Neue Welten sind manchmal kompliziert...

von Kathy26
GeschichteFantasy, Übernatürlich / P18 Slash
Cleo Sertori Emma Gilbert Lewis McCartney Rikki Chadwick
03.06.2014
09.07.2016
33
60.245
4
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Dieses Kapitel
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03.06.2014 2.166
 
Hallöchen Leute:) ich weiß, ich weiß, ich hab lange nichts von mir hören lassen, aber ich habe mich entschlossen, mich an ein neues Projekt ranzuwagen. Deshalb werde ich erst einmal bei einem Kapitel belassen und sehen wie die Reaktionen sind. Na dann, viel Spaß beim Lesen:D


Warum? Warum musste Cleo ihm das antun? Warum hatte sie sich eben von ihm getrennt? War er zu aufdringlich gewesen? Hatte er sie wirklich so sehr genervt, dass sie ihn jetzt vielleicht sogar hasste? Lewis wusste es nicht. Mit hängendem Kopf ging er die Strassen entlang, er wollte zum Strand. Und es war ihm völlig egal, ob es schon dunkel wurde. Nach einigen Minuten, die er in Gedanken versunken weiterging und dann endlich wieder sein Umfeld bewusst wahrnahm, fiel ihm auf, dass er vollkommen allein war. Naja, doch nicht ganz allein, denn am Ende der Straße war eine Person, die ihm entgegen kam, ein Jogger vermutlich oder ein Fußgänger, dachte sich der Siebzehnjährige. Es war ein Mann, wie er erkennen konnte, als die Person näher kam, jedoch konnte er sein Gesicht bei der Dämmerung nicht wirklich erkennen. Und während er das registrierte, sah er, wie der Mann ihn erst ganz normal wie jeder andere auch nicht richtig wahrnahm, dann aber den Kopf hob und mit einem Mal hektische Handbewegungen in seine Richtung machte. Lewis runzelte irritiert die Stirn. Was wollte der Mann von ihm? Für Lewis sah es aus, als wolle der Mann ihm damit sagen, dass er...weglaufen sollte und dann zeigte er auf etwas hinter ihm. Und als der Siebzehnjährige sich umdrehte sah er nur noch zwei schwarze Lederhandschuhe, die einen Baseballschläger hielten, der ihn am Kopf traf, bevor um ihn herum alles schwarz wurde.

Als er langsam wieder aufwachte, pochte sein Schädel nur dumpf und er stellte fest, dass seine Schultern, seine Arme und seine Handgelenke wehtaten. Aber warum? Er öffnete die Augen und stellte erschrocken fest, dass jeweils eine Hand an den Pfosten eines Bettes gebunden war, auf dem er saß. Allerdings gaben die Fesseln auch nicht nach, als er versuchte sich zu befreien. Nach einigen Versuchen gab er schließlich auf und sah sich um. In dem Raum, in dem er sich befand, war es relativ dunkel, keine Lampe brannte und das Fenster, die Vorhänge waren zugezogen, spendete nur wenig Licht. Außer dem Bett gab es einen kleinen Nachtisch, einen Schrank und einen weiteren Tisch mit einer Lampe darauf, der neben der geschlossenen Tür stand. Lewis stellte frustriert fest, dass das der einzige Fluchtweg aus diesem Raum war und als er ein weiteres Mal versuchte, seine Hände zu befreien, ging die Tür auf. Er konnte eine Silhouette im Türrahmen ausmachen, die die Lampe auf dem Tisch einschaltete, sodass der Raum gänzlich erhellt wurde und er jetzt einen Mann erkannte, der in den Raum kam und die Tür hinter sich schloss. Und zu allem Übel kam der Mann mit schnellen Schritten auf das Bett zu, als er bemerkte, dass er versuchte sich zu befreien.

Und mit einem Mal bekam Lewis Panik. Wer wusste schon, ob der Typ ihn nicht gleich abstechen würde, so wehrlos wie er war. Zu seiner großen Verwunderung hob der Mann, der im Übrigen noch sehr jung zu sein schien, vielleicht um die Mitte, Ende zwanzig, nur beschwichtigend die Hände, während er näher kam. „Hey, Hey, Hey, schon gut, ich tu dir nichts.“, meinte er, was Lewis allerdings bezweifelte und er versuchte zurückzuweichen, was wegen den Fesseln nicht viel Sinn hatte. Aber kaum hatte er sich bewegt, schoss ein höllischer Schmerz durch sein rechtes Bein, was ihn einen zischenden Ton von sich geben ließ. „Au! Verdammt, was zum...?!“ Mit einem Blick auf sein Bein, stellte er verwundert fest, dass das Schienbein sowie der Fuß komplett verbunden waren. Ungläubig, trotz der Schmerzen, sah er wieder zu dem Mann, der sich mittlerweile auf die Bettkante gesetzt hatte und seinem Blick gefolgt war. Nur wenige Sekunden später klärte er ihn auf. „Er hat dir das Bein zertrümmert und dein Fuß ist etwas angeschwollen, von einem angeknacksten Knochen, nachdem er dich bewusstlos geschlagen hat.“, meinte er, während er das verbundene Bein betrachtete. Lewis war verwirrt. „Wer?“, fragte er nach. „Der Typ, der hinter dir stand. Erinnerst du dich?“ Der siebzehnjährige Blonde dachte angestrengt nach. „Ich erinnere mich an einen Baseballschläger...der Typ hatte einen Baseballschläger...“

Der Mann schüttelte den Kopf. „Das war seine Hand.“, meinte er, als wäre es das Normalste auf der Welt. „Aber ich hab doch die Handschuhe gesehen...“ Wieder schüttelte der Mann den Kopf. „Nein, das war seine Hand.“ Lewis starrte ihn an. „Der Typ hatte einen Baseballschläger als Hand??!“ Er bekam ein Nicken als Antwort. Jetzt war Lewis richtig verwirrt und seine Angst war für einen Augenblick wie weggeblasen. Er vergaß sogar kurz den Schmerz in seinem Bein und den Armen. Zu mindestens solange bis der Mann es wieder ansprach.  „Das wird noch einige Zeit dauern, bis es verheilt ist.“ Sein Blick war auf das verbundene Bein geheftet, bevor er wieder aufsah. Lewis zögerte kurz, doch dann siegte seine Neugier, bevor die Angst ihn übernehmen konnte. „Wer sind Sie?“ Der Mann richtete seine komplette Aufmerksamkeit jetzt auf ihn, sodass der Blonde ihn zum ersten Mal richtig und musternd ansah. Der Mann hatte ein schwarzes T-Shirt und eine dunkle Jeans an, Lewis konnte eine feine, weiße Narbe auf seinem rechten Arm ausmachen, die fast nicht zusehen war. Seine Haare waren von einem dunklen braun, fast schon schwarz, und kurz, dazu ein wenig zerzaust, als hätte eine Windböe sie durcheinander gebracht. Zwei dunkelbraune Augen sahen ihm fast schon prüfend entgegen, etwas unnahbares lag in ihnen. Außerdem hatte der Unbekannte einen Drei-Tage-Bart, ob er einfach nicht dazu gekommen war, sich zu rasieren oder ob es Absicht war, war Lewis ein Rätsel. Kaum hatte er die Frage gestellt, verschwand der unnahbare Ausdruck in seinen Augen und er wirkte im Allgemeinen viel neutraler als vor einigen Augenblicken noch, da hatten seine Züge etwas Verhärtetes an sich gehabt. Schließlich antwortete er.

„Mein Name ist Wayne. Du hast mich schon auf der Strasse gesehen. Und du bist?“, fragte er dann mit einem etwas neugierigen Unterton. „Dann haben Sie versucht mich zu warnen... Ehm...ich bin Lewis.“, brachte der nach einigem Zögern stockend und nervös zustande, wobei der andere jetzt sogar einen Anflug von einem entschuldigenden Lächeln im Gesicht hatte. „Ok, Lewis, wie gesagt, dein Bein ist gebrochen, dein Fuß angeknackst, es wird etwas dauern, bis das wieder wird.“, erklärte Wayne, wobei Lewis ein mulmiges Gefühl beschlich.

„Ja, aber wenn das mit meinem Bein und mit meinem Fuß wieder in Ordnung kommt, kann ich dann nicht jetzt gehen?“, fragte er vorsichtig, wobei der Dunkelhaarige sofort den Kopf schüttelte. „Ich kann dich nicht gehen lassen, solange dieser Verrückte da draußen rumläuft, nachdem er Menschen, eingeschlossen dich, angegriffen hat.“, meinte er strikt, was Lewis ein wenig irritierte und gleichzeitig einschüchterte. Wenn dieser Mann ihm nichts tun wollte, warum hatte er ihn dann festgekettet? Und mit einem Mal, aus dem Nichts, kam Bewegung wieder in den Mann vor ihm, wobei er sich erhob und nicht wegging, wie er hoffte, nein, er kam noch näher, sodass Lewis noch weiterzurücken wollte, was wegen der Kopflehne nicht möglich war. Er schloss die Augen, vielleicht würde sich dieser Mann als genauso irre herausstellen und er würde vielleicht doch versuchen ihn umzubringen... „Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, ich tu dir wirklich nichts.“, hörte er die Stimme des Mannes dann sehr nah an seinem Ohr, was ihn zusammen zucken ließ, wobei er feststellte, sobald er die Augen wieder öffnete, dass Wayne sich über ihn gelehnt hatte und jetzt mit seinen Handfesseln beschäftigt war.

Für einen ganz kurzen Augenblick überlegte der Blonde, ob er jetzt die Chance nutzen sollte und versuchen sollte Wayne wegzutreten, um sich dann eventuell loszureißen, wobei die Chance von letzterem ziemlich gering war, dass er das schaffte, wenn die Fesseln noch so fest waren. Allerdings verwarf er den Gedanken schnell wieder, spätestens dann, als Wayne sich zurücklehnte, um ihn anzusehen. „Denk nicht mal daran. Du verlierst schneller, als du es überhaupt versuchen kannst.“, meinte er fast schon belustigt, was Lewis schlucken ließ. Vielleicht war der Typ doch ein Psychopath, wobei seine Vermutung noch ein ganz kleines bisschen verstärkt wurde, als Wayne auch noch grinste und sich wieder den Fesseln zuwandte. Zu Lewis großer Verwunderung löste er sie und innerhalb weniger Minuten, konnte er seine Hände wieder frei bewegen, wobei er die Arme erschöpft sinken ließ. „Tut mir leid, aber ich konnte nicht riskieren, dass du versuchst abzuhauen. Allerdings bist du verletzt und mit dem Bein kannst du, denke ich, nicht mal allein stehen.“ Dieses Argument entmutigte den Siebzehnjährigen jetzt ziemlich, während er spürte, dass nicht nur seine Arme ausgelaugt waren. Er fühlte sich allgemein sehr erschöpft und er hätte sich am liebsten einfach auf das Bett gelegt, anstatt hier zu sitzen und hätte sich ein wenig ausgeruht, allerdings traute er sich das in der Gegenwart dieses Mannes nicht. Denn er wusste nicht, ob das alles gespielt war und er in Wahrheit doch vorhatte ihn abzustechen. Und als hätte Wayne seine Gedanken gelesen, kam er wieder ein Stück näher an das Bett, da er sich vorher davon entfernt hatte, nachdem er die Fesseln gelöst hatte. „Du kannst dich ruhig hinlegen. Ich werde dir nichts tun.“

Lewis wusste im ersten Moment nicht, wie er darauf reagieren sollte und bevor er es verhindern konnte, fragte er: „Sie können nicht zufällig Gedanken lesen, oder?“ Wayne lachte leicht. „Nein, kann ich nicht. Man sieht es dir nur an.“ Lewis nickte. „Gut, weil langsam wird das echt gruselig.“ Schließlich musterte er den Mann vor sich misstrauisch. „Woher weiß ich, dass Sie mich nicht anlügen und im Nachhinein doch versuchen mich umzubringen, wenn ich schlafe?“ Selbst bei Lewis misstrauischem Ton verging Wayne nicht das Lächeln, was erst belustigt, dann sehr ehrlich wirkte. „Ich verspreche dir, dass ich dir nichts tun werde, wie schon gesagt. Außerdem bringe ich niemanden um. Und warum sollte ich versuchen dich anzugreifen? Du bist verletzt.“ Lewis verschränkte die Arme vor der Brust. „Ja, gerade deswegen.“ Waynes Gesichtsausdruck veränderte sich und wurde fragend.„Du glaubst also, dass ich es ausnutzen könnte, dass du verletzt und somit nicht in der Lage bist, zu fliehen?“ Er verschränkte ebenfalls kurz die Arme vor der Brust und überlegte, dann breitete er sie aus. „Na schön, wenn du der Meinung bist, dann versuch es: Du kannst gehen, ich halte dich nicht auf.“ Er machte eine auffordernde Bewegung in Richtung Tür.

Lewis zog die Brauen hoch, während Wayne noch einmal eine auffordernde Geste tat. Schließlich setzte er sich auf die Bettkante und stellte sich zögerlich hin. Allein beim leichten Berühren des Fußbodens mit seinem Fuß spürte er starken Schmerz, was ihn zusammen zucken ließ, aber er wollte das nicht vor seinem gleichermaßen Entführer zeigen und begann auf einem Bein langsam, sehr langsam, zur Tür zu humpeln. Wayne war inzwischen zur Seite getreten und beobachtete das Ganze, wobei der Blonde sich bemühte, keine Miene zu verziehen. Wayne aber hatte ihn innerhalb von Sekunden durchschaut. „Du hast starke Schmerzen. Sieh es ein, Lewis, du kannst nicht richtig laufen, geschweige denn dich lange auf den Beinen halten.“ Das merkte Lewis auch gerade, wie sehr ihn die paar Schritte in Richtung Tür angestrengt hatten und er jetzt verzweifelt versuchte gegen den Schmerz anzukommen. Wayne ging inzwischen um ihn herum und blieb irgendwo hinter ihm stehen. „Genau deswegen sollst du ja hier bleiben. Ich kann dich mit dem Bein nicht draußen in der Weltgeschichte herumspazieren lassen, wobei du sowieso keine zehn Meter weit kommst.“ Lewis fluchte in Gedanken. Warum hatte er immer das Pech? Jetzt saß er wahrscheinlich mit einem Serienkiller in einem Raum fest, obwohl Wayne ihm versprochen hatte, ihm nichts zu tun. Und er bestätigte sein Versprechen, indem er wieder durch den Raum schritt und Lewis stützte, damit er wieder zurück zum Bett humpeln konnte. „Komm, das hat doch keinen Sinn, wenn du in deinem Zustand deine Kraft verschwendest.“, meinte der Dunkelhaarige nur, als Lewis sich wieder auf dem Bett niederließ.

Frust kam in ihm auf und auf einmal hatte er das starke Bedürfnis irgendwo gegen zu treten, was mit seinem verletzten Bein momentan nicht möglich war. „Verdammt!!!“, fluchte er diesmal laut, jetzt war er wütend. „Warum passiert immer mir so eine Scheiße?!“ Momentan war es ihm eigentlich völlig egal, dass Wayne alles mithören konnte, obwohl sehr zu treffen schien ihn das nicht. „Ich kann verstehen, dass du dich vermutlich gerade ziemlich wütend und frustriert fühlst, aber das wird schon wieder.“, sprach er ihm stattdessen gut zu, wobei Lewis nur schnaubte und die Arme vor der Brust verschränkte. Und auf einen Schlag war die Müdigkeit wieder da, die ihn zu übermannen drohte. Auch das durchschaute der Mann vor ihm. „Du solltest dich ausruhen. Du wirst sehen, morgen wird's dir besser gehen.“ Nach einem weiteren skeptischen Blick, gab Lewis allerdings auf, ließ sich auf den Rücken fallen und schloss die Augen, wobei er innerhalb von wenigen Minuten abdriftete.

So das wars erst mal:) Mal sehen ob bald ein nächstes Kapitel folgen wird:)
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