„Jetzt ohne Witz?“, brachte er nach einigen Augenblicken schliesslich heraus.
„Ja.“
„Und du lebst noch?!“
„Sieht so aus…“, antwortete Akira und zuckte nun seinerseits mit den Schultern.
„Aber Shiki ist doch Il Re!“, rief Rin aus, er konnte es noch immer nicht fassen.
„Das vermuten wir jedenfalls“, versuchte Akira Rin zu beruhigen. „Aber so stark wie er ist, könnte es durchaus so sein, wie wir denken.“

„Das heisst, du hast ihn besiegt?“, rief Rin aufgeregt und sprang auf.
„Nein…“
„Das versteh‘ ich jetzt nicht…“, seufzte Rin und liess sich wieder in seinen Sessel fallen.
„Ich weiss auch nicht genau, was da passiert ist“, murmelte Akira. „Er war so verdammt stark…Er hat mich aus dem Nichts angegriffen, nachdem er schon ein paar andere kaltgemacht hat.“
„Ja, und dann?“, wollte Rin wissen, als sein Gegenüber nicht sofort weiterredete.
„Dann“, begann Akira und strich sich die Haare aus dem Gesicht, „hat er-„

„Boah, hat er dich gewürgt?“, unterbrach ihn Rin mit grossen Augen.
„Ja, aber woher-„, begann Akira verwirrt, doch Rin unterbrach ihn abermals.
„Na du hast da voll die schlimmen Würgemale. Also nein, jetzt sind sie noch nicht so schlimm, aber in ein paar Tagen…“ Rin beugte sich über den Tisch, wobei er es irgendwie schaffte, nicht das Gleichgewicht zu verlieren, und inspizierte Akiras Hals so genau, dass dieser es schon fast bereute, seine Haare nicht dort gelassen zu haben, wo sie waren. Na wenigstens hatte er sie in letzter Zeit nicht geschnitten…, dachte er erleichtert. Sonst würde das ja jedem Idioten auffallen.

„Also“, verkündete Rin gewichtig, „in ein paar Tagen wird das Ganze schön blau und gut zu sehen sein.“
„Na toll…“, murrte Akira.
„Keine Sorge…“, meinte Rin grinsend. „Die werden alle denken, du hattest nen schönen Abend und hast davon ein paar Souvenirs mitbekommen.“
„Was?“, sagte Akira sehr geistreich, aber er verstand gerade wirklich nicht, was der Kleine damit meinte.
„Du kommst nicht drauf was?“, seufzte Rin ergeben. „Knutschflecken. Schon mal welche gehabt?“, fragte er dann und sah Akira an wie den grössten Trottel.

„Natürlich!“, verteidigte sich dieser auch sofort. „Aber jetzt sag mir mal, wo ich hier eine Frau finden soll. Deine Theorie ist also nicht wirklich der Hammer, Kleiner.“
Der Angesprochene grinste daraufhin nur noch breiter und sah ihn vielsagend an. „Man braucht nicht für alles eine Frau. Wenn du wüsstest, wie viele hier schon mal was miteinander hatten…“
„Jaaaa schon gut, ich wills' gar nicht wissen!“, wehrte Akira ab. „Ausserdem kriegt das eh keiner zu Gesicht. Und wenn doch, werden sie sicher nicht denken, dass ich rumgeknutscht habe mit einem dieser Widerlinge. Also echt…“

„Meinst du? Na ich kann dir auch noch ein paar machen“, bot Rin schelmisch grinsend an.
„Nein, schon gut“, wollte Akira gerade abwehren, da war Rin schon über den Tisch und zu Akira aufs Sofa gesprungen.
„Hey sag mal, spinnst du?“, fuhr Akira ihn an, als der Kleine sich auf ihn stürzte.
„Alles bestens, ich verpass dir jetzt mal nen Knutschfleck, da du offenbar noch nie einen gehabt hast“, lachte dieser ihn frech aus, doch da hatte er die Rechnung ohne Akira gemacht.
Der packte ihn jetzt nämlich um die Hüfte, stiess ihn zurück und drückte ihn aufs Sofa. Und da Rin, das Ganze sehr lustig zu finden schien, nahm er dessen Handgelenke in eine Hand und kitzelte ihn mit der anderen, bis Rin sich wand vor Lachen wie ein Aal.

Nach ein paar Minuten hatte Akira Erbarmen mit ihm und liess ihn los, da er jetzt schon selbst lachen musste.
Triumphierend sah er auf Rin herab, der schwer atmend neben ihm lag. Es tat gut wieder mal zu lachen und den ganzen Mist einfach mal zu vergessen, der ihn umgab wie ein Schatten.

„Du bist echt gemein“, schmollte Rin.
„Ach komm schon“, lächelte Akira. „Du bist schon mit Schlimmerem klargekommen, du kommst darüber hinweg.“
„Ja, da hast du wohl Recht“, entgegnete Rin theatralisch, „aber es werden schwere psychische Schäden zurückbleiben. Aber nun zurück zum Thema. Was ist passiert, nachdem Mister Shiki dich beinahe zu Tode geknutschtfleckt hat?“

„Mister Shiki? Geknutsch…was?“, hakte Akira mit hochgezogenen Augenbrauen nach.
„Details. Weiter nicht wichtig“, winkte Rin ab. „Erzähls mir jetzt endlich.“
„Da gibt’s nicht mehr viel…“, meinte Akira und lehnte sich zurück, diesmal etwas schmerzfreier als zuvor. „Wir haben gekämpft, er hat die Oberhand gewonnen, und als ich schon dachte, bald ist es aus mit mir, da ist er abgehauen.“
„Und das wars?“ Rin war damit offenbar nicht zufrieden. „Er hat dich einfach laufen lassen?“

„Ja“, bestätigte Akira. „Aber er sagte, wir würden uns bald wieder sehen. Schneller als mir lieb sei…“
Rins Blick verdunkelten sich und ein nachdenklicher Ausdruck erschien auf seinem Gesicht. „Dann müssen wir vorsichtig sein… DU musst vorsichtig sein.“
Er setzte sich auf und sah Akira ernst in die Augen. „Wenn er etwas von dir will, wird er es sich holen. Ich habe keine Ahnung was es sein könnte, aber wir müssen jetzt höllisch aufpassen!“

Akira nickte nur. Rins unheilvolle Warnung setze sich in ihm fest, er nahm sie durchaus ernst. Er hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache. Shiki war anders. Shiki war gefährlich.
„Na gut, komm“, sagte Rin und sprang auf.
„Wohin?“, wollte Akira wissen.
„Du gehst jetzt erstmal zurück zu Keisuke und erzählst ihm davon, und ich werde noch einige Informationen einholen. Später treffen wir uns wieder.“

Sie verabschiedeten sich nicht gross, das war nicht ihre Art, doch als Akira gerade gehen wollte, packte Rin ihn am Arm und hielt ihn zurück. Überrascht sah Akira über die Schulter zurück.
„Pass auf dich auf, Akira.“ Rins Blaue Augen waren ernst auf ihn gerichtet. Akira nickte wortlos, dann ging er. Rin sah ihm noch eine Weile hinterher, bis die schmale Silhouette im Halbdunkel der Stadt verschwand.






Ich hoffe, das war euch jetzt nicht zu langweilig^^ Aber keine Sorge, die Action kommt schon noch ;D Und das ganze Yaoi-Zeugs...hehe *teuflisch lachend Hände reib*
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