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Neue Welten sind manchmal kompliziert...

von Kathy26
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P18 / MaleSlash
Cleo Sertori Emma Gilbert Lewis McCartney Rikki Chadwick
03.06.2014
09.07.2016
33
60.245
4
Alle Kapitel
32 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.01.2015 762
 
Hey Leute hier bin ich wieder. Ich hoffe ihr hattet schöne Festtage und seid gut ins neue Jahr gekommen. Ich wünsch euch viel spass beim Lesen!

Waynes Haus im Wald:

Es verging eine Weile, in der beide nur dasaßen und einfach vor sich hin starrten, jeder hing seinen Gedanken nach und versuchte das Geschehene zu verarbeiten. Wayne erwachte als Erster aus seiner Starre und betastete seine blutige Nase, woraufhin Lewis den Kopf wandte. „Du blutest...“ Der Blonde fixierte dabei die Platzwunde über Waynes Auge und drehte aus einem Reflex heraus dessen Gesicht zu sich, damit er die Verletzung besser sehen konnte. Wayne währenddessen bewegte sich nicht wirklich, er beobachtete Lewis nur dabei, wie der sein Gesicht studierte und dabei ernsthaft besorgt schien.

„Das muss versorgt werden, sonst hört es nicht auf zu bluten...“ Schwerfällig stemmte er sich am Bettpfosten auf die Beine und verzog dabei das Gesicht, als der altbekannte brennende Schmerz sich wieder in seinem Bein bemerkbar machte. Doch er hinkte einfach weiter, den Schmerz ignorierend, er wollte und musste jetzt Wayne helfen, der allerdings schneller als erwartet auf den Beinen war und bevor Lewis auch nur irgendetwas dagegen unternehmen konnte, verlor er den Boden unter den Füßen, als er hochgehoben wurde.

„Hey, lass mich runter!“, beschwerte er sich und zog verärgert die Brauen zusammen, während Wayne ihn zurück zum Bett trug und darauf absetzte, eine ernste, aber auch besorgte Falte war auf seiner Stirn zu erkennen. „Dein Bein kann nicht richtig verheilen, wenn du es ständig belastest. Und ich glaube kaum, dass du den damit verbundenen Schmerz angenehm findest.“ Lewis hörte ihm zwar zu und er wusste auch, dass Wayne recht hatte, aber er dachte gar nicht daran, einfach hier sitzen zu bleiben, wenn Wayne sich gerade mit seinem Bruder geprügelt und dabei eine heftige Platzwunde davongetragen hatte, nur um ihn zu verteidigen.

„Aber...“ Doch Wayne unterbrach ihn. „Kein "Aber". Du bleibst jetzt hier sitzen.“ Und sein Tonfall ließ dieses Mal keine Widerworte zu, sodass das Lewis den Mund schloss und schmollend die Arme vor der Brust verschränkte. Er hörte Wayne tatsächlich leise lachen, bevor er aufstand und kurz aus dem Raum verschwand, wobei der Blonde ein unangenehmes Ziehen in der Magengegend spürte, ihn beschlich die Angst, es könnte erneut eine Falle sein, sobald "Wayne" wieder diesen Raum betrat.

Er hatte einfach Angst, nochmals darauf hereinzufallen, dass sich Zack als sein Bruder ausgab und er ihn verletzte und vermutlich versuchen würde ihn umzubringen. Aber dann erinnerte er sich, dass es jetzt etwas gab, das ihn Zack erkennen ließ, sobald er auftauchen sollte: Die sehr wahrscheinliche Narbe im Gesicht, die er ihm unbeabsichtigt zugefügt hatte. Sein Blick war auf den Dunkelhaarigen geheftet, als er wieder den Raum betrat und er war immer noch derselbe; da war immer noch die Platzwunde über dem Auge und ohne es verhindern zu können, atmete er kaum merklich erleichtert aus.

Wayne hob den Kopf, als er bemerkte, dass er beobachtet wurde, kam jedoch ohne weiter darauf einzugehen wieder auf Lewis zu und ließ sich mit einigen Sachen aufs Bett sinken. Der Siebzehnjährige erkannte eine Schere und ein großes Stück eines Pflasters. Und bevor Wayne sich auch nur wieder auf die Dinge, die er mitgebracht hatte, fixieren konnte, hatte Lewis sie sich geschnappt, sodass Wayne nur leicht verwirrt eine Augenbraue hochzog. „Ok...“ Lewis schnaubte daraufhin. „Was? Du lässt mich ja nicht aufstehen...!“, knurrte er leicht erbost und der Mundwinkel des Dunkelhaarigen zuckte dabei kurz nach oben, bevor er tief ein und ausatmete.

„Lewis, ich lasse dich nicht aufstehen, weil du nicht alleine laufen kannst und wenn du es doch tust, tut das deinem Bein alles andere als gut. Ich mache das, um dir zu helfen. Nicht weil ich es nicht will oder um dir zu schaden oder um deine Selbstständigkeit anzuzweifeln. Ich weiß, dass du wahrscheinlich so vieles tun wollen würdest, aber das momentan dein Gesundheitszustand nicht zulässt.“ Lewis Ärger flaute während Wayne sprach immer mehr ab, er konnte nicht mal großartig etwas dagegen tun, dafür waren Waynes Worte viel zu sanft und entschuldigend und verständnisvoll gewesen. Daher klangen seine nächsten Worte auch eher verzweifelt als wütend. „Aber ich will auch etwas tun...! Ich möchte auch helfen können, immerhin hast du dich mit deinem Bruder geprügelt um zu verhindern, dass er mich umbringt!“ Wayne lächelte milde. „Lewis, du hilfst mir allein schon, wenn du hier sitzt, mit mir redest und ich weiß, dass dir nichts weiter passiert ist.“ Ein ganz sachtes Gefühl der Wärme breitete sich in Lewis aus, was er zwar noch nicht ganz einordnen konnte, aber irgendwie war es angenehm.
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