Als ob's kein Morgen gibt

SongficRomanze / P6
Saskia Berg Thure Sander
03.06.2014
03.06.2014
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Der kurze Text ist zwischen dem ganzen Mathe- und anderen-Kram-Lernen entstanden^^
Ich hoffe, er gefällt euch trotzdem und ihr lasst ein paar Reviews da :)


- Als obs kein Morgen gibt -


„Ich liebe dich“ flüstert er an ihr Ohr.
Sie schließt die Augen, saugt diese sanften Worte in sich auf.
Getragen von den ruhigen Klängen der Musik klingen sie an ihr Ohr.
Sie traut sich nicht ihn anzusehen, verlieren würde sie sich in seinen Augen.
Und das darf sie nicht... will sie nicht.
Er schiebt sie ein Stück von sich weg, legt seine Hände an ihre Hüfte.
Jetzt muss sie ihn ansehen, sie senkt ihren Kopf, die Hände hat sie zurück gezogen, die eine verweilt auf seiner Brust, die andere hängt kraftlos nach unten.
„Saskia“ dabei umfasst er mit einer Hand vorsichtig ihr Kinn, hebt ihren Kopf.
Die Musik trägt sie noch immer, umhüllt sie wie ein Schleier.
Jetzt verliert sie sich doch in ihm.
„Hör doch endlich auf zu denken“
„Ich... ich kann nicht, ich... muss jetzt los“
Sie löst sich von ihm, er hält sie fest, leicht, aber bestimmt.
„Thure, wollen wir morgen so weitermachen, wie immer? Ich kann das so nicht...“
„Das ist jetzt nicht wichtig, wir finden einen Weg, ganz bestimmt“
Er sieht sie an, lange, sie erwidert seinen Blick, die Worte hallen durch ihren Kopf, immer wieder, immer leiser, sie kann nicht anders.
„Küss mich“.

Frag nicht,
was der Morgen bringt
sag nicht,
was nach Abschied klingt
Frag nicht, wie es weitergeht
das sind Worte, die der Wind verweht
denn nur wenn du mich küsst
weiß ich was richtig ist


Seine Hände wandern über ihren Rücken, ihre liegen in seinem Nacken, streichen durch seine dunklen Haare, sie verfällt ihm.
Die Wand in ihrem Rücken, ihre Körper dich aneinander finden sie ihren eigenen Rhythmus, eine Linie, einen gemeinsamen Weg.
Nach gefühlten Stunden schiebt er sie ein Stück von sich weg, sein Atem geht schnell.
Ein Blick voller Zuneigung und Liebe durchdringt ihre Augen, trifft auf ihr Herz.
Es pocht, schnell und will nicht aufhören, kämpft gegen ihren eigenen Kopf, die immer wiederkehrenden fragenden und unsicheren Gedanken.
„Sag mir eins: Was hat das für einen Sinn? Du und ich?“
„Wir. Braucht Liebe einen Grund?“
Sie fährt sich mit der Zunge über ihre Lippen, verlegen, sie schaut zu Boden.
Dann sucht sie nach seiner Hand, vielleicht ist das eine Antwort.
Ihre Finger suchen die Seinen, Seine schieben sich zwischen Ihre, ein Band der Liebe.
Seine andere Hand wandert zu ihrem Gesicht, lass sie das Band noch verstärken.
Ihr Gesicht nähert sich seinem, ihr Kopf ist nun endgültig ausgeschaltet.
Sie lässt sich fallen in einen Kuss, der voller Hingabe und Sehnsucht ist.
Lange aufgebaute Mauern werden niedergerissen von einer Welle der bedingungslosen Liebe.

Frag nicht, ich mag dich
und ich will dich haben
weil dieser Augenblick die Antwort für mich ist
wenn du so zärtlich bist
Frag nicht, halt mich jetzt in deinen Armen
wohin sie fällt ist der Liebe egal
jetzt küss mich noch mal
so als ob's kein Morgen gibt.


Seine Finger wandern über ihren ganzen Körper, heißte Küsse bedecken ihre Haut.
In seinen Augen liegt Zärtlichkeit, Leidenschaft und Zuneigung.
Getrieben von ihrer neu gewonnen Liebe, verfallen sie sich immer wieder.
Totgeglaubte Schmetterlinge beginnen aufs neue mit ihren Freudentänzen, Seelen vereinen sich, Hoffnung wächst, Liebe gedeiht.
Zwei Menschen, die in dieser Vollmondnacht eins sind.

Jeder einzelne Blick sagt komm her
die Berührung von dir schmeckt nach mehr
ich will für immer was ich spür'
heut' Nacht mit dir


Kühler Atem bläst in ihr Gesicht, sie öffnet langsam die Augen.
Er liegt neben ihr, auf den Ellbogen gestützt und beobachtet sie lächelnd.
„Du bist wunderschön“ er bläst ihr wieder seinen frischen Atem ins Gesicht, ihre kurzen Haare wirbeln in ihre Gesicht.
„Spinner“ sie rollt sich auf ihn, ihr Gesicht nur wenige Zentimeter über Seinem.
„Guten Morgen“ haucht sie lächelnd und küsst ihn.
„Guten“
Kuss.
„Morgen“
Kuss.
„Schöne“
Kuss.
„Frau“ haucht er zwischen ihren Küssen.
Lange bleiben sie noch liegen, sie hat ihren Kopf auf seiner Brust, streicht ihm immer wieder lächelnd durch die Haare, sein Finger gleiten sanft über ihren nackten Rücken, es mischt sich die Gänsehaut, die durch seine Berührungen bei ihr entsteht mit der Wärme, die sie ausfüllt. Wärme, die ihr Glück, ihre Erleichterung und ihre Hoffnung auf eine Zukunft mit ihm spiegelt.

Frag nicht, ich mag dich
und ich will dich haben
weil dieser Augenblick die Antwort für mich ist
wenn du so zärtlich bist


„Wie viel Uhr haben wir?“ sie schreckt auf.
„Kurz nach 8, wieso?“ antwortet er ihr nach einem kurzen Blick auf seinen Wecker.
„Ich muss zum Dienst!“ sie springt auf und zieht sich hastig an.
„Heute ist Samstag, Saskia“ er wusste, dass sie auch oft Samstags arbeiteten, aber er wünschte sich nichts mehr, als, dass sie bei ihm bleiben würde. Das erste Mal, dass sie morgens in seinem Arm aufgewacht ist.
„Wir sind an einem Fall dran, ich hätte schon um 8 da sein sollen, Ehlers reist mir den Kopf ab“ sie grinst schief und wedelt unbeholfen mit den Armen.
„Wo sind meine Schuhe?“
„Ich weiß ja nicht, wo du deine Schuhe normalerweise hast, aber bei mir stehen die für gewöhnlich an der Garderobe und so einer hübschen Frau reist keiner den Kopf ab, sonst bekommt er es mit mir zu tun“
„Danke du Superheld“ sie wirkt keines Falls ertappt, grinst ihm nur frech zu und geht in den Flur um ihre Schuhe zu suchen.
„Warte, ich bring dich noch zur Tür“ ruft er ihr hinterher und zieht sich schnell etwas über.
„Hast du Angst, dass ich die Tür nicht finde?“
„Nein, dass du nicht mehr wieder kommst“ er drückt sie leicht gegen eine Wand und schaut ihr tief in die Augen. Er wartet auf einen Blick aus ihren strahlenden Augen, ein Blitzen oder ein Lächeln, irgendein kleines Zeichen.
Stattdessen verschwindet das Glänzen, ihr Augen werden leer.
„Bist du sicher, dass wir das schaffen?“ Ihr Blick ist ängstlich.
„Wie sicher, Thure?“ flüstert sie jetzt flehend, auf ihren Augen liegt ein Schleier aus durchsichtigen Tränen.
„Wovor hast du Angst? Gib uns doch erst einmal eine Chance, wir können nur gewinnen“ mit seinem eindringlichen Blick und seiner unfassbar sanften Stimme scheint er sie tatsächlich zu überzeugen. Tränen kullern über ihre Wangen, aber sie lächelt, ehrlich und aus tiefstem Herzen.
Sie umfasst sein Gesicht, als würde sie den wertvollsten Schatz in ihrer Hand halten, nein, es ist ihr wertvollster Schatz, den Mann, den sie liebt. Sie öffnet ihren Mund, hält kurz inne und küsst ihn, lange, leidenschaftlich, intensiv. Jedes Wort wäre zu viel und würde diesen magischen Augenblick zerstören...

Frag nicht, halt mich jetzt in deinen Armen
wohin sie fällt ist der Liebe egal
jetzt küss mich noch mal
so als ob's kein Morgen gibt.
frag nicht wie viel Zeit uns bleibt
was die Zukunft in die Sterne schreibt
aber wenn du mich küsst
weiß ich was wichtig ist


„Glaubst du, Kapitän Ehlers kann dich heute mal ausborgen?“ murmelt er, sie öffnet die Augen und lächelt in den Kuss.
„Nicht so viel fragen“ sie kichert und schiebt ihn zurück in sein Schlafzimmer.

Beflügelt von ihrem Entschluss sich auf alles Neue einzulassen, was vor ihnen liegt, lernen sie an diesem Morgen Gefühle kennen, die sie immer wieder zu übermannen drohen und ihnen mit unverkennbarer Wucht das wichtigste im Leben zeigen: Sich auf das feurige Spiel mit dem vermeintlichen Teufel einlassen, Geborgenheit, Vertrauen und Verantwortung gewinnen und dabei die eigene Freiheit nicht verlieren. Emotionen erleben, die so lebendig, überwältigend und intensiv sind, dass sie für uns fast ungreifbar wirken, kämpfen für das einzig wahre in Leben, tiefe, ehrliche, bedingungslose, Liebe, die zu uns genauso grenzenlos und hemmungslos zurückkommt, wie wir sie schenken.

Frag nicht, halt mich jetzt in deinen Armen
wohin sie fällt ist der Liebe egal
jetzt küss mich noch mal
so als ob's kein Morgen gibt.
so als ob's kein Morgen gibt
als ob's kein Morgen gibt.




#edit: Der Song heißt "Frag nicht - ich mag dich" und ist von Helene Fischer
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