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Neue Welten sind manchmal kompliziert...

von Kathy26
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P18 / MaleSlash
Cleo Sertori Emma Gilbert Lewis McCartney Rikki Chadwick
03.06.2014
09.07.2016
33
60.245
4
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.06.2015 2.901
 
Hallo alle zusammen:) bevor  es weitergeht, danke noch mal an alle, die meiner trotz der unregelmäßigen Updates weiter folgen:) aber jetzt ein  neues Kapi für euch, viel Spaß!

Tatsächlich fand Lewis sich etwa eine halbe Stunde wieder in Waynes Schlafzimmer auf seinem Bett vor und schonte ordnungsgemäß sein Bein. Er wäre lieber wieder aufgestanden und hätte noch etwas aus dem Fenster gesehen, doch Wayne stand direkt vor dem Bett und überwachte ihn mit Argusaugen. „Glaubst du nicht auch, dass meine Überlastungsgrenze noch sehr weit entfernt ist?“ Der Dunkelhaarige hob lediglich eine Augenbraue. „Ich glaube, du solltest lieber da sitzen bleiben, ansonsten walte ich meines Amtes.“ Ungläubig starrte der Blonde Wayne an, dessen Mundwinkel nur zuckte, doch Lewis fehlten für einen Moment die Worte. „War das eine Drohung??“ Waynes Schmunzeln war jetzt deutlich sichtbar. „Das war keine Drohung, das war lediglich ein Hinweis.“ Doch Lewis gestikulierte bereits mit den Armen. „Natürlich war das eine Drohung...! Was willst du machen, wenn ich doch aufstehe? Mich wieder hierhin zwingen und mich fest ketten? Tut mir leid, aber ich lasse mir doch nicht drohen. Und du kannst überhaupt nichts dagegen tun.“ Skeptisch beäugte, dass Wayne ihn im nächsten Moment ziemlich schelmisch anfunkelte, er grinste.
„Kann ich nicht?“

Lewis zog die Brauen zusammen; er mochte es nicht, wenn Wayne so klang, als wäre er ganz klar im Vorteil und würde im Voraus schon einen Sieg feiern. „Nein...kannst du nicht...“, wiederholte Lewis langsam, setzte sich allerdings etwas weiter auf, er spürte Nervosität in sich aufsteigen; Das machte Wayne doch mit Absicht um ihn zu verwirren! Der Dunkelhaarige verschränkte indessen die Arme vor der Brust. „Ok, dann muss ich wohl damit leben, dass ich überhaupt nichts dagegen tun kann, wenn du wieder aufstehen solltest, außer dich höchstpersönlich wieder zurückzutragen. Oder ich gehe etwas spazieren, dann sehe ich zwar nicht was du machst, aber das könnte dich davor bewahren, dass ich meinen Verpflichtungen nachkommen muss. Oder aber du tust es gar nicht erst, dann bin ich zufrieden. Eigentlich bin ich mit sehr wenig zufrieden, ansonsten wäre ich nicht in diesem Haus geblieben, aber eine kleine Wohnung hat es bisher auch immer getan, egal wo ich war. Und ich war an vielen Orten, irgendwie frage ich mich immer noch warum ich irgendwann ausgerechnet hier gelandet bin.“

Lewis öffnete den Mund um etwas zu entgegnen, schloss ihn dann jedoch wieder, denn in ihm kam gerade die Frage auf, worauf diese Diskussion überhaupt hinauslief. Warum führten sie dieses Gespräch noch mal? Irritiert stellte er fest, dass er sich nicht mehr erinnern konnte, wie sie an diesen Punkt gelangt waren. Vorwurfsvoll sah er Wayne an. „Das machst du doch mit Absicht! Hör auf mich zu verwirren!“ Zur Bestätigung grinste Wayne. „Aber das ist die einfachste Methode, dich da zu behalten wo du bist. Wenn du über andere Sachen nachdenkst, denkst du nicht mehr daran, unbedingt aufstehen zu wollen.“ Schmollend schwieg Lewis. Das war gemein gewesen...! Aber er musste zugeben, dass die Idee von ihm hätte stammen können. Wenn er Zeit schinden wollte, redete er auch ohne Punkt und Komma um sein Gegenüber zu verwirren. Und meistens funktionierte das auch.

Verstimmt, dass er schon wieder über etwas anderes nachdachte, zog er die Stirn mit zusammengezogenen Brauen kraus. „Lässt du das bitte?? Ich krieg noch Kopfschmerzen.“ Daraufhin lachte Wayne und setzte sich zu ihm aufs Bett, lehnte sich etwas zu ihm und fuhr ihm dabei durchs Haar. „Oh nein, du Armer. Das wollen wir natürlich nicht.“ Lewis ignorierte das Gesagte einfach und unterdrückte ein leises Grummeln, manchmal fühlte er sich wirklich ein wenig auf den Arm genommen. „Nimmst du mich überhaupt ernst??“ Wayne schmunzelte. „Natürlich nehm' ich dich ernst. Aber du solltest dich vielleicht ein bisschen weniger ernst nehmen...“ Anschließend pikste er ihn in die Seite, was Lewis automatisch zusammenzucken ließ, dann schnaubte er jedoch.

„Ok, ich hab's verstanden. Ich bleib einfach hier liegen, damit du zufrieden bist, ja?“ Als "Friedensangebot" rückte er sich in Richtung Kopfbrett um sich schließlich hinzulegen und Wayne schien wirklich zufrieden damit zu sein. „Ich wollte nichts anderes.“, äußerte er sich, bevor er sich neben den Blonden fallen ließ und Lewis legte sich leise stöhnend die Hände aufs Gesicht, während Stille eintrat. „Oh-mein-Gott. Mach das bitte nicht mehr, ja? Ich krieg wirklich noch Kopfschmerzen...“ Darauf hörte er Waynes belustigtes Schnauben und schließlich breitete sich endgültig Stille aus. Sie hingen beide ihren Gedanken nach, bevor Lewis Blick im Raum umherschweifte, dabei über Wayne, insbesondere über die feine, weiße Narbe auf seinem Arm hinüber zum Fenster, hinter dem er den endlosen Wald sehen konnte, der strahlend grün war und ihn ebenso wie Wayne irgendwie in seinen Bann zog. Allerdings beschäftigte ihn auf einmal noch etwas anderes.

„Sag mal, Wayne, machst du dir nicht manchmal Sorgen?“, fragte er dann und der Dunkelhaarige drehte den Kopf, dunkle Augen sahen ihn fragend an und er runzelte verwirrt die Stirn. „Warum?“ Lewis richtete sich etwas auf die Ellenbogen auf, während Wayne wieder am Kopfbrett lehnte. „Naja, weil du mitten im Wald ziemlich abgeschieden lebst. Gibts hier nicht irgendwelche wilden Tiere oder sowas?“, fragte der Blonde dann, wobei Wayne leicht schmunzelte. „Wir sind in einem Wald, hier gibts ne Menge wilde Tiere.“

Lewis schnaubte. „Du weißt, das meinte ich nicht. Ich meine gefährliche Tiere. So wie zum Beispiel...Wölfe.“ Er hatte kurz überlegen müssen, bevor ihm etwas eingefallen war, darauf zog Wayne nachdenklich die Brauen zusammen. „Wölfe? Hm...welche, die vielleicht um mein Haus herumschleichen? Weiß nicht. Hab bis jetzt noch keine gesehen. Aber ich denke, wenn es welche gäbe, dann würden die sich hier nicht her trauen. Ich lebe hier schon viel zu lange, als dass ich mir von Wölfen mein Leben kaputt machen lasse, zumal sie mich wahrscheinlich meiden würden, jedes Wildtier hat sowas wie einen angeborenen Instinkt den Menschen zu meiden, aber wenn doch, sollten die sich darauf einstellen, dass ich hier der große, böse Wolf bin, schon vergessen?“ Er grinste schief und Lewis schnaubte belustigt.

„Glaubst du, wilde Tiere würden sich wirklich von irgendwas abhalten lassen, weil deine Augen die Farbe wechseln und dunkler werden? Ich glaube nicht.“ Wayne setzte sich etwas auf und richtete damit seine ganze Aufmerksamkeit auf Lewis. „Wieso nicht? Auf dich hat es ja immerhin auch eine ziemliche Wirkung, oder nicht?“, meinte er, wobei seine braunen Augen sich augenblicklich noch dunkler färbten und er schließlich wölfisch grinste, wodurch Lewis der Atem stockte. Letztendlich bewegte Wayne sich langsam, gefährlich langsam, während er sich aufsetzte, sein Blick aus diesen dunklen Augen hatte etwas beinahe Raubtierhaftes angenommen, während in Lewis der Instinkt aufkam, sich so weit wie möglich von Wayne zu entfernen und sich in Sicherheit zu bringen, er wusste selbst nicht, wieso er diesen Drang verspürte, er wusste doch, dass er ihm nichts tun würde, doch dieser raubtierhafte Blick sagte ihm etwas anderes: Durch diesen Blick war er Beute, schoss es Lewis urplötzlich durch den Kopf, irgendwie fand er keinen anderen Vergleich, als den, dass Wayne ihn jetzt an einen hungrigen Wolf erinnerte, der sein nächstes Opfer im Visier hatte.

Sein Puls hatte sich schon etwas beschleunigt, als er sich ebenfalls aufsetzte und soweit wie möglich an das Kopfbrett zurückwich, der Dunkelhaarige zeigte wieder mit diesem wölfischen Grinsen die Zähne und jetzt konnte Lewis etwas in seinen dunklen Augen aufblitzen, wobei er nicht wusste, ob er darüber erleichtert sein sollte oder nicht; in seinen Augen blitzte Belustigung oder etwas ähnliches auf, auf jeden etwas, was ausdrückte, dass ihm das Ganze hier auf jeden Fall Spaß machte, so wie vorhin auch schon. Langsam schüttelte Lewis den Kopf, kaum hatte er diesen Ausdruck gedeutet. „Oh nein, das ist nicht dein Ernst...“ Wayne legte den Kopf schief, während er sich immer noch langsam auf ihn zu bewegte. „Wieso nicht? Ich würde sogar sagen, dass das mehr als nur amüsant werden könnte.“ Lewis überlegte gerade hektisch, welche Möglichkeiten einer Flucht er besaß, da Wayne quasi hieraus gerade ein Spiel gemacht hatte und indirekt eben der Startschuss gefallen war, als sein Blick hinüber zur Tür wanderte, durch den Raum schweifte, vielleicht könnte er in einem unerwarteten Moment schnellstmöglich mit seinem Bein irgendwie versuchen...Weiter kam er in seinen Gedanken nicht, er konnte sich einfach nicht erklären, wie sein Gegenüber das immer schaffte, doch er hatte ihn durchschaut und war urplötzlich vorgeschnellt und schon schloss sich seine Hand um seinen gesunden Fuß, dann wurde er in Waynes Richtung gezogen.

Lewis hatte dabei bemerkt, dass Wayne sehr wohl darauf achtete, was er tat, obwohl es nicht so wirkte, aber er hatte keine Schmerzen in seinen noch heilenden Bein, er war umsichtig gewesen, auch wenn er jetzt auf dem Bett lag, Wayne fast über sich, mit keiner Fluchtmöglichkeit mehr. Der Blonde spürte sein rasendes Herz, während er versuchte irgendeine andere Möglichkeit zu erwägen, die vielleicht noch seine Situation ändern und er somit dieses Spiel umkehren konnte, doch er war zu sehr auf die dunklen Augen vor sich fokussiert, die ihn immer noch fixierten, Wayne hatte ein leichtes Lächeln auf dem Gesicht, er war ja immerhin auch im Vorteil. Lewis fragte sich gerade, warum genau er diesem Mann überhaupt vertraute, jeder andere hätte spätestens jetzt Angst in der Gegenwart eines Mannes gehabt, dessen Augen sich verfärben konnten und der ihn mit einem derart wölfischen Ausdruck ansah, als wolle er ihn wirklich fressen, doch ihm war immer noch bewusst, dass das hier keine gefährliche Situation war, auch wenn es auf jeden anderen vermutlich so gewirkt hätte, nein, das hier war ein Spiel.

Und er hatte auch keine Angst, auch wenn sein Herz weiterhin raste, er war lediglich aufgeregt und nervös, wegen dieser raubtierhaften Art, die Wayne gerade aufgelegt hatte. Und auch wenn er immer noch anscheinend als Beute angesehen wurde, versuchte er es mit seiner typischen Art. „Ach komm schon, das ist doch unfair. Ich hab ein verletztes Bein und im Allgemeinen hab ich dir sowieso nichts entgegen zu setzen.“, meinte er dann leicht protestierend, doch Wayne ließ sich in seinem Vorhaben nicht beirren, denn er kniete sich trotzdem über Lewis, um ihn komplett daran zu hindern, sich von der Stelle zu bewegen. „Aber das ist doch gerade das Interessante daran. Und du hast mir sehr wohl etwas entgegen zu setzen, du bist intelligent, Lewis...“ Schließlich gab er ein leises, zufriedenes Geräusch von sich. „...aber ich würde sagen: Jetzt ist es zu spät für eine Flucht. Nur ein paar Sekunden früher und du hättest vielleicht eine Flucht geschafft. Aber jetzt...bin ich am Zug.“

Während er sprach, konnte Lewis nichts anderes tun als ihn mit kurzzeitig verständnislos gerunzelter Stirn anzustarren, während er sich an einem bösen Blick versuchte, doch der Dunkelhaarige lächelte nur, seine Augen hellten sich ein ganz kleines bisschen wieder auf, sodass auch ein kleiner Teil des Raubtierhaften verschwand. Dann schob er die Unterlippe vor. „Ach komm schon. Sieh mich nicht so böse an. War doch nur ein kleiner Spaß.“ Der Blonde war kurz davor ihm zu verzeihen, doch im letzten Moment entschied er sich anders und zog die Brauen zusammen. „Ach ja? Ist leider nur überhaupt nicht komisch.“ Und wieder schlich sich dieses schelmische Lächeln auf Waynes Gesicht. „Nein? Bist du dir da sicher?“ Seine Augen waren zwar immer noch etwas dunkler als normal, hatten sich aber weiter etwas aufgehellt, sodass das Gefährliche verschwand und er jetzt einfach nur schelmisch wirkte, für ihn war das nach wie vor ein Spiel.

Lewis hatte auch keine Möglichkeit mehr, sich irgendwie vom Fleck zu bewegen, da Wayne weitestgehend auf ihm saß, er hatte die Knie links und rechts seiner Hüften und den Ausdruck, den er jetzt sehen konnte, gefiel Lewis nicht so wirklich, weil Wayne gerade so wirkte, als plane er etwas. Und im nächsten Moment fing er nur an zu Grinsen, bevor er sachte seine Seite entlang fuhr, was Lewis erst zusammenzucken ließ von der plötzlichen Berührung, dann konnte er es nicht verhindern zu lachen, er war dort nämlich unglaublich empfindlich. Der Dunkelhaarige nutzte auch sofort seine Chance und kitzelte ihn weiterhin, sodass Lewis sich jetzt nur noch vor lachen wand, entgehen konnte er ihm auch nicht, da er sich abwärts des Bauches nicht bewegen konnte, doch irgendwann, als er schon Seitenstechen hatte vom Lachen, ließ Wayne von ihm ab, sodass er einige Male tief Luft holte, um wieder zu Atem zu kommen.

Dabei stützte Wayne sich jetzt mit einer Hand rechts seines Kopfes ab, was im ersten Moment völlig unwichtig war, doch während er sich wieder beruhigte, sah er Wayne an, der ihn immer noch aufmerksam betrachtete mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, was jedoch langsam verschwand, genau wie Lewis Gesichtsausdruck sich veränderte, während er nur in die dunklen Augen starren konnte, deren ungeteilte Aufmerksamkeit er hatte. Und dann veränderte sich die Situation auf einmal: Plötzlich war es kein Spiel mehr, wie Lewis so halb bewegungsunfähig unter Wayne lag, der nach wie vor auf ihm saß, dabei halb über ihn gebeugt, wobei Lewis sich jetzt erst der unmittelbaren Nähe zu dem Anderen bewusst wurde. Dabei kam er innerlich etwas verwirrt zu der Feststellung, dass er es eigentlich nicht ok finden dürfte, dass Wayne es so schamlos ausgenutzt hatte, dass er ein heilendes Bein hatte, obwohl er ihm nicht weh getan hatte, doch er kam zu dem Ergebnis, dass er das hier in Ordnung fand; Es war ok.

Und während er den Blick immer noch nicht abwenden konnte, und sein Atem sich wieder beruhigte, konnte er erkennen, wie Wayne ihn beobachtete, da er sich immer noch halb über ihm befand. Langsam, sehr langsam näherte er sich, hielt immer wieder inne, wobei der Blonde erkannte, dass er nach einem Anzeichen suchte, dass das hier nicht ok war, so wie etwa einer Stunde schon, aber er ließ es zu. Auch als ihre Gesichter nur noch Zentimeter voneinander entfernt waren und Lewis Waynes warmen Atem über seine Haut streifen spüren konnte, tat er nichts, zu gefesselt war er von dem tiefen Braunton der Augen, die nur noch ihn zu sehen schienen. Und als Wayne dann noch ein Stück näher kam, da er zwar kein Zeichen der Ablehnung hatte finden können, jedoch weiterhin vorsichtig war, legte sich ein warmes, weiches Paar Lippen auf seine und das Gefühl raubte ihm dieses Mal für einen Moment den Atem, als er die Augen schloss. Er öffnete sie erst wieder, als Wayne sich wieder etwas von ihm entfernte, seine Reaktion beobachtend.

Lewis reagierte im ersten Moment gar nicht, sondern hatte nur Augen für Wayne, der den Kopf ein ganz kleines Stück zur Seite geneigt hatte und ihn beobachtete, als erwarte er, er könnte jeden Moment weggestoßen werden oder etwas ähnliches, doch als Lewis immer noch nicht reagierte, lediglich heftig atmete, sein Herz schlug dabei schnell und stark gegen seine Rippen, kam er wieder näher und legte seine Lippen auf die des Blonden, der sofort wieder überwältigt war von dem Gefühl, das ihn durchströmte, sodass er fast schon automatisch eine Hand in den Nacken des Dunkelhaarigen legte und ihn noch näher zu sich zog. Durch dieses Zeichen der Bestätigung, dass es ok war, bewegte er sich ein wenig und Lewis spürte sanfte Fingerspitzen an der Seite, sodass er wieder kurz zusammenzuckte, jedoch erschauderte, als sich eine Hand langsam unter sein Hemd schob und dort verweilte.

Und von da an dauerte es keine drei Sekunden bis Wayne sich von ihm löste, einen Moment verharrten sie beide absolut regungslos, nur ihre schnelle Atmung verriet sie, doch der Dunkelhaarige schüttelte leicht den Kopf, zog sich noch etwas zurück. „Tut mir leid...“ Verwirrt betrachtete Lewis ihn, er verstand momentan nicht wirklich, wieso Wayne sich entschuldigte, zumal er ihn ja nicht abgewiesen oder weggeschoben hatte. Wayne fuhr sich durch die Haare, während Lewis erst einmal tief Luft holte und sich dann langsam aufrichtete. Das war...heftig gewesen. Wirklich heftig. Er war überrascht über sich selbst, so viel Einsatz hätte er sich nicht zugetraut und wenn er ehrlich war, wusste er nicht, wieso es ihn eben gerade beinahe erschlagen hätte als Wayne ihn ein zweites Mal geküsst hatte, aber er wollte wissen, wieso der Dunkelhaarige das gerade so abrupt unterbrochen hatte.

Dunkle Augen sahen ihn entschuldigend an. „Ich hätte nicht...ich weiß nicht, ob ich mich etwas später noch davon hätte abhalten können...etwas zu weit zu gehen...“ Jetzt erst begriff Lewis und jetzt wo er darüber nachdachte, wurde ihm bewusst, dass das wirklich aus dem Affekt heraus wirklich etwas schnell gewesen war. Wahrscheinlich hätte er aber selbst ab einem gewissen Punkt gestoppt, weil er...sich einfach noch zu unsicher war. Langsam nickte Lewis. „Kann ich verstehen...Außerdem...naja das ist alles neu für mich: Ich wurde angegriffen, beinahe halb tot geschlagen, weit weg jeglicher Zivilisation untergebracht und...begegne einfach dir. Ich hätte vorher nie auch nur in Erwägung gezogen, dass mich jemand so sehr faszinieren könnte wie du. Und naja...“ Er kratzte sich am Hinterkopf. „...sagen wir, ich muss mich daran gewöhnen, dass es jemand anscheinend nur schwer in meiner Nähe aushält ohne mich immer wieder wissen zu lassen, dass ich scheinbar interessant bin.“ Damit entlockte er Wayne sogar ein leichtes Schmunzeln, wenn er auch bis eben noch ein wenig verlegen gewirkt hatte. Schließlich nickte er. „Ok...“ Dann atmete er auf. „Gott...für einen Moment dachte ich, ich wäre vielleicht ein bisschen zu weit gegangen...ich hätte es nachvollziehen können, hättest du mich weggeschoben...“ Lewis lachte leise. „Nein, keine Panik. Aber ich denke, ich sollte mich jetzt ein wenig entspannen, mein Bein wird es mir danken, findest du nicht auch?“ Und wieder einmal schaffte er es, dass Wayne belustigt den Kopf schüttelte.
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