18m² vollgestopft mit meiner (beängstigenden) Persönlichkeit

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05.06.2014
05.06.2014
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Da sich vermutlich niemand für meine Möbel und Kleider interessiert, fange ich jetzt mal mit vollkommen zusammenhanglosem Kleinkram an.

1.     8 Feuerzeuge:
Sind acht zu viele? Wirke ich schon beim ersten Punkt wie eine vollkommene Irre? Vermutlich, höchstwahrscheinlich stimmt diese Annahme auch. Die Feuerzeuge sammle ich aber aus einem ganz speziellen Grund. Mit 14 habe ich darüber nachgedacht, dass es doch sinnvoller wäre Nutzgegenstände als Andenken von Reisen mitzunehmen. Seitdem sind meine einzigen Souvenirs also immer Feuerzeuge, die mittlerweile auch nicht mehr wirklich genutzt werden, weil, mal ehrlich wie oft braucht man als Nichtraucher schon spontan Feuer?! Trotzdem ist jede Flamme der acht Feuerzeuge aus insgesamt fünf Ländern immer eine schöne Erinnerung und ich werde auch weiter Feuerzeuge kaufen.
2.     7 Haarreifen:
Ganz ehrlich, ich trage sie nicht. Meine Haare waren schon immer stärker als die Haarreifen. Außerdem drücken sie so unangenehm in den Kopf, was mich in Verbindung mit ihrer Zwecklosigkeit (zumindest in meinen Haaren) dazu veranlasst ihnen eher kritisch gegenüber zu stehen. Ich habe also seit Jahren auch keinen Haarreifen mehr gekauft. Dabei fällt mir auf, sollten es nicht acht sein? Zumindest waren es mal so viele. Vielleicht finde ich den Ausreißer ja im Bermuda-Viereck (besser bekannt als das Zimmer meiner Schwester) wieder.
3.     3 Fotos in Bilderrahmen:
Noch ziemlich neu hier, weil mir meine Mutter bis vor fünf Jahren verboten hat Bilder und Deko in meinem Zimmer zu platzieren. Damals habe ich dann einen flauschigen und unendlich tollen Bilderrahmen geschenkt bekommen und konnte sie überzeugen, mir ein Bild meiner besten Freunde aufzustellen. Vor drei Jahren habe ich dann ein neues Zimmer bekommen, das ich endlich vollkommen selbst einrichten durfte (naja, fast, der Schrank und die Kästen waren schon da). Seitdem stehen also (noch immer) das Bild meiner Freunde (in diesem wirklich kuscheligen Rahmen), ein Bild meiner Familie mit Freunden der Familie und ein silber eingerahmtes Bild meines vor knapp zwei Jahren verstorbenen Großvaters in meinem Zimmer.
4.     4 Blockflöten (Sporan, Alt, Tenor und Bass), eine Gitarre und ein Klavier:
Ich liebe Musik! Habe ich schon immer getan, werde ich immer tun! Ich spiele Flöte seit ich sechs Jahre alt war. (Gitarre habe ich fünf Jahre lang gespielt und Klavier kann ich nur was ich mir selbst beigebracht habe.- Leider habe ich jetzt nicht mehr genug Zeit dafür.) Diese Blockflöten (zumindest die erste, denn wie die Feuerzeuge wurden auch die Flöten erst mit der Zeit mehr) sind also quasi meine Begleiter und Tröster seit vielen Jahren. Wenn ich sie auch manchmal verflucht habe, wenn ich wochenlange Lippen- und Fingerschmerzen hatte, so haben sie mir doch mit ihrer (meiner) Musik über so einige Trennungen, Verluste, traurige Momente und Zorn (ja auch darüber- lieber ein schönes Stück gespielt, als gegen die Tür getreten) hinweggeholfen. Außerdem hat das nun (nach zehn Jahren Unterricht bei einer großartigen Lehrerin) bestehende Verständnis der Musik meinen Geschmack doch stark beeinflusst. Meine momentanen Lieblingsstücke (zum selbst spielen) sind The Entertainer und Händels Allegro.
5.     Ein Spiegel voller Erinnerungen:
Ja, ich weiß es ist ein amerikanischer-Highschool-Film-Chliché, aber auf diesem kleinen (30x30cm, IKEA-) Spiegel direkt über dem Schreibtisch sind alle Erinnerungen der letzten zwei Jahre. Dieser Spiegel ist zwar kaum noch ein Spiegel, auch dessen bin ich mir bewusst, aber dennoch in vielerlei Hinsicht äußerst nützlich. Von den Kinokarten von Skyfall, Frozen, The Amazing Spiderman 2 (mit cooler Spidermanmaske) und viele mehr, über die Ballkarten von 2 Schul- und zwei weiteren Bällen, bis hin zur Schleife, die auf meinem letzten Geburtstagsgeschenk war, ist alles vertreten. Außerdem ist es dank dem speziellen Stift für Glas, der nie weit entfernt liegt, immer eine tolle Möglichkeit für meine Freunde sich mit Unterschriften und Herzen zu verewigen wenn sie hier sind. Natürlich macht das meinen geliebten Spiegel auch zum optimalen Platz um wichtige Dinge, auf die man besser nicht vergessen sollte zu notieren (ohne ihn hätte ich nie gelernt jeden Abend an meine Zahnspange zu denken und sie auch tatsächlich zu nehmen). Zu guter Letzt ist mein Spiegel auch noch eine Liste der Geburtstage meiner Lieblingsschauspieler, damit ich nie vergessen kann, ihnen (und allen ihren fangirls) auf jedem sozialen Netzwerk, das möglich ist (Twitter, Tumblr, Instagram…) meine Glückwünsche mitzuteilen.
6.     Eine (ursprünglich mal) Schmuckschachtel:
Naja, genau genommen einen kunstvoll verzierten Aufbewahrungsgegenstand für meinen Nagellack. Eine von Grund auf weiße Schachtel mit zwei Laden und obenauf einem Fach mit Deckel, von mir und meiner (übrigens zehn-jährigen) Schwester, deren magisches Zimmer ich vorher schon erwähnt habe, in mühevollster Kleinarbeit dekoriert. Jaja, ihr werdet es nicht für möglich halten, aber es ist tatsächlich möglich, dass eine 16- und eine zehn-jährige Gemeinsam nicht fähig sind eine gewöhnliche Do-it-yourself-Deko-Schmuckschachtel zu bekleben. Kurz gesagt, hatten wir also nach einem langen Nachmittag voller Kleber und vieler sicher auch jetzt noch irgendwo in den Winkeln meines Zimmers versteckten Glitzersteinen eine wundervolle Schachtel, die zunächst bei meiner Schwester als Zuckerl-fach diente, später aber (nachdem ich meiner Schwester aus Frankreich ein mindestens ebenso bewundernswerte Aufbewahrungsmöglichkeit mitgebracht habe) ihren Weg zurück in mein Zimmer und wurde schlussendlich zum Nagellackaufbewahrungsmittel degradiert.
7.     Ein(e) Schreibtischlampe/Haarspangenhalter:
Ja, ihr lest richtig, es ist eine gewöhnliche kleine Stehlampe für den Schreibtisch, die auf meinem Tisch kurzerhand zu einer Halterung für zwei Haarbänder und sechs Haarspangen umfunktioniert wurde. Diese Idee ist folgendermaßen entstanden: Eines Tages wollte ich eine Haarspange verwenden, konnte aber im unendlichen Chaos meines Zimmers keine finden. Daher habe ich stattdessen zwei dünne Haarbänder genommen, die ich aus einem Grund der sich mir bis heute noch nicht erschlossen hat, vermutlich einfach Faulheit, mit einem schwungvollen Wurf auf der Lampe platziert habe. Bis zu diesem Zeitpunkt, und auch danach war die Lampe in ihrem eigentlichen Sinn niemals im Einsatz. Deshalb blieben die Haarbänder einige Zeit, wo sie waren und, als ich nun endlich wieder Haarspangen besaß, platzierte ich diese an den Haarbändern. Diese drei Haarspangen haben sich mittlerweile auf ihr doppeltes vermehrt und auch noch Gesellschaft von zwei zauberhaften selbstgemachten Haubenbommeln bekommen, deren Zweck auf diesem Platz ich euch leider nicht erläutern kann, die sich aber nirgendwo anders so dekorativ wie eben dort zeigen konnten, weshalb auch sie dort bis jetzt verweilt sind.
8.     4 Kunstwerke:
Drei dieser „Kunstwerke“ sind auf meinem Mist gewachsen und das vierte ist das Werk meiner Schwester. Beginnen wir mit dem, das nicht von mir ist: Es ist wie gesagt den Ideen meiner Schwester entsprungen, die für ihre zehn Jahre künstlerisch äußerst begabt ist, weshalb dieses Bild (trauriger Weise) mit Abstand das beste der vier ist. Von meinen eigenen Werken sind zwei im Kunstunterricht und eines zu Hause entstanden, wobei letzteres ein simples Herz auf buntem Untergrund abbildet, während die beiden anderen mit ihren Motiven (eine Tasche, die auf Wolken schwebend einen Kugelschreiber anspuckt/die Aufschrift: #SPECK-takulär)eher Ausdruck meiner (wie schon im Titel erwähnt möglicherweise beängstigenden und vielleicht auch etwas beunruhigenden) Persönlichkeit sind.
9.     Meine Bettwäsche:
Brandneu und kunterbunt! Eine Decke mit luftigem und trotzdem kuscheligem Bezug und ein riesiger Polster, ebenso kuschelig umhüllt, bedecken seit neuestem mein Bett. Bis vor kurzem war auf den beiden nämlich noch mein Winterbezug(grün, mit Eulen und Bäumen). Warm und weich, zu warm und weich für diese Jahreszeit! Deshalb wurde er letzte Woche (natürlich nur auf begrenzte Zeit-bis der Winter wieder ins Land bricht) von meinem neu erworbenen und, wie bereits gesagt, sehr farbenfrohen Bezug abgelöst. Auf ihm bekriegen sich von Punkten und Blumen, über Streifen und Karos, bis hin zu Ranken- und noch viel komplizierteren Motiven in jeglichen Knallfarben dieser Welt, unzählige Muster. Des Weiteren hält er mich die ganze Nacht lang warm bzw. in heißen Nächten schön kühl (ja auch das ist möglich, ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten, bis ich es am eigenen Leib erleben durfte) und hat sich bereits zu einem unersetzlichen und heiß geliebten Einrichtungsgegenstand entwickelt.
10.     Meine Kopfhörerschachtel:
Diese hinreißende kleine Box, dekoriert mit fünf verschieden farbigen Origamiherzen, habe ich von einer Freundin zu meinem letzten Geburtstag bekommen. Ihr ursprünglicher Inhalt war ein bis heute faszinierendes Origamikunstwerk mit einem der schönsten und zu Tränen rührendsten Zitate aus der Star Trek TOS-Serie, welches seinen Ehrenplatz auf der in Punkt sechs beschriebenen Nagellackaufbewahrungsmöglichkeit gefunden hat. Doch zurück zu meiner netten Kopfhörerschachtel. Wie ihre, von mir so praktisch gewählte Beschreibung möglicherweise schon verrät, bewahre ich in ihr meine Kopfhörer auf. Außerdem beinhaltet auch jedes der fünf perfekt geformten Herzen, die die Außenseite der sonst eher schlichten und unauffälligen, weißen Schachtel schmücken, ein weiteres Zitat (in diesem Fall aus der BBC-Serie Sherlock) in seinem inneren.

Ein zweites Kapitel mit 10-20 folgt bald.
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