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Bitter süße Fusionen

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Aoi Nagisa Chikaru Minamoto Hanazano Shizuma Tamao Suzumi
07.06.2014
26.08.2014
4
5.156
 
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07.06.2014 1.245
 
Kapitel 2 - Ich will dich beschützen


„Wie unhöflich von dir.“, ertönte eine verärgerte Stimme. Sie richtete sich an das weinende Mädchen, welches Nagisas Hand hielt. Als sie keine Reaktion von sich gab wurde Miyuki ungeduldig. „Erst platzt du in die Etoile-Wahl und nimmst ihr Nagisa, dann schickst du sie fort, obwohl sie ihr das Leben gerettet hat. Du solltest dich schämen, Shizuma. Auch wenn sie in deinen Augen eine Konkurrentin ist, solltest du dabei auch an ihre und Nagisa-sans Gefühle denken.“, schrie Miyuki Shizuma frustriert und enttäuscht an. Shizuma biss sich auf ihre Lippen. „Sie braucht Ruhe, Miyuki.“, entgegnete Shizuma wütend. Miyuki ballte ihre Fäuste und wurde rot. „Dasselbe sagtest du auch zu Tamao-san, aber trotzdem bist du hier.“, antwortete Miyuki in leiseren aber schärferen Ton. Shizuma gab die Diskussion auf und schwieg. Es hatte keinen Sinn ergeben, Miyuki hatte sie nicht verstanden. Für Miyuki war das Gespräch ebenfalls zu ende, weshalb sie das Zimmer verließ. Shizuma senkte ihren Kopf und begann erneut zu weinen. Sie drückte Nagisas Hand noch fester. „Nagisa.“, flüsterte sie verzweifelt. Ihre Tränen übergossen Nagisas Gesicht. Sie schloss die Augen und unterdrückte keine Träne mehr, was sie vorher vergeblich versuchte. Plötzlich fingen Nagisas Augen an zu flimmern, was Shizuma nicht bemerkte. Mit aller Kraft öffnete Nagisa ihre Augen. Sie sah verschwommen, was sich jedoch legte als sie zu sich kam. Langsam schaute sie sich um, was ihr aber unter den stechenden Schmerzen kaum möglich war. Erst nach einen Augenblick realisierte Nagisa, dass Shizuma bei ihr war und weinte. „Shizuma-sama.“, flüsterte Nagisa mühevoll. Shizuma erschrak und sah sie mir Tränen in den Augen an. „Nagisa!“, lächelte sie überglücklich und gab ihr einen vorsichtigen Kuss auf die Stirn. Als Nagisas Wangen sich erröteten, lächelte Shizuma sie liebevoll an. „Wie ich sehe ist Nagisa-san aufgewacht. Willkommen zurück.“, erklang plötzlich die freundliche Stimme der Krankenschwester, die sie bereits das dritte Mal behandelte. Das erste mal, als Nagisa auf der Krankenstation lag war an ihrem ersten Tag, als sie ohnmächtig wurde, als Shizuma ihr auf die Stirn küsste, was die Schwester jedoch nicht erfuhr. Das zweite Mal, als sie zusammenbrach, nachdem sie die Wahrheit der anderen Etoile erfuhr. „Es scheint so, als wärst du gerne hier, Nagisa-san. Ich freue mich durchaus dich zusehen, dennoch würde es mir besser gefallen, wenn du wohlauf bleibst.“, scherzte die fürsorgliche junge Frau. Nagisa musste von diesen netten Worten lachen, trotz ihrer Schmerzen. „Dennoch muss unsere Nagisa-san sich nun erholen. Shizuma-san, du solltest dich auch ausruhen.“, fuhr sie fort. Nagisa wurde daraufhin traurig, aber sie wusste, dass die Schwester Recht hatte. Shizuma gab ihr einen letzten Kuss, dieses Mal auf dem Mund. Sie lächelte Nagisa liebevoll an. „Gute Nacht, Nagisa.“, verabschiedete sich Shizuma. „Gute Nacht, Shizuma-sama und arigatou.“, entgegnete Nagisa mühevoll, was Shizuma dennoch stolz machte. Sie sah die Schwester an und verbeugte sich leicht. „Arigatou.“, bedankte sie sich bei ihr. Die junge Krankenschwester lächelte und Shizuma verschwand. Als sie sich wieder zu Nagisa wand, schlief diese bereits friedlich.


„Meine Nagisa-chan ist wach!“, rief Tamao begeistert. „Tamao-chan?“, fragte Nagisa leise, die sich noch nicht richtig besinnen konnte. Tamao musste anfangen zu lachen. „Wenigstens erkennt meine Nagisa-chan mich noch.“, sagte sie voller Freude. „Ich hatte solche Angst um dich. Als du weggerannt bist, habe ich später einen Knall gehört. Dann lagst du da und hast am Kopf geblutet. Ich war fast die ganze Nacht bei dir, doch dann kam Shizuma-sama und meinte, dass du Ruhe brauchst. Daraufhin musste ich gehen.“, fuhr sie ernst fort. Nagisa war schockiert, als sie das mit ihrem Kopf erfuhr. „Zum Glück geht es meiner Nagisa-chan wieder gut.“ Tamao strahlte und umarmte ihre Freundin heftig, die anfing zu lachen. „Du verletzt sie noch mehr!“, schrie Shizuma wie aus dem nichts wütend und riss Tamao von Nagisa. Nagisas Lachen verschwand plötzlich und sie sah ängstlich zu, wie die geschockte Tamao um sich schlug. „Das reicht, Shizuma!“, brüllte Miyuki, die gerade das Zimmer betrat. Sie riss Shizuma von dem wehrlosen Mädchen, wobei sie Shizuma zu sich drehte und sie mit hochrotem Gesicht anstarrte. Sie war wie gebannt von Miyukis Aktion. Plötzlich verlor die Wütende die Beherrschung und verpasste Shizuma eine heftige Ohrfeige. Nagisa und Tamao, die immer noch geschockt waren, beobachteten wortlos das Geschehen, wobei Nagisa zusätzlich versuchte ihre Tränen zu unterdrücken. Shizuma war noch immer so erstaunt, dass sie sich nicht regen konnte. Plötzlich bemerkte Tamao, wie ihre beste Freundin anfing heftig zu weinen. „Nagisa-chan.“, sagte sie verzweifelt zu Nagisa, wobei sich auch die zwei Streitenden zu ihr wanden. Als Tamao versuchte sie zu umarmen, sprang sie aus dem Krankenbett und rannte davon. „Warte, Nagisa-chan!“, schrie Tamao ihr nach und rannte ihr hinterher. „Das ist alles deine Schuld, Shizuma. Sie wollte Nagisa-san nur zum Lachen bringen und ihr Hoffnung schenken im Gegensatz zu dir. Du lernst nichts und bleibst die alte egoistische Shizuma.“, schrie Miyuki Shizuma wütend an, worauf diese anfing die Fäuste zu ballen. Dennoch wusste sie, dass Miyuki Recht hatte und sie einfach übertrieb. Sie lockerte ihre Hände wieder und umarmte auf einmal Miyuki. „Arigatou, Miyuki. Du hast Recht, ich habe Nagisa nur trauriger gemacht.“, entschuldigte sich Shizuma aufrichtig. Die Wut in Miyuki ließ nach, dennoch tadelte sie ihre Freundin, die sie schon seit Kindertagen an kennt. „Du solltest dich bei Tamao-san entschuldigen und Nagisa-san deine Gefühle aufrichtig zeigen.“, gab sie als Rat von sich. „Wo ist denn Nagisa-san?“, fragte aufgebracht die Krankenschwester, als sie von ihrer Mittagspause in die Krankenstation zurück kehrte. „Nagisa-san ist in Begleitung von Tamao-san ein wenig spazieren. Machen Sie sich keine Sorgen, ich denke, dort ist sie in guten Händen.“, log Miyuki gekonnt. „Das schätze ich auch, die frische Luft wird ihr gut tun.“, lächelte die Krankenschwester beruhigt und verschwand in ihrem Büro.


Tamao fand Nagisa am See weinend. Direkt begab sie sich zu ihrer verzweifelten Freundin. „Nagisa-chan, mache dir keine Sorgen.“, sprach das blauhaarige Mädchen aufmunternd und umarmte sie. „Tamao-chan?“, fragte Nagisa traurig. Tamao sah sie gebannt und fragend an. „Wieso macht Shizuma-sama so etwas?“, fuhr sie fort. Ihre Freundin überlegte kurz und suchte nach den richtigen Worten. „Sie möchte dich beschützen, weil sie dich liebt. Bestimmt macht sie das nicht mit Absicht.“, antwortete sie im Anschluss. „Aber wieso ist Miyuki-san dann so wütend geworden?“, harkte Nagisa interessiert nach. Tamao senkte daraufhin ihren Kopf und überlegte, ob sie ihr den Grund erzählen sollte. „Was hast du denn Tamao-chan?“, fragte Nagisa sie sorgenvoll. Diese holte Luft. „Weißt du, Miyuki-san macht sich sicherlich auch Sorgen, weil Shizuma-sama schon vielen Mädchen das Herz gebrochen oder sie einfach nur verführt hatte. Zum Beispiel...“ Tamao stoppte sofort ihren Satz. Diese Unwissenheit konnte Nagisa nicht ertragen. Sie griff nach den Schultern ihrer Freundin. „Tamao-chan, wer?“, fragte sie eindringlich. Tamao wusste, dass sie sie verletzen würde, dennoch brach sie das Schweigen. „Chi-Chikaru...“, stotterte sie, weil sie Angst vor Nagisas Reaktion hatte. Für diese brach eine Welt zusammen. Sie fragte sich, ob es Shizuma mit ihr ernst meinte. Chikaru ist für Nagisa eine sehr gute Freundin geworden. Dennoch würde, das was geschehen war, nichts an ihrer Freundschaft ändern. Sie fasste einen Entschluss und strich die Tränen aus ihrem Gesicht. Die nichtsahnende Tamao umarmte sie währenddessen. „Jetzt wird bestimmt alles gut. Schließlich ist Tamao-chan meine beste Freundin.“, verkündete sie stolz. Tamao war zu Tränen gerührt. „Nagisa-chan ist auch meine beste Freundin.“, entgegnete sie mit Freudentränen.
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